Cover-Bild Ein ganzes Leben
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 18.01.2016
  • ISBN: 9783442482917
Robert Seethaler

Ein ganzes Leben

Roman - Jetzt verfilmt – mit Stefan Gorski, August Zirner, Julia Franz Richter und Marianne Sägebrecht.
Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein leises Buch mit großer Wirkung

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Ein ganzes Leben ist eine ruhige, eindringliche Geschichte über den einfachen Bergbauern Andreas Egger. Ohne große Dramatik erzählt Seethaler von einem ganzen Leben – von harter Arbeit, Verlust, Einsamkeit ...

Ein ganzes Leben ist eine ruhige, eindringliche Geschichte über den einfachen Bergbauern Andreas Egger. Ohne große Dramatik erzählt Seethaler von einem ganzen Leben – von harter Arbeit, Verlust, Einsamkeit und einer leisen, tiefen Liebe.

Die Sprache ist schlicht und klar, fast zurückhaltend, und gerade dadurch besonders berührend. Nicht spektakuläre Ereignisse stehen im Mittelpunkt, sondern die stillen Momente und inneren Gefühle.

Es ist eine leise Erzählung mit großer Wirkung – eine zarte Liebesgeschichte und zugleich eine nachdenkliche Betrachtung darüber, was ein Leben ausmacht.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Sein Leben war Mühsal und Arbeit - aber trotz allem lebenswert

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Nach dem Tod seiner Mutter kommt der etwa vierjährige Andreas Egger im Sommer 1902 auf den Hof seiner Verwandten in einem österreichischen Bergdorf. Dort erwarten das Kind harte Arbeit und viel Schläge, ...

Nach dem Tod seiner Mutter kommt der etwa vierjährige Andreas Egger im Sommer 1902 auf den Hof seiner Verwandten in einem österreichischen Bergdorf. Dort erwarten das Kind harte Arbeit und viel Schläge, was der Bub klaglos hinnimmt. Als er acht Jahre alt ist, bricht ihm der Bauer bei einer Prügelattacke das Bein, den Knochen wächst krumm zusammen und Andreas hinkt fortan. Trotzdem wird aus ihm ein besonders kräftiger junger Mann, der sich nach seinem 18. Geburtstag einem Angriff des Bauern widersetzt und ihm droht, ihn umzubringen. Er verlässt daraufhin den Hof und nimmt jede Arbeit an, bis er von dem verdienten Geld ein kleines, steiniges Grundstück mit einer Hütte oberhalb des Dorfes pachten kann. Er lernt Marie kennen, die neue Hilfskraft in der Dorfwirtschaft. Um ihr einen Heiratsantrag zu machen und eine Familie gründen zu können, arbeitet er nun beim Bautrupp der Firma, die die neue Seilbahn auf den Berg errichtet. Marie nimmt seinen Antrag an und zieht zu ihm in seine Hütte. Die beiden verbringen eine glückliche Zeit miteinander, bis das Schicksal grausam zuschlägt …

Robert Seethaler, geb. 1966 in Wien, ist ein österreichischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler, der an Theatern in Wien, Berlin, Stuttgart und Hamburg mitwirkte. Für seine Romane erhielt er eine Reihe von Preisen und Stipendien. „Ein ganzes Leben“ stand 2016 auf der Shortlist für den Internationalen Booker Prize. Seethaler, der an einem angeborenen Augenfehler leidet (minus 17 Dioptrien), ist Vater eines 2009 geborenen Sohnes und lebt in Berlin-Kreuzberg und Wien.

Der Schreibstil des Autors ist klar und schnörkellos, dennoch einfühlsam mit sehr viel Tiefgang. Mit einfachen Worten entführt er uns in die Bergwelt zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, erzählt von dem kargen, entbehrungsreichen Leben der Bergbauern und lässt uns den allmählichen Wandel zur Moderne miterleben. Wir sind mit Andreas Egger im Krieg, erleben die Grausamkeiten russischer Gefangenschaft und seine Rückkehr ins heimische Bergdorf, wo er bald als Wanderführer sein Auskommen hat. Ohne zu jammern nimmt dieser schweigsame Mann, der stets ein Außenseiter ist, seine Schicksalsschläge hin und wir bekommen einen Eindruck davon, was ein Mensch in der Lage ist zu ertragen. Mit 79 Jahren, kurz bevor ihn ein sanfter Tod heimsucht, blickt er staunend auf sein Leben zurück – und wir staunen mit ihm.

Fazit: Eine ebenso einfache wie ergreifende Geschichte, schön und poetisch erzählt – sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 16.08.2022

ein ganzes Leben

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Nüchtern erzählt und doch voller Emotionen, einfach und doch vielschichtig, unaufgeregt doch spannend.

Ein Mann, der zufrieden ist, was immer ihm das Schicksal vor die Füße wirft und eine ungeheure Ruhe ...

Nüchtern erzählt und doch voller Emotionen, einfach und doch vielschichtig, unaufgeregt doch spannend.

Ein Mann, der zufrieden ist, was immer ihm das Schicksal vor die Füße wirft und eine ungeheure Ruhe ausstrahlt. Beeindruckend.



Schreibstil vielschichtig und angenehm zu lesen, wie eine Melodie



Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen

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Veröffentlicht am 14.01.2022

Berührend und klar!

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Robert Seethaler schafft es, ein ganzes Leben auf 150 Seiten zu bannen.
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Berührend und tief gehend - aber doch einfach und klar. So würde ich Robert Seethalers Werk beschreiben. Es geht um Andreas Egger, ...

Robert Seethaler schafft es, ein ganzes Leben auf 150 Seiten zu bannen.
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Berührend und tief gehend - aber doch einfach und klar. So würde ich Robert Seethalers Werk beschreiben. Es geht um Andreas Egger, der als Zögling eines Bauers in einem kleinen Bergdorf aufwächst. Er arbeitet, er liebt, er leidet, er lebt. Und wir mit ihm, vom Anfang bis zum Ende.
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Wir begleiten Egger, erfahren warum er so ist, wie er ist. Erleben, wie er die Liebe findet, verliert und wieder findet. Leben mit ihm, sehen durch seine Augen - die so anders wahr nehmen, als beispielsweise ich selbst. Die Welt dreht sich und Egger mit ihr. Vielleicht nicht im selben Tempo, aber das spielt keine Rolle. Egger ist, wie er ist.
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Er ist ein Fels in der Brandung. Sagt nicht viel, ist aber nicht still. Fleißig, aber nicht ehrgeizig.. Lässt sich wenig von außen beeinflussen. Er liebt die Berge, liebt seine Ruhe, liebt eine Frau.
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Ich schreibe so poetisch, dabei ist das Buch wenig poetisch geschrieben. Es ist geschrieben wie Egger ist: direkt und klar, ohne Ausschweifungen und auf den Punkt gebracht. Und damit geht es unter die Haut!
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Fazit: Große Leseempfehlung. Berührt und geht tief ins Herz hinein!

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Veröffentlicht am 19.12.2018

Eine Geschichte über Liebe, Leben und Tod

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Inhalt:
ls Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt ...

Inhalt:
ls Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Meine Meinung:
In dem Buch, das weniger als 200 Seiten hat, hat es Robert Seethaler geschafft, mich vollkommen zu berühren, was oftmals Bücher nicht mal mit 500 Seiten schaffen. Eine wirklich tolle Geschichte über Andreas Eggers Leben.

"Ein ganzes Leben" ist ein Buch, welches ohne spektakuläre oder gar spannende Handlung auskommt. Eine Geschichte, die gerade weil sie so einfach und leise ist, berührt. Das Leben als einfacher Mensch in den Bergen, im Einklang mit der Natur, aber auch mit deren Gefahren lebend, wird einfühlsam erzählt.

"Die Vergangenheit schien sich in alle Richtungen zu krümmen und in der Erinnerung gerieten die Abläufe durcheinander beziehungsweise formten und gewichtetetn sich auf eigentümliche Weise immer wieder neu." (ZITAT)

Dieses Buch passt in jede Handtasche und man sollte es sich wirklich nicht entgehen lassen!