Vronis Leben
Johannifeuer„Johannifeuer“ der Autorin Susanne Betz ist nach „Heumahd“ wieder ein sehr gelungener Roman über das Leben der Bergbäuerin Vroni.
Vronis Mann ist erfroren, sie führt nun mit ihrem zweiten Ehemann den ...
„Johannifeuer“ der Autorin Susanne Betz ist nach „Heumahd“ wieder ein sehr gelungener Roman über das Leben der Bergbäuerin Vroni.
Vronis Mann ist erfroren, sie führt nun mit ihrem zweiten Ehemann den Hof. Neben dem Hof und ihrem Sohn „Burschi“ kümmert sie sich aufopfernd um das „Idiotenkind“ Rosl, ihre Stieftochter. Vroni ist eine resolute, aber vom Leben hart gewordene Frau. Sie hatte es in der Vergangenheit nicht leicht und kann sich ihrem Mann gegenüber nicht öffnen. Die Arbeit auf dem Hof ist anstrengend und sie schont sich nicht. Als sie ihre Schwiegermutter auf einen vermeintlichen Arztbesuch zu einem renommierten Professor nach München begleitet, ändert sich nach dem Johannifeuer ihr Leben und sie bezahlt dafür einen hohen Preis…
Die Autorin beschreibt sehr anschaulich das Leben und die harte Arbeit auf einem Bergbauernhof. Dank des bildhaften Schreibstils fand ich mich in den Bergen rund um Garmisch wieder und fühlte mich dort sehr wohl. Der zweite Teil kann anabhändig von Teil eins gelesen werden. Ich fand den Roman sehr authentisch und konnte mich gut in die Lage der Bäuerin Vroni versetzen. Historische Fakten und Fiktion sind für mich perfekt im Roman eingebettet. Es ist kein aufregender Roman, denn im Leben einer Bergbäuerin geschieht nun einmal nicht viel, aber ich fand die Story sehr stimmig und nachvollziehbar. Und genau diese Ruhe und detailgetreue Widergabe des Bergbauernlebens im Roman hat sehr gut gefallen.