Der rote Faden fehlt (wieder mal)
"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde ...
"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde nicht enttäuscht. Diese Buchreihe passt meiner Meinung nach perfekt in den Herbst, da sie eine starke akademische Atmosphäre hat.
Erneut hat es mir gefallen, dass Illustrationen sogar im E-Book enthalten waren. Der Schreibstil war genauso gut wie im ersten Buch. Ich mag die wissenschaftlichen Aspekte und obwohl ich vielleicht nicht alles verstanden habe, habe ich dennoch meine Zeit genossen. Allerdings gab es zu viele akademische Themen, aber zu wenige Erklärungen, wie sie für die Handlung relevant sein könnten.
Das größte Problem für mich war, dass ich die Chemie zwischen bestimmten Paaren nicht vollständig gespürt habe. Bereits im ersten Buch hatte ich dieses Problem mit einer bestimmten Gruppenszene. Generell konnte ich mich auch im zweiten Buch nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden. Die Antagonisten werden mir langsam sympathischer, während viele der eigentlichen Protagonisten mich mit ihrem Egoismus und ihrer Selbstverliebtheit nur genervt haben. Charakterlich sind sie bis auf wenige Ausnahmen alle nicht mein Geschmack, weshalb es mir schwerfällt, mich mit ihnen zu identifizieren.
Der Schreibstil ist auch dieses Mal an vielen Stellen zäh, und die Handlung ist zwar actionreich, aber trotzdem langatmig und langweilig. Meiner Meinung nach schafft es die Autorin erst am Ende, wirklich Spannung aufzubauen, obwohl schon zu Beginn so viel Interessantes passiert! Leider gelingt es ihr nicht, dies angemessen rüberzubringen, und man taumelt von Plot-Twist zu Plot-Twist, fühlt sich aber dabei irgendwie gleichgültig.
Der Cliffhanger war gelungen und ich freue mich auf den dritten Band.
"The Atlas Paradox" von Olivie Blake ist ein Buch, das trotz einiger positiver Aspekte auch mit einigen negativen Punkten zu kämpfen hat. Die zu vielen akademischen Themen ohne ausreichende Erklärungen und die mangelnde Chemie zwischen den Charakteren waren für mich enttäuschend. Der Schreibstil war an einigen Stellen zäh, und die Handlung konnte mich nicht immer fesseln. Trotzdem war der Cliffhanger am Ende des Buches vielversprechend und lässt mich gespannt auf den dritten Band warten.