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Veröffentlicht am 24.11.2019

Buch mit sehr ernsten Themen

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Nach einem traumatischen Sommer ist Tessa an ihr Zimmer gekettet. Ihre Ängste lassen es nicht zu, dass sie ihre vier Wände verlässt und so bleibt ihr nur noch die virtuelle Welt. Sie beginnt, sich mit ...

Nach einem traumatischen Sommer ist Tessa an ihr Zimmer gekettet. Ihre Ängste lassen es nicht zu, dass sie ihre vier Wände verlässt und so bleibt ihr nur noch die virtuelle Welt. Sie beginnt, sich mit Menschen über ihren Lieblingssänger Eric Thorn auszutauschen. Als ein vermeintlicher Hater mit ihr Kontakt aufnimmt, beginnt eine persönliche, anonyme Beziehung. Nur weiß sie nicht, dass sie mit dem echten Eric Thorn schreibt. Und wenn er ihr die Wahrheit offenbart, wird nichts mehr so sein wie vorher.

Dieses Buch trifft aus meiner Sicht den Nerv unserer Zeit, in der wir von Social Media umgeben sind und uns meist völlig arglos darin bewegen.

Der Einstieg in die Geschichte als auch der Schreibstil ist leicht und gut verständlich. Die Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten, wobei vereinzelnd Gesprächsprotokolle vorab den bevorstehenden Verlauf ankündigen. Auch wenn die Autorin die Perspektiven nicht ausdrücklich gekennzeichnet hat, wird schnell deutlich, aus welcher Sicht gerade erzählt wird.

Obwohl hier wirklich zwei schwierige Themen, Angststörungen und Stalking, zur Sprache kommen, ist es der Autorin gut gelungen, diese mit durchaus realistischen Zügen dem Leser nahe zu bringen, sodass diese von mir nachvollzogen und verstanden werden konnten. Auf beeindruckende Art und Weise wird nicht nur darüber gesprochen, welche Auswirkungen Angstzustände hervorrufen kann sondern auch wie die meisten Angehörigen von Betroffenen sich verhalten.

Ich sehe das Buch mit gemischten Gefühlen: Es hat mich nicht SO sehr begeistern können, aber es war auch nicht nicht gut. Teilweise war es unterhaltend und hin und wieder leider etwas langatmig. Zudem hätten die Emotionen (emotionale Szenen/ Gefühle) noch etwas besser rüber kommen können.

Lange in Erinnerung bleiben wird das Buch jetzt nicht, aber dennoch hat es mir einige gute Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Mitreißend, schön und herzerwärmend!

Everything I Didn't Say
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Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade ...

Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben - nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird ..

„Everything I didn´t say” ist der erste Band der neuen Reihe von Kim Nina Ocker. Bis jetzt gibt es zwei Romane, der nächste erscheint Ende Februar nächsten Jahres. Das Cover finde ich richtig schön, es ist stylish, nicht überladen, mit all den Farben sieht es prächtig aus.Der Grundgedanke dieser Geschichte ist nicht unbedingt neu, man kennt es aus einigen anderen Romanen, das die beiden Protas laut Vertrag nicht zueinander finden dürfen, weil es beruflich nicht gewünscht ist.
Was dieses Buch aber unterscheidet, ist die Umsetzung der Geschichte in Kombination mit einem sehr eingängigen und angenehmen Schreibstil. Dadurch hebt es sich durchaus von anderen ähnlichen Romanen ab.
Durch die Perspektivwechsel erhält man zusätzlich noch einen besseren Einblick in die beiden Protas und deren Handlungen, so dass man eben mittendrin ist, anstatt nur mit dabei. Ebenso die Nebencharaktere, die das Bild einer gelungenen Geschichte sehr gut abrunden können und zum Verlauf und der Handlung einiges beitragen. Denn sie glänzen durch Authensität und Sympathie.
Interessant fand ich besonders diesen Zeitsprung von 2019 nach 2015. Denn 2019 ist in diesem Fall eigentlich die Zukunft und nicht das Hier und Jetzt. Dadurch erscheint zuerst alles anders als man denkt. Da beide sich schon 2015 kennenlernen und eben durch den Vertrag eigentlich nicht dürfen wie sie wollen, verstricken sie sich dennoch in ein Gefühlswirrwarr und machen es sich nicht unbedingt leichter der gegenseitigen Anziehung zu entkommen.
Das Highlight des Buches ist aber auch der Schluss der Geschichte und man möchte nicht Abschied nehmen, da die Autorin diese Geschichte mit so viel Gefühl und Herz erzählt. Dies ist ein Buch, welches man unter Garantie nicht aus der Hand legt und gleich wieder vergißt. Es ist fesselnd und absolut emotional und berührt den Leser auf vielen Ebenen. Ich kann es wirklich absolut empfehlen.

Kim Nina Ocker hat mich von Anfang bis Ende mit ihrem emotionalen Roman verzaubert und ich bin bei einigen Szenen fast dahingeschmolzen.
Von mir gibt es 4,5/5 Sterne

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2019

Die Liebe eher im Hintergrund

Save me from the Night
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„twinkle, twinkle, litte star, how i wonder what you are. Up above the world so high, like a diamond in the sky …“

Dieser zweite Band übertrifft seinen Vorgänger noch einmal um Längen! In diesem Buch ...

„twinkle, twinkle, litte star, how i wonder what you are. Up above the world so high, like a diamond in the sky …“

Dieser zweite Band übertrifft seinen Vorgänger noch einmal um Längen! In diesem Buch geht es um Seanna. Sie ist uns bereits aus Band 1 als Kellnerin im Brady’s bekannt. Dort wirkte sie verschlossen und als würde etwas aus ihrer Vergangenheit sie belasten. Da dieses Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist, wird schnell klar, was sie belastet. Das Thema ist sehr ernst und nicht unbedingt unrealistisch oder weit hergeholt.
Obwohl Seanna eigentlich niemanden zu sehr in ihr Leben lassen will, geht ihr Niall, ihr neuer Chef, nicht aus dem Kopf. Und auch er scheint sie zu mögen und ein toller Mann zu sein. Bis eine Figur auftaucht, die Seanna dies in Frage stellen lassen. Sowohl Seanna als auch Niall fand ich sofort sympatisch. Klar – Seanna belastet einiges, aber gerade diese Unsicherheiten machen sie menschlich und auch liebenswürdig. Sie musste wirklich viel durchmachen und es fällt ihr sehr schwer, sich Anderen zu öffnen. Ihre belastende Vergangenheit gibt dem Buch allerdings auch unglaublich viel Spannung. Besonders die letzten 70 Seiten des Buches sind nur so an mir vorbeigerauscht und ich musste wissen, wie es weitergeht. Aber auch Nialls Vergangenheit ist zunächst unklar und mysteriös, was Seanna zweifeln lässt.

Das Ende ist in meinen Augen genau richtig. Es passt so ganz wunderbar zur Gesamtgeschichte, schließt sie sehr gut ab und macht alles rund. Bereits jetzt schon bin ich neugierig auf den dritten und abschließenden Teil, der im Dezember erscheinen wird.

Der Schreibstil ist gewohnt geschmeidig, ausdrucksstark, modern und agil. Da fliegt man förmlich durch die Zeilen, ist gefesselt und verspürt eine unglaubliche Herzenswärme. Bestechend und ausnahmslos ansprechend werden die Worte wirklich zu Bildern 
Die Protagonisten werden allesamt authentisch dargestellt und hinreißend zum Leben erweckt. Ich habe das Gefühl selbst vor Ort zu sein, so faszinierend ist das Setting traumhaft schön beschrieben.

Dieser Roman geht ans Herz und tief in die Seele, ich habe jedes Gefühl erlebt und konnte perfekt aus dem Alltag entfliehen. Gerne vergebe ich für die mir unvergesslich schöne Lesezeit fünf dicke leuchtende Sterne und eine absolute Kauf - und Leseempfehlung. 

Veröffentlicht am 10.11.2019

Mein Herz hat geblutet

Was perfekt war
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Auch in „Was perfekt war“ verarbeitet Colleen Hoover ein wichtiges Thema, dass viel zu selten thematisiert wird: der unerfüllte Kinderwunsch. Was macht dies mit dem jeweiligen Paar, der Beziehung zueinander ...

Auch in „Was perfekt war“ verarbeitet Colleen Hoover ein wichtiges Thema, dass viel zu selten thematisiert wird: der unerfüllte Kinderwunsch. Was macht dies mit dem jeweiligen Paar, der Beziehung zueinander und dem Umfeld? Diese Fragen versucht Hoover in „Was perfekt war“ zu beantworten.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs wirklich Angst hatte, dass Colleen Hoover das Thema zu oberflächlich angehen würde und Aspekte herausgelassen werden, die endlich thematisiert werden müssen. Ich befürchtete, dass die Protagonistin Quinn, die mich zum Teil zur Weißglut trieb, am Ende ein Wunder erfahren würde und doch noch schwanger werden würde. Doch so leicht machte es sich Colleen Hoover nicht – sie griff die Thematik mit der Ernsthaftigkeit auf, die sie verdient hat, sodass ich mit dem Ende nicht zufriedener hätte sein können. Aber nicht nur ihr Plot konnte überzeugen, sondern auch ihr sprachliches Können und ihre gekonnte Charakterentwicklungen. Sowohl Quinn als auch Graham schienen aus dem Leben gegriffen worden zu sein, denn beide weisen Stärken und Schwächen auf, wodurch sie real und nicht konstruiert wirken.

Aber auch fürs Herz bietet Colleen Hoover einige emotionale Szenen, bei denen die Augen nicht trocken bleiben. Ich habe gelacht, geweint, mit Quinn und Graham mitgefiebert und wenige Augenblicke später mich über einen der Beiden aufgeregt. Emotional ist „Was perfekt war“ die reinste Achterbahnfahrt, wodurch ich mich der Handlung und den Protagonisten näher denn je fühlte – sie hätten auch ein befreundetes Paar im echten Leben sein können – einen Aspekt, den ich sehr an Büchern schätze.
Besonders mochte ich, dass Colleen Hoover zu Beginn der Handlung kleine Details eingebaut hat, die sich fortwährend durch die Handlung ziehen und gegen Ende noch einmal eine entscheidende Rollen einnehmen, wodurch die Handlung eine zusätzliche Intensität einverleibt wird.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Keine langweilige Vampirgeschichte

Vampirprinzessin
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In diesem Buch trifft die Lichtträgerin Ariella auf den Schattenprinzen Tarot.
Ariella ist eine mutige Lichtträgerin und ein Engel, die Tarot, den Schattenprinzen, finden und töten muss, um dadurch ihre ...

In diesem Buch trifft die Lichtträgerin Ariella auf den Schattenprinzen Tarot.
Ariella ist eine mutige Lichtträgerin und ein Engel, die Tarot, den Schattenprinzen, finden und töten muss, um dadurch ihre Schwester Amora zu retten.
Tarot wurde in der Vergangenheit schon von Amora getäuscht und traut seit dem keinem Lichtwesen mehr über den Weg. Seit dem, hat er es sich zur Aufgabe gemacht die Welt zu zerstören. Das will Ariella verhindern.
Das ist der Teil wo Licht und Schatten aufeinander treffen. Wird Ariella ihn aufhalten können? Und wird der Hass aufeinander bis zum Schluss bestehen bleiben? Bekanntlich, kann ja kein Schatten ohne Licht existieren.

Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Diese Welt, Lybnia, hat es mir schwer angetan.
Ich frage mich immer wieder, wie man es hinbekommt so eine schlüssige und phantasievolle Fantasy Story entstehen zu lassen und es flasht mich immer wieder.
Ich konnte mich von der ersten Seite an auf die Geschichte einlassen und darin abtauchen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und leicht sich vorzustellen. Jeder hat seine Eigenart und (fast) jeden mag man auf eine gewisse Art und Weise.
Die Autorin hat sich sogar die Mühe gemacht, sich für diese Reihe eine neue Sprache auszudenken, die der Schattenprinz des Öfteren mal spricht. Es ist einfach Genial.
Ich habe mich in dem Geschehen immer sehr wohl gefühlt und das zwischen Vampiren, Lichtträgern, Hexen, Dämonen und dem wahrscheinlich süßesten Seelentier, das es auf der Welt gibt.

Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch, am spannendsten für diejenigen ,die nicht auf den "kitschigen Vampirroman" gewartet haben, denn zu solchen gehört es keineswegs. Dieser Roman hat nämlich so viel mehr Facetten und eröffnet für uns Leser eine einzigartige faszinierende, jedoch auch grausame und düstere Welt, von solcher ich bisher noch nicht gelesen habe.
Ich erwarte sehnlichst den zweiten Teil und bin schon sehr gespannt darauf, wie sich die Beziehung zwischen Tarot und Ariella/ Elya entwickeln wird.