Bikes, Waffen und etliche Gefühle
Sons of Hel - Nomad: Tyr & FaithNachdem ich mich über Jahre schon in die Neuauflage mit dem wunderschönen Totenkopf-Farbschnitt verliebt habe, durfte die gesamte Reihe sofort bei mir einziehen, als ich sie endlich für einen guten Preis ...
Nachdem ich mich über Jahre schon in die Neuauflage mit dem wunderschönen Totenkopf-Farbschnitt verliebt habe, durfte die gesamte Reihe sofort bei mir einziehen, als ich sie endlich für einen guten Preis gefunden habe, bei welchem man nicht noch seine Niere verkaufen musste. 🙈
Die Gestaltung der Neuauflage ist der absolute Hammer und zu dem Farbschnitt kann ich einfach nur sagen, dass er wahrhaftiger ein Hingucker in meinem Bücherregal ist, welchen ich nicht mehr missen möchte. Im Gegensatz zu der Erstauflage, hat sich die Neuauflage definitiv gelohnt und lässt das Buch in der Optik sofort ansprechender wirken.
Der erste Band bietet einem einen guten Einstieg in die SoH-Reihe, welcher einen auch dazu bringt den nächsten Band weiterlesen zu wollen.
Ich bin grundsätzlich ein großer Fan davon, wenn es in einer Buchreihe um mehrere Paare geht. Deshalb hoffe ich, dass die weitere Umsetzung super gelungen ist und wir die Charaktere, welche wir in diesem Band kennenlernen durften auch noch häufiger im Verlauf der Geschichte antreffen werden.
Allgemein hat es mir super gefallen, dass es mehrere wechselnde Perspektiven in dem Buch gibt, welche nicht nur von den Hauptcharakteren sind, sondern eben auch von Nebencharakteren.
Es werden gerade zum Beginn viele „Gangbegriffe“ verwendet, was mich leider zunächst ziemlich verwirrt hat. Dafür war das Glossar am Ende des Buches ein echter Game changer, welches ich leider erst ziemlich spät für mich entdeckt habe.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr simple gehalten und hat mich vergleichsweise ein wenig an D. C. Odeszas Art des Schreibens erinnert.
Wie die beiden Autorinnen schreiben ist einfach sehr flüssig und relativ kurze Sätze, wodurch ich schnell durch die Seiten fliegen kann, aber leider ist mir der Stil einfach ein wenig zu „lasch.“
Allgemein ist die Handlung in dem Buch sehr zügig stattfindend, was auf die Länge gesehen auch absolut keine allzu große Überraschung ist. Durch die geringe Seitenanzahl habe ich das Buch zwischendurch mal eben ganz leicht beenden können innerhalb von kurzer Zeit.
Leider gab es für mich relativ viele unrealistische, als auch ein wenig unnötige Szenen, da ich aber nicht den Verlauf der Geschichte spoilern möchte, gebe ich mein bestes und erkläre einfach anhand eines einfachen Beispiels, was ich als unrealistisch empfunden habe:
Unsere Protagonistin betrinkt sich in der Bar und es wirkte auf mich ziemlich stark, als würde nicht gerade wenig Alkohol geflossen bei ihr. Die Dinge wenden sich und es folgt eine Kampfszene, bei dieser wirkte sie jedoch absolut nicht betrunken, geschweige denn auch nur angetrunken.
Das ist jetzt nur das erst beste Beispiel, welches mir sofort wieder in den Kopf geschossen ist, denn ich habe solche Momente beim lesen noch deutlich mehrmals auffassen können.
Auch wenn das Buch etliche Klischees vertritt, realitätsfern ist, ein paar entbehrliche Dinge enthält und es ziemlich schnell vorangeht, kann ich nicht verneinen, dass das Buch mich trotzdem total auf die Folter spannen konnte und es mich wirklich ziemlich süchtig beim lesen gemacht hat.
Deshalb bin ich auch schon total auf die folgenden Bände gespannt und mehr von den anderen Charakteren zu erfahren.