Cover-Bild Liebe ist so scheißkompliziert
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 22.08.2018
  • ISBN: 9783733504069
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Sabine Schoder

Liebe ist so scheißkompliziert

Auf einer Party stürzt Nele mit Jerome ab, der alles verkörpert, wonach sie sich immer gesehnt hat. Als sie sich zum ersten Mal küssen, hat Nele hunderttausend Schmetterlinge im Bauch. Doch am nächsten Tag kursiert ein Video von ihr im Netz, auf dem sie eindeutig zu wenig anhat. Eigentlich kann nur Jerome dieses Video gemacht haben. Aber Nele ahnt, dass die Wahrheit viel komplizierter ist ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2018

Witzig, tiefgründig und herrlich humorvoll!

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Das neue Buch von Sabine Schoder war ein absolutes Must-Read für mich! Mit ihren ersten beiden Romanen konnte mich die Autorin hellauf begeistern, daher war meine Freude groß gewesen, als ich beim Durchstöbern ...

Das neue Buch von Sabine Schoder war ein absolutes Must-Read für mich! Mit ihren ersten beiden Romanen konnte mich die Autorin hellauf begeistern, daher war meine Freude groß gewesen, als ich beim Durchstöbern der Fischerverlag-Vorschau entdeckte, dass es neues Lesefutter von ihr geben wird. Auf „Liebe ist so scheißkompliziert“ war ich schon richtig gespannt.

Nele kann ihren Körper nicht so wirklich leiden. Nicht nur, dass sie kaum Busen hat und eine flache Nase, nein, das wohl schlimmste an ihr ist ihre Körpergröße. Nele ist sagenhafte 1,90 Meter groß. Ihr Leben ist daher alles andere als einfach. So hatte sie zum Beispiel noch nie einen festen Freund. Welcher Junge möchte schon von seiner Freundin überragt werden? Nele ist durch ihre Größe ein ziemlicher Einzelgänger, denn trotz ihrer enormen Länge scheint sie niemand in der Schule wahrzunehmen. Nur ihr Nachbar und bester – und einziger - Kumpel Tom hält zu ihr. Doch dann trifft Nele auf Jerome Tessmer. Er ist der Basketballstar der Schule und lässt Nele etwas tun, was sie bisher kaum hatte tun müssen: Zu jemandem aufsehen. Jerome misst mit 2,06 Meter gute 16 Zentimeter mehr als sie. Nele wird von dem Jungen wie magisch angezogen. Ob es wohl an seiner Größe liegt? Oder an den blonden Haaren? Oder vielleicht doch an seinen sturmgrauen Augen? Nele weiß nicht warum, aber sie fühlt sich zu Jerome hingezogen. Als es auf einer Party zu einem Kuss zwischen den beiden kommt, flattern gefühlte hunderttausend Schmetterlinge in ihrem Bauch. Doch daran kann sich die 17-jährige nach der Party kaum noch erinnern. Was sich in dieser Nacht zugetragen hat, liegt wie in einem dunklem Nebel. Doch anscheinend ist auf der Party etwas passiert, denn am darauffolgenden Tag taucht plötzlich ein Video im Internet auf, welches Nele halbnackt zeigt. Es kommt eigentlich nur einer infrage, der für dieses Video verantwortlich sein kann. Jerome aber streitet alles ab. Wer aber könnte sonst dahinter stecken?

Was mir aus Sabine Schoders ersten beiden Jugendbüchern sehr gut in Erinnerung geblieben ist, ist ihr toller Schreibstil und ihr erstklassiger Humor.
Auch in „Liebe ist so scheißkompliziert“ konnte mich die Autorin mit diesen beiden Punkten hellauf begeistern. Das Buch liest sich echt klasse, herrlich locker-leicht und angenehm. Auch mit dem Humor konnte Sabine Schoder wieder absolut meinen Geschmack treffen. Ich habe mich beim Lesen teilweise köstlich amüsiert und kam aus dem Schmunzeln und Grinsen gar nicht mehr heraus.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Nele. Sie war mir auf Anhieb sympathisch, ihre humorvolle und sarkastische Art gefiel mir vom ersten Moment an richtig gut. Nele ist schlagfertig, sie hegt eine Liebe für Zombiefilme und hat – wie das gerade bei Teenagern oft der Fall ist – Probleme damit, ihren Körpern so zu mögen wie er ist. So hat sie ihrer Nase den Spitznamen „Lord Voldemort“ verpasst, weil diese in ihren Augen so platt ist. Woran die 17-jährige aber am meisten zu knabbern hat, ist ihre Körpergröße. 1,90m für eine Frau ist wirklich sehr groß. Mir tat Nele richtig leid, dass sie von ihrem Mitschülern aufgrund ihrer enormen Länge so ausgegrenzt und gemobbt wird. Überall, wo sie auftaucht, wird sie schief angeguckt – tauschen wollen würde ich mit Nele definitiv nicht.

Das Thema Mobbing steht schon sehr im Vordergrund der Geschichte, allerdings liegt das Augenmerk der Handlung mehr auf der Liebesgeschichte zwischen Nele und Jerome. Diese hat mir sehr gut gefallen, sie wurde sehr gefühlvoll und authentisch von der Autorin beschrieben.

Anders als bei Nele habe ich bei Jerome eine ganze Weile gebraucht, bis ich mit ihm warm geworden bin. Er war anfangs sehr unnahbar und wurde alles andere als sympathisch dargestellt.
So nach und nach erfahren wir aber, welche tragische Vergangenheit Jerome verfolgt und welches großes Päckchen er zu tragen hat. Je mehr man über ihn erfährt, desto besser kann man auch verstehen, wieso er sich oft so distanziert gibt. So schwer es mir zuerst auch fiel, Jerome zu mögen, zum Ende hin habe ich ihn doch noch richtig liebgewonnen.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war das Rätsel darum, wer für das Nacktvideo verantwortlich ist, welches auf der Party entstanden und am darauffolgenden Tag im Netz aufgetaucht ist. Da habe ich anfangs immer wieder Theorien aufgestellt und kurz darauf wieder verworfen. Leider hatte ich dann doch recht früh eine Vermutung, wer es gewesen sein könnte, welche sich dann auch bestätigt hat. Mein geliebtes Aha-Erlebnis am Ende blieb so also leider für mich aus, allerdings hat mir dieser Punkt nicht meinen Lesespaß geraubt.
Was ich aber nicht so gut gelungen fand, war Neles Reaktion auf das Video. Da hätte ich mir mehr Wut und Empörung gewünscht. Nele ist zwar ein starker Charakter, aber selbst sie so eine toughe Person wie sie kann so ein beschämendes Video ganz bestimmt nicht so locker wegstecken.

Womit ich leider auch noch so meine Probleme hatte, waren einige der Nebencharaktere. So konnte ich Neles 13-jährige Schwester Lea nicht so wirklich in mein Herz schließen. Sie empfand ich als etwas verzogen und nervig. Aber gut, typisch kleine Schwester eben. Da kann ich ja auch ein Liedchen von singen, ich habe sogar zwei davon. ;)

Ein Charakter, der mir sehr gut gefallen hat, ist Tom. Da fand ich es zwar etwas schade, dass er so extrem viel raucht und kifft und das schon seit seiner Kindheit – allerdings mochte ich seine lockere und lustige Art total gerne. Ich will nur echt nicht wissen, wie seine Lungen aussehen. Tom ohne eine Zigarette – ein seltener und kaum vorstellbarer Anblick.

Mir hat das neue Buch von Sabine Schoder sehr gut gefallen. Nicht ganz so gut wie erhofft, aber es hat mir dennoch richtig schöne Lesestunden beschert. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall! „Liebe ist so scheißkompliziert“ ist in meinen Augen ein toller und absolut lesenswerter Jugendroman. Wofür ich die Autorin nur loben kann, ist diese schwierige Gratwanderung zwischen Humor und Ernst, die sie hier vollzogen hat und die ihr in meinen Augen wunderbar gelungen ist.

Fazit: Witzig, tiefgründig und herrlich humorvoll! Mit „Liebe ist so scheißkompliziert“ ist Sabine Schoder ein richtig schöner Jugendroman gelungen, welcher wichtige und ernste Themen wie Mobbing, Sexting, Selbstzweifel und Trauer aufgreift. Trotz der vielen ernsthaften Aspekte ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Geschichte mit ihrem großartigen Humor und den vielen schlagfertigen Dialogen gekonnt aufzulockern, sodass man jede Menge zum Lachen und Schmunzeln hat. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 22.08.2018

Liebe ist so scheißkompliziert

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In meinen Augen hat Sabine Schoder ein unglaubliches Talent! Bisher mochte ich alle ihre Bücher und ich war echt gespannt auf ihr neuestes Werk. Und es lässt sich auch mal wieder super lesen. Man mag es ...

In meinen Augen hat Sabine Schoder ein unglaubliches Talent! Bisher mochte ich alle ihre Bücher und ich war echt gespannt auf ihr neuestes Werk. Und es lässt sich auch mal wieder super lesen. Man mag es gar nicht aus der Hand legen und sie hat mich wieder von der ersten Seite an gefesselt. 

Das mag zum einen an der tollen Protagonistin Nele liegen. Sie ist 1,90 m groß und hat damit schon zu kämpfen. Sie fühlt sich immer ausgeschlossen und denkt, dass kein Junge sich je für sie interessieren wird. Bis sie auf den Basketballstar ihrer Schule trifft: Jerome. Denn der ist noch größér als sie. Aber nicht nur das. Er sieht auch noch unglaublich gut aus. Sie begegnen sich immer wieder  und obwohl Nele weiß, dass ihre kleine Schwester auf ihn steht, lässt sie es zu, dass sie sich näher kommen. Auf einer Party, wohin sie ihr bester Freund quasi hinprügeln musste, schießt Nele sich total ab und wird von Jerome aufgefangen. Was sich zwischen den beiden abspielt und entwickelt ist so unglaublich süß. Ich habe richtig mit Nele gefiebert und habe mich selber wieder wie 17 gefühlt. 

Die einzige Kritik, die ich habe, ist folgende: 

Nele wird oben ohne gefilmt (ohne das sie es mitbekommt) und das Video wird ins Netz gestellt. Die ganze Schule hat sie oben ohne gesehen und sie tut es quasi mit einem Schulterzucken ab. In meinen Augen hätte Sabine Schoder hier ruhig zeigen können, wie fertig so etwas ein Mädchen machen kann. Klar ist Nele tough und stark, aber mit 17 Jahren entblößt vor der ganzen Schule, sollte ihr doch etwas näher gehen. So hatte das Ganze für mich einen nicht ganz so dramatischen Effekt. 

Dennoch hat mir die Geschichte zwischen Jerome und Nele sehr gut gefallen und auch wenn ich gleich wusste, wer besagtes Video gedreht hat, war es schön zu lesen, wie sich alles nach und nach ergibt. 



Die Sache mit dem Nacktvideo wurde in meinen Augen zu salopp dargestellt. Nele tut es quasi mit einem Schulterzucken ab. Hier hätte ich mir mehr Drama gewünscht und das Sabine Schoder aufzeigt, was ein solches Video auslösen kann. Dennoch mochte ich das Buch und ihren Schreibstil wieder richtig gerne. 

4 von 5 Punkten

Veröffentlicht am 06.09.2018

kurzweilig, aber unterhaltsam

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Inhalt:
Nele ist 1,90m und hat genau einen Freund in der Schule: ihren kiffenden Nachbar, Tom. Trotz ihrer Übergröße scheint sie in der Schule unsichtbar zu sein. Bis zu dem Zeitpunkt, als nach einer ...

Inhalt:
Nele ist 1,90m und hat genau einen Freund in der Schule: ihren kiffenden Nachbar, Tom. Trotz ihrer Übergröße scheint sie in der Schule unsichtbar zu sein. Bis zu dem Zeitpunkt, als nach einer Party ein Video von ihr im Internet kursiert, wo sie mit dem beliebtesten Jungen der Schule, Jerome, rummacht und oben ohne im Bett liegt.
Doch wer hat das Video gedreht? Eigentlich kann es nur Jerome selbst gewesen sein. Doch Nele ahnt, dass da mehr dahinter steckt, als sie bis jetzt weiß.

Meine Meinung:

Zu allererst muss ich den Schreibstil von Sabine Schoder loben! Das Buch liest sich wirklich flüssig und entlockte mir durch den lockeren und humorvollen - ja schon sarkastischen - Schreibstil so manches Schmunzeln und Lachen. Es hat die Story um einiges aufgewertet!

Die Protagonisten waren ausgearbeitet und hatten eine Geschichte zu erzählen. Ganz besonders Jerome. Ich hätte mir bei Nele, Lea und Tom jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, um sie noch besser zu verstehen. Denn ich konnte nicht jede Handlung bzw. Nicht-Handlung von ihnen nachvollziehen. Da waren mir einige Reaktionen etwas zu locker bzw. unglaubwürdig.

Die Story greift wichtige Themen wie Mobbing, Sexting, Drogen, Suizid und erste Liebe auf, die im Alter ab 14 Jahren Realität sind. Viele Jugendliche sprechen vielleicht nicht darüber, was wirklich zu schwerwiegenden Entscheidungen führen kann. Deshalb finde ich es wichtig, dass es Bücher, wie dieses gibt, die solche Probleme thematisieren.

Fazit:

Ein unglaublich witziger und mitreißender Schreibstil, der viele Lacher verspricht und die schweren Themen etwas auflockert.
Ausgearbeitete Protagonisten, die eine nicht allzu tiefgründige Story zu erzählen haben (bis auf Jerome).
Einen Stern Abzug gibt es, weil es mir am Ende dann doch alles etwas zu schnell ging und die schweren Themen ein wenig tiefgründiger hätten sein können. Ansonsten ist es ein wunderbares kurzweiliges Buch, das man gerne liest.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Große Liebe

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Sabine Schoder ist ein Garant für spritzige Jugendromane, wie sie mit ihrem Debüt "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" und dem Folgeband "Sowas passiert nur Idioten. Wie uns" eindrucksvoll bewiesen hat. ...

Sabine Schoder ist ein Garant für spritzige Jugendromane, wie sie mit ihrem Debüt "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" und dem Folgeband "Sowas passiert nur Idioten. Wie uns" eindrucksvoll bewiesen hat. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, man fliegt durch das Buch hindurch und verliert sich komplett in der Geschichte.
Auch in "Liebe ist so scheißkompliziert" macht das Lesen wieder Spaß und Sabine Schoder sorgt mit ihren klugen und witzigen Sprüchen für so manchen Lacher beim Lesen. Ihre Protagonistin Nele hängt oft ihren eigenen Gedanken nach, die komischer nicht sein könnten. Man kommt aus dem Grinsen fast nicht mehr heraus.
Wie immer stehen in Schoders Jugendroman ganz normale Jugendliche im Mittelpunkt, und man kann sich als Leser sehr gut in die Charaktere hineinversetzten. Diesmal war es etwas schwieriger, weil die Protagonistin mit ihren 1,90m aus der Masse heraus sticht. Ihre Probleme mit dieser Größe werden ausführlich geschildert. Oft macht sich Nele mit ihren Gedanken selbst zur Außenseiterin. Ich konntees nicht immer nachvollziehen, warum sie auf Grund ihrer Größe ausgegrenzt wird bzw. sich selbst ausgrenzt. Manchmal war es für meinen Geschmack ein bisschen too much, aber sobald Jerome ins Geschehen trat, gingen auch die Klagen über ihre Größe ein wenig zurück und das Buch blieb interessant. Jerome, Jet genannt, ist der Star des Basketball-Teams und noch größer als Nele. Sie fühlt sich dadurch sofort zu him hingezogen, was auf den erste Blick ein wenig komisch erscheint, später aber schön ausgearbeitet wird. Die beiden laufen sich immer wieder über den Weg und kommen sich näher. Wäre da nur nicht Neles kleine Schwester Lea, die auch ein Auge auf den Basketballstar geworfen hat.
Der Klappentext verrät fast schon zu viel vom Inhalt, denn das Video spielt erst nach einem guten Stück eine größere Rolle. Aber im Mittelpunkt steht es nicht. Wie immer schleppen Schoders Charaktere eine Menge Ballast aus der Vergangenheit mit sich herum, dem sie entgegentreten müssen. Jets Vergangenheit lastet schwer auf ihm und bringt neue interessante Aspekte in die Geschichte.
Die Nebencharaktere sind gewohnt witzig. Einen Stern Abzug gab es von mir allerdings, weil meiner Meinung anch Leas Geschichte ein bisschen zu wenig ausgearbeitet wurde und am Ende hinten runter fiel. Dennoch aht mir das Buch sehr gut gefallen. Nele und Jerome haben eine besodere Beziehung zueinander, die richtig gut dargestellt wurde. Die Probleme, die im Buch angesprochen werden, sind eine Mischung aus alltäglichen und ungewöhnlichen und bringen Spannung in die Geschichte.
Wer spritzige Jugenbücher mag, sollte auf jeden Fall zu Sabine Schoder greifen.

Veröffentlicht am 02.12.2018

Sabine Schoders schwächstes Buch

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WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Ich mochte bereits die beiden Romane von Sabine Schoders Debütreihe sehr und war absolut begeistert von der schonungslosen Art, mit der sie bestimmte Dinge anspricht. So musste ...

WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Ich mochte bereits die beiden Romane von Sabine Schoders Debütreihe sehr und war absolut begeistert von der schonungslosen Art, mit der sie bestimmte Dinge anspricht. So musste ich natürlich auch ihr neustes Buch lesen.
HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ich wurde enttäuscht. Nicht zu sehr aber schon gewaltig. I’m in tears!
WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Ich liebe es, und das habe ich ja oben bereits erwähnt, dass Sabine Schoder kein Blatt vor den Mund nimmt und einfach erzählt, was wirklich passiert. Bei ihr tauchen Dinge auf, wie Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum, schlechte familiäre Situationen und, und, und. Das rüttelt auf und das ist unheimlich wichtig. Das funktioniert vor allem auch so gut, weil sie das Ende im Blick hat und es doch immer gut ausgeht. Auch wenn sich auf diesem Weg häufig Steine befinden. Das ganze wird ergänzt um tolle Protagonisten, die außergewöhnlich sind und einen tollen Schreibstil, der Humor nicht vermissen lässt. Genau das alles findet sich auch in ihrem neusten Werk wieder. Das mit einer Vergewaltigung als Aufhänger.
WAS HAT MICH GESTÖRT? Die Herangehensweise an das Thema Vergewaltigung. Dass in den allerwenigsten Fällen richtig reagiert wird, ist sicher jedem klar aber ein Buch, das womöglich eine gewisse Vorbildfunktion für jüngere Leser*innen haben kann, darf nicht so an das Thema herangehen. Dass keine Vergewaltigung selbst stattfindet, ist von Beginn an klar, doch Neele weiß nicht, wer das Video dazu gemacht hat und es hätte auch von Jerome kommen können. Anstatt ihn zur Rede zu stellen, nimmt sie ihn in den Schutz, vertraut ihm blind und das halte ich leider in diesem Zusammenhang für falsch.
FAZIT. Obwohl ich ein großer Fan von Sabine Schoder bin und sie sehr schätze, war «Liebe ist so scheißkompliziert» leider eine Enttäuschung. Mir gefielen ihre Charaktere wieder sehr und auch den Schreibstil und den großartigen Humor liebe ich. Thematisch hat mir das Buch aber leider überhaupt nicht gefallen.| ★★★☆☆