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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2022

Spannend

Raum der Angst
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Sieben Spieler nehmen an einem Escape-Room-Spiel teil, organisiert von Professor Andreas Zargert. Als Preis für ihre Teilnahme wurde jedem Teilnehmer eine schöne Summe Geld versprochen. Jedoch wird die ...

Sieben Spieler nehmen an einem Escape-Room-Spiel teil, organisiert von Professor Andreas Zargert. Als Preis für ihre Teilnahme wurde jedem Teilnehmer eine schöne Summe Geld versprochen. Jedoch wird die Vorfreude jäh gedämpft, die Gruppe wurde entführt - und nun geht es nicht mehr um Geld, sondern um das bloße Überleben....

"Raum der Angst" ist das Erstlingswerk von Marc Meller. Für mich ist es sehr gut gelungen. Für mich sowieso schon eine gruselige Vorstellung in einem Escape-Room gefangen zu sein - übertrifft das Buch die schlimmsten Vorstellungen. Der Autor spielt mit der Angst, eingesperrt zu sein, ausgeliefert einem Spiel, das nur einen Sieger hervorbringen darf. Ununterbrochen fragt man sich, wer dies sein wird, wer hinter diesem brutalen Spiel steckt und ob die Polizei vielleicht doch schneller ist. Der Spannungsbogen ist von Beginn an hoch angesetzt - und bleibt dies bis zum Schluß, so daß man fast atemlos immer weiter liest und das Buch, auch dank des sehr eingängigen Schreibstiles, nicht mehr aus der Hand legen mag. Marc Meller hat seine Charaktere sehr bedacht ausgesucht. Jeder einzelne Charakter ist ein Unikum, zusammen jedoch ergeben sie ein Ganzes, in dem jeder seine Aufgabe hat und seinen Zweck erfüllt. Man lernt jeden einzelnen in all seinen Facetten kennen und lernt, ihn zu verstehen. Hier zittert man tatsächlich um jeden - denn es ist klar, daß dieses Spiel Opfer fordert. Die spannende Frage ist aber: Wen trifft es wann? Aus dieser Frage gibt es für den Leser kein entrinnen. Deshalb bekommt das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Wie ein Urlaub auf Island

Kein Isländer ist auch keine Lösung
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Die alleinerziehende Merle glaubt nicht mehr an die große Liebe. Eine Reise mit ihrer besten Freundin Steffi nach Island scheint für sie genau richtig zu sein! Doch bereits auf der Fähre holt die Freundinnen ...

Die alleinerziehende Merle glaubt nicht mehr an die große Liebe. Eine Reise mit ihrer besten Freundin Steffi nach Island scheint für sie genau richtig zu sein! Doch bereits auf der Fähre holt die Freundinnen das Chaos ein - und Merle merkt entsetzt, daß Steffi versucht, sie zu verkuppeln. Doch leider kommt sie nicht vom Schiff weg...

Karin Müller begeistert auch mit "Kein Isländer ist auch keine Lösung". In ihren Romanen fühlt man sich einfach wohl. Ihre Charaktere sind immer wieder liebenswert und absolut sympathisch. So auch Steffi und Merle, die hier Teil einer herzerwärmenden und humorvollen Geschichte sind. Es sorgt immer wieder für Lachtränen, wie sie sich in ihren Ausflüchten verstricken und die Situation dabei selbst immer komplizierter machen. Karin Müller entführt den Leser diesmal nach Island. Vortrefflich gelingt es ihr, die Schönheit der Insel in Worte zu fassen. Hier wird alles so wunderbar lebendig, daß man sich wünscht, selbst dort zu sein. Am liebsten mit Steffi und Merle! Denn eines hat man mit ihnen garantiert: Ganz viel Spaß und Erlebnisse für das Herz!

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Entschleunigt

Sehnsucht in Aquamarin
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Polly ist fassungslos - ihre Schwester Jette hat die lang verschollene Mutter auf einem Foto erkannt! Auf der Suche nach Antworten führt sie die Spur nach Bar Harbor in Maine. Aus Geldmangel verzichten ...

Polly ist fassungslos - ihre Schwester Jette hat die lang verschollene Mutter auf einem Foto erkannt! Auf der Suche nach Antworten führt sie die Spur nach Bar Harbor in Maine. Aus Geldmangel verzichten die Schwestern auf ein Hotelzimmer und campen im Acadia National Park, wo ihre Mutter als Rangerin arbeitet. Dort verlieben sich beide - Jette in einen Hummerfischer, Polly in den alleinerziehenden Vater Liam. Ob sie hier ihre Zukunft finden? Vielleicht gemeinsam mit ihrer Mutter?

Miriam Covi hat mich mit "Sehnsucht in Aquamarin" total überrascht. Denn was wie ein totaler Liebesroman klingt ist so viel mehr! Klar kommt hier die Romantik nicht zu kurz, jedoch steht sie nicht massiv im Vordergrund und ist auf gar keinen Fall kitschig! Die Autorin schafft es gekonnt, Romantik mit einer ganz tollen Handlung zu verstricken und dabei die richtige Balance zu halten. Sie versteht es, dem Leser die Charaktere nahe zu bringen. So fühlt man sich zwischen ihnen wohl, versteht, warum Polly unbedingt hinter das Geheimnis ihrer Mutter kommen möchte und will es ebenfalls wissen. Traumhaft die Beschreibungen der Landschaft. Diese sind so bildgewaltig, daß man direkt mit am Lagerfeuer sitzt und meint, die frische Luft zu inhalieren. Miriam Covi schreibt wunderbar leicht - man liest ihren Stil unheimlich gern, versinkt in die Handlung und fühlt sich rundum wohl und geborgen!

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Urlaubsfeeling pur!

Mord im Burgund
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Der pensionierte Kommissar Konrad Keller passiert mit seinem Hausboot die Schleusen eines Kanals bei Dijon, als ihm von einer jungen Tramperin Hilfe angeboten wird, wenn er sie eine Etappen mitreisen läßt. ...

Der pensionierte Kommissar Konrad Keller passiert mit seinem Hausboot die Schleusen eines Kanals bei Dijon, als ihm von einer jungen Tramperin Hilfe angeboten wird, wenn er sie eine Etappen mitreisen läßt. Keller hat nichts gegen diese Gesellschaft einzuwenden. Doch am nächsten Morgen verschwindet die junge Frau während ihres Einkaufs spurlos, kurz darauf wird ihre Leiche gefunden. Keller war der Letzte, der sie lebend gesehen hat und gerät unter Verdacht. Es stellt sich heraus, daß es sich bei der Tramperin um die Erbin der letzten großen Senfdynastie Dijons handelt..

"Mord im Burgund" ist der zweite Teil der Serie rund um Konrad Keller, der mit seinem Hausboot durch Frankreich reist und Mordfälle löst. Auch mit diesem Band entführt Jules Besson den Leser in eine zauberhafte Urlaubswelt. Die Landschaft mit ihren Besonderheiten, die Bewohner und vor allem die Beschreibungen des Senfes, seiner Herstellung und den dazugehörigen Dynastien, versetzen den Leser während der Lektüre direkt in den Burgund. Hier lernt man tatsächlich noch ein paar Dinge dazu! Aber in diesem Buch steckt auch eine gehörige Portion Spannung. Man fiebert mit Keller mit, verfolgt immer wieder neue Spuren - man ist richtig an die Handlung gekettet. Dabei schafft es Jules Besson alles wunderbar schlüssig und authentisch zu beschreiben. Die Handlungen wirken glaubhaft, sind gut durchdacht und verwirren nicht. Dies und der sehr angenehme Schreibstil machen das Buch zu einem wahren Leseerlebnis!
Als kleines Highlight findet man am Ende des Buches noch ganz tolle Rezepte, Ausflugstips und einen kleinen Sprachführer!

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Es hätte deutlich schöner sein können

Der undogmatische Hund
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Christina Schenk und Denis Scheck erzählen in ihrem Buch "Der undogmatische Hund" von der Liebesgeschichte zwischen ihnen und ihrem Hund, dem Jack Russell Terrier Stubbs. Dieser stellt ihr Leben in allen ...

Christina Schenk und Denis Scheck erzählen in ihrem Buch "Der undogmatische Hund" von der Liebesgeschichte zwischen ihnen und ihrem Hund, dem Jack Russell Terrier Stubbs. Dieser stellt ihr Leben in allen Punkten auf den Kopf und kommt auch selbst zu Wort. Und hier ist der erste Kritikpunkt. Ich mag es eigentlich, wenn Hunde in Büchern aus ihrer Sicht erzählen dürfen. Aber der Ruhrgebiets-Dialekt, der Stubbs hier in die Schnauze gelegt wird, ist nicht zu ertragen. Dieser war so dermaßen übertrieben, daß ich ihn streckenweise überhaupt nicht mehr verstand und es keinen Spaß machte, diese Passagen zu lesen, denn diese waren nur noch eine einzige Quälerei. Schade, denn gerade die Sicht der Hunde sorgt oft für Humor und Auflockerung. Und dies hätte dem Buch durchaus gut getan. Denn die Autoren schreiben auch nicht gerade locker und unterhaltsam, sondern behandeln viele Themen auf leider ziemlich trockene, sachliche Art. Dabei kann man nicht sagen, daß sie es nicht mit Humor versuchen würden - nur kommt dieser nicht richtig durch. Vielleicht hatte Denis Scheck als Literaturkritiker für sich selbst die Messlatte zu hoch gelegt und wollte es besser machen als alle anderen. Solch ein Vorhaben geht leider selten gut - so auch hier nicht. Die Idee war schön, man hätte tatsächlich etwas über Literatur lernen können, wenn man es aufgrund eines unterhaltsamen Schreibstiles auch hätte behalten können. So aber plätschert der Text am Leser vorbei.

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