Cover-Bild Das Mädchen aus Feuer und Sturm

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5,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 28.09.2018
  • ISBN: 9783732564842
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Renée Ahdieh

Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Martina M. Oepping (Übersetzer)

Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten.
Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat.
Eine große Liebe, die alles verändern kann.


Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz - ausgerechnet an den Feind ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2019

Hatte mir etwas anderes erhofft

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Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken und mich gleichzeitig dafür entschuldigen, dass ich so lange dafür gebraucht habe ...

Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken und mich gleichzeitig dafür entschuldigen, dass ich so lange dafür gebraucht habe das Buch zu lesen und zu rezensieren.

Ich wollte schon länger mal ein Buch der Autorin lesen und habe auch seit einiger Zeit „Zorn und Morgenröte“ von ihr hier stehen. Bisher bin ich aber leider noch nicht dazu gekommen dieses zu lesen. Als ich dann von ihrem neuen Buch hörte, war meine Neugierde geweckt, denn gerade die Thematik fand ich wirklich ansprechend.

So habe ich schlussendlich also zu dem Buch gegriffen und es auch relativ zügig beendet, was vor allem an dem leicht zu lesendem und lockerem Schreibstil der Autorin lag. Ich bin wirklich durch die Seiten geflogen. Die Geschichte an sich hat mir darüber hinaus allerdings nicht mehr so gut gefallen, was ich wirklich schade finde.

Mein größter Kritikpunkt ist an dieser Stelle die Handlung. Leider konnte mich diese nämlich nicht wirklich für sich gewinnen und ich fand sie ziemlich langweilig. Ich hatte einfach größtenteils das Gefühl, dass in diesem Buch nichts passiert und das hat mich nach und nach immer mehr frustriert. Zudem konnte mich auch die Protagonistin Mariko nicht unbedingt von sich überzeugen, da ich manche Handlungen von ihr nicht nachvollziehen konnte und sie oftmals auch ziemlich naiv handelte. Ihre Herkunft fand ich dafür aber gut gewählt, da sie außerhalb des feinen Hauses – aus dem sie stammt – noch vieles lernen muss und sie sich so auch im Buch weiterentwickelt. Die Mitglieder des schwarzen Clans waren mir aber am sympathischsten. Dort treffen die unterschiedlichsten Menschen und Persönlichkeiten aufeinander und doch halten alle zusammen und helfen einander. Diesen Zusammenhalt mochte ich wirklich gerne und den ein oder anderen konnte ich dabei besonders ins Herz schließen. Leider blieben ein paar der Figuren mir aber auch ein wenig zu blass, sodass ich Handlungen dieser teilweise nicht ganz nachvollziehen konnte und mir da generell mehr erhofft hätte, vor allem auch was die Hintergründe anbelangt. In der Fortsetzung wird sicherlich ein wenig mehr darüber zu finden sein, ich hätte mir an dieser Stelle aber mehr Informationen im ersten Band gewünscht.

Wie schon erwähnt, konnte mich die Geschichte leider nicht so für sich gewinnen. Das lag vor allem an der fehlenden Spannung. Diese war meiner Meinung nach oftmals einfach nicht wirklich vorhanden, weswegen es lediglich am Anfang und am Ende des Buches für mich einigermaßen spannend wurde. Das Buch hatte für mich auch einige Längen und wäre ich nicht gerade so im Lesefluss gewesen, hätte ich vermutlich länger für das Buch gebraucht oder es irgendwann zur Seite gelegt. Ob ich den zweiten Teil der Reihe lesen werde, weiß ich noch nicht, ich werde der Autorin aber definitiv noch eine Chance geben.

Fazit:

Leider konnte mich die Autorin mit diesem Buch nicht sonderlich überzeugen. Es gab einige Längen und auch die Geschichte an sich konnte mich nicht wirklich von sich begeistern. Das Ende und der Anfang waren wirklich gut und spannend, der Rest plätscherte aber leider nur so vor sich hin. Von mir gibt es an dieser Stelle 3/5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Ein neues Abenteuer beginnt

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Endlich wieder was von Renée Ahdieh, ich habe mich so gefreut. Ja ich weiß das Buch ist schon letztes Jahr erschienen, aber ich habe extra gewartet bis Band zwei erscheint. Ich kenn mich doch ich muss ...

Endlich wieder was von Renée Ahdieh, ich habe mich so gefreut. Ja ich weiß das Buch ist schon letztes Jahr erschienen, aber ich habe extra gewartet bis Band zwei erscheint. Ich kenn mich doch ich muss direkt weiter Lesen und so ist es auch. Denn das Buch war klasse.
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Mariko ist ein tolles Mädchen. Dazu erzogen ihre rolle als Frau anzunehmen (Lieb sein, Heiraten und drauf hören was ihr befohlen wird), lebt in ihr ein kleiner Rebell. Schon als Junges Mädchen hat sie sich für die Samurai interessiert, gerne Sachen erfunden und Fragen über Fragen gestellt. Daher war es klar das sie ihre Chance ergreift, als sie sich ihr bietet. Sie verkleidet sich als Junge und zieht los.
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Das Klingt nach Mulan? Japp tut es und doch ist es was ganz eigenes. Die Story war super Interessant und der Hintergrund warum sie sich verkleidet, ist sehr schlimm. Ich mochte den verlauf der Geschichte sehr gerne. Mariko entwickelt sich unglaublich weiter. Sie lernt für sich selbst zu sorgen. Sie lernt das echte Leben kennen und sie lernt sich selber kennen. Was ihre Stärken sind, was ihre Werte sind und was sie sich wünscht.
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Natürlich gibt es auch einen krassen Showdown am Ende. Das muss ja auch sein. Man will ja Neugierde wecken für den zweiten Teil. Und das ist mehr wie nur gelungen. Das ende war so krass und Aufwühlend das man einfach weiter lesen muss.
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Und das werde ich auch tun. Und zwar sofort. Es gab einige stimmen die meinten, die Geschichte wäre nicht so gut wie Zorn und Morgenröte. Doch das kann ich nicht bestätigen. Es ist was ganz eigenes für sich und ich denke da kann noch einiges kommen. Daher gibt es 4 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Eine Enttäuschung auf (fast) ganzer Linie

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Zuallererst ist mir aufgefallen, dass keines der Fremdworte in dem Buch erklärt wird. In der deutschen Ausgabe gibt es hinten ein Glossar, was gut gewesen ist, mir aber viel zu spät aufgefallen, weshalb ...

Zuallererst ist mir aufgefallen, dass keines der Fremdworte in dem Buch erklärt wird. In der deutschen Ausgabe gibt es hinten ein Glossar, was gut gewesen ist, mir aber viel zu spät aufgefallen, weshalb ich mich schon daran gewöhnt hatte, mit so wenig Information wie möglich zu arbeiten. Die Welt ist an das feudale Japan angelehnt, das heißt, es gibt Schwerter und andere Waffen, Ränge und Umgangsweisen und alle werden nicht erklärt. Hätte ich nicht vorher schon ein bisschen – wirklich minimal – Ahnung gehabt, ich wäre nach drei Kapiteln hoffnungslos verloren gewesen. All die Begriffe der Samurai und die förmlichen Redewendungen prallten damit aber völlig an mir ab. Ich habe zu diesem Teil des Buches nichts mitgenommen. Zumindest nicht aus dem Buch selber, sondern höchstens, weil ich die Kultur interessant fand und selber nachgeschaut habe. Ich kann verstehen, wenn die Autorin nichts erklärt hat, weil sie das Buch für die weißen, privilegierten Leser nicht runter dummen wollte, sondern ein repräsentatives Buch über diese Kultur schreiben wollte, dass sich nicht verstellen muss. Für mich hat das aber leider nicht funktioniert.

„Sie wehrte sich dagegen, wie ein in einem Käfig eingesperrtes Tier zu sterben. Wie ein Mädchen, dem nichts blieb als nur ihr Name.“
6%

Mein größter Kritikpunkt in diesem Buch ist der Schreibstil. Ich weiß nicht, wie viel der Übersetzung geschuldet ist, aber die Übersetzung an sich ist schon merkwürdig. In einem Satz wird von „Wangenlöchern“ geredet, was bei mir nur ironisches Lachen ausgelöst hat. Dann sind Gespräche so unstimmig verfasst, dass ich nachdenken musste, um zu verstehen, was die Figuren zu einander sagen. Sätze wie „Du kennst meinen Ursprung nicht“ (44%) oder „Mariko wäre beinahe herausgeplatzt“ (61%) klingen für mich einfach komisch. Ich finde, da hat die deutsche Sprache mehr und schönere Möglichkeiten, das auszudrücken. An manchen Stellen konnte ich den Satzbau des Englischen erkennen und das liegt nicht daran, dass ich gut Englisch kann. Das fand ich besonders ärgerlich, weil die Autorin versucht hat, eine Atmosphäre mit ihrem Schreistil zu erschaffen, versucht hat, mit Sprache kreativ zu arbeiten, und für mich hat es auf Deutsch einfach nicht funktioniert. Allerdings ist auch der Versuch der Autorin für mich nur ein Versuch geblieben, denn einfache Wortphrasen mit einem Punkt zu versehen, ist kein ausgeklügelter Schreibstil und wirkte einfach nur sehr plump und ermüdend auf Dauer.

„Vielleicht ist meine Art Stärke nicht dieselbe wie eure, Vielleicht ist meine Art Stärke leicht wie eine Feder.“
44%

Eine weitere Sache, die das Buch für mich so schwer gemacht hat, war Hauptfigur Mariko. Sie ist wahnsinnig privilegiert, fühlt sich in ihrer Rolle als sittsame Tochter unterdrückt und übersehen – was durchaus verständlich ist – und hält sich für wahnsinnig schlau. Ach, und seltsam. Nur weil Mariko Interesse an Alchemie hat, ist sie seltsam. Jedenfalls fasst sie nach dem Überfall den Entschluss den Schwarzen Clan zu infiltrieren und sich zu rächen. Gedacht, getan. Mariko wird als Junge verkleidet in den Clan aufgenommen und benimmt sich fortan wie die schlechteste Spionin der Welt. Sie kann ihre Klappe nicht halten, stellt tausend Fragen, verrät viel zu viel über sich selbst, kann Situationen nicht einschätzen oder interpretiert sie meiner Meinung nach völlig falsch und benimmt sich einfach unglaublich dumm. Ihre Sturheit wird nur von ihrer laschen Impulskontrolle übertrumpft, die entweder darin endet, dass sie jemanden küsst oder umbringt. Ich dachte, diese Art Figur haben wir schon vor fünf Jahren hinter uns gelassen. Ich bin lange nicht mehr über eine so klischeebelastete Figur gestolpert, wie bei Mariko.

„Ich dachte, ich hätte alle Antworten. Oder wenigstens einige. Jetzt weiß ich, dass ich nichts verstehe.
Mariko, 86%

Ich denke, was mich an Mariko so gestört hat, war, dass sie sich konstant selbst überschätzt hat. In der Erzählperspektive wird dauernd etwas über sie festgelegt, dass sie in ihren Handlungen einfach nicht zeigt. Mir wird das eine über sie gesagt und dann tut sie etwas anderes oder auch gar nichts.. Und das trifft leider auch auf einige andere Figuren zu. Mit großen Worten und bedeutungsvollen Sätzen werden Figuren angepriesen, die diese Erwartungen dann nicht erfüllen. Es gibt ein paar starke Botschaften in diesem Buch, die aber leider total untergehen, weil sie nur Botschaften bleiben. Sie werden nicht umgesetzt, es wird nicht gezeigt, wie viel Wahrheit in diesen Sätzen stecken kann.

Mich nervte auch, dass Nichts aufgearbeitet wird, das als wichtig aufgezogen wurde. Es wird nicht geklärt, wer Mariko töten wollte, wie der Schwarze Clan dazu steht. Mariko fragt nicht. Sie hat die Möglichkeiten dazu, aber sie tut es einfach nicht. In der einen Szene schwört sie noch Stein und Bein, dass sie Antworten kriegen wird, dann wird ihr ein kleiner Friedenszweig angeboten und Zack – alle Fragen vergessen. Es handelt sich hier um eine zweiteilige Reihe, ich weiß, dass noch nicht alle Fragen geklärt werden können, aber keine Frage wird geklärt! Es werden so viele Möglichkeiten aufgerissen, so viel Fragen in den Raum gestellt und alle werden übergangen. Das war wahnsinnig frustrierend. Ich finde, so baut man keine Spannung auf, sondern verscheucht nur seine Leser.

Allerdings hatte das Buch auch seine besseren Seiten, als nämlich die anderen Figuren erzählt haben. Marikos Erzählstimme wird sporadisch von ihrem Bruder Kenshin, der sie sucht, Okami, der sie ausbildet und von einigen Figuren aus dem kaiserlichen Palast abgelöst. Diese Handlungsstränge haben mich am weiterlesen gehalten. Man erhält einen besseren Einblick in die Welt, erfährt allerdings auch nicht zu viel, um von der Handlung nicht mehr überrascht zu werden. Kenshins Suche nach seiner Schwester war spannend, weil er aus den falschen Annahmen nach ihr suchte und ich fand das Spiel von Intrigen und Verschwörungen recht gut gemacht. Kenshins Perspektive bietet die Möglichkeit zu zeigen, dass mehr hinter Marikos angeblicher Entführung steckt, dass der Feind ein anderer ist und die ganze Affäre mehr zu bieten hat, als es im ersten Moment erscheinen mag.

Letztendlich hat mich das Buch mehr enttäuscht, als unterhalten und das finde ich wahnsinnig Schade. Ich fand, dass die Geschichte Potential hatte, das einfach nicht ausgeschöpft wurde. Statt einer nachdenklichen, feministischen Erzählung im Rahmen der japanischen Samurai wurde ein mittelmäßiges Jugendbuch geschrieben, das schon in tausend anderen Versionen existiert.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Mariko und der Wunsch auf ein selbstbestimmtes Leben

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„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ von Renée Ahdieh erschien im September 2018 im Verlag ONE.
Das Cover ist wunderschön, am Stil und den Farben erkennt man den Jugendroman und die Zielgruppe.

Die junge ...

„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ von Renée Ahdieh erschien im September 2018 im Verlag ONE.
Das Cover ist wunderschön, am Stil und den Farben erkennt man den Jugendroman und die Zielgruppe.

Die junge Mariko hat kein selbstbestimmtes Leben, sie soll den Sohn des Kaisers heiraten. Sie fügt sich ihrem Schicksal und begibt sich mit einem Geleitzug auf die Reise. Auf dem Weg zum Palast werden sie angegriffen und nur Mariko überlebt den Überfall. Mariko genießt ihre Freiheit und möchte sie gerne eine Weile genießen, dazu ist eine Verkleidung notwendig.......

Die Geschichte handelt in Japan ohne historischen Anspruch und zeitlich in die feudale Ära der großen Samurai – Krieger angesiedelt, großartig wird dem Leser die japanische Kultur näher gebracht. Die Story startet sehr aktionreich und begibt sich danach in seichtere Gewässer, sie plätschert bis zur Mitte etwas dahin, danach nimmt sie wieder Fahrt auf. Es folgen sehr gefährliche Situationen und Kampfszenen, die sich mit sehr gefühlvollen und romantischen Szenen abwechseln. Die Autorin hat eine unterhaltsame Geschichte voll Intrigen und Geheimnissen gewoben, mit jeder Menge Magie. Leider erklärt sie nicht woher die Magie kommt, oder wer sie hervor ruft. Da bedarf es in Teil 2 einer Erklärung.
Im letzten Drittel der Geschichte überschlagen sich die Handlungen, es wirkt als wäre der Autorin die Zeit davon gelaufen, viel zu schnell kommt das Ende. Es ist zu hoffen, dass die übersprungenen Szenen in Teil 2, erläutert werden.
Der Schreibstil von Renée Ahdieh ist sehr flüssig zu lesen, detailliert und nicht ausschweifend. Die Sprache ist anfangs, durch die vielen japanischen Namen und Begriffen, etwas gewöhnungsbedürftig. Dies unterstreicht den Flair des japanischen Settings ungemein.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr unterschiedlich, sie besitzen Humor und wie im wirklichen Leben Ecken und Kanten.
Mariko ist clever und mutig, sie möchte ein selbstbestimmtes Leben führen und ergreift die Chance, die sich ihr bietet.

Fazit: Die Autorin hat einen unterhaltsamen Auftakt zu ihrer Dilogie abgeliefert. Mich konnte die Idee und die Umsetzung weitestgehend überzeugen. An einigen Punkten hat sie ein paar Schwächen und war nicht so nachvollziehbar. Ich hoffe auf eine bessere Umsetzung in der Fortsetzung und gebe alles in allem meine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Nach dem spannenden Prolog hatte ich mehr erwartet.

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Am Anfang gab es zwei Sonnen und zwei Monde.
Die Sicht des Jungen verschwamm, und er konnte hinter die Wahrheit sehen. Hinter die Schande. Er konzentrierte sich auf die Geschichte, wie sie ihm seine Uba ...

Am Anfang gab es zwei Sonnen und zwei Monde.
Die Sicht des Jungen verschwamm, und er konnte hinter die Wahrheit sehen. Hinter die Schande. Er konzentrierte sich auf die Geschichte, wie sie ihm seine Uba am Abend zuvor erzählt hatte. Eine Geschichte von Gut und Böse, Hell und Dunkel. Eine Geschichte, in der die siegreiche Sonne hoch über ihren Feinden auffing.

Eckdaten
eBook
304 Seiten
Bastei Entertainment Verlag
Band 1
Übersetzung: Martina M. Oeppling
2018
ISBN: 978-3-7325-46484-2

Cover
Es ist wunderschön! Das zarte Rosa wirkt sehr romantisch und mädchenhaft. ^^

Inhalt
Ein Mädchen, dazu bestimmt, des Kaisers Sohn zu heiraten. Ein Junge, der den Glauben an das Gute in seinem Herzen begraben hat. Eine große Liebe, die alles verändern kann. Mariko, Tochter eines hochrangigen Samurai, weiß, dass sie ihre Zukunft nicht selbst bestimmen darf. Sie ist klug und erfinderisch, aber eben ein Mädchen. Mit 17 wird sie dem Sohn des Kaisers versprochen. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit wird ihr Geleitzug vom berüchtigten Schwarzen Klan vernichtet. Mariko überlebt als Einzige und nutzt ihre Chance, dem vorgegebenen Pfad zu entkommen! Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erntet sie Anerkennung. Und sie verliert ihr Herz – ausgerechnet an den Feind…

Autorin
Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketbällen begeistern. Mit „Zorn und Morgenröte“ legt sie ihren ersten Roman vor, zu dem es eine Fortsetzung geben wird, an dem die Autorin gerade arbeitet.

Meinung
Wir betreten mit diesem Roman die wunderbare Welt Japans! Ich liebe dieses Land! :D
Ich kenne die Autorin nur vom Hörensagen und habe auch ihre anderen Romane gesehen, wobei mir die wunderschönen Cover ins Auge gefallen sind. ^^
Die japanischen Begriffe sind kursiv geschrieben und heben sich daher vom restlichen Text ab. Leider werden sie nicht näher erklärt und es findet sich auch erst ganz hinten ein Glossar. Das ist sehr schade, weil es zum Teil das Lesen erschwert, da die Begriffe nicht immer vom Kontext her klar sind.
Der Prolog ist sehr spannend, gibt aber keinerlei Hinweise auf die Identität des Jungen. Es bleibt also spannend.
Im Verlauf der Geschichte wird mehr von der japanischen Kultur erzählt und mit der Geschichte verwoben, was ich sehr interessant finde.
Mariko ist die Tochter eines hochrangigen Samurai, weshalb ihr Leben von vornherein bestimmt ist. Sie soll den Prinzen Raiden heiraten, womit ihr Vater sozial noch weiter aufsteigen wird. Auf dem Weg zum Kaiser wird ihre Eskorte vom Schwarzen Klan angegriffen, der ihren Tod will. Der Grund dafür bleibt vorerst unklar.
Doch der Angriff ermöglicht ihr ein neues Leben und vor allem eins in Freiheit!
Ich muss schon sagen, dass der Prolog mich gefesselt hat. Was danach kam, war eher ernüchternd. Ich habe es abgebrochen, weil es mich einfach nicht mehr ansprechen konnte. Ich hatte mir so viel davon versprochen, aber das Buch konnte mich weder inhaltlich, noch vom Schreibstil her weiter begeistern. Wirklich schade.


❤❤ von ❤❤❤❤❤