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Veröffentlicht am 20.02.2026

Gelungenes Debüt der Autorin

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Bei villains are made handelt es sich um den Auftakt der Trilogie und gleichzeitig um das Debüt von Julia Holz, auch bekannt aus der Buchbloggerbubble unter julezreads. Eine große Rolle in der Geschichte ...

Bei villains are made handelt es sich um den Auftakt der Trilogie und gleichzeitig um das Debüt von Julia Holz, auch bekannt aus der Buchbloggerbubble unter julezreads. Eine große Rolle in der Geschichte spielt griechische Mythologie, die Geschichte Medusas wird neu interpretiert und an die heutige moderne Zeit adaptiert. Dieses Retelling hat mich catchen können und die Geschichte hat mich begeistert.
Es geht um Isla, die vor kurzem neu nach Belle Haven gezogen ist, und nun einen Neustart wagt. Sie beginnt, Kreatives Schreiben zu studieren, lernt neue Freunde kennen und entwickelt Gefühle. Also eigentlich ein ganz normales Leben, allerdings verbirgt sie ein großes Geheimnis, das unbedingt verbogen bleiben sollte: sie ist Medusa, ein Blick in ihre Augen lässt ihren Gegenüber zu Stein werden, weshalb sie seit Jahrtausenden auf der Flucht vor den Göttern ist. Doch dann kommt es zu seltsamen Vorfällen in der Kleinstadt, wurde ihre wahre Identität gelüftet?
Die Geschichte rund um Isla hat mir richtig gut gefallen. Isla ist eine sehr sympathische Protagonistin und auch die zahlreichen Nebenfiguren wie Isla, Adrian oder Silas haben mir gefallen. Ich fand es spannend, dass wir die Geschichte nicht nur aus der heutigen Zeit von Isla erzählt, sondern auch Einblicke in ihre Vergangenheit und somit in Medusas Leben bekommen haben. So konnte man einerseits die Entwicklung von Isla bzw. Medusa bis zu dem aktuellen Zeitpunkt sehen, wie sie zu Medusa geworden ist, wie sie mit dem Fluch umgegegangen ist oder was mit ihrer Familie passierte, aber das war über die Geschichte hinweg verteilt, sodass auch die Haupthandlung in der Gegenwart vorwärtskam und nicht für eine längere Zeit unterbrochen wurde. Dadurch blieb der Spannungsbogen weiterhin hoch und man war gefesselt von der Geschichte. Durch diese zwei Perspektiven konnte man die Protagonistin sehr gut kennenlernen und durch die zahlreichen Rückblicke aus der Vergangenheit ihre Ängste und Zweifel besser nachvollziehen. Sie ist damit sehr vielschichtig und tiefgründig dargestellt worden, sodass man ihre Gedanken und Gefühle und ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Ich fand es schon zu beobachten, wie sich Isla über die Geschichte hinweg immer weiter öffnet und die Entwicklung ihrer Freundschaften zu sehen. Die Gruppe scheint fast wie eine kleine Familie zu sein und man wäre gerne ein Teil davon. Auch die Liebesgeschichte mochte ich gerne, die Gefühle entwickeln sich mit der Zeit und es wirkt authentisch, auch wenn die Romanze nicht im Vordergrund steht. Doch auch an Spannung und ein wenig Action darf es in einer urban fantasy Geschichte nicht fehlen und das kommt in dem Buch nicht zu kurz. Immer wieder gibt es interessante Wendungen, die die Spannung hoch halten und das Ende habe ich so nicht kommen sehen, die Geschichte hält also eine paar Überraschungen parat. Ergänzt durch female rage Aspekte werden so wichtige aktuelle Themen mit eingebunden und thematisiert, was in dem Rahmen auf jeden Fall gelungen ist. Es wird gut und passend in die Geschichte eingeflochten und macht auf das wichtige Thema aufmerksam.
Insgesamt konnte mich das Debüt der Autorin auf jeden Fall überzeugen. Die Adaption der Medusa Geschichte hat mich mit der sympathischen Protagonistin und generell den tollen Figuren, dem Aufbau der Geschichte und der Spannung über das gesamte Buch hinweg überzeugen können. Die Geschichte ist ein überraschendes Highlight für mich geworden und ich freue mich schon darauf, mehr Bücher der Autorin lesen zu können.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Gute und spannende Geschichte zum Jubiläum

Ostfriesenerbe
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Ostfriesenerbe ist Band 20 aus der Reihe von Klaus Peter Wolf. Das Buch beinhaltet 560 Seiten.
Eine ganze Stadt gerät in Panik, als im Lokalradio verkündet wird, dass man zwei Leichen gefunden hat. Die ...

Ostfriesenerbe ist Band 20 aus der Reihe von Klaus Peter Wolf. Das Buch beinhaltet 560 Seiten.
Eine ganze Stadt gerät in Panik, als im Lokalradio verkündet wird, dass man zwei Leichen gefunden hat. Die eine vor dem berühmten Teemuseum in der Norder Innenstadt, die andere in dem neu eröffneten Krimimuseum. Nun wird sofort getratscht, man spricht vom Museum Mörder. Die ersten Spekulationen aus der Bevölkerung werden laut. Als Ann Kathrin sich vor Ort einen Überblick verschafft und die tote Helga Bornemann sieht, weiß sie sofort, dass hier etwas viel Größeres auf dem Spiel steht und, dass dieser Fall zu einem Wendepunkt in ihrem Leben und im Beruf werden wird. Jetzt hat sie mit ihrem Team zuerst viel Arbeit zu erledigen und es wird nicht einfach.
Die Geschichte klingt spannend und interessant. Nun wird es beim Lesen teils langatmig, aber nicht langweilig. Ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Die Charaktere sind teils bekannt und machen ihren Job immer wieder hervorragend. Krimifans kommen definitiv auf ihre Kosten. Der Schreibstil ist, wie bei Klaus Peter Wolf ja bekannt, leicht und flüssig, er geht ins Detail und viele Themen werden angesprochen, genauso wie der ausgeprägte Lokalkolorit. Die Abschnitte sind nicht zu lang. Der Leser wird diesmal mit vielen aktuellen Themen konfrontiert. Der Datenschutz, Überwachung, Kameras, Machtmissbrauch, Tech-Milliardäre, KI gestützte Auswertung. Da sind so einige Themen, die im Vordergrund stehen, schon ein wenig spezifisch, aber interessant zugleich.
Ann Kathrin tritt ein gefährliches digitales Erbe an, das von Miss Moneypenny hinterlassen wurde, kann es ihr beim Lösen des Falls helfen? Zudem wird auch der schwere Polizei- und Notseeretteralltag detailliert beschrieben, die so manche an ihre Grenzen bringt. Auch Ann Kathrin überlegt, ihren Job aufzugeben und stattdessen im Hospiz zu arbeiten.
Es ist ein tiefgründiger Krimi, der viele Themen aufgreift. Der Autor hat sich für die Jubiläum Ausgabe schon etwas Besonderes überlegt und zu Papier gebracht. Mir persönlich hat es gefallen, deshalb vergebe ich hier vier Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein traumhaft schönes Setting zum Wohlfühlen

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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Mit Longing for Lelibeth, dem ersten Teil ihrer neuen Trilogie schafft Alexandra Flint, einen Wohlfühlort, das Mont Lacroix. Das Luxushotel in den Bergen ist ein traumhaft schönes Setting und ich denke, ...

Mit Longing for Lelibeth, dem ersten Teil ihrer neuen Trilogie schafft Alexandra Flint, einen Wohlfühlort, das Mont Lacroix. Das Luxushotel in den Bergen ist ein traumhaft schönes Setting und ich denke, dass es sich mit der Zeit auch für uns Lesende wie ein Zuhause anfühlen wird. Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Das Cover wirkt auf den ersten Blick eher schlicht, doch die Verschnörkelungen machen das Ganze ein wenig verspielt und die Initialen passen zu einem Logo für das Luxushotel. In Kombination mit dem Farbschnitt wirken die Farben sehr harmonisch, sodass es insgesamt für mich ein echter Hingucker ist. Was mir auch gefallen hat, sind die Kapitelanfänge mit Erklärungen zu bestimmten Wörtern wie Wundermoment oder Gedankenpalast, das hat das Buch nochmal zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Es geht in diesem ersten Band um Lelibeth, kurz Leli, die in Zukunft das altehrwürdige familiengeführte Hotel übernehmen wird. Allerdings steht dieser Traum auf der Kippe, denn finanziell steht es um das Hotel nicht gerade rosig. Leli hat die Idee, Events im Hotel stattfinden zu lassen, um eine zusätzliche Einnahmequelle zu generieren. Das erste Event soll eine exklusive Hochzeit werden und dazu braucht sie einen Floristen. Allerdings kassiert sie nur Absagen, bis Noah Benz auftaucht und die einzige Option zu sein scheint. Doch Noah kommt mit einer Absicht ins Hotel, denn er ist der Sohn ihres größten Konkurrenten, kann das gutgehen?
Mich konnte Alexandra Flint mit der Geschichte auf jeden Fall packen und überzeugen. Wie schon erwähnt, habe ich mich in dieses wundervolle Setting verliebt. Dank der detaillierten Beschreibungen der Räumlichkeiten, habe ich mich selbst wie ein Gast des Hotels gefühlt und konnte es mir gut vor dem inneren Auge vorstellen. Leli und Noah sind tolle Protagonisten, sie sind nahbar, authentisch und mir von Beginn an sympathisch gewesen. Durch die wechselnden Perspektiven in den Kapiteln konnte man beide in ihrer Vielschichtigkeit und Tiefe kennenlernen, ihre Emotionen und Gefühle nachempfinden und durch ihre Gedanken ihre Handlungen nachvollziehen. Ihre Beziehung entwickelt sich in meinen Augen realistisch, man kann die Gefühle füreinander und die Anziehung zueinander verstehen und sich voll und ganz darauf einlassen. Allerdings geht es in der gesamten Geschichte eher ruhiger zu, man weiß von Anfang an, worauf das Ganze hinauslaufen wird, sodass es eher wenig Überraschungen gab, was vielleicht einigen nicht so zusprechen könnte.
Abschließend kann ich festhalten, dass mich dieser erste Band der neuen Reihe komplett abholen konnte, ich habe mich sowohl in die Charaktere als auch in das wunderschöne Setting verliebt. Ich hätte mir ggf. noch etwas mehr überraschende twists gewünscht, doch trotzdem kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Alle die Lust darauf haben, einen neuen cozy Wohlfühlort in der Buchwelt kennenzulernen sollten auf jeden Fall mal einen Blick in die Geschichte werfen. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Hat mich wieder gut unterhalten können

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die Housesitterin ist ein neuer Thriller von Emily Rudolf. Das Buch beinhaltet 432 Seiten.
Cecilia hat schon bei einigen Leuten als Haussitterin gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie am Boden zerstört. ...

Die Housesitterin ist ein neuer Thriller von Emily Rudolf. Das Buch beinhaltet 432 Seiten.
Cecilia hat schon bei einigen Leuten als Haussitterin gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie am Boden zerstört. Sie ist ohne Geld, kann sich nicht mal ein WG-Zimmer leisten. Nun bewirbt sie sich erneut bei der Familie Waldners. Sie hat ihr Vorstellungsgespräch bei dem Sohn Johannes und soll diesmal eine Villa auf einer unbewohnten Insel an der Ostsee behüten. Zugang dorthin ist nur mit dem privatem Bootsführer Daniel möglich. Cecilia bekommt die Stelle. Inzwischen kommen sie und Johannes sich näher. Nach außen sieht es aus, als wäre es Liebe und eine ernste Beziehung. Wenn sie sich alleine oder ängstlich fühlen sollte, hat sie auch von ihm die Erlaubnis gekriegt, dass sie über das Wochenende auch ihre Freunde miteinladen darf. Nur soll angeblich Johannes die Tage verhindert sein und kann selbst nicht kommen. Cecilia nutzt es aus, lädt die 3 Leute ein. Nun werden alle plötzlich überrascht, Johannes ist mit von der Partie. Nicht alle sind damit zufrieden, aber warum??? Es sind 4 Leute, jeder trägt ein Geheimnis mit sich. Jeder handelt , um seine Vorteile zu gewinnen. Würden sie soweit gehen, gar sogar jemanden zu töten?
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven in der Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Cecilia sucht nach dem Tod ihrer Mutter Halt. Johannes versucht nach dem Tod seines Vaters seine Kontrolle und Gefühle unter einen Hut zu bringen. Jeder kämpft hier für sich alleine. Hoffentlich mit Erfolg. Mich hat die Geschichte bis zum Ende gefesselt.. Die Freunde, die auf die Insel kommen, spielen alle ein Katz-und-Maus - Spiel. Jeder verbirgt etwas, jeder hat etwas zu erledigen, man darf hier keinem trauen. Die Wendungen kamen überraschend, wirkten aber authentisch und glaubwürdig. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und spannend. Die Kapitel haben angenehme Leselänge , es kommt keine Langeweile auf, weil die Spannung andauernd anhält. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sow wirken auf den Leser lebensecht. Von manchen hätte ich mir aber mehr gewünscht, sie gingen im Laufe der Geschichte definitiv unter. Fazit: Glaube keinem, denn jeder kann dein Feind sein. Die Geschichte hat mir gut gefallen, vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Eine letzte Rückkehr zu Purple Clouds

Purple Clouds - Bittersweet
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Im dritten und finalen Band der Reihe geht es zurück in die Redaktion des Purple Clouds Magazins und auch zurück zu unserer New Yorker WG. Das Cover passt sich vom Stil her an die beiden Vorgängerbände ...

Im dritten und finalen Band der Reihe geht es zurück in die Redaktion des Purple Clouds Magazins und auch zurück zu unserer New Yorker WG. Das Cover passt sich vom Stil her an die beiden Vorgängerbände an und gefällt mir gut.
Es geht um Linh, die einen Neuanfang in New York wagen möchte und beim Purple Clouds angestellt wird. Dort soll sie dem beliebten Comic wieder auf die Sprünge helfen und dabei Xander, den Illustatror unterstützen. Doch von der ersten Begegnung an können sich die beiden nicht ausstehen, wie soll da eine Zusammenarbeit funktionieren?
Mit Linh und Xander kehren wir ein letztes Mal zurück zum Purple Clouds Magazin. Beide Protagonisten sind mir sympathisch, sie wirken authentisch und greifbar. Besonders spannend fand ich, wie sich ihre Beziehung mit der trope haters to lovers entwickelt hat. Das wirkte sehr natürlich und glaubwürdig. Gerade zu Beginn mochte ich die hitzigen Dialoge zwischen den beiden und auch mit der weiteren Entwicklung mochte ich die beiden im Zusammenspiel. Das Setting im Magazin und auch in der WG fand ich wieder super schön. Ich habe es geliebt, wieder in die WG zurück zu kommen und die zahlreichen Momente des Freundeskreises mitzuerleben, dabei aber auch den Pärchen aus den anderen Bänden wieder zu begegnen. Zudem fand ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm, das Buch liest sich locker leicht und flüssig, aber gleichzeitig werden auch die emotionalen Seiten nicht außer Acht gelassen und man fühlt mit den Figuren mit. Man kann sich voll und ganz auf beide einlassen, durch die wechselnden Perspektiven erlebt man die Gedanken und Gefühle beider hautnah mit und kann sich dadurch auch mit ihnen identifizieren. Interessant und wichtig fand ich auch den Handlungsstränge um den anonymen Verfasser der Kolumne, von der auch immer wieder Artikel im Buch auftauchen. Die Thematik fand ich sehr wichtig und finde es schön, dass sie so einen Platz in der Geschichte gefunden hat. Das Ende hat mir gefallen, es ist rund, passt zur Geschichte und bildet insgesamt auch einen tollen und angemessenen Abschluss der gesamten Reihe.
Insgesamt hat mir das Buch rund um Xander und Linh also sehr gefallen, ich vergebe 4,5 Sterne und kann es für ein paar schöne Lesestunden definitiv weiterempfehlen.

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