Spannendes Buch über eine bedeutende Frau
Ein Geschenk fürs LebenAnni ist Säuglingsschwester. Sie lebt und arbeitet in Gelsenkirchen-Buer. In einem Heim für Säuglinge, das von Eglantyne Jebb unterstützt wurde. Aus dem Grund reist sie nach Genf, um der Wohltäterin den ...
Anni ist Säuglingsschwester. Sie lebt und arbeitet in Gelsenkirchen-Buer. In einem Heim für Säuglinge, das von Eglantyne Jebb unterstützt wurde. Aus dem Grund reist sie nach Genf, um der Wohltäterin den Dank von Belegschaft und Eltern zu überbringen. Frau Jebb stammt aus einem wohlhabendem Elternhaus und lehnt sich gegen Ungerechtigkeit auf. Das gilt insbesondere für Kinder, die vornehmlich unter den Folgen des ersten Weltkrieges leiden.
"Ein Geschenk fürs Leben" ist die Hommage an eine Frau, die nur wenigen Menschen bekannt ist. Nach ihrem Studium und der kurzen Zeit, die sie als als Lehrerin in einem Armenviertel tätig war, fand sie ihre Berufung. Sie kämpfte für die Jüngsten, die keine Lobby hatten und unter Krieg und Entbehrung am meisten litten. Nicht nur das materielle stand bei ihr im Focus. Sie wollte auch die Rechte der Kleinen stärken. Dass dieses Ansinnen keineswegs nur Unterstützung fand, liegt auf der Hand.
Nach dem ersten Weltkrieg war Deutschland der Verlierer. Die Menschen hungerten und Mütter konnten ihre Kindern oft nicht vor dem Hungertod schützen. Als Frau Jebb anfing, für diese Menschen zu sammeln, stieß sie zunächst auf Widerstand. Zu schlecht war die Meinung der Sieger über jene, die den Krieg begannen.
Das Buch berichtet von Eglantynes Kindheit und Ausbildung und parallel dazu vom Leben von Anni. Es ist spannend geschrieben und wird ebenfalls abwechslungsreich mit viel Engagement gelesen. Meine Empfehlung gilt daher uneingeschränkt.