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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Keine klassische Romcom. Einfühlsam, ehrlich, unerwartet tiefgründig.

How To End A Love Story
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How to End a Love Story ist keine klassisches Feel-Good-Romcom, auch wenn man das zunächst vielleicht erwartet. Es ist eine Geschichte über Verlust, Schuld, Heilung und über zwei Menschen, die durch ihre ...

How to End a Love Story ist keine klassisches Feel-Good-Romcom, auch wenn man das zunächst vielleicht erwartet. Es ist eine Geschichte über Verlust, Schuld, Heilung und über zwei Menschen, die durch ihre Vergangenheit auf tragische Weise verbunden sind und sich dennoch langsam annähern.

Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt etwas schwer. Die wechselnde Erzählerperspektive und die wechsenden Erzählweise wirkten auf mich zunächst eher holprig als flüssig. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr fand ich mich in der Geschichte zurecht und ich habe schrittweise ein besseres Gefühl für den Schreibstil, die Charaktere und ihre Dynamik entwickelt.

Helen ist eine Protagonistin, die mir anfangs ambivalent erschien: zwischen irrationaler Wut und verständlichem Schmerz. Ihre Entwicklung hat mich jedoch nach und nach überzeugt. Ihre Unsicherheiten, das Imposter-Syndrom, die familiären Konflikte und die subtilen Hinweise auf den Einfluss ihres Migrationshintergrunds haben sie greifbar und tiefgründig für mich gemacht.

Grant hingegen war für mich von Anfang an sympathisch. Mit seinen Golden-Retriever-Vibes, seiner Empathie und der Art, wie er mit seinen Ängsten umgeht. Besonders gut gefallen hat mir, wie sensibel das Thema Angststörung behandelt wurde: ingesamt ohne Pathos, aber mit viel Authentizität.

Die Liebesgeschichte der beiden hat mich zunehmend berührt. Ihre Dynamik lebt von kleinen Gesten, ehrlichen Gesprächen und dem gegenseitigen Verständnis. Statt auf überzogene Missverständnisse setzt die Yulin Kuang auf emotionale Intelligenz und das war für mich ziemlich erfrischend.

Natürlich gab es auch schmerzhafte Momente, aber gleichzeitig passte er zur Entwicklung der Figuren. Ich will hier natürlich nicht zu viel vorweg nehmen: dass Helen ihren eigenen Weg findet ist denke ich als Charakterentwicklung zu erwarten. Das Ende kam vielleicht dann doch etwas zu abrupt und dem hätte gerne noch etwas mehr Raum gegeben werden können.

Grant und Helen hatten beiden komplexe Hintergrundgeschichten und ihre eigenen Päcken in vielerlei Hinsicht zu tragen und waren nicht eindimensional geschrieben, was die Geschichte am Ende für mich besonders interessant gemacht hat.

Was mich am meisten überrascht hat: Ich hatte mit einer leichten Romcom gerechnet, aber bekommen habe ich eine tief emotionale, feinfühlige Geschichte über zwei Menschen mit zerbrochenen Herzen, die lernen, sich selbst und einander zu vergeben.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Dark Romance mit Thriller-Elementen

Shadow
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Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch beginne, bin ich besonders gespannt auf den Einstieg. Er entscheidet oft darüber, wie schnell man in die Geschichte eintauchen kann und ob einen die Handlung direkt fesselt. ...

Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch beginne, bin ich besonders gespannt auf den Einstieg. Er entscheidet oft darüber, wie schnell man in die Geschichte eintauchen kann und ob einen die Handlung direkt fesselt. In diesem Fall fiel mir der Einstieg sehr leicht.

Die Einführung der beiden Hauptcharaktere ist gut gelungen, und ihre Dynamik fühlt sich von Anfang an natürlich an. Besonders interessant fand ich die Rückblicke, die im Laufe der Geschichte immer wieder eingestreut werden. Stück für Stück erfährt man mehr über Jaxons Vergangenheit, wodurch sich ein immer klareres Bild seiner düsteren Seite ergibt. Diese bruchstückhafte Erzählweise verstärkt die Spannung enorm.

Die Story entwickelt sich zunehmend spannender, und es entstehen viele Fragen, die einen zum Weiterlesen motivieren. Neben der zentralen Liebesgeschichte gibt es auch einige Thriller-Elemente, die für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen. Die düstere Vergangenheit des Protagonisten spielt eine zentrale Rolle und beeinflusst seine Entscheidungen sowie seine Beziehung zur Protagonistin maßgeblich. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Kann Maddie sein Licht in der Dunkelheit sein oder hat sie von Anfang an nur die Augen vor dem Monster verschlossen?

Während des Lesens wurde schnell klar, dass die Geschichte nicht nur eine zweite Chance für die Protagonisten thematisiert, sondern auch tiefere, düstere Abgründe erkundet. Die Charaktere sind komplex und nicht immer leicht einzuordnen, was die Handlung noch packender macht. Besonders beeindruckend fand ich, wie sich die Figuren weiterentwickeln und sich ihre Beziehungen

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Veröffentlicht am 29.03.2025

London, Liebe & Drama

Girl Abroad
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Mit Girl Abroad erzählt Elle Kennedy eine Geschichte über Selbstfindung, neue Erfahrungen und natürlich die Liebe. Die Protagonistin Abbey verlässt ihr behütetes Zuhause und wagt den Schritt ins Ausland ...

Mit Girl Abroad erzählt Elle Kennedy eine Geschichte über Selbstfindung, neue Erfahrungen und natürlich die Liebe. Die Protagonistin Abbey verlässt ihr behütetes Zuhause und wagt den Schritt ins Ausland – zum ersten Mal komplett auf sich allein gestellt. Dabei muss sie nicht nur lernen, ihren eigenen Weg zu gehen, sondern wird auch mit neuen Beziehungen, Herausforderungen und Entscheidungen konfrontiert.

Ich bin wirklich gut durch die Geschichte gekommen, da Elle Kennedys Schreibstil angenehm und flüssig ist. Besonders mochte ich Abbeys Entwicklung – sie beginnt als unsichere junge Frau, die stark unter dem Einfluss ihres überfürsorglichen Vaters steht, und wächst mit der Zeit immer mehr über sich hinaus. Diese Entwicklung hat sich für mich sehr natürlich angefühlt und war gut nachvollziehbar.

Auch die romantische Spannung fand ich spannend, wobei sich hier eine Dreiecksdynamik entwickelt, die für einiges an Drama sorgt. Anfangs war ich mir unsicher, ob ich die Anziehung zwischen Abbey und den Charakteren wirklich nachvollziehen kann, aber das hat sich mit der Zeit geändert. Die Chemie zwischen den Figuren ist gut geschrieben, und es war interessant zu sehen, wie sich die Beziehung entfaltet.

Neben der Liebesgeschichte gab es viele humorvolle und emotionale Momente, die das Buch abwechslungsreich machen. Besonders schön fand ich den Kontrast zwischen Abbeys altem Leben behütet bei ihrem Vater und ihrem neuen Leben alleine in London, die neuen Konflikte die damit entstehen und wie Abbey diese im Anschluss meistert.

Girl Abroad ist insgesamt eine unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte mit einer gelungenen Mischung aus Romantik, Selbstfindung und Humor. Wer Slow-Burn-Romanzen mag und gerne Figuren auf ihrem Weg begleitet, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Das Buch hat mir viel Spaß gemacht, und ich kann es allen empfehlen, die Lust auf eine leichte, aber mitreißende Geschichte haben.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

“You were always in my head. And I could never get you out.”

Das irrationale Vorkommnis der Liebe – Die deutsche Ausgabe von »Love on the Brain«
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Nerdy, charmant und voller Chemie!

Mit Das irrationale Vorkommnis der Liebe bleibt Ali Hazelwood ihrem Erfolgsrezept treu: Wissenschaft, Humor und eine knisternde Romance mit zwei absolut liebenswerten ...

Nerdy, charmant und voller Chemie!

Mit Das irrationale Vorkommnis der Liebe bleibt Ali Hazelwood ihrem Erfolgsrezept treu: Wissenschaft, Humor und eine knisternde Romance mit zwei absolut liebenswerten Charakteren. Mal ehrlich ich habe aber auch nichts anderes erwartet. :)

Bee Königswasser ist eine brillante Neurowissenschaftlerin, die für ein NASA-Projekt rekrutiert wird. Ihr neuer Job könnte der große Durchbruch sein – wäre da nicht ihr Co-Leiter, Levi Ward. Levi war schon in der Uni unfreundlich zu ihr und scheint ihre Anwesenheit kaum ertragen zu können. Doch je mehr sie gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, desto mehr beginnt Bee zu hinterfragen, ob sie sich in Levi vielleicht getäuscht hat …

Das Buch liefert eine großartige Mischung aus Enemies-to-Lovers, STEM-Romance und Hazelwoods typischem Humor. Bee ist eine starke, aber chaotische und sehr sympathische Protagonistin, die sich leidenschaftlich für Frauen in der Wissenschaft einsetzt.
Levi ist zunächst verschlossen, aber nach und nach zeigt sich, dass hinter seiner kühlen Fassade eine große Loyalität und Bewunderung für Bee steckt.

Die Chemie zwischen den beiden ist einfach perfekt – von den hitzigen Wortgefechten bis hin zu den süßen, unerwarteten Momenten voller Zuneigung. Auch die akademische Atmosphäre und die NASA-Kulisse machen das Buch besonders spannend.

Wer The Love Hypothesis mochte, wird Love on the Brain lieben. Eine mitreißende, humorvolle und absolut süchtig machende Lovestory, die zeigt, dass Wissenschaft und Liebe sich perfekt ergänzen!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Drei Ali Hazelwood-Geschichten in einem Buch.

Die Unannehmlichkeiten von Liebe – Die deutsche Ausgabe von „Loathe to Love You“
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Kann Ali Hazelwood überhaupt enttäuschen?

Ich hatte auch mit diesen drei Kurzgeschichten von ihr wieder einmal unheimlich viel Spaß.

Die drei Kurzgeschichten behandeln die Storys dreier Freundinnen, ...

Kann Ali Hazelwood überhaupt enttäuschen?

Ich hatte auch mit diesen drei Kurzgeschichten von ihr wieder einmal unheimlich viel Spaß.

Die drei Kurzgeschichten behandeln die Storys dreier Freundinnen, die nach ihrem Studium in unterschiedlichen Orten leben.
Alle drei Geschichten sind Hazelwood-typisch geschrieben und bringen einen oft zum Schmunzeln.

Ich muss tatsächlich sagen, dass ich mit den ersten beiden Geschichten etwas mehr Spaß hatte als mit der Letzten. Da die drei Geschichten so kurz sind ist das hier gut vergleichbar und ist mir dann am Ende aufgefallen.

Dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.

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