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Veröffentlicht am 26.11.2020

Ein hammermäßiger Auftakt zur Reihe

Amissa. Die Verlorenen
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Jährlich werden in Deutschland rund 60.000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. 99% davon tauchen unbeschadet wieder auf. Doch was ist mit dem anderen 1%?
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Die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius ...

Jährlich werden in Deutschland rund 60.000 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. 99% davon tauchen unbeschadet wieder auf. Doch was ist mit dem anderen 1%?
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Die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius werden durch Zufall Zeugen eines grauenhaften Unfalls, bei dem ein Mädchen zu Tode kommt. Es ist panisch auf die Autobahn gerannt, höchstwahrscheinlich auf der Flucht vor seinem Entführer, der sich allen Anschein nach an der nahegelegenen Raststätte erschossen hat. Die beiden Privatdetektive fangen an zu ermitteln und erkennen, dass es noch mehr verschwundene Mädchen gibt, alle sind kurz nach einem Umzug entführt worden. Die Spur führt zu grauenvollen Abgründen und bald ist nichts mehr, wie es mal war.
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‚Amissa. Die Verlorene“ von Frank Kodiak alias wurde mir vom droem als Rezensionsexemplar zugesandt. Danke dafür! Und was soll ich sagen?! Ein hammermäßiger Auftakt zu der neuen Thriller-Reihe.
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Ab Seite 1 war ich gefesselt von Kodiaks Schreibstil, den Ermittlern und dem Fall, auch wenn er vorerst garnicht so spannend wirkte. Doch lasst euch nicht täuschen! Das Thema des Thrillers ist nicht nur aktuell, sondern auch sehr emotional und regt definitiv zum Nachdenken an. Auch wenn man vermuten konnte, in welche Richtung die Handlung geht, habe ich durchweg mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Die vielen Perspektivenwechsel haben der Sache noch das i-Tüpfelchen gegeben, da es den Thriller noch spannender gemacht hat.
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Zu dem Ermittlerpaar muss man garnicht viel sagen, die beiden sind einfach super! Mal nicht der typische Kripo-Ermittler, sondern ein taffes Ehepaar, was vor nichts zurückschreckt. Aus dieser Sicht wird einem auch mal bewusst, was passiert, wenn die Polizei ihren Job nicht so ganz richtig macht oder eben nur mit halber Energie dahintersteht.
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Dieser Thriller hat seine 5 Sterne absolut verdient und ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung, das Ende war ja fast ein kleiner Cliffhanger, der Lust auf mehr von dieser Reihe macht. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Wow! Mega Teil der Nils-Trojan-Reihe

Das Dornenkind
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„Er ist zurück. Und seine Rache wird grausam sein.“
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Nils Trojan und sein Team finden drei Leichen. Zuerst wirkt alles wie Suizid, aber wieso sind dann mysteriöse Botschaften in die Haut der Opfer geritzt? ...

„Er ist zurück. Und seine Rache wird grausam sein.“
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Nils Trojan und sein Team finden drei Leichen. Zuerst wirkt alles wie Suizid, aber wieso sind dann mysteriöse Botschaften in die Haut der Opfer geritzt? Trojan steht vor einem Rätsel, bis ihm bewusst wird, dass die Botschaften an ihn gerichtet sind und eine klare Message erfüllen sollen. Sein schlimmster Albtraum wird wahr, als er einen Anruf von einer jungen Frau bekommt, die behauptet, die Tochter des Federmanns zu sein und dass dieser noch am Leben sei. Ist für Trojan die Stunde der Vergeltung gekommen?
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Der Thriller hat mich direkt gepackt und es war von Beginn an super spannend. Die Story hat sich zu keiner Zeit gezogen und man hat durchweg mitgefiebert. Den guten Schreibstil ist man ja bereits von Bentow gewöhnt, aber auch Nils Trojan hat mir in diesem Teil sehr gut gefallen. Da hatte ich ja sonst immer ein bisschen was zu meckern.
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Sämtliche Vermutungen sind uns beim Lesen durch den Kopf gegangen und wir wurden immer wieder überrascht. Das macht für mich einen tollen Psychothriller aus und lässt mich auf den nächsten Teil freuen. Auch wenn einige Dinge bekannt waren, wurde der gesamte Handlungsstrang so spannend verpackt und mit so vielen spannenden Wendungen geschmückt. Und der Cliffhanger am Ende kam für mich dann doch echt überraschend.
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Für mich auf jeden Fall 5 Sterne mit einem miesen Cliffhanger und der Frage, ob dieser Handlungsstrang im nächsten Teil weitergeht. Ich hoffe es auf jeden Fall.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

Mein bisheriger Lieblingsfall Trojans

Der Mondscheinmann
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„Wir Endlichen mit dem unendlichen Geist sind nur zu Leiden und Freuden geboren, und beinahe könnte man sagen, die Ausgezeichnetsten erhalten durch Leiden Freude.“ - Ludwig van Beethoven
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Als Nils Trojan ...

„Wir Endlichen mit dem unendlichen Geist sind nur zu Leiden und Freuden geboren, und beinahe könnte man sagen, die Ausgezeichnetsten erhalten durch Leiden Freude.“ - Ludwig van Beethoven
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Als Nils Trojan den neusten Tatort betritt glaubt er seinen Augen kaum: Lilienblüten auf dem Boden, Kerzenschein und eine tote Frau, auf der unzählige Schnecken leise gleiten. Und der das linke Ohr fehlt. Eine perfekte und doch morbide Inszenierung. Nur wenig später findet man eine weitere Leiche, die auf die gleiche Art und Weise umgebracht wurde. Und wo ist Trojans Kollege Holbrecht bei den Ermittlungen, wo sie ihn doch so dringend brauchen? Es beginnt ein Katz und Maus Spiel mit dem Mörder.
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Mit „Der Mondscheinmann“ von Max Bentow bin ich sprichwörtlich aus der Reihe getanzt. Eigentlich habe ich die Reihe mit Nils Trojan erst bis zum 4. Teil gelesen, doch das Rezensionsexemplar kam, als mir das nicht wirklich bewusst war. Ruck zuck wurde entschieden, dass ich den Band mit Nick gemeinsam angehen werde und was soll ich sagen?! Ich habe es definitiv nicht bereut!
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Wie man es von Bentow kennt wurde das Buch sehr schnell super spannend und man war total am Mitfiebern und Miträtseln wer es denn nun sein könnte. Kleine Sprünge in die Vergangenheit haben einem schon kleine Vorahnungen gegeben, was aber nur noch mehr Spannung aufgebaut hat. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass ich drei Bücher quasi übersprungen habe, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, der Showdown war auf jeden Fall da, nur das Motiv war für mich ein winzig kleines bisschen zu schwach.
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Ein super spannender Thriller, wo es die Designer*innen aber leider versäumt haben, das Cover und den Titel auf das eigentliche Buch und seine Handlung anzupassen. Das hat aber nichts mit dem Psychothriller an sich zu tun und der verdient 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Das Ende hat es rausgerissen

Das Hexenmädchen
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Du wachst nachts auf. Eine „Hexe“ steht neben dir. Und sie macht dir unglaublich viel Angst.
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Nils Trojan trifft an einem wahren Schauplatz des Verbrechens ein und muss ein albtraumhaftes Szenario sehen: ...

Du wachst nachts auf. Eine „Hexe“ steht neben dir. Und sie macht dir unglaublich viel Angst.
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Nils Trojan trifft an einem wahren Schauplatz des Verbrechens ein und muss ein albtraumhaftes Szenario sehen: Ein Mann wurde auf demütigendste und grausamste Weise in seiner eigenen Küche hingerichtet. Und es bleibt nicht nur bei einem Mordopfer. Trojan kann sich keinen Reim darauf machen, wie die Fälle zusammenhängen und doch beschleicht ihn der Verdacht, dass ein Zusammenhang zu einem weiteren Fall besteht, bei dem zwei Mädchen vermisst werden. Sowohl der Tatort als auch die Mädchen weisen auf eine „Hexe“ hin, die alle in Angst und Schrecken versetzt. Wird Trojan die „Hexe“ finden?
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Der Beginn des Psychothrillers hat mich direkt gefesselt und ich fand den Fall super spannend. Man hat sich direkt gefragt, wie das Verschwinden des Mädchens mit dem Mord zusammenhängt. Doch plötzlich ging es irgendwie drunter und drüber in dem Buch. Ich war mir nicht sicher, ob mich nun tatsächlich ein Fantasythriller erwartet oder ob ich völlig den Faden verloren habe. Der Mittelteil war sehr, sehr wirr mit zu vielen Charakteren, zu vielen Handlungssträngen und zu wenig Ermittlungsarbeit. Das wurde im letzten Drittel jedoch zum Glück wieder um Welten besser und das Ende hat mich komplett überzeugt.
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Auch wenn der Mittelteil etwas seltsam war, hat Bentows Schreibstil wieder absolut überzeugt und wie man es von dem Autor gewohnt ist, klärt sich am Ende des Thrillers alles auf und man stellt das Buch mit einem zufriedenen Lächeln ins Regal. Das Ende dieses Falles hat mir tatsächlich sogar am besten bisher gefallen, der Mittelteil dafür aber leider am wenigsten.
Der Protagonist Trojan war okay, viele gute Ideen, aber genau so viel instabiler Ermittler. So ganz werde ich mit dem lieben Nils nicht warm.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2020

Wow!

Wie die Stille unter Wasser
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„Nicht alle zerbrochenen Dinge müssen repariert werden. Es wäre eine Schande, wenn nur Menschen die ganz und gar heil sind, es verdient hätten, geliebt zu werden.“
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Momente.
Die Menschen erinnern sich ...

„Nicht alle zerbrochenen Dinge müssen repariert werden. Es wäre eine Schande, wenn nur Menschen die ganz und gar heil sind, es verdient hätten, geliebt zu werden.“
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Momente.
Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente.
Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momente, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente - die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten - habe ich alle mit ihm erlebt.
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Wieso hat es so lange gedauert, bis ich dieses Buch gelesen habe? „Wie die Stille unter Wasser“ von Brittainy C. Cherry ist so unglaublich schön! Die Story um Maggie May und Brooks ist so wunderbar traurig und schön zugleich, dass mein Herz mehrmals gebrochen ist, nur um kurze Zeit später wieder zusammengesetzt zu werden. Es ist unglaublich traurig, wie ein schreckliches Ereignis alles verändern kann… und das muss Maggie May am eigenen Leib erfahren.
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Die Autorin schafft es dem Leser zu zeigen, welche Macht Worte haben, egal ob sie gesprochen, gedacht oder geschrieben werden und wie wichtig es ist, die Menschen um sich zu haben, die einen bedingungslos lieben.
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Einige Realisten könnten natürlich sagen, dass der Umgang mit dem Trauma von Maggie May absolut falsch war, dass das Ende zu unlogisch sei oder dass die Story im wahren Leben so doch nicht ablaufen würde. Alles richtig, keine Frage. Ist mir aber egal. Denn das Buch war unglaublich schön!
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Für alle die Lust haben auf sämtlichen Ebenen berührt zu werden, sich aufzuregen, sich zu freuen, traurig zu sein oder auch mal fassungslos dazusitzen: Lest dieses Buch! Es lohnt sich. Ich vergebe 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere