Cover-Bild Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Sternensand Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Märchen, Mythen, Fabeln und Legenden
  • Genre: Romane & Erzählungen / Märchen & Sagen
  • Seitenzahl: 364
  • Ersterscheinung: 14.12.2018
  • ISBN: 9783038960102
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Regina Meißner

Venturia (Band 1): Juwelen und Verfall

Die siebzehnjährige Tiana führt ein beschauliches Leben im Schloss von Bel Aniz. In der Prinzessin glüht der Wunsch nach Freiheit und nach Antworten auf Ungereimtheiten, die ihr immer häufiger auffallen. Was ist das geheimnisvolle Land Venturia, über das niemand im Schloss reden darf? Warum ist der König so abweisend, sobald das Gespräch auf Magie gelenkt wird?
Doch statt Tianas Fragen zu klären, planen ihre Eltern sechs Bälle, um einen geeigneten Gemahl für ihre Tochter zu finden. Nachdem der erste Ball allerdings vollkommen anders als geplant verläuft, findet sich die Prinzessin auf einmal in einem Strudel aus Ereignissen wieder, der alles, was sie bisher geglaubt hat, als Lüge entlarvt und sowohl ihre Zukunft als auch ihre Vergangenheit infrage stellt.
Als sie von einem Fremden verschleppt wird, ist das nur noch der letzte Windhauch, der ihre heile Welt zum Einsturz bringt. Wird es ihr gelingen, aus diesen Trümmern zu entkommen und herauszufinden, wer sie wirklich ist?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2018

Erst im letzten Drittel konnte mich die Autorin wirklich abholen

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Inhalt:

Tiana ist die Thronfolgerin in Bel Aniz und obwohl sie alles hat, was man sich nur wünschen kann, fühlt sie sich doch wie in einem goldenen Käfig. Sie sehnt sich nach Freiheit und danach eigene ...

Inhalt:

Tiana ist die Thronfolgerin in Bel Aniz und obwohl sie alles hat, was man sich nur wünschen kann, fühlt sie sich doch wie in einem goldenen Käfig. Sie sehnt sich nach Freiheit und danach eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Stattdessen werden die Geheimnisse immer mehr. Wer sind die Venturen und wieso darf niemand im Königreich von Magie sprechen?

Tiana möchte sich auf die Suche nach Antworten machen, doch ihre Eltern haben andere Pläne: Die Prinzessin soll sich einen Ehemann suchen. Dafür werden sechs Bälle ausgerichtet, auf denen sie jeweils sechs Anwärter kennenlernen soll. Aber schon auf dem ersten Ball kommt alles ganz anders und Tiana wird in ein fremdes Land verschleppt.

Findet sie hier endlich, was sie schon immer gesucht hat?

Meine Meinung:

Da ich die Prinzessinnen-Reihe von Regina Meißner liebe, musste ich natürlich auch dieses Buch unbedingt haben. Überhaupt liebe ich gerade Geschichten über Königreiche, Prinzessinnen und Magie, deshalb freute ich mich sehr aufs Lesen.

Zu Beginn lernt man Tiana kennen und ich muss gestehen, irgendwie war sie mir nicht sympathisch. Von Anfang an ist sie unzufrieden und beschwert sich über ihren goldenen Käfig, wobei ich nicht so recht verstand, worin eigentlich ihr Problem lag. Natürlich hat man als Prinzessin gewisse Pflichten, aber für mich war es nicht so deutlich ersichtlich, wo die Grenzen für sie lagen, was sie so eingeengt hat.

Auch das ganze Geheimnis um die Venturen wurde mir zu wenig „aufgebauscht“. Es wurde mehr beiläufig erwähnt und obwohl sich Tiana ein bisschen mit dem Thema Magie beschäftigt, war mir das doch etwas zu wenig. Ich hätte da auf einen richtigen Paukenschlag gehofft, eine Spannung, die sich stetig aufbaut, so dass man unbedingt wissen möchte, was dahinter steckt. Meiner Meinung nach hätte die Autorin hier noch mehr Hinweise einstreuen sollen, immer wieder versteckte Informationen, damit sich sowohl für Tiana, als auch den Leser langsam ein Bild ergibt. Immerhin ist es ja strengstens verboten, über Magie zu sprechen, da muss doch auch etwas dahinterstecken. Für mich wurde dieses Geheimnis leider zu wenig ausgereizt.

Als dann die Sache mit den Bällen aufkam, bekam ich etwas mehr Verständnis für die junge Prinzessin. Wer möchte schon mit 17 Jahren dazu gezwungen werden, sich einen Ehemann auszusuchen. Und als ich dann die Bewerber kennenlernte, tja, da wollte ich wie Tiana am liebsten gemeinsam mit ihr weglaufen. Durch den Ball kam jedoch für mich endlich eine interessante Komponente in die Geschichte, da man ja aufgrund des Klappentextes weiß, dass etwas passiert und ich freute mich richtig darauf.

Doch auch jetzt platzte die erwartete Bombe nicht. Vielleicht bin ich inzwischen bei Fantasy-Geschichten etwas zu kritisch, aber mir fehlte das Drama, das Gänsehautfeeling die große Enthüllung. Zwar gibt es ein paar sehr schöne und interessante Wendungen, die mir wirklich gut gefielen und sehr viel Potenzial haben, aber für mich waren sie leider nicht genug in Szene gesetzt. Sie wurden eher einfach so in die Geschichte hineingeflochten, anstatt mit einem Knall serviert. Trotz allem muss ich sagen, dass mir die Entwicklung der Story sehr gut gefiel. Das letzte Drittel riss mich dann wirklich richtig mit, da es endlich auch etwas Spannung gibt, ein paar Wow-Momente und tolle Überraschungen. Wohin das Ganze führen wird, bleibt für mich am Ende offen, was ich jedoch sehr gut fand, denn jetzt kann Regina Meißner das Potenzial vielleicht doch noch voll ausschöpfen.



Fazit:

Mit „Venturia – Juwelen und Verfall“ startet Autorin Regina Meißner sehr ruhig in eine neue Reihe. Vor allem zu Beginn konnte ich wenig Verständnis und Sympathie für Tiana aufbringen und verstand ihr Dilemma nicht. Es gab zwar tolle Wendungen in der Geschichte, die waren mir jedoch nicht gut genug in Szene gesetzt. Erst im letzten Drittel konnte mich die Autorin wirklich abholen und mitreißen. Ich denke, die Geschichte hat jede Menge Potenzial, das jedoch in diesem ersten Band leider noch nicht ausgeschöpft wurde.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 07.05.2020

Aufgrund fehlender Tiefe in entscheidenden Momenten ein solider, aber nicht beeindruckender Auftakt.

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"Juwelen & Verfall" ist der erste Teil der Venturia - Reihe von Regina Meißner & erschien am 14. Dezember 2018 im magischen Reich des Sternensand Verlag.


Tiara, die Prinzessin von Bel Aniz, träumt von ...

"Juwelen & Verfall" ist der erste Teil der Venturia - Reihe von Regina Meißner & erschien am 14. Dezember 2018 im magischen Reich des Sternensand Verlag.


Tiara, die Prinzessin von Bel Aniz, träumt von Abenteuern, einem Leben abseits der vergoldeten Gitterstäbe. Eine scheinbar ursprungslose Sehnsucht zieht ihre Gedanken in die Natur & deren Wälder, in die Freiheit, fernab von Korsetts & Etikette. Doch blaublütig geboren sieht der König für seine Tochter anderes vor: ein Ehemann soll bald auf den sechs anstehenden Bällen gefunden werden. Aufeinmal drängt die Zeit - & Tiara hat nur eine einzige Nacht, um aus fragwürdigen Männern den einen auszuwählen & Bel Aniz zu verlassen. Bevor sie sich entscheiden kann, wacht sie in einem Leben auf, in das sie sich während unzähliger langweiliger Unterrichtsstunden hineinträumte; schutzlos, weit weg von Wachen & Mauern, umgeben von Schwärze weicht die Vorstellung der freien & märchenhaften Wälder einer beängstigenden Realität, die Tia von Grund auf erschüttert, alles bisherige in Frage stellt & ihr ganzes Dasein als grausames Lügengebilde entlarvt.

Regina Meißner führte mich mit ihrer gewohnt flüssigen, bildlichen Schreibweise durch die 364 Seiten & ließ die Wälder von "Venturia" detailliert erblühen. In welcher Zeit Tiara lebt, konnte ich nur mutmaßen - denn die verwendete Ausdrucksweise steht im starken Kontrast zum gegebenen Setting. Wenn auch ungewöhnlich, empfand ich diese Art als frisch & locker.
Ohne Umschweife beginnt die Geschichte in einer langweiligen Unterrichtsstunde, während der sich die Protagonistin in einer greifbaren Sehnsucht nach Freiheit, einem nachvollziehbaren Fluchtwunsch verliert. Da die Geschehnisse aus Tianas Perspektive erzählt werden, lernt man vordergründig die etwas eigene Prinzessin & ihre Gedanken kennen. Andere Charaktere rücken weit in den Hintergrund & werden, wie viele spannende, interessante Ereignisse, nur oberflächlich betrachtet, kurz angeschnitten.

Die Autorin hat ein großes Talent ruhige Situationen, Orte malerisch in Szene zu setzen, Bilder in die Köpfe der Leser zu zeichnen. Das macht diese Fantasyreise einerseits gut vorstellbar, verleiht ihr einen atmosphärischen Detailfokus, andererseits wirkt sie oft langatmig, ausschweifend & verwandelt die gesamte Geschichte in einen ruhigen Roman, welcher nicht durch Spannung fesselt, denn diese Momente nahm ich als zu plötzlich, zu schnell & ohne Tiefe wahr. Ebenso wirkten Gespräche wie auch Reaktionen der Charaktere selten authentisch, insbesondere von Tia: Sie nimmt z. B. ihr verworrenes Schicksal, ihre unbegreiflichen Entdeckungen & schmerzlichen Erkenntnisse emotionslos als gegeben hin, weder hinterfragt noch reagiert sie intensiv oder angemessen - obwohl doch ihr ganzes Leben innerhalb weniger Stunden in tausend Scherben zerbarst...

Neben einigen berührenden Szenen & einem Hauch Magie entdeckte ich auch kleine Anspielungen auf Märchen sowie Blut & Mord, kaltblütige Lügen & ein Mädchen, dass sich nicht vor ihren Pflichten drückt.
In "Venturia: Juwelen & Verfall" stecken Überraschungen, Liebe & Sätze, die in's Herz gehen... & es endet mit einem Cliffhänger, der mich trotz aller Kritikpunkte tatsächlich auf Band zwei "Venturia: Glanz & Bürde" warten lässt.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

In meinen Augen hat diese Geschichte große Stärken wie auch kleine Schwächen.

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Meinung:

„Venturia (Band 1) : Juwelen und Verfall“ von Regina Meißner erzählt die Geschichte von Prinzessin Tiana. Sie ist aufgewachsen im Schloss von Bel Aniz und umgeben von Lügen, die ihr Weltbild ...

Meinung:

„Venturia (Band 1) : Juwelen und Verfall“ von Regina Meißner erzählt die Geschichte von Prinzessin Tiana. Sie ist aufgewachsen im Schloss von Bel Aniz und umgeben von Lügen, die ihr Weltbild zu erschüttern drohen. Es gilt somit einige Herausforderungen zu meistern.

Prinzessin Tianas Charakter umfasst das typische Klischee einer Märchenprinzessin. Sie hat noch nicht viel außerhalb ihres Schlosses gesehen und ist daher recht naiv. Ihr Weltbild ist rosarot, und das Erwachen hält so einiges bereit. In ihrem Inneren brennt eine undefinierbare Sehnsucht, und sie ist bereit herauszufinden, woher diese rührt. Ich denke, entweder man mag sie oder eben nicht. Eine Entwicklung ihres Charakters war sichtbar und gefiel mir zusehends. Sie sieht alles noch unvoreingenommen und ist wie ein Mensch der erst noch seinen Weg finden muss. Allerdings hat sie ihr Herz am rechten Fleck.

Es gab einige Nebencharaktere, leider aber keinen, der mir besonders das Herz erweichen konnte was bei mir eher eine Seltenheit ist. Ich habe einen Sidekick vermisst, der mich, zusammen mit der Hauptprotagonistin, verzaubern kann.

Der Schreibstil war leicht gehalten. Die Geschichte selbst um „Venturia“ war toll. Die Umsetzung ist allerdings Geschmackssache. Leider, brauchte ich persönlich am Anfang meine Zeit um hineinzufinden. Gerade die ersten Seiten müssen mich eben gleich ans Buch fesseln. Hier hatte ich Schwierigkeiten am „Ball“ zu bleiben. Es dauerte also etwas bis die Geschichte ihren Lauf genommen und meine volle Aufmerksamkeit gefordert hatte. Die Hierarchie hätte für meinen persönlichen Geschmack gerne schon etwas weiter vorne Bedeutung finden können. Gerade weil es keine gewohnten Bezeichnungen waren, kam mir dies etwas zu spät. Zwei Handlungen empfand ich außerdem als nicht ganz so stimmig. Ansonsten kam die einnehmende Phase im hinteren Teil des Buches.

Fazit:

Die Idee der Geschichte rund um „Venturia“ gefiel mir gut. Zum Beginn hätte ich mir allerdings mehr Fahrtwind gewünscht, so dauert es etwas bis man sich vollständig in der Geschichte wiederfindet. Tiana ist eine „typische“ Prinzessin, die langsam an Stärke gewinnt. Einige Emotionen konnten mich sehr einnehmen. Spannende Szenen durften natürlich auch nicht fehlen. In meinen Augen hat diese Geschichte große Stärken wie auch kleine Schwächen. Wer Märchen mit kleinen Überraschungen mit Blick auf eine großflächige Hintergrund-Geschichte mag, dem wird die Geschichte sicher zusagen.

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