Cover-Bild Tief im Wald

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 13.05.2019
  • ISBN: 9783453319912
Peternelle van Arsdale

Tief im Wald

Roman
Michael Pfingstl (Übersetzer)

Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 17 Regalen.
  • 9 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von 1 Mitgliedern.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2019

Ein Schauermärchen der besonderen Art - melancholisch, ruhig und trotzdem düster und fesselnd.

1

Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig ...

Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes … (Klappentext)

✴✴✴✴✴

"Sie waren zu etwas anderem geworden und merkten, dass sie kaum noch ein Bedürfnis nach Essen oder Wasser hatten. Es gab so viele furchtsame, verunsicherte Seelen auf der Welt, die nur darauf warteten, gegessen zu werden. Alles, was die Schwestern tun mussten war, sie einzuatmen."
(S. 22)


Alys ist ein siebenjähriges Mädchen, welches mit seinen Eltern in einem Dorf namens Weizheim lebt. Schon immer wusste sie, dass sie anders war als die anderen Kinder. Sie verspürte keine Angst, weder vor den Wölfen, noch vor den Seelenesserinnen und der Bestie, welche sich im Wald herumtreiben. Einzig vor der Nacht fürchtet sich Alys, denn sie konnte nicht schlafen ... niemals.
Eines Nachts beschloss sie nicht mehr einfach still und wach in ihrem Bett auf den Morgen zu warten. Sie schlüpfte leise aus dem Bett und ihre kleinen Füße trugen sie wie von selbst auf das große Feld neben dem Wald. Plötzlich standen zwei Frauen vor ihr, die äußerst seltsam aussahen. Sie solle schlafen, sagten sie zu ihr und das erste Mal überkam Alys Müdigkeit und sie fiel in einen tiefen Schlaf, mitten auf dem Feld.
In dieser Nacht starben in Weizheim alle Erwachsenen, während die Kinder in einen tiefen Schlaf verfielen. Die Bewohner des Dorfes Schafsdorf nahmen sich der Kinder an. Es waren strenggläubige Menschen, die zum Hirten beteten, die Bestie und deren Seelenesserinnen fürchteten und den Wald mieden.
Doch seit dieser Nacht fühlte sich Alys dem Wald und dessen Kreaturen nah und verbunden, während sie sich in diesem Dorf immer fremder fühlte. Gehört sie etwa zu den Bösen? Ist sie verflucht? Und was hat es mit der Bestie und den Seelenesserinnen wirklich auf sich?

"Wäre sie nämlich nicht so ungehorsam gewesen, dann gliche sie allen anderen Kindern in Weizheim. Sie wäre zwar immer noch eine Waise, aber wenigstens nicht böse.
'Wenn etwas Besonderes an mir ist', überlegte sie, 'dann, dass etwas mit mir nicht stimmt'."
(S. 70)


Hier eröffnet sich einem eine wunderbare und düstere Geschichte zugleich. Eine Geschichte über ein Mädchen, welches sich nirgends zugehörig fühlt, nicht weiß, ob es gut oder böse ist und welches versucht Antworten zu finden. Es ist auch eine Geschichte über das Gute und das Böse, das Schönheit hässlich sein kann und das Gut und Böse nicht immer dort zu finden sind, wo man sie vermutet. Dies in einem Erzählstil, der an die ursprünglichen Grimms Märchen erinnert und einen ganz eigenen Sog entwickelt.
Es ist kein Fantasy- und kein Horror-Roman, sondern ein Märchen, welches eher ruhig daherkommt, durchzogen mit Passagen, die an einen Schauerroman erinnern, begleitet von Spannungsmomenten, Melancholie und zwischen den Zeilen eine wunderbare Message beinhaltet.

"Es war der Wald, von dem Mütter und Väter ihre Kinder fernhielten. Von ihm handelten all die Geschichten, es war der Ort, an dem Albträume geboren wurden.
'Es ist ein Wald wie jeder andere', sagte sich Alys. Und doch schien er ihr dunkler als alle, in denen sie bisher gewesen war."
(S. 239)


Es wird aus der Sicht von Alys erzählt, hin und wieder unterbrochen von Passagen, welche den Leser in die Perspektive der Seelenesserinnen blicken lässt.
Während man Alys von Anfang an ins Herz schließt, mit ihr leidet, mitfiebert und ebenso wie sie die Antworten finden möchte, weiß man nicht so recht was man von den Seelenesserinnen halten soll. Man empfindet für sie Mitleid, findet sie faszinierend und zugleich auch abstoßend. Ebenso verhält es sich mit der Bestie, welche in den Wäldern lauert und immer wieder die Nähe von Alys sucht, bzw. fühlt sich Alys zu der dunklen Gestalt hingezogen.

Im Verlauf der Geschichte kann man beobachten, wie sich Alys entwickelt und mit ihr entwickelt sich die Story, wird erwachsener, düsterer und auch spannender. Und so huscht man an der Seite dieses Mädchens durch das Buch und kann erst mit dem Lesen aufhören, wenn man die Antworten kennt und am Ende angelangt ist.

"Ihr Haar war lang und schwarz und wild, voller Blätter und Zweige. Ihre Kleider schienen ebenfalls aus Blättern und Zweigen zu bestehen ... oder aus Erde, falls man aus Erde Kleider fertigen konnte."
(S. 118)


Fazit:
Kaum zu glauben, dass dies ein Debüt einer jungen Autorin ist, denn der Schreibstil konnte mich von Anfang an begeistern und entführte mich in eine ganz besondere Welt eines Schauermärchens.
Schaurig, düster, ruhig und fesselnd zugleich und eine Geschichte, welche sich mit der Protagonistin weiterentwickelt und wächst.
Kurz - es bescherte mir herrliche Lesestunden und wurde für mich zu einem kleinen Lesehighlight.

"Die Bestie ist bös
Flüstert nachts in dein Ohr
Schlüpft in deine Träume
Hat noch was mit dir vor.

Du glaubst, in deinem Bett bist du sicher
Dich wird sie nicht fressen
Hat deine Mama nicht g'rad deine Wange geküsst?
O nein, die Bestie war's ... sie freut sich auf's Essen!"
(S. 328)


© Pink Anemone (inkl. Leseprobe)

Veröffentlicht am 27.06.2019

Ein düsteres, faszinierendes und einnehmendes Debüt!

1

"Tief im Wald" von Peternelle van Arsdale ist vor kurzem im Heyne Verlag erschienen und es weckte sofort meine Neugierde. Das Cover wirkt geheimnisvoll, mysteriös und dennoch ist es einfach wunderschön. ...

"Tief im Wald" von Peternelle van Arsdale ist vor kurzem im Heyne Verlag erschienen und es weckte sofort meine Neugierde. Das Cover wirkt geheimnisvoll, mysteriös und dennoch ist es einfach wunderschön. Als ich schließlich den Klappentext gelesen hatte war es vollends um mich geschehen. Das ganze klang einfach zu gut und aus diesem Grund musste ich dieses Buch lesen. Ich war aufregt und freute mich riesig auf diese einmalige Story.

Der Einstieg ins Buch viel mir mehr als leicht. Denn der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und auch flüssig, sie schreibt einnehmend, fesselnd und fast poetisch. Ihr Stil ist leise und doch laut, er ist düster, voller Emotionen und einfach unvergleichbar.

Zu beginn des Buches erfahren wir sozusagen die Vorgeschichte diese beginnt schon mit einem Prolog der mich auf Anhieb begeistert hat. Man hat hunderte von Fragen und findet dennoch keine Antwort. Ich überlegte fieberhaft, ich rätselte und ich hatte Vermutungen doch diese waren allesamt falsch. Welches Ausmaß das ganze annehmen würde ahnte ich zu keiner Zeit.
Ich muss gestehen ich habe dieses Buch inhaliert, kaum beginnt man mit dem lesen schon ist man völlig hingerissen von dieser mehr als einmaligen Story.

Ich würde behaupten dieses Buch lässt sich mit nichts vergleichen, es ist einmalig und etwas ganz neues. Etwas was ich bisher nicht mal ansatzweise gelesen hatte es macht süchtig, es verfolgt dich und es lässt dich erst los wenn du das Buch beendet hast. Nein, das stimmt nicht denn auch nach dem lesen kreisten meine Gedanken immerzu um diese einmalige Story.

Erzählt wird die Story Größenteils aus der Sicht von Alys doch es gibt auch einige wenige Kapitel aus der Sicht der Seelenfresser und das war es was ich sehr gelungen fand. Denn so konnte ich das Grauen, die Angst und den Schrecken den diese Wesen verbreiten noch sehr viel besser verstehen.

Die Handlung war durchweg spannend, düster und unheimlich. Das ganze faszinierte und ängstigte mich gleichermaßen. Es war so unglaublich vielschichtig und intensiv.
Für mich ist dieses Buch ein wahres Highlight, eine unvergessliche Story die sich in mein Gedächtnis gebrannt hat.
Deshalb kann ich hier nur eine klare Lese und Kaufempfehlung aussprechen!

Fazit:
Mit "Tief im Wald" gelingt Peternelle van Arsdale eine düstere, einnehmende und faszinierende Story die mich vollends in seinen Bann gezogen hat. Eine packende und mitreißende Story die ich so schnell nicht vergessen werde. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 07.07.2019

Grausames Märchen

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Einst lebten sie friedlich in einem kleinen Dorf, bis die Zwillinge geboren wurden. Diese beiden Mädchen wurden von den Dorfbewohnern als böse bezeichnet und so mussten sie fliehen. Im Wald wurden sie ...

Einst lebten sie friedlich in einem kleinen Dorf, bis die Zwillinge geboren wurden. Diese beiden Mädchen wurden von den Dorfbewohnern als böse bezeichnet und so mussten sie fliehen. Im Wald wurden sie vergessen, die Mutter starb und aus den Zwillingen wurden Seelenesser. Die kleine Alys lebt ebenfalls in dem Dorf und auch sie ist anders als andere Kinder, denn sie kann nachts nicht schlafen. Als die Seelenesser in ihr Dorf kommen, ist sie die einzige, die wach ist. Die Erwachsenen sterben, die Kinder schlafen und als die Menschen des Nachbarortes davon hören, nehmen sie die Kinder zu sich. Doch Alys spürt nach wie vor, dass sie anders ist und wird immer faszinierter vom Wald und den Seelenessern.
Meine Meinung
Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich von Covern schwärme, doch auch hier ist es dieses fantastische, düstere Cover, das den Blick auf sich zieht.
Das Cover hält auch, was es verspricht, denn das, was sich dahinter verbirgt, hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert. Es klingt wie ein Märchen, doch ist es dabei düster, brutal und grausam. Peternelle van Arsdale schreibt einfach genial, es klingt so poetisch, dass selbst die Grausamkeiten “schön” klingen. Die Autorin konnte mich mit diesem unheimlich tollen Stil von der ersten Seite an fesseln und auf eine finstere Reise mitnehmen.
Vom ersten Moment an ist es spannend und der Prolog, der die grausige Vorgeschichte bildet, zog mich magisch in die Geschichte. Auch sonst birgt diese Geschichte jede Menge Stoff zum Miträtseln und bleibt dadurch spannend. Es gibt unglaubliche Wendungen und so manches Mal auch Überraschungen für den Leser.
Die Welt, in der “Tief im Wald” spielt, wirkt mittelalterlich. Die Dörfer ärmlich und die Menschen abergläubig und voller Vorbehalte. Dementsprechend passt die Entwicklung, die die Geschichte nimmt hervorragend dazu und konnte mich überzeugen. Alles in allem bin ich begeistert, weil ich hier das Gefühl hatte, mal wieder etwas Neues und Ungewöhnliches in der Hand zu halten. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin hier keine klaren Linien, kein schwarz und weiß vorgibt.
Erzählt wird zum großen Teil aus Alys Perspektive durch einen dritte Person Erzähler. Doch man erhält auch Einblicke in das Leben der beiden Mädchen, der Seelenesser. Man erlebt, was geschehen ist, um solch eine Wandlung zu vollziehen und genau das klingt tatsächlich glaubwürdig. Denn Menschen sind es, die grausam sind und durch Vorurteile schlimmes hervorrufen.
Die Charaktere der Geschichte sind allesamt interessant und detailreich ausgearbeitet, lassen dem Leser aber einiges an Spielraum für eigene Fantasien. Die kleine Alys konnte mich vom ersten Moment an begeistern, denn trotz ihres jungen Alters ist sie unheimlich mutig und tapfer. Doch nicht nur Alys ist besonders, auch diese Idee des Biests und der Seelenesser bringt hier noch einmal einen ganz anderen und unheimlich spannenden Aspekt.
Mein Fazit
Wer eine Geschichte sucht, die einmal etwas ganz anderes und neues bietet, sollte hier unbedingt mal hineinlesen. Mich konnte Peternelle van Arsdale nicht nur mit ihrem märchenhaften und atmosphärischen Schreibstil gefangen nehmen, sondern auch mit der gesamten Idee dahinter begeistern. Das düstere und unheimliche wird hier gut dargestellt und brachte für mich noch einmal mehr das besondere der Geschichte hervor. Tolles, düsteres Märchen, das mir sehr gut gefallen hat und das ich sehr gerne weiterempfehle!

Veröffentlicht am 01.07.2019

Leider nicht Überzeugend

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Tief im Wald
Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsedale
Einband: Broschur
Seiten: 381 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,95 €
Weitere Teile der Reihe: Vermutlich Einzelband
Dieses ...

Tief im Wald
Titel: Tief im Wald
Autorin: Peternelle van Arsedale
Einband: Broschur
Seiten: 381 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,95 €
Weitere Teile der Reihe: Vermutlich Einzelband
Dieses Buch habe ich netterweise vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür möchte ich mich noch einmal bedanken. Jetzt starten wir aber mit der Rezension durch, viel Spaß beim Lesen.
Worum es geht:
Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes …

Cover:
Das Cover passt zu Geschichte. Es sieht nach einem düsterem Märchen Buch, aus das im Wald spielt. Was es letztendlich auch ist. Die Farben auf dem Cover sind ein echter Blickfang. Dieses wunderschöne kühle Eisblau und dieses wunderschöne Rot Rosa. Zusammen harmonieren die Farben richtig gut miteinander. Das Mädchen in der Gestalt eines Baumes in der Mitte verleiht dem ganzen Cover noch meinen Mystischen Touch...
Meinung:
In den ersten Seiten war die Geschichte wirklich spannend und mitreißend. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nach ca. 100 Seiten Äbte die Spannung deutlich ab. Die Spannung ging nach und nach verloren, jedoch gab es ab und zu mal kleinere Momente wo die Spannung wieder aufleuchtete. In diese paar Seiten hat das Lesen echt Spaß gemacht.
Die Handlung der Geschichte wurde viel zu sehr in die Länge gezogen. Oft wurde eine normale Alltags Situation auf drei Seiten beschrieben, wofür mal eigentlich nur einen kleinen Absatz bräuchte. Es wurde sehr oft um den heißen Brei geredet, was die Geschichte noch Schleppender vorangehen lassen hat.

Die Geschichte hatte durchaus Potenzial und gute Handlungspunkte die, die Autorin leider nicht voll zur Geltung gebracht hat. Manchmal konnte man der Geschichte nicht richtig folgen oder die Handlungen der Charaktere nicht richtig nachvollziehen.
Alys, unsere Hauptprotagonistin wirkte mir sehr sympathisch. Sie hat eine ziemlich große Charakter Entwicklung durchlebt. Die Verbindung zwischen Alys und den Seelenesserinnen habe ich nicht ganz verstanden.
Schreibstill:
Der Schreibstil Autorin ist toll, sie bringt einen sehr düsteren Märchen Flair zur Geltung. Wenn man die Geschichte liest, fühlt sich so an als würde ein die Geschichte vorgelesen werden.
Fazit:
Die Idee des Buches ist toll, leider ist die Umsetzung nicht gut gelungen.
Der Schreibstil der Autorin ist düster und packend doch leider konnte auch der Schreibstil nicht die langweilige und schleppende Handlung retten.
Lieder konnte mich die Geschichte somit nicht überzeugen und ich musste dem Buch 3 von 5 zu erreichenden Lesefluss – Sternen geben.Vielen Danks fürs Lesen
XOXO Jenny

Veröffentlicht am 25.06.2019

Mystisch, beklemmend und voller Abgründe

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Das Cover dieses Buches hat mich sofort in den Bann gezogen und ich war so mega gespannt darauf, was es letztendlich für mich bereithalten würde.
Der Schreibstil der Autorin hat mich ungemein begeistert.
Sie ...

Das Cover dieses Buches hat mich sofort in den Bann gezogen und ich war so mega gespannt darauf, was es letztendlich für mich bereithalten würde.
Der Schreibstil der Autorin hat mich ungemein begeistert.
Sie schreibt sehr eindringlich und fesselnd, aber auch sehr bildhaft.
Es ist wie ein Flüstern im Wind. Eine Dunkelheit die sich immer mehr offenbart und nichts als Trauer und Entsetzen mehr übrig lässt.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Denn ich hatte das Gefühl ein richtig schön und düsteres Märchen zu lesen und das hat mir hier wirklich sehr gut gefallen.

Von der Lebensweise her würde ich sagen, es spielt im Mittelalter. Es wird in einfachen Hütten gehaust, keine Elektrizität und auch die fahrenden Händler unterstreichen dieses Gefühl.
Im ersten Teil des Buches erfährt man praktisch die Vorgeschichte und diese löste absolute Beklemmung aus. So viele Fragen brandeten in mir auf.
Ich hatte keine Antworten. Nur noch mehr Fragezeichen im Kopf.
Und je mehr ich erfuhr, umso mehr faszinierte mich diese Geschichte.
Peternelle van Arsdale zeigt mit dieser Geschichte, daß Böses nicht gleich Böses ist.
Und Gut nicht automatisch gut sein muss.
Es braucht Nahrung um zu wachsen.
Emotionen um größer zu werden und davon gibt es hier wirklich mehr als reichlich.
Manchmal ist das , wovon wir hören, viel schlimmer , als das was tatsächlich vorgeht.
Ja, der erste Teil hat mich wirklich schockiert, gerade weil jegliche Empathie verloren ging.
Im zweiten Teil geht es dann richtig los und man lernt Alys kennen. Ein siebenjähriges Mädchen, das so unschuldig und rein ist. Das mich sofort berührt hat mit ihrer Art.
Sie verlor ihre Eltern an die Seelenesser.
Ein Verlust der ihr ganzes zukünftiges Leben prägt und sie zu etwas heranwachsen lässt, was ihr Angst macht.
Doch je mehr man in Alys eintaucht , umso mehr spürt man, dass sie anders, das sie einfach Besonders ist.
Die Angst vor den Seelenessern, als auch vor der Bestie ist groß und dennoch ist hier nicht klar zu erkennen, wer gefährlicher ist.

Mich hat diese Thematik mit den Seelenessern wirklich begeistert. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Gefährlichkeit dessen sehr gut aufzuzeigen. Man spürt das Grauen, das sie entfachen.
Aber man spürt auch, daß sie nur Macht haben, wenn man sie Ihnen gibt.
Die Charaktere fand ich insgesamt wirklich toll ausgearbeitet. Ganz besonders Alys ging mir wahnsinnig unter die Haut. Gerade weil sie viel durchzustehen hat und stets darum kämpft ihr eigenes Ich nicht zu verlieren.
Paul hat mich dagegen immer wieder zum lachen gebracht. Andere Charaktere lösten nichts als Wut bei mir aus.
Die Niedertracht und der Egoismus waren förmlich spürbar und jede Sekunde taten mir die Kinder so unglaublich leid und doch bleibt nichts als Hilflosigkeit übrig.

Die Handlung war unglaublich spannend und gut strukturiert.
Das Buch selbst ist in 5 Teile gegliedert. Überwiegend begleitet man Alys , aber auch einzelne Passagen aus der Sicht der Seelenesser erfährt man hier. Etwas was die Spannung und die Ausweglosigkeit nur noch mehr unterstrich.
Mitunter stellt sich die Frage ob man Ihnen überhaupt entkommen kann.
Man erfährt so viel und gleichzeitig bangt und zittert man mit Alys mit.
Eine Alys die mit ihrer inneren Zerrissenheit zu kämpfen hat.
Die Geschichte entwickelte eine Dimension , die ich nicht erwartet habe.
Emotionen werden zur Qual. Ja zur Verderbnis.
Fühlen zu einem hohen Gut.
Eine Geschichte die so nach Angst und Wut schmeckt, das einem Angst und Bange wird.
Der Verlauf war für mich überraschend und hat wirklich toll zur Geschichte gepasst.
Das Grauen das man hier spürt, fühlt sich sehr intensiv und beklemmend an. Man ruht nicht eher, bevor man die letzte Seite gelesen hat.
Ein Roman , der nicht mit Tempo und Action punktet.
Vielmehr spielt sich alles im Untergrund ab.
Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war mehr Hintergrundwissen. Ebenfalls war es etwas für mich seltsam, das Ganze aus der Sicht eines Kindes zu erfahren. Ja, es ist wichtig für die Geschichte. Aber ich hatte mitunter nicht das Gefühl, als wäre Alys ein Kind. Sie handelt zu erwachsen, zu reif für ihr Alter.
Letztendlich ein wirklich geniales Werk, das mich trotz kleineren Schwachstellen vollkommen begeistert und mitgerissen hat.

Manchmal ist der eigentliche Glaube, alles was uns bleibt.

Fazit:
“Tief im Wald” ist eine toll ausgearbeitete und sehr düstere Story , die mich absolut begeistert und mitgerissen hat.
Mystisch, beklemmend und voller Abgründe.
Eine Story die Gänsehaut verursacht und vor allem mit unterschwelliger Spannung punktet.
Manchmal ist der Glaube alles , was uns bleibt und manchmal ist das Böse , nicht das , wofür wir es halten.
So richtig schön zum fürchten und mit einem wirklich gut durchdachten Ende.