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Veröffentlicht am 04.03.2026

Hyacinth hatte Besseres verdient

Bridgerton - Mitternachtsdiamanten
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Nachdem Violet Bridgerton schon drei Töchter unter der Haube hat, fehlt mit dem jüngsten Sprössling, Hyacinth, nun noch die Letzte. Sie findet nun in „Mitternachtsdiamanten“ ihr Happyend. Und wie fällt ...

Nachdem Violet Bridgerton schon drei Töchter unter der Haube hat, fehlt mit dem jüngsten Sprössling, Hyacinth, nun noch die Letzte. Sie findet nun in „Mitternachtsdiamanten“ ihr Happyend. Und wie fällt dieses aus?

Wenn man die Figuren Hyacinth und Gregory sowohl zwischen den Seiten als auch in der „Bridgerton“-Serie als Kinder hat aufwachsen sehen, dann ist es schon etwas merkwürdig, sich vor Augen zu führen, dass sie alt genug sind, um ihre eigene Geschichte zu erzählen. Bei der Buch-Hyacinth war es in jedem Fall sehr unterhaltsam zu erleben, wie sie viel von ihren Schwestern in sich trägt. Sie ist sehr neugierig, sie ist nicht auf den Mund gefallen, sie ist mutig und trotzdem sucht sie wie die meisten Frauen in dieser Zeit ihre individuelle Rolle. Da sie in der Serie immer mehr inszeniert wurde, als könnte sie das Eheleben kaum erwarten, war es angenehm, eine Hyacinth zu erleben, die einer Ehe gegenüber nicht abgeneigt ist, die aber auch für sich die beste Wahl treffen will.

Dem gegenüber haben wir Gareth St. Clair, der für die Reihe mit seiner Familiengeschichte neu ist und er ist zudem der Enkel von Agatha Danbury. Dadurch hat Letztere eine wirklich große Rolle und das war schon sehr amüsant, wenn sie und Hyacinth so viele gemeinsame Momente hatte, aber dass auch Gareth zu seiner Großmutter ein inniges Verhältnis hat. Nichtsdestotrotz ist Gareth wieder ein typisches Beispiel für die Männerfiguren von Julia Quinn. Diese kommen in der Serie deutlich besser rüber, aber in den Büchern sind sie wirklich sehr anstrengend. Auch wenn es natürlich für die Zeit damals ganz normal war, dass Männer gewisse Sichtweisen und Anstandsregeln parat haben, so gibt es doch eine Art, das darzustellen, die sympathisch oder eben unsympathisch wirken kann.

Die ersten Szenen zu Gareth haben mir eigentlich gefallen, weil seine Familiengeschichte einen berührt und weil er eben eine sehr aufmerksame Art hat, die seinen Charme wirken lässt. Spätestens dann aber, als Gareth und Hyacinth auf ihrer Mission sind, wurden seine Gefühle und Gedanken für mich immer abstoßender. Zuvor war schon etwas das Narrativ zu erkennen, dass Hyacinth mit ihrer Art nichts auf Dauer ist. Die Denkweise überwindet er großzügig, nur um sie dann in eine Liebesfalle zu locken. Ich fand das echt extrem seltsam und es hat mich an den ersten Band erinnert, der auch eine Szene hat, die viel diskutiert wurde, wobei dort Daphne es mit der fragwürdigen Entscheidung war. Aber was Gareth so stellenweise gedacht und auch verbal von sich gegeben hat, das war eines Gentleman nicht würdig. Er hat mich dadurch völlig verloren, sodass ich bei der gemeinsamen Geschichte nicht mehr mitfühlen könnte. Immerhin ist Hyacinth durch seine Taten nicht völlig in die hilflose Opferrolle gerückt worden; sie hat ihre Charakterzüge behalten und das habe ich respektiert.

Da also die Liebesgeschichte für mich wahrlich nicht lange im Kopf bleiben wird, ist es als Ausgleich wenigstens gut, dass es inhaltlich mit der Suche nach den Diamanten eine etwas andere Erzählweise gibt, sodass der Band dann doch seine DNA hat. Natürlich war das nicht wie ein Thriller oder Ähnliches aufgebaut, aber es war ein kleiner Heist-Bogen, der gut zu Hyacinths Art gepasst hat. Gerade dann mit den späteren Epilogen wurde es auch sehr amüsant.

Fazit: „Bridgerton – Mitternachtsdiamanten“ erzählt das Happyend der letzten Bridgerton-Schwester Hyacinth, aber Gareth als ihr Partner hat mich leider irgendwann völlig verloren, sodass die Liebesgeschichte mich nicht berühren konnte. Immerhin gab es ikonische Auftritte anderer Rollen und auch die Suche nach den Diamanten hat dem Band etwas Spezielles gegeben, aber er war dennoch für mich fast der Schwächste.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Klappentext beeinflusst

This Story Might Save Your Life
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An der Coverfarbgebung von „This Story Might Save Your Life” vorbeizukommen, das war ein Ding der Unmöglichkeit. Es sah einfach leuchtend aus und wenn das schon geschafft ist, dann ist der Klappentext ...

An der Coverfarbgebung von „This Story Might Save Your Life” vorbeizukommen, das war ein Ding der Unmöglichkeit. Es sah einfach leuchtend aus und wenn das schon geschafft ist, dann ist der Klappentext nicht fern und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich ihn mal besser nicht gelesen hätte, weil ich finde ihn nicht geschickt gewählt, was ich in meiner folgenden Rezension etwas näher ergründe.

In dem Genre des Buchs habe ich in den letzten drei Jahren wirklich viel gelesen und dass ich immer noch dazu greife, zeigt, dass ich es gerne lese, auch wenn schon fast logisch nicht alle Bücher die gleiche Qualität habe. Umso reizvoller sind dann neue Autoren, wie nun Tiffany Crum. Denn wenn man den Stil von Autoren kennt, dann wird es schon mal vorhersehbar, weswegen ich auch schon ewig nichts mehr Sebastian Fitzek gelesen habe. Jetzt war aber Crum dran, die im Gepäck auch viele sehr Modernes hat. Die besten Freunde Joy und Benny haben zusammen einen Podcast, der ihnen den Durchbruch beschert hat, sodass sie keine Unbekannten mehr sind. Zudem arbeitet die Autorin sehr geschickt mit verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen. Es ist also ein komplexer Aufbau, den es für solche Geschichten auch braucht, weil man die ganze Zeit Informationen bekommt und sie nur schwer sortieren kann. Dadurch liegen nicht alle Lösungen sofort auf der Hand.

Der Klappentext hat sich nun darauf gestützt, Benny als besten Freund als suspekt zu betrachtende Figur zu inszenieren. Wenn ich nun den gesamten Inhalt kenne, kann ich es irgendwie verstehen, dann aber wiederum gar nicht. Denn die Skepsis ihm gegenüber kommt erst sehr spät in der Geschichte vor, weswegen es sich wie ein ständiges Warten anfühlt, nur um dann im Zeitpunkt der Geschichte sich schon wieder enttäuscht zu fühlen. Ich bin mir echt sicher, dass ich das Buch anders gelesen hätte, wenn es den Klappentext in der Tonart nicht gegeben hätte. Denn so war ich angeleitet, alles zu Benny abzuwägen und zu hinterfragen und habe dadurch einen Fokus gehabt, der wiederum anders verhüllt hat.

Das ist dann letztlich so ärgerlich, weil das Buch von Crum wohl so nicht angelegt war. Ich habe extra auch mal den Original-Klappentext verglichen, der nicht so eindeutig Benny in den Vordergrund schiebt. Dementsprechend werde ich so beeinflusst das Leseerlebnis nicht mehr für mich neu rekreieren können. Wenn ich jetzt den Teil etwas ausblende, dann kann ich aber erkennen, dass Crum gewisse Enthüllungen clever gesetzt hat. Sie hat immer Fragezeichen schwebend im Raum gehalten, sodass es immer ein Ziel für mich als Leserin gab. Ich finde auch, dass die Autorin ein sehr wichtiges Thema einbindet, was für mich durch die Perspektive wie eine Nebenbaustelle wirkte, was aber wohl eher als Zentrum gedacht war. Insgesamt denke ich daher, dass mir das Buch wohl viel besser gefallen hätte, aber ich habe mich zwischendurch zu sehr geärgert und das ist leider nicht einfach auszublenden.

Ich habe das Geschehen durch die Stimmen von Christiane Marx und Richard Barenberg begleitet. Es sind beides Stimmen, die in dem Genre sehr erfahren sind, gleichzeitig habe ich mir die Figuren aber etwas jünger vorgestellt und hätte wohl andere Stimmen gewählt. Dennoch sind beide letztlich zu Joy und Benny geworden.

Fazit: Für mich hat „This Story Might Save Your Life” dank des missglückten Klappentextes leider nicht die Wirkung entfaltet, die vielleicht ohne möglich gewesen wäre. Im Versuch zu verschleiern wurde irregeführt. Bei Thrillern leider einfach sehr schwierig, weil es ein anderes Lesegefühl ist, wenn man nur mit dem eigenen Päckchen an eine Geschichte rangeht. Äußere Einflüsse können dann schon eine Richtung mitgeben, die schadet. Das ist hier passiert, aber ich habe über meinen persönlichen Ärger hinweg doch erahnen können, dass der Thriller zu den guten gehört. Also an alle andere: Nicht den Klappentext lesen!

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Next Generation

Dunbridge Academy - Wherever
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Die „Dunbridge Academy“-Reihe ist nicht mein Liebling von Sarah Sprinz, weil mir aufgrund meines eigenen Alters die anderen NA-Reihen deutlich mehr gelegen kommen. Trotzdem ist für mich immer klar gewesen, ...

Die „Dunbridge Academy“-Reihe ist nicht mein Liebling von Sarah Sprinz, weil mir aufgrund meines eigenen Alters die anderen NA-Reihen deutlich mehr gelegen kommen. Trotzdem ist für mich immer klar gewesen, dass ich die Art des Schreibens, das entwickelte Miteinander in Internat-Atmosphäre und vor allem die Themen immer sehr geschätzt habe. Auch wenn ich nichts darauf gewettet hätte, dass wir eine neue Generation begleiten werden, so war es doch auch für mich eine schöne Nachricht und so bin ich bei „Wherever“ am Start gewesen.

Was ich bei der ersten Generation oft etwas seltsam fand, dass war die Tatsache, dass die Charaktere nicht immer so jung wirkten, wie ich mich selbst in dem Alter empfunden habe. Die Themen haben vieles Schweres angesprochen, was auch mehr erwachsene Züge nötig gemacht hat und auch wenn ich das einerseits zu schätzen wusste, musste ich umgekehrt auch daran denken, dass mit YA die Zielgruppe eine andere ist. Bei „Wherever“ war eins meiner ersten Gedanken, dass Sprinz jünger in ihrem Schreibstil wirkt. Gerade die Gespräche der Jungsgruppe waren oft sehr albern (fast schon wieder zu albern für mich, für das Alter aber genau richtig) und es sind Themen angesprochen worden, auf die ich aus Spoilergründen nicht eingehen werde, die aber perfekt für das Alter passten. Ich hatte tatsächlich mehr den Eindruck, dass Scarlett, George und ihre Freunde genauso alt sind, wie sie sein sollen.

Dennoch hat Sprinz nicht ihre Art verloren, den Charakteren sehr viel Tiefe zu geben, wobei ich es bei Scarlett als deutlich ausgeprägter empfunden habe. Auch wenn sie als Figur wirklich lange anstrengend wirkt, weil sie sich so viel verbietet und so viel abwehrt, so ist sie als Charakter in sich sehr konsequent und überzeugend geschrieben. Ihre Geschichte ist herzzerreißend und viele Verhaltensweise fügen sich dann wie Puzzleteile zusammen, weswegen es umso beachtlicher ist, wie sie sich nach und nach öffnen kann. Nicht nur George für eine Liebesgeschichte, sondern auch Cleo und Elsa für eine Freundschaft, die sich auch tatsächlich in Erlebnissen ausdrückt. George bringt eine ganz andere Art von Ballast mit, weswegen auch er deutlich geheimnisvoller gestaltet werden musste. Aber es ist dennoch immer genug durchgeblitzt, um ihn zu mögen. Ich mochte es dennoch aber sehr, dass zuerst mit viel Foppen gearbeitet wurde, denn gerade die Lateinsprüche waren eine herrliche Idee. Es war auch ein Element, durch das ich schneller involviert war.

Später arbeitet die Geschichte dann auch mit Mysterium und Action, was für die Reihe in dem Ausmaß auch ungewöhnlich und neu ist, was mich dann aber gefreut hat, weil es die Relevanz unterstreicht, warum sich die neuen Bücher lohnen. Es ist zwar auch eher etwas gewesen, was wieder erwachsener wirkte, aber es hat dennoch gut funktioniert. Ansonsten ist das Tolle natürlich, dass die Generation so sehr an die alte gebunden ist. Henry als Lehrer ist sehr cool, aber auch die Verwandtschaftsverhältnisse untereinander sind ein nettes Gimmick. So Veranstaltungen auf dem Gelände sind dann auch die ideale Gelegenheit, viele alte Gesichter wieder zu begrüßen. Das haben wir uns wohl alle auch erwartet und Sprinz enttäuscht da keinesfalls.

Fazit: Auch wenn ich für Sarah Sprinz für mich nie zuerst die „Dunbridge“-Reihe nennen würde, so habe ich mich aber auch ehrlich auf die nächste Generation gefreut und Scarlett (Pops) und George bieten einen tollen Einstieg. Es wirkte charakterlich und thematisch auch stellenweise echt jünger und dennoch war für mich eine durchgängige Unterhaltung drin. Es war neben viel Romantik auch sehr spannend und ich bin froh, dass gewisse Momente nicht erzwungen wurden. Ich freue mich auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Romantischer Spaß mit Hazel und Josh

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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Das Autorinnenduo Christina Lauren ist mir schon lange ein Begriff, aber ich habe noch nicht mal ansatzweise alles von ihnen gelesen. Umso besser, wenn ältere Bücher nochmal neu aufgelegt und mir so ins ...

Das Autorinnenduo Christina Lauren ist mir schon lange ein Begriff, aber ich habe noch nicht mal ansatzweise alles von ihnen gelesen. Umso besser, wenn ältere Bücher nochmal neu aufgelegt und mir so ins Bewusstsein gerufen werden, so gilt das jetzt für „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“.

Häufig ist es so, dass das xte Werk eines Autors den internationalen Durchbruch bedeutet und die ersten Bücher werden dann munter nach übersetzt, um den Hype auszunutzen. Dann fällt häufig auf, dass man die Anfänge doch echt gut bemerken kann, weil jeder mal anfangen muss. Bei „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“ habe ich jetzt nicht nachgesehen, das wievielte gemeinsame Werk es von Christina Lauren ist, aber es fühlt sich nicht unerfahren an. Es ist sofort der humorvolle Ton des Duos zu erkennen, aber man muss auch sagen, dass sie mit Hazel eine Figur geschaffen haben, die in allen Bereichen over the top ist. Für die Art der Erzählung war sie aber einfach perfekt, denn Hazel sagt alles, was sie denkt, sei es noch so vermeintlich peinlich. Ich fand es auch sehr beneidenswert, welches Selbstbewusstsein sie an den Tag legt und dass sie sich auch keinesfalls für jemanden ändern möchte. Auch wenn ich von ihr Lichtjahre entfernt bin, so hat mich die Schreibweise schnell überzeugt, dass Hazel eine wahre Freundin mit einer besonderen Seele ist.

Josh ist dagegen sehr bodenständig und vielleicht sogar langweilig, aber die Unterschiede bestehen von Anfang an und dennoch ist es für Hazel im Grunde Liebe auf den ersten Blick, selbst wenn sie es nie so formulieren würde, aber für sie war er von Anfang an speziell. Josh hat sie genauso immer wahrgenommen, aber sie ist ihm wegen seiner Art im Kopf geblieben. Doch gut war an der Stelle schon, dass er ihre verrückten Momente zwar nicht vergisst, sie damit aber nur in einer Weise aufzieht, die Hazels Art entspricht, er macht sich also nicht auf eine Art lustig, wie es andere tun. Genau daraus kann dann im Erwachsenenalter das lustige Spielchen zwischen ihnen entstehen. Ich mochte das Miteinander der beiden immer mehr und auch wenn sie sich lange im Weg standen, aber es war langsam wachsend, auch wenn es sich letztlich schnell anfühlte. Es fühlte sich schnell an, weil das Buch irgendwann kaum noch aus der Hand zu legen war, denn ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht.

Christina Lauren haben Hazel und Josh auch jede Menge liebenswerte Nebenfiguren an die Seite gestellt. Seien es die Eltern, Schwester Emily, die Tiere und dann auch die herrlichen Doppeldatepartner. Ich konnte mir das alles sehr gut als lustigen Film vorstellen, weil die Zutaten für eine Slapstick-Komödie da waren. Genauso geht es aber auch in die Tiefe. Gerade nach hinten raus, als die Basis da ist und es mehr ums Ernste gehen kann, zeigt das Duo seine andere Seite. Ich mochte letztlich vor allem die Botschaft, dass Hazel sich nicht verändern muss, aber dass sie auch die Personen finden muss, die das an ihr als ihren wesentlichen Kern akzeptieren und nicht erwarten, dass sie zur Ruhe kommt. Nein, Hazel ist crazy, aber crazy gut und mit Josh ist genau der richtige ruhende Pol geschrieben worden, der genauso seine Krisen hat, sodass es sich auch ebenbürtig anfühlte, auch weil sie jeweils füreinander da sind.

Fazit: „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“ mag schon älter von Christina Lauren sein, aber es hat sich inhaltlich frisch angefühlt, denn der Erzählstil hat seinen Sog, der Humor reißt mit und letztlich habe ich nur noch gefiebert, wie es für sie ausgeht. Eine kurzweilige Unterhaltung mit Tiefgang in guter Dosis.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Emotionale Herausforderungen

In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
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Während ich die Fantasy-Yarros immer noch nicht weiterverfolgt habe, sind ihre Liebesromane, die auf dem deutschen Buchmarkt veröffentlicht werden, sofort ein Must-Read. So auch bei „In the Likely Event“, ...

Während ich die Fantasy-Yarros immer noch nicht weiterverfolgt habe, sind ihre Liebesromane, die auf dem deutschen Buchmarkt veröffentlicht werden, sofort ein Must-Read. So auch bei „In the Likely Event“, das im Original 2023 erschienen ist.

Es ist bekannt, dass Yarros aus einer Militärfamilie stammt und dann auch in eine eingeheiratet hat, weswegen sie auch immer Liebesgeschichten aus diesem Kontext heraus erstellt. In Deutschland sind diese Militärfamilien deutlich seltener, weswegen es immer etwas fremd für mich wirkt, aber vom amerikanischen Markt kennt man es und ich finde auch, dass es Kontexte sind, die eine gewisse Emotionalität in sich tragen. Dennoch habe ich bei „In the Likely Event“ gemerkt, dass es emotionale Grenzen gibt, wo mein Verständnis dann fehlt, sodass ich einen gewissen Bruch merke, weil ich nicht mehr so mitfühlen kann, wie ich es von einer Autorin wie Yarros gewöhnt bin.

Zunächst mal finde ich das Buch gut erzählt, wenn es um die Struktur geht. Yarros arbeitet gerne mit unterschiedlichen Techniken, die es ihr erlauben, dass wir die Anfänge einer Liebesgeschichte verfolgen, dann aber auch in der Gegenwart etwas angeboten bekommen, was das Level trifft, sodass sich beide Perspektiven dann ideal ergänzen. Das hat hier auch wieder wunderbar funktioniert, denn die gemeinsame Vergangenheit mit Flugzeugabsturz und diversen Urlauben wird um die Afghanistan-Geschehnisse ergänzt, die wir 2021 erleben und beides hat eine ungeheure Bewandtnis, sodass ich beide Perspektiven gleichwertig und mitreißend fand und das ist immer die halbe Miete. Ich fand es gerade bei der Afghanistan-Perspektive sehr interessant, dass Yarros da auf sehr konkrete Begebenheiten zurückgegriffen hat, über die sie durch ihren Hintergrund sicherlich auch echt Bescheid weiß. Zudem ist es auch für mich eine sehr präsente Vergangenheit, sodass ich mich auch an die deutsche Perspektive auf die Ereignisse noch gut erinnern kann.

Aber zunächst geht es mit dem Flugzeugabsturz los. Wow, was für eine Idee und das war gleich zu Anfang etwas, was emotional reingehauen hat. Es war zum Mitfiebern, aber es hat auch wirklich eine Verbindung geknüpft, die man dann gerne weiterverfolgen will. Auch der Afghanistan-Teil hat für mich gut funktioniert, weil er eine Relevanz hat. Aber was mir dann nicht so ideal gefallen hat, dass war der Zwischenweg. Wir erfahren zu Nates Vergangenheit zwar die entscheidenden Infos, aber dennoch ist er als Mann sehr zugeknöpft zu seinen Gefühlen über seine familiäre Situation und das hat es für mich schwierig gemacht, immer diese Geduld von Izzy zu ertragen. Und hier fehlte mir dann auch das militärische Verständnis irgendwann, denn diese absolute Hingabe an den Job, wenn es um Krieg und Fernbleiben von den Liebsten geht, da fehlt irgendwann die Logik, zumindest aus meiner Perspektive. Wir erleben auch, was das Erlebte mit Nate macht. Ja, er ist echt gut in seinem Job, aber weil es ihn gleichzeitig so ausgehöhlt hat, war es noch viel schwieriger, immer nachzuvollziehen, warum er den Absprung nicht geschafft hat. Auch wenn ich das Ende für den angebotenen Kontext wieder sehr passend fand und dann auch meinen Frieden gemacht habe, so war die Liebesgeschichte zwischendurch nicht mehr das, was der Anfang versprochen hatte.

Ich habe das Buch auch teilweise als Hörbuch gehabt, sodass ich die mir bekannten Stimmen Rebecca Veil und Tim Gössler nur lobend erwähnen kann. Sie haben die prinzipiell emotionalen Szenen sehr gut transportiert bekommen.

Fazit: Ich lese die Liebesromane von Rebecca Yarros wirklich gerne und da ist auch „In the Likely Event“ keine Ausnahme, aber gleichzeitig war es auch das Buch, wo ich bislang die größte emotionale Barriere gemerkt habe. Der militärische Kontext gehört zu den Büchern, aber es ist nicht, wie ich groß geworden bin, sodass mir hier stellenweise das Verständnis fehlte. Insgesamt hat aber Yarros viele richtige Entscheidungen getroffen und ich würde vom Lesen niemals abraten, dafür ist es trotz der Kritik zu gut.

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