Cover-Bild Leute von früher
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 316
  • Ersterscheinung: 17.04.2024
  • ISBN: 9783518474006
Kristin Höller

Leute von früher

Roman | Eine Liebe auf der Insel Strand im nordfriesischen Wattenmeer

»Ein zärtlich-böser Roman über das Jungsein, über die Faszination des Alten und unsere Hilflosigkeit, wenn die Geschichte uns tatsächlich einholt.« Antje Rávik Strubel

Marlene hat gerade ihr Studium beendet und fängt als Verkäuferin in einem Erlebnisdorf an, in dem alles so ist wie um 1900 – Brauchtum, Handwerk, Kleidung. Die aufwändige Inszenierung wird von zahlreichen Saisonkräften aufrechterhalten, die jenseits der »Kostümgrenze« in einfachen Baracken wohnen. Bald lernt Marlene Janne kennen, die hier aufgewachsen ist, und fühlt sich ungewohnt stark zu ihr hingezogen. Doch nicht nur die Gefühle für sie, auch die Insel selbst scheint Marlenes Wahrnehmung zu verändern. Im Watt erinnern die Überreste der versunkenen Stadt Rungholt ständig daran, welches Unheil durch den steigenden Meeresspiegel droht. Je näher sie und Janne sich kommen, desto deutlicher spürt Marlene, dass Janne ein Geheimnis hat, das weit in die Vergangenheit der Insel reicht. Und sie ist nicht die Einzige. Immer öfter beobachtet Marlene merkwürdige Vorfälle, bis sie schließlich einen Zusammenhang erahnt.

Strand war eine Insel in der Nordsee, von der heute nur Pellworm und Nordstrand übrig sind. Leute von früher erzählt vom Bewahren und Verschwinden, von Abschied und Neubeginn. Von alten Legenden und moderner Lohnarbeit, vom Verliebtsein und von der Suche nach einem Platz im Leben. Humorvoll, klug und mit großer Wärme.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Leute von früher

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Eine kleine Insel im nordfriesischen Wattenmeer unweit von Husum ist der Schauplatz dieser Geschichte. Die Insel lockt Touristen mit ihrem historischen Flair, einem Erlebnisdorf das neben dem alten Krämerladen ...

Eine kleine Insel im nordfriesischen Wattenmeer unweit von Husum ist der Schauplatz dieser Geschichte. Die Insel lockt Touristen mit ihrem historischen Flair, einem Erlebnisdorf das neben dem alten Krämerladen so manch ein vergessenes Handwerk präsentiert und deren „Bewohner“ in historisch wirkenden Kostümen wie um 1900 herumlaufen. Alles ist eine große Kulisse, selbst die Kekse, die man in hübschen Gläsern im Lädchen erwerben kann, sind umgefüllte Industrieware anstelle von selbstgebackener Köstlichkeit. Marlene, die nach ihrem Studium merkt, wie aussichtslos es ist einen Job zu finden, hat auf der Insel einen Saisonarbeitsplatz als Verkäuferin bekommen.


Ich fand es ganz nett über diesen ganz Touristennepp zu lesen, Marlene‘s Alltag erzählt zu bekommen, ein Gefühl dafür zu bekommen wie es ist, nach einem vollendeten Arbeitstag die „Kostümgrenze“ zu überschreiten und sich in eine Mitarbeiterbaracke zurückzuziehen und einige wenige Kontakte zu anderen Saisonkräften aufzubauen.


Allerdings plätscherte die Geschichte doch sehr vor sich hin, und ich bin weder der Protagonistin noch den Nebenfiguren sehr nah gekommen. Selbst Janne, die auf der Insel aufgewachsen ist und in die sich Marlene verliebt, blieb mir irgendwie fremd, auch wenn ich sie insgesamt noch am interessantesten fand. Janne hat dann auch ein mystisches Geheimnis. Bei magischem Realismus bin ich tatsächlich selten begeistert. Zugegeben es passte zur Atmosphäre und hat ein paar Gruselvibes gebracht, aber ich hätte es nicht gebraucht. Den überraschenden Schluß fand ich dann wieder sehr gelungen.


Fazit: Es war wohl nicht ganz mein Buch. Trotzdem würde ich jetzt nicht davon abraten. Ich kann mir vorstellen, dass es auch begeisterte Leser gibt.

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Veröffentlicht am 01.03.2024

Zeitreise

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Die junge Autorin Kristin Höller hat mit ihrem Roman " Leute von früher " einen faszinierenden Roman über das Leben von Einheimischen und Urlaubern in einem Erlebnisdorf auf einer nordfriesischen Insel ...

Die junge Autorin Kristin Höller hat mit ihrem Roman " Leute von früher " einen faszinierenden Roman über das Leben von Einheimischen und Urlaubern in einem Erlebnisdorf auf einer nordfriesischen Insel geschrieben.
Ihre Protagonistin Marlene hat ihr Studium abgeschlossen und sucht einen Job. Sie fängt als Saisonkraft in dem Erlebnisdorf Strand auf einer Insel an zu arbeiten.
Dort arbeiten die Inselbewohner in Kostümierungen wie von hundert Jahren, um den Touristen ein einmaliges Urlaubserlebnis zu bieten.
Auch Marlene verkauft nun verkleidet Krämerwaren an die Inselbesucher.
Während ihres Inselaufenthaltes lernt sie Janne kennen, eine junge Frau, zu der sie sich schnell hingezogen fühlt.
Janne hat jedoch, genauso wie die anderen Inselbewohner, ein Geheimnis, das mit der versunkenen Stadt Rungholt und der Insel zu tun hat.
Der Roman ist sehr gut lesbar und die Handlung hat mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Ein besonderes Inselleben

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Das möchte Marlene nach ihrem Studium ausprobieren und verdingt sich zu diesem Zweck für eine Saison in einer Art Ferienressort auf der Insel Strand, gleich gegenüber von Husum. Das Besondere ...

Das möchte Marlene nach ihrem Studium ausprobieren und verdingt sich zu diesem Zweck für eine Saison in einer Art Ferienressort auf der Insel Strand, gleich gegenüber von Husum. Das Besondere daran: hier wird früheres Leben nachgeahmt, alle Mitarbeiter tragen historische Kleidung und haben sich bestimmten Vorgaben zu beugen.

Die Ereignisse werden aus Marlenes Sicht geschildert, die eine merkwürdig distanzierte ist: beim Lesen wuchs in mir der Eindruck, dass sie manches gar nicht begreifen und schon gar nicht an sich heranlassen will.

Das betrifft allerdings nicht Janne, auf die Marlenes Auge gleich am ersten Abend fällt. Langsam erfolgt eine Annäherung zwischen den beiden Frauen.

Der Roman hinterlässt mich in einem großen Zwiespalt - es gibt Aspekte, die mir sehr gut gefallen - vor allem der sehr "normale" Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe, diese wird vollkommen unspektakulär dargestellt und in die Handlung eingebunden - das würde ich mir sehr viel häufiger wünschen. Ein hilfreicher Weg, um dieser die Normalität zu verleihen, die sie verdient!

Dahingegen wird die Protagonistin Marlene sehr sperrig dargestellt - wie ich finde, auf eine recht gezwungene Art. Manchmal versucht die Autorin - so mein Eindruck - die von ihr geschaffene Figur fast gewaltsam von einer etwas milderen Haltung abzuhalten.

Ein Buch, das sich schnell, ja fast süffig liest. Ich bereue die Lektüre nicht, obwohl ich nicht so recht sagen kann, wie gut mir das Buch denn im Ganzen gefallen hat.

Veröffentlicht am 14.06.2024

Hinterlässt einen merkwürdigen Beigeschmack

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Irgendwie war dieses Buch schön und trotzdem eine Enttäuschung.
Die Leseprobe war gut, aber es wurde danach nicht mehr besser. Bis Seite 280 war alles gut, nicht überragend, aber gut, aber danach musste ...

Irgendwie war dieses Buch schön und trotzdem eine Enttäuschung.
Die Leseprobe war gut, aber es wurde danach nicht mehr besser. Bis Seite 280 war alles gut, nicht überragend, aber gut, aber danach musste eine mystische/ übernatürliche Note rein, die mir überhaupt nicht gefallen hat. Alles was ich bis dahin an dem Buch mochte, wurde damit irgendwie zunichte gemacht.
Als angenehmen Sommerroman mit dem dramatischen Ende hätte ich gesagt: nichts Besonderes, aber sehr nett geschrieben. So bleibt der Nachgeschmack der Enttäuschung.
Außerdem fand ich, dass es ein bisschen wirkt, als müsste die Autorin unbedingt alle gerade angesagten politischen und soziologischen Fragen in den Roman reinschreiben, sei es die Generation PRaktikum nach dem Studium ohne Plan, queere Selbstfindung oder auch unbedingt das Thema Periode. Keine Ahnung, ob das überhaupt noch in einem gesunden Rahmen ist, wie oft die Protagonistin ihre Periode hat!

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Beginn schwach, Ende stark

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MEINUNG:
Kristin Höller kannte ich bisher nicht, aber das auf Leute von früher bin ich schon frühzeitig aufmerksam geworden und war auch von dem Cover magisch angezogen. Ich habe mir hier ein bisschen ...

MEINUNG:
Kristin Höller kannte ich bisher nicht, aber das auf Leute von früher bin ich schon frühzeitig aufmerksam geworden und war auch von dem Cover magisch angezogen. Ich habe mir hier ein bisschen eine Coming-of-Age Geschichte vorgestellt, die ein bisschen Nordsee-Sommerfeeling aufkommen lässt. Leut
Die ersten 100 Seiten des Buches fielen mir ziemlich schwer, was an verschiedenen Faktoren gelegen hat. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, aber ich fand ihn ziemlich emotionslos und es fehlt mir auch an Atmosphäre. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, was will uns die Autorin mit diesem Buch erzählen, was ist hier das Besondere? Zu Marlene konnte ich nicht wirklich eine Beziehung aufbauen. Sie ist mit ihrem Studium fertig und wenn da nicht erwähnt worden wäre, dass sie schon Ende 20 ist, dann hätte ich sie eher als Schülerin gesehen, die gerade ihr Abi fertig gemacht hat. Dieser Eindruck hat sich auch weiter fortgesetzt und ich musst mich gedanklich immer wieder korrigieren. Marlene ergreift nun diese Art "Ferienjob"  in einem Erlebnisdorf, welches das Leben und Brauchtum um 1900 darstellt, auf der Nordseeinsel Strand in der Nähe von Husum. So überbrückt sie erst einmal den Fakt, dass sie mit ihrem Studium so schnell erstmal keinen passenden Job findet. Marlene lässt auch ein soziales Leben zurück, dabei werden diverse Personen so erwähnt als ob man die schon kennen müsste. Ich war davon anfangs ein bisschen genervt, weil es nicht relevant war und man aber trotzdem Marlene nicht besser kennengelernt hat. Was mich mehr interessiert hätte, warum Marlene kein so gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat. Das wird nicht ganz so richtig ausgeführt. Allerdings wissen die nicht mal, wo sie sich aufhält.
Das erste Drittel bewegte mich eigentlich fast zum Abbruch des Buches, denn ich fand die Geschichte einfach relativ langweilig und es gab auch keine nennenswerte Atmosphäre. Ich habe trotzdem beschlossen weiterzulesen, denn ich habe auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Janne und Marlene gewartet. Janne ist sozusagen eine Einheimische von der Insel. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden entwickelt sich saghaft und ich habe das gerne gelesen. Janne wirkt etwas verloren und dennoch fest verbunden mit der Insel. Beide erleben eine schöne Zeit, allerdings immer mit der Frage, was nach der Saison passiert. Marlene wirkte auf mich, ebenso was die berufliche Zukunftspläne angeht, etwas passiv und will sich auf nichts festlegen. Auf den letzten 50 Seiten schlägt dann die Atmosphäre des Buches um, was ich mir schon viel früher gewünscht hätte. Es beginnt schon ein bisschen früher mit den ganzen Geschichten um eine versunkene Stadt und Wasserflecken. Eventuell muss man das ein bisschen mögen, aber das Ende ist wirklich dramatisch und voller Atmosphäre, so dass ich wirklich ein bisschen sprachlos am Ende zurück blieb. 

FAZIT:
Von Leute von früher habe ich ehrlich gesagt ein bisschen mehr erwartet. Der Schluss hat mir atmosphärisch sehr gut gefallen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin diese Atmosphäre schon von Beginn besser aufgebaut hätte. An sich wird hier keine neue Geschichte erzählt, aber sie hätte sich durch das WIE von anderen abheben können.

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