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Veröffentlicht am 13.06.2025

Wunderbarer Sommerroman mit Tiefe

Über den Wolken wohnen die Träume
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Der neue Roman von Meike Werkmeister hat mich diesmal von Beginn an begeistert. Durch das Setting in Kalifornien (anstelle der Nordsee) und zwei statt einer Protagonistin, empfand ich den neuen Roman irgendwie ...

Der neue Roman von Meike Werkmeister hat mich diesmal von Beginn an begeistert. Durch das Setting in Kalifornien (anstelle der Nordsee) und zwei statt einer Protagonistin, empfand ich den neuen Roman irgendwie anders, als ihre Vorgänger. Für mich ist es das bisher beste Buch von Meike Werkmeister.

Die nun 17-jährige Morlen wird einigen Leserinnen durchaus bekannt sein, denn sie war bereits in Meike Werkmeisters Debütroman "Sterne sieht man nur im Dunkeln" und auch bei "Über dem Meer tanzt das Licht" dabei.
Morlen hat von der Schule genug und möchte die weite Welt kennenlernen. Ihre Mutter Maria schickt sie deshalb von Norderney ins sonnige Kalifornien nach Cardiff-by-the-Sea zu ihrer Freundin Heather. Dieser ist soeben das Au Pair Mädchen abhanden gekommen und Morlen soll kurzerhand einspringen bis die Agentur jemanden neuen schickt. Maria fühlt sich mit dieser Vereinbarung sicherer, als wenn ihre Tochter alleine als Backpackerin herumreisen würde und Heather ist kurzfristig auch geholfen. Diese steckt zur Zeit in einer Krise und ist völlig überfordert. Ihr Sohn Tom hat große Schwierigkeiten in der Schule und kapselt sich völlig ab. Nesthäkchen Hazel ist leidenschaftliche Golfspielerin. Sie leidet an Diabetes und braucht besondere Aufsicht. Nur Ellie, die Älteste der drei Kinder, scheint eine Art Überflieger zu sein. Sie ist Klassenbeste, jobbt nebenher und ist allseits beliebt. Dazu kommt noch Labradoodle Curly. Vater Gary ist hingegen die meiste Zeit nicht zuhause und Heather ist mit ihrem Job und den Kindern völlig überfordert. Auch in der Ehe kriselt es gewaltig...
Morlen wird herzlich aufgenommen und freundet sich sehr schnell mit Ellie an. Ihr ist jedoch nicht ganz klar, dass sie nicht nur zum Vergnügen in Kalifornien ist, sondern auch mithelfen soll - was zu weiteren Anfangsproblemen führt...

Mit Ellie geht Morlen zum Surfen und auch Heather macht sie mit ihren Freundinnen, den "Surfing Moms" bekannt. So lernt Morlen auch den selbstbewussten Charlie kennen, den Sohn von Heathers Freundin, der mit ihr flirtet. Doch Morlen verbindet mehr mit ihrem Gastbruder Tom, der sich ähnlich alleine und unverstanden fühlt, wie sie.
Heather kämpft hingegen mit der Abwesenheit ihres Ehemannes. Alles liegt auf ihren Schultern und Gary versteht nicht, was sie bedrückt. So kommt ihr Surfer Jackson, der Freiheit und Lebensfreude versprüht, immer interessanter vor.
Man kann sich leicht in die beiden Frauen hineinversetzen, die zwar unterschiedliche Probleme haben, aber von denen man selbst einige kennen wird.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Morlen und von Heather erzählt. Durch die beiden Frauen, die altersmäßig Mutter und Tochter sein könnten, sprechen die Themen, die Meike Werkmeister diesmal im Gepäck hat, Leserinnen vieler Altersklassen an. Es geht um Überforderung, fehlende Anerkennung, Vertrauensverlust, Selfcare, Einsamkeit und der Suche nach Glück. Beide Frauen sind auf der Suche nach sich selbst. Durch die zwei Sichtweisen kommt man der Gedanken- und Gefühlswelt von Morlen und Heather sehr nahe. Jeder einzelne Charakter ist emotional nachvollziehbar.

Trotzdem verbreitet die Geschichte auch summer-vibes mit dem Setting in Kalifornien, den Beachpartys und dem großen Thema Surfen.
Obwohl der Roman 650 Seiten hat, bin ich durch diese nur so geflogen. Ich war direkt vor Ort, spürte die Wellen und das Salzwasser auf meiner Haut und habe die im untergehenden Sonnenlicht pinkfarbigen Palmen bestaunt.

Als Bonus gibt es eine Playlist mit Songs, einem kleinen Surf-Lexikon, tollen Zeichnungen und eine Karte der genannten Locations.

Fazit:
Ein Sommerroman, den ich innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe. Die Geschichte ist tiefgründig und spricht durch die beiden Frauen aus verschiedenen Generationen auch mehr Leser an. Ein wunderbarer Sommerroman mit Tiefe, den ich sehr gerne weiter empfehle!

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Dunkle Geheimnisse

The Surf House
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Der Einstieg ist leicht und man ist direkt im Geschehen. Wir sind diesmal in Marokko unterwegs, wo wir Model Bea begleiten, die sich gerade für ein Shooting vorbereitet. Sie fühlt sich jedoch der ganzen ...

Der Einstieg ist leicht und man ist direkt im Geschehen. Wir sind diesmal in Marokko unterwegs, wo wir Model Bea begleiten, die sich gerade für ein Shooting vorbereitet. Sie fühlt sich jedoch der ganzen Oberflächlichkeit nicht mehr gewachsen und wirft ihren Job hin. Auf dem Weg in ihr neues Hotel verirrt sie sich in den engen Gassen von Marrakesch und wird überfallen. Der Rucksack mit ihrem Geld und ihrem Pass wird gestohlen. Glücklicher Weise kommt ihr Marnie zu Hilfe, die ihr anbietet in ihrem kleinen Surf House in Mallah für Kost und Logie auszuhelfen. Bea ist fasziniert vom kleinen Aussteigerparadies, das sich wie eine eigene kleine Community anfühlt. Sie nimmt das Angebot an, nichtsahnend was sie noch erwarten wird....
Als ein Tourist auftaucht, der nach seiner verschwundenen Schwester Savannah sucht, die das letzte Mal auf einer Party im Surf House gesehen wurde, hängt über der Idylle plötzlich eine angespannte Stimmung. Bea stößt auf kleine Ungereimtheiten und versucht herauszufinden, wo Savannah sein könnte.

Mit dem Einzug von Bea ins Surf House wird die Geschichte etwas ruhiger. Bea überdenkt ihr Leben und entdeckt die Liebe zum Surfen. Man lernt weitere Surfer kennen und erfreut sich am exotischen Schauplatz. Das Setting ist wunderbar atmosphärisch beschrieben. Man spürt direkt die Sonne auf der Haut und die Meeresbrandung. Als Binnenlandmädchen und nicht wirklich eine Wasserratte, konnte ich mit dem Surferjargon leider gar nichts anfangen. Es hat mich jedoch nicht wirklich gestört. (außerdem lese ich momentan schon wieder ungewollt im Surfermileu ;) )

Die Spannung baut sich nur langsam auf. Die Anzahl der Figuren ist begrenzt und so fängt man bald an mitzuraten, was mit der verschwundenen Backpackerin wohl passiert sein könnte. Ist sie wirklich mit den beiden Niederländerinnen abgereist? Warum ist sie einen Tag zuvor offline gegangen?

Erzählt wird aus der Sicht von Bea, wir bekommen aber auch Einblicke in Savannahs Tagebuch. So spüren wir die aufkommenden Zweifel von Bea und erhalten Kenntnisse über Savannahs Aufenthalt. Mit Seth, der nach seiner Schwester sucht, lernen wir einen gänzlich anderen Typ Mensch kennen, als die Urlauber der Surfer Community. Warum hat sich Savannah damals komplett von der Familie abgewandt und den Kontakt abgebrochen?

Als Thriller empfand ich die Geschichte nicht, auch wenn man eine unterschwellige Spannung spürt, die am Ende hin ordentlich ansteigt. Es wird rasant und es folgen einige unerwartete Twists, die mich teilweise noch ziemlich überrascht haben.


Fazit:
Trotz kleiner Schwächen und keinem richtigen Thrillerfeeling ist "The Surf House" mit der exotischen Kulisse und einem spannenden Finale ein gut zu lesender Spannungsroman, den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Erschütternd

Zwei Leben
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Von Astrid Korten kenne ich bisher nur Bücher aus dem Genre Thriller. Umso neugieriger war ich auf diesen Familienroman auf zwei Zeitebenen, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern und wahren Begebenheiten ...

Von Astrid Korten kenne ich bisher nur Bücher aus dem Genre Thriller. Umso neugieriger war ich auf diesen Familienroman auf zwei Zeitebenen, der auf den Erinnerungen ihrer Großeltern und wahren Begebenheiten aus dem Zweiten Weltkrieg basiert. Mit diesem historischen Roman hat sie eine sehr berührende und emotionale Geschichte erschaffen.

Nora lebt seit zehn Jahren mit ihrer großen Liebe Thomas zusammen. Sie haben einen achtjährigen Sohn, Oliver, arbeiten in derselben Firma und haben erst vor einem halben Jahr endlich geheiratet. Sie fällt aus allen Wolken, als ihr Mann eines Tages die Koffer packt und sich scheiden lassen will. Zur selben Zeit muss sie auch ihre Großmutter Xanna zu Grabe tragen. Nora fühlt sich allein, verlassen und leer. Beim Ausräumen des Hauses findet sie auf dem Dachboden ein altes Holzkästchen mit einem Davidstern, einem schlichten Metallring und einen Ausweis mit einem ihr unbekannten Namen. Auch ihre Eltern wissen keine Antwort auf den Fund, was Nora zum Nachforschen anregt. Nach einem kurzen Trip nach Paris, wo Xanna geboren sein soll, führen die Spuren jedoch nach Belarus. Gemeinsam mit dem Journalisten Andreas Schwarz, der ein Bekannter ihrer Freundin Ella ist und russisch spricht, bricht Nora auf, um mehr über die Herkunft ihrer Großmutter zu erfahren. Was sie dabei jedoch entdeckt, ist schmerzvoll und grausam. Nora ist zutiefst erschüttert und hinterfragt das Schweigen von Xanna - aber es ändert auch die Sicht auf ihr eigenes Leben.

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Nora macht sich im Jahr 2013 auf die Suche nach ihren Wurzeln, nachdem sie in der Holzschatulle ihre Großmutter Dinge gefunden hat, auf die sie sich keinen Reim machen kann. Wer war ihre Großmutter wirklich?
In der Vergangenheit blicken wir auf Hannahs Leben in Belarus von 1941-1944. Diese Abschnitte sind erschütternd und obwohl ich schon einiges an historischen Romanen zum Thema Zweiten Weltkrieg gelesen habe, gibt es eine Szene in der Geschichte, wo ich das Buch zur Seite legen und eine Pause einlegen musste.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und hatte lebhafte Bilder vor meinen Augen.
Nora wirkt anfangs etwas lebensfremd. Sie verschließt die Augen vor der Realität und lebt in ihrer eigenen "Heile-Welt-Blase". Im Laufe des Romans gewinnt sie jedoch an Stärke und findet zu sich selbst.
Hannah ist ein wahnsinnig starker und mutiger Charakter, der mich beeindruckt hat. Der Titel "Zwei Leben - Hinter dem Schweigen" ist sehr passend, denn alles was Hannah damals an Grausamkeiten erlebt hat, lässt sie zurück....muss sie zurücklassen, damit sie nicht komplett daran zugrunde geht. Niemand möchte erleben, was sie durchgemacht hat.

Es gibt leider auch kleine Kritikpunkte, was sich aber nicht auf den Inhalt bezieht. Leider stimmt des Öfteren die Formatierung am Anfang eines Kapitels nicht. Mehrmals steht in der ersten Zeile nur ein Wort und darunter der restliche Teil des Satzes. Es gibt außerdem einige Fehler im Buch, die auf ein schlechtes Lektorat schließen lassen.
Abgesehen davon ist die Geschichte aber wunderbar erzählt und hat mich tief berührt.

Fazit:
Ein Roman über ein erschütterndes Geheimnis und verdrängten Kriegserinnerungen, die oftmals bis heute verschwiegen werden. Nicht umsonst wird die Kriegsgeneration auch "Die stumme Generation" genannt. Ein Roman, den ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Nachkriegsschicksale

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Hamburg 1955. Auch zehn Jahre nach Kriegsende suchen noch immer Eltern verzweifelt nach ihrem Nachwuchs oder hoffen auf ein Lebenszeichen. Viele Kinder sind während des Krieges verloren gegangen, sind ...

Hamburg 1955. Auch zehn Jahre nach Kriegsende suchen noch immer Eltern verzweifelt nach ihrem Nachwuchs oder hoffen auf ein Lebenszeichen. Viele Kinder sind während des Krieges verloren gegangen, sind traumatisiert oder können sich nicht mehr an ihre Eltern erinnern. Der Kindersuchdienst ist da, um ihnen zu helfen.

Die alleinerziehende Annegret stammt aus eher einfachen Verhältnissen. Ihre Mutter hat sie aus dem Haus gejagt, nachdem sie schwanger geworden ist. Seitdem kämpft Annegret für sich und ihren Sohn ums tägliche Überleben. Als ihr nach kurzer Praxis beim Kindersuchdienst in Hamburg eine Stelle angeboten wird, kann sie ihr Glück kaum fassen. Trotz ihrer Rechtschreib- und Leseschwäche versucht sie alles, um diese Arbeit ordentlich zu machen und zu behalten. Als unverheiratete Mutter hätte sie diesen Job nie bekommen und deshalb hat sie ihren siebenjährigen Sohn Oskar beim Bewerbungsgespräch verheimlicht. Sie bekommt trotzdem laufend Gegenwind von ihrem direkten Vorgesetzten, der mit ihrer Einstellung nicht einverstanden war.
Charlotte, die ebenfalls beim Kindersuchdienst anfängt, kommt hingegen aus guten Haus. Als Tochter eines Reedereibesitzers musste sie bisher nie arbeiten. Bestimmte Umstände zwingen sie jedoch dazu selbst Geld zu verdienen. Die Kolleginnen beneiden die selbstbewusste und gut gekleidete junge Frau, die jedoch ebenfalls ein Geheimnis hütet, welches ihr fast zum Verhängnis wird.
Beide gehen völlig in ihrer Arbeit auf und es gelingt ihnen komplizierte Suchaufträge zu vermitteln. Als der Kindersuchdienst in Hamburg wegen Geldmangel geschlossen werden soll, sind Annegret und ihre Kolleginnen entsetzt. Ein Plan zur Erhaltung ihres Jobs muss her.....

Das Thema des Kindersuchdienstes hat mich sehr angesprochen und die Leseprobe bei vorablesen hat mir gut gefallen. Ich wusste allerdings zuvor nicht, dass dies kein Einzelband, sondern eine Dilogie ist. Dementsprechend bleiben einige Dinge am Ende offen und doch wird das Wichtigste auserzählt.

Antonia Blum bringt uns die Nachkriegszeit näher. Noch leiden der Großteil der Menschen an den Folgen des Zweiten Weltkrieges und doch setzt bereits ein kleiner Wirtschaftsaufschwung ein.
Die einzelnen Charaktere sind lebendig gezeichnet. Das Frauenbild zu dieser Zeit wird sehr gut dargestellt. Als ledige Mutter hat es Annegret sehr schwer. Trotz all der Schwierigkeiten, die sowohl sie, als auch Charlotte erleben, verkörpern sie Frauen mit viel Mut und Entschlossenheit. Ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen.

Einige Wendungen waren vorhersehbar und in der Mitte gab es kleine Längen. Die beiden Liebesgeschichten hätte ich nicht unbedingt gebraucht, geben aber der Geschichte etwas Leichtigkeit.
Zum Ende hin steigert sich der Spannungsbogen und lässt einem neugierig auf den Folgeband zurück.

Zusätzlich hat Antonia Blum mit der historischen Figur von Bundeskanzler Konrad Adenauer und seiner Tochter Libet Fiktion mit Historie vereint. Im Nachwort erklärt die Autorin, welche Teile der Geschichte auf wahren Begebenheiten beruhen und welche ihrer Fantasie entspringen.

Fazit:
Ein spannendes Thema, welches die Autorin in einem lesenswerten Roman erzählt und Einblicke in die Nachkriegszeit und dem Kindersuchdienst gibt. Der erste Teil konnte mich nicht durchgehend fesseln, hat mich aber berührt und unterhalten.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Krönender Abschluss

Last Line of Defense, Band 3 - Der Crash
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Mit dem Abschlussband der Trilogie um die Last Line of Defense hat Andreas Gruber wieder jede Menge Spannung geschaffen. Mir hat dieser dritte Band fast am besten gefallen.

Wie immer geht es gleich temporeich ...

Mit dem Abschlussband der Trilogie um die Last Line of Defense hat Andreas Gruber wieder jede Menge Spannung geschaffen. Mir hat dieser dritte Band fast am besten gefallen.

Wie immer geht es gleich temporeich los. Die Geheimorganisation MOEBIUS hat bei weitem noch nicht aufgegeben und schlägt an unerwarteter Stelle zu. Während Team Omega, Jayden, Erik und Lenny, sich undercover auf dem Zerstörer HSM Apokalypse befinden, wird das Schiff angegriffen. Dabei hat der Prolog kurz meinen Herzschlag aussetzen lassen...
Die Crew wird überwältigt und auch die Last Line of Defense soll unschädlich gemacht werden. Durch die Übernahme des Schiffes sollen die Flugzeuge einiger hochrangigen Minister angegriffen werden, die sich bei der Ministerkonferenz in Miami treffen wollen. Auch der britische Premierminister und seine Tochter schweben in Gefahr und die Last Line of Defense muss alles aufbieten, was möglich ist. Nicht nur auf dem Schiff, sondern auch in der Luft und danach auf feindlichem Landstrich geht es actionreich zu. Beide Seiten schenken sich nichts und greifen mit allem an, was sie zu bieten haben. Wer der Kopf hinter MOEBIUS ist und was sein Ziel ist, müsst ihr selber lesen....

Andreas Gruber setzt mit seinem dritten und letzten (?) Teil der Last Line of Defense Reihe nochmals einen drauf. Die Mission, die Team Omega zu erfüllen hat, erweist sich als größer und kompakter, als gedacht. Immer wieder stehen die drei vor neuen Herausforderungen. Trotz der actionreichen Kampfszenen und auch Toten bleibt es weiterhin ein (abenteuerliches) Jugendbuch.

Team Omega ist mit seinen drei außergewöhnlichen und individuellen Charakteren einfach top. Man schließt die drei Jugendlichen sehr schnell ins Herz und bewundert ihren Mut und Zusammenhalt. Immer wieder müssen sie zeigen, was sie gelernt haben, aber auch logisch denken und gut improvisieren können. Sie sind kleine Superhelden für das Zielpublikum, aber auch für ältere Semester. Als Erwachsener muss man eben manchmal ein bisschen ein Auge zudrücken, wenn es zu spektakulär wird.

Mit "Der Crash" hat Andreas Gruber wieder ein fesselndes Abenteuer geschrieben, welches am Ende noch die Frage aufwirft, ob wirklich alles zu Ende ist....

Fazit:
Ein krönender Abschluss der actionreichen und temporeichen Trilogie, die von Beginn an fesselnd erzählt wird. Wie ich schon nach dem ersten Teil gesagt habe: James Bond 2.0 für Jugendliche.

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