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Veröffentlicht am 13.08.2023

Miika und Rick – eine besondere Liebesgeschichte

Großstadtträumer
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Als Miika eines nachts Gitarrenklänge auf einem nahegelegenen Dach wahrnimmt, kann er nichts anderes tun, als ihnen zu folgen. So lernt er den interessanten Rick kennen, zu dem er sich gleich hingezogen ...

Als Miika eines nachts Gitarrenklänge auf einem nahegelegenen Dach wahrnimmt, kann er nichts anderes tun, als ihnen zu folgen. So lernt er den interessanten Rick kennen, zu dem er sich gleich hingezogen fühlt. Rick scheint auch direkt angetan von seiner neuen Bekanntschaft und stellt ihm schnell seine Mitbewohnerinnen vor. Obwohl Miika eher introvertiert ist und ihn dies zuerst etwas überfordert, lässt er sich dennoch darauf ein. Diese wird unter anderem eine Herausforderung für Miika in der Beziehung zu Rick sein. Rick ist nämlich sein erster asexueller Partner. Gemeinsam loten sie ihre Grenzen aus und stellen sich ihren Ängsten. Doch wie weit kann der jeweils andere gehen, ohne sich selbst dabei zu verlieren?
"Großstadtträumer" von Annika M. habe ich in wenigen Tagen ausgelesen und konnte mich absolut überzeugen. Alleine der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Er wechselt von längeren Passagen, erzählt von jeweils eine
r der Protagonist*innen zu kürzeren, lyrischen Texten. Die Kapitel in abwechselnden Perspektiven werden liebevoll mit Symbolen neben den Seitenzahlen markiert. (Ich liebe Details!) So ist es für die Lesenden einfach, die Perspektive zu wechseln und nicht aus dem Lesefluss zu kommen.
Die Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet. Annika M. thematisiert in ihrem Buch das Aufwachsen in einer queeren Community, aber auch in einem stark heteronormativ geprägtem Familienhaus. Ich habe bisher wenige bis keine Bücher gelesen, welche Konsens und Asexualität ansprechen. Daher habe ich zwar wenig Vergleichsmaterial, aber ich empfinde beide Themen hier sehr gut und ehrlich dargestellt.
Lesemonat August

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Veröffentlicht am 09.08.2023

Megan Rapinoe – eine inspirierende Sportlerin und Aktivistin

One Life - Gegen Diskriminierung und Rassismus. Mein Leben als Aktivistin und Fußballerin
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Megan und ihre Zwillingsschwester Rachael Rapinoe werden 1985 in Redding, Kalifornien, geboren. Sie sind die willkommene Addition einer Großfamilie, bestehend aus Denise (Mom), Jim (Dad), ihrer Tante CeCe ...

Megan und ihre Zwillingsschwester Rachael Rapinoe werden 1985 in Redding, Kalifornien, geboren. Sie sind die willkommene Addition einer Großfamilie, bestehend aus Denise (Mom), Jim (Dad), ihrer Tante CeCe und den Geschwistern Michael, Jenny und Brian. Seit sie denken können, steht das Haus jeglichen Verwandten, Familienmitgliedern und Freundinnen offen. Die Zwillinge sind ein Herz und eine Seele oder eher wie Yin und Yang. Als Rachael in der frühen Kindheit ihre introvertierte Phase hat, ist es Megan, die für beide spricht und Entscheidungen trifft. Später in der Schule wird es genau andersherum sein. Nun ist Rachael diejenige, welche mit dem sozialen Druck und den Erwartungen der Klassenkameradinnen besser umgehen kann. Megan hingegen kann mit alledem nichts anfangen. Obwohl sie zu dem Zeitpunkt unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet die Zwillinge immer noch die gemeinsame Liebe zum Sport, welche seit jüngster Kindheit besteht. Dabei liegt der Fokus immer auf ihrem Lieblingssport, Fußball.
Nach zahlreichen Spielen in der Kinder- und Jugendliga werden die Zwillinge von Talentscouts gesichtet und der Aufstieg in die nationale US-Liga ist ihnen sicher.

Den ersten großen Durchbruch verbucht Megan 2004, als sie in der U-19 Liga der FIFA für Frauen spielt. Das Team der USA belegt am Ende der Championships den dritten Platz. Schnell wird Megan an der Universität Portland und dem dazugehörigem Fußballteam für ihre zahlreichen Torvorlagen und Goals bekannt . Sogar nach zwei Kreuzbandrissen, erholt sie sich und befindet sich stets in den Top 5 der Listen, für die meisten Tore und Torvorlagen u. a. in der NCAA (National Collegiate Athletic Association). Ihr Debüt in der US-amerikanischen Nationalelf macht Megan bei der WM 2006.
Mit ihrer aufstrebenden Fußballkarriere, wird auch ihr Wille immer stärker, sich für marginalisierte Gruppen einzusetzen und sich klar gegen Rassismus und Diskriminierung auszusprechen. Hierfür wird sie nicht nur Zuspruch, sondern auch viel Hetze ernten. Was u. a. ein Kniefall bei einem NFL Spiel und der Schlachtruf "Equal Pay!" damit zu tun haben, könnt ihr in "One Life – Gegen Diskriminierung und Rassimus. Mein Leben als Aktivistin und Fußballerin" lesen. Das Buch ist am 14.06.2023 im cbj Verlag für junge Leser*innen erschienen.
Das Buch zeigt auf inspirierende und leicht verständliche Art und Weise, was eine einzelne Person bewirken kann, wenn diese sich traut für sich und ihre Belange einzustehen. Megan Rapinoe erzählt sehr eindrücklich von ihrem Leben als Fußballerin, Frau, Freundin, Schwester, Member der LGBTQAI+ Community und Aktivistin. Dabei bleibt sie stets authentisch und nahbar. Sie schildert ungeschönt von Momenten, in denen sie aneckte, um sich gegen Ungerechtigkeiten auszusprechen, und stellt aber auch immer wieder klar, dass sie sich ihrer Privilegien bewusst ist. Ich habe "One Life – Gegen Diskriminierung und Rassismus. Mein Leben als Aktivistin und Fußballerin" sehr gerne gelesen und spreche hiermit eine große Leseempfehlung aus.

Vielen Dank an das Bloggerportal für diese inspirierende Geschichte. (Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar)

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Veröffentlicht am 28.07.2023

Highlight Potenzial!

Vom Ende der Nacht
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Obwohl Will und Rosie unterschiedlicher nicht sein können, fühlen sie sich nach einer Schulparty am Lagerfeuer zueinander hingezogen. Es ist eine dieser besonderen Verbindungen, die ein Leben lang bestehen ...

Obwohl Will und Rosie unterschiedlicher nicht sein können, fühlen sie sich nach einer Schulparty am Lagerfeuer zueinander hingezogen. Es ist eine dieser besonderen Verbindungen, die ein Leben lang bestehen bleiben. Gerade als sich beide annähern, geschieht eine Tragödie, von welcher Rosie sich nie richtig erholt.
Und so passiert es, dass Rosie ihre Heimatstadt Norfolk verlässt, um aufs College zu gehen, und die Wege von ihr und Will trennen sich das erste Mal.
Während sich Will als Automechaniker in Norfolk durchschlägt und Pläne für eine langersehnte Reise entwirft, kann er Rosie einfach nicht vergessen. Ihr geht es ganz genau so. Als sich der Tag der Tragödie wieder einmal jährt, nehmen beide wieder Kontakt auf. Rosie besucht Will und sie verbringen traumhafte Wochen zusammen bei Will zu Hause. Rosie plant das College zu schmeißen und gemeinsam machen sie sich auf einen spontanen Trip nach Montenegro. Nun könnte doch endlich alles gut werden. Oder doch nicht?! Zu Hause in Norfolk angekommen, fühlt sich Rosie schnell wieder der Realität und ihrem Studium verpflichtet. Wieder einmal werden sich die Wege von ihr und Will trennen. Doch während beide dennoch nie so richtig voneinander loskommen, geht das Leben weiter. Es wird Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen und ein erneuter Schicksalsschlag die beiden zusammenführt.

Selten habe ich mich so sehr davor gedrückt, ein Buch zu beenden. Zum einen wollte ich nicht, dass die Geschichte von Rosie und Will aufhört und zum anderen hatte ich ein bisschen Angst, was noch alles kommt, wie oft sich das Blatt noch wendet. Ich habe mit diesen beiden mitgelitten, mich gefreut und die ein oder andere Träne verdrückt. Dabei war ihre Geschichte niemals kitschig. Die Charaktere erschienen mir so echt und tragisch, so einsam, aber auch gemeinsam in ihrer Welt gefangen.
"Vom Ende der Nacht" hat definitiv Potenzial, ein Jahreshighlight zu werden.

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Veröffentlicht am 26.07.2023

Spannender Auftakt einer neuen skandinavischen Thriller Reihe

Refugium
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Als Astrid Helander mit ihren Eltern und deren Geschäftspartnerinnen Mittsommernacht feiert, passiert etwas Schreckliches. Binnen weniger Sekunden stürmen zwei maskierte Menschen das Fest. Ihre Tat wird ...

Als Astrid Helander mit ihren Eltern und deren Geschäftspartnerinnen Mittsommernacht feiert, passiert etwas Schreckliches. Binnen weniger Sekunden stürmen zwei maskierte Menschen das Fest. Ihre Tat wird Astrid als Waise zurücklassen. Doch welches Ausmaß hinter diesem Verbrechen wirklich steckt, kann bis dahin niemand erahnen.
In dem ersten Band der neuen Stormland-Trilogie führt der schwedische Autor John Ajvide Lindqvist zwei neue und interessante Ermittler
innen in die skandinavische Thrillerliteratur ein.
Zum einen gibt es da Julia Malmros, selbst Krimiautorin und ehemalige Polizistin. Sie lebt in der Stockholmer Innenstadt und recherchiert gerade für ihr neuestes Buch. Und zwar nicht nur für Irgendeines: sie soll den neuen Band der Millennium-Reihe von Stieg Larsson schreiben. Für ein Rechercheinterview trifft sie sich mit einem jungen Hacker.

Kim Ribbing ist Ende 20 und selbsternannter Cracker. Gekleidet und gestylt sieht er eher aus wie ein Metalhead, jedoch erträgt er harte Klänge weniger und bevorzugt schwedische Schlagermusik und zieht unter seinen schwarzen Jacken Pullover mit Comic-Motiven an. Er gibt Julia jede Menge Infomaterial für ihr neues Buch und schnell wird klar, dass sich beide zueinander hingezogen fühlen. Kim wirkt sehr unnahbar und rätselhaft. Als nach und nach seine Geschichte erzählt wird, öffnen sich wirklich tiefe Abgründe.

"Refugium" ist ein groß angelegter Thriller, welcher sich mit seinen kurzen Kapiteln jedoch schnell wegliest. Die internationalen Ermittlungen des Duos sind spannend erzählt und auch, wenn mir deren Dynamik noch nicht so ganz einleuchtet, denn etwas sperrig sind die Beiden in dieser Konstellation schon etwas, bin ich gespannt, wohin sie sich noch entwickeln.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Solide aber etwas vorhersehbar

Der blaue Express
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Ruth Kettering wird während einer Zugreise mit dem blauen Express in ihrer Kabine tot aufgefunden. Die reiche Amerikanerin wurde ihrer wertvollen Rubine beraubt und sogleich stehen eine handvoll Verdächtige ...

Ruth Kettering wird während einer Zugreise mit dem blauen Express in ihrer Kabine tot aufgefunden. Die reiche Amerikanerin wurde ihrer wertvollen Rubine beraubt und sogleich stehen eine handvoll Verdächtige parat. Da wäre unter anderem ihre nicht-ganz-so-heimliche Affäre und ihr Noch-Ehemann. Von Letzterem plante sie sich scheiden zu lassen, welches für ihn den finanziellen Ruin bedeutet hätte.

Wieder einmal versucht der hochmütige Hercule Poirot dem Täter auf die Spur zu kommen und den Verbleib der Rubine zu ermitteln. Das Setting ist wieder sehr raffiniert ausgearbeitet und Poirot darf wieder sehr intensiv ermitteln. Leider verliert sich der Spannungsbogen relativ schnell nach dem Mord und sehr überrascht war ich von der Auflösung nicht. Ein solider aber vorhersehbarer Christie.

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