Liebte und liebe es
Wedding People (deutsche Ausgabe)✨ REZENSION zu „The Wedding People“ von Alison Espach, übersetzt von Verena Ludorff
⚠️ Triggerwarnung: in diesem Buch geht es u. a. um Depressionen, Suizidgedanken und einen Suizidversuch, Fehlgeburten, ...
✨ REZENSION zu „The Wedding People“ von Alison Espach, übersetzt von Verena Ludorff
⚠️ Triggerwarnung: in diesem Buch geht es u. a. um Depressionen, Suizidgedanken und einen Suizidversuch, Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit, Scheidung und Verlust (eines Haustieres)
📖 Inhalt (spoilerfrei): nach einem sehr schmerzhaften Kapitel in ihrem Leben fährt Phoebe allein in ein elegantes Hotel in Newport. In ihrem Koffer befinden sich die Medikamente ihres verstorbene Katers, mit welchen sie plant, sich das Leben zu nehmen. Doch im Hotel angekommen findet sie sich inmitten einer Hochzeitsgesellschaft wieder und wird in die Feierlichkeiten verwickelt.
✒️ Besonderheiten: der Roman ist sehr feinfühlig und mit einer sprachlichen Leichtigkeit erzählt, die heiter wirkt, obwohl der Stoff tieftraurig und komplex ist. Fragmentarisch wird aus Phoebes Perspektive mit Rückblicken und inneren Monologen gearbeitet, die sehr gut in die Haupthandlung eingewoben sind. Phoebe ist eine der rundesten und glaubwürdigsten Protagonistinnen, die ich seit Langem gelesen habe. Ihre Perfektion, ihr innerer Rückzug, ihr übersteigerter Anspruch an sich selbst, das Aufschieben von Entscheidungen, das Zögern und Reflektieren; all das machte sie für mich extrem nachvollziehbar. Ihre Sprache war manchmal wunderbar salopp, das machte sie für mich umso authentischer.
💡 Fazit: ich hatte ja keine Ahnung, was mich erwartet! Das Buch hat mich schon nach wenigen Seiten komplett mitgerissen. Ich konnte mich so gut mit Phoebe und ihrer Trauer identifizieren. Der feine Humor, die zarten Begegnungen, die leisen Wendepunkte haben mich tief berührt; für mich war dieses Buch ein echtes Geschenk. Ein Roman über den leisen Weg zurück ins Leben.
5|5 ⭐️