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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2019

Überzeugte mich gar nicht

Elite
4

Theoretisch hatte dieses Buch alle Chancen richtig gut und wichtig für unsere Gesellschaft zu werden.
Das Setting (Internat in den USA) ist ein bekannter beliebter Schauplatz. Das Thema (Frauenfeindlichkeit/unterdrückung) ...

Theoretisch hatte dieses Buch alle Chancen richtig gut und wichtig für unsere Gesellschaft zu werden.
Das Setting (Internat in den USA) ist ein bekannter beliebter Schauplatz. Das Thema (Frauenfeindlichkeit/unterdrückung) ist topp aktuell und jeder spricht im Moment davon. Die Charaktere ( ein Sportstar mit Vergangenheit und eine sehr engagierte Frauenaktivistin) hört sich auf dem ersten Blick nach einer super Mischung an.
Warum also hat mir dieses Buch so fast gar nicht gefallen?
Das Internat, war ein Ort, der so überladen an Problemen war, dass man als Leser gar nicht wusste was man jetzt eigentlich am schlimmsten finden sollte. Es war zu übertrieben. Jeden Fehler, jede Art von Mobbing, den man machen, wurde an dieser Schule begangen. Statt sich auf ein oder zwei wichtige Themen zu versteifen, macht der Autor gleicht einen Haufen von ihnen auf. Leider, werden sie aber bis zum Ende nicht alle richtig aufgeklärt, was mich als Leserin unheimlich frustriert.
Beide Hauptcharaktere hatten theoretisch Potenzial, dass man sie gerne habt, dieses Potenzial wurde aber leider nicht ausgenutzt. Jules, fand ich vor allem sehr sehr anstrengend. Bax, ganz ok und nett, aber leider halt auch nicht mehr. Die Nebenfiguren waren vor allem klassische Klischees, die keinerlei Tiefe hatten. Hierzu beigetragen hat sicherlich der Schreibstil des Autors, der teilweise sehr verwirrend war und mich immer auf Distanz zu den Figuren gehalten hat.
Aber das größte Manko, meiner Meinung, war die Abwesenheit von Spannung. Teilweise hatte ich überhaupt gar keinen Anreiz weiter zu lesen, da es so langweilig war. Der Prolog war wohl die spannendste Stelle im ganzen Buch...

Fazit:

Greift sehr viele wichtige Themen auf, setzt sie dann aber extrem schlecht um! Der Autor wollte einfach zu viel. Der Mangel an Spannung ist besonders auffällig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.10.2017

Berührte Mich. Sehr.

Berühre mich. Nicht.
2

Tausend Kilometer von zu Hause will Sage noch einmal von vorne anfangen. Tausend Kilometer hofft sie sind weit genug weg von ihrer Vergangenheit. In der Uni trifft sie schnell nette Leute, die mit ihr ...

Tausend Kilometer von zu Hause will Sage noch einmal von vorne anfangen. Tausend Kilometer hofft sie sind weit genug weg von ihrer Vergangenheit. In der Uni trifft sie schnell nette Leute, die mit ihr Freundschaft schließen. Dort trifft sie auch auf Luca, den sexy Bibliothekar, und auch wenn jede Berührung für sie eine potenzielle Gefahr darstellt, fällt es Sage immer und immer schwerer ihn auf Distanz zu halten.

Meine Meinung:

Erst einmal zu diesem bezaubernden Cover, in meinen Augen ein wirklicher Eyecatcher. Die symmetrischen Linien und die rosa Blumen, obwohl so verschieden harmonieren sehr gut miteinander.
Das Buch war für mich seit längerer Zeit nun wieder ein New Adult Roman, denn ich in einem Zug gelesen habe. Ich tue mich nämlich sonst immer ein bisschen schwer mit tragischen, aber seichten Liebesgeschichten (so meine Vorurteile gegenüber New Adult). Nun kann ich glücklicherweise verkünden, dass alle meine Ängste umsonst waren. Dieses Buch war weder seicht noch eine schnulzige Liebesgeschichte. Es war ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat und mir den Glauben an Liebesromane zurück gab. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, es bestand wirklich Suchtgefahr.
Die Charaktere waren unglaublich toll geschrieben, sie alle hatten eine Tiefe, selbst die Nebenfiguren, die mir das Gefühl vermittelt haben, die Autorin kenne die Lebensgeschichte von jedem einzelnen. Gerade Sage mit ihrer besonderen Situation hat sie so einfühlsam beschrieben, dass man sie einfach lieb haben musste. Man hat als Leser finde ich einen richtigen Beschützerinstinkt für sie entwickelt und wollte allen schaden, die ihr versucht haben zu schaden.
Auch Lucas Charakter war zum Glück sehr tiefsinnig und nicht alleine auf sein Bad Boy- Image festgenagelt. Er hatte deutliche Schwächen, aber auch so gute Qualitäten, dass man Sage ihm gönnte. Und das soll etwas heißen schließlich ist ja eigentlich niemand gut genug für "meine" Sage.
Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und leicht zu lesen und hatte auch keine ich nenne sie mal "Durchhänger". Ich hatte nie das Gefühl, die ein oder andere Situation wurde nur geschrieben um das Buch zu füllen. Irgendwie war alles wichtig für das Buch! Für den Schreibstil kriegt Laura Kneidl eine Eins mit Sternchen, hierbei ist auch anzumerken, dass dies auch ihr erster New Adult Roman ist, sie hat sich also in ganz neue Gewässer getraut.
Ich glaube manche Bücher berühren einen und begleiten einen dann für eine ganze Weile. Man denkt über sie und ihre Charaktere nach egal wo man gerade ist. So ein Buch könnte Berühre Mich. Nicht. werden, es hat mich auch jetzt noch nicht losgelassen.
Die einzige kleine Gemeinheit, die sich die Autorin hat einfallen lassen ist ein ganz fieser Cliffhanger am Ende des Buches. Doch ihr sei verziehen, schließlich kommt Teil 2 "schon" nächsten Jahr im Januar.

Fazit:

Eine wirklich unglaublich berührende Liebesgeschichte mit Tiefe, die seine Leser sehr prägen wird. Auch für Leser geeignet, die sonst nicht so auf Liebesromane stehen. Trost für alle Verzweifelten, die denn ersten Band ausgelesen haben, bietet dann auch der 26. Januar, da kommt dann der zweite Band raus.

  • Cover
  • Dramaturgie
  • Figuren
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 02.09.2019

Perfekte Fortsetzung

Die Spiegelreisende
0

Das Abenteuer von Ophelia und Thorn geht weiter und zwar richtig :)

Meine Meinung:

Wie Band eins habe ich auch Band zwei an zwei Tagen verschlungen. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. ...

Das Abenteuer von Ophelia und Thorn geht weiter und zwar richtig :)

Meine Meinung:

Wie Band eins habe ich auch Band zwei an zwei Tagen verschlungen. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere haben mich mal wieder in ihren Bann gezogen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Thorn noch mehr lieben könnte als zuvor.;) Die Charaktere sind überhaupt nicht perfekt, aber genau das macht meiner Meinung ihren Charme aus. Auch die neueingeführten Charaktere waren super interessant und haben die Geschichte bereichert.
Generell, ist unglaublich viel in diesem Buch passiert und ich habe mich wirklich keine Sekunde gelangweilt. Irgendwie ist aber auch alles wichtig. Man erfährt noch mehr über die Welt und wie sie funktioniert und entstanden ist und so mehr ich erfahre, desto mehr will ich wissen. Selten habe ich einen Fantasyroman gelesen mit so einer fantasievollen Welt, eigentlich sollte man ja denken der Name ist Program, aber leider nicht bei allen Fantasybüchern.

Fazit:
Unbedingt Lesen, wenn man Band eins gelesen hat! Unglaublich interessante und fantasievolle Geschichte. Kann es gar nicht abwarten Band drei in den Fingern zu halten!

Veröffentlicht am 07.08.2019

Mal was anderes

Verrückt nach Karten
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Ein ganzes Buch über Karten, geht das? Und die Antwort ist ein eindeutiges Ja!

Verschiedene Autoren beschreiben auf 5-6 Seiten, manchmal mehr manchmal weniger ihre Erfahrungen mit Karten. Oder besser ...

Ein ganzes Buch über Karten, geht das? Und die Antwort ist ein eindeutiges Ja!

Verschiedene Autoren beschreiben auf 5-6 Seiten, manchmal mehr manchmal weniger ihre Erfahrungen mit Karten. Oder besser wie ihre Leidenschaft für sie entstanden ist. Manche beschreiben ihre Lieblingskarten aus der Kindheit und wie diese ihre Liebe für Karten entfacht hat. Manch andere erzählen wie Karten entstehen.

Das Buch ist wirklich sehr groß und ein wenig umständlich zu halten, aber dafür wirken die Karten auch sehr groß und einprägsam.
Mir haben nicht alle Geschichten im Buch gleich gefallen. Manche Autoren konnte mich von der ersten Seite mitreißen und bei anderen sprang der Funke leider nicht über. Das ganze Thema dieses Buches, Karten, ist sehr speziell und man sollte sich vorher schon für diese interessieren, um sich besser einfühlen zu können. Ich finde, dies ist ein Buch das man gut häppchenweise genießen kann und eher nicht auf einmal.
Was das Buch wirklich besonders macht sind, wer hätte es gedacht, die Karten. Diese sind farbig gedruckt und teilweise wunderschön und detailliert. Minutenlang habe ich mir einzelne Karten angeschaut und versucht alle Details genau zu erkennen. Auf fast jeder zweiten Seite taucht eine Karte auf, die man bestaunen kann.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch über eine sehr spezielle Leidenschaft, das auf jeden Fall meine Neugier geweckt hat. Ich werde Karten in Büchern, nun mit ganz andere Augen sehen und sie definitiv mehr wertschätzen!

Veröffentlicht am 21.07.2019

Nett, aber sehr vorhersehbar

Das Herz aus Eis und Liebe
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Der zweite Band, der auch gleichzeitig der letzte Band der Serie ist, erzählt wie es Mariko und all den anderen am Kaiserhof ergeht.

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Renee Ahdieh war im ersten Band ...

Der zweite Band, der auch gleichzeitig der letzte Band der Serie ist, erzählt wie es Mariko und all den anderen am Kaiserhof ergeht.

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Renee Ahdieh war im ersten Band wunderbar leicht zu lesen und viele Sachen besonders im Palast konnte man sich bildlich Dank ihrer Beschreibung vorstellen. Ab und zu gab es aber ein paar Augenblicke, die ein wenig verworren beschrieben wurden (vielleicht liegt es hier aber auch an der Übersetzung) und ich auch nach mehrmaligen Lesen nicht genau wusste wie was gerade passiert.
Die Charaktere bleiben sich zum Glück selbst treu und ihre Handlungen passen zu ihrem Charakter. Da gibt es nur leider ein Ausnahme, dieser Charakter hat sich meiner Meinung viel zu schnell gewandelt (werde hier keine Namen nennen, wegen Spoilergefahr). Bei diesem Charakter hat sich die Autorin meiner Meinung viel zu wenig Mühe gegeben ihn zu entwickeln.
Generell, war die Story ganz interessant, leider war aber auch sehr vieles vorhersehbar und wirkliche Überraschungsmomente gab es nicht.
Aber mein größtes Manko dieses Buches war definitiv das Ende, das mich so gar nicht befriedigen konnte. Ich hab nichts dagegen, wenn in einem Buch ein paar Fragen offen bleiben, aber in diesem Fall war es mir leider viel zu viel. Oft hatte ich das Gefühle, dass die Autorin interessante Handlungsstränge am Anfang des Buches angestoßen hat, sie aber dann einfach nicht weiterverfolgt hat. Das hat mich wirklich frustriert, gerade weil diese Stränge vermutlich noch einmal eine ganz neue Dynamik ins Buch gebracht hätten.

Fazit:

Deutlich schwächer als der erste Band. Liest sich trotzdem ganz angenehm weg, ist leider aber auch sehr weit weg von genial.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Spannung