Fesselnd und stimmig
Prof.Dr.Theo Novak war ein angesehener Arzt und Leiter der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie an der Charité. Doch jetzt verliert er sich mehr und mehr selbst in seiner fortschreitenden Demenz. ...
Prof.Dr.Theo Novak war ein angesehener Arzt und Leiter der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie an der Charité. Doch jetzt verliert er sich mehr und mehr selbst in seiner fortschreitenden Demenz. Allerdings hat er das Verschwinden seiner Tochter Julie vor 20 Jahren nicht vergessen und als die Podcaster Liv und Phil ihn um ein Interview bitten, schöpft er neue Hoffnung. Während seine Tochter Sophia stetig versucht ihm das auszureden, findet er in Liv eine Verbündete.
Demenz ist ein ernstes Thema unter dem nicht nur der Patient selbst leidet. Meiner Meinung nach ist hier der Spagat zwischem dem Klischee der absoluten Hilflosigkeit und problematischer Alltagsbewegung sehr gut gelungen. Gerade dadurch wurde Theo mir sehr symphatisch. Ebenfalls wie Liv und Richard hatte ich ihn gleich ins Herz geschlossen. Ausser Sophia, deren Pragmatismus im Umgang mit Theo ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann, blieben mir die weiteren Protagonisten eher suspekt.
Das Buch ist flüssig und sehr fesselnd geschrieben und die vielen möglichen Spuren sorgten für einen "Weiterlesen-Sog", wobei am Ende keiner der Handlungsstränge offen bleibt.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.