Cover-Bild Der 1000-jährige Junge
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Coppenrath
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 14.01.2019
  • ISBN: 9783649630272
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Ross Welford

Der 1000-jährige Junge

Petra Knese (Übersetzer)

Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.
Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen.
Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.

Nach "Zeitreise mit Hamster" und "Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist" ein neuer hinreißender Kinderroman vom britischen Autor Ross Welford

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2020

Lustig, spannend, gut geschrieben und rührend - Eine super Mischung!

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Die Geschichte:
Alfie lebt schon über tausend Jahre lang und ist damit der älteste Elfjährige, den es gibt. Natürlich kann er niemandem erzählen, dass er die Wikinger persönlich kannte, deswegen leben ...

Die Geschichte:


Alfie lebt schon über tausend Jahre lang und ist damit der älteste Elfjährige, den es gibt. Natürlich kann er niemandem erzählen, dass er die Wikinger persönlich kannte, deswegen leben er und sein Mutter sehr zurück gezogen. Doch durch einen schrecklichen Unfall seiner Mutter, muss er seine Isolation aufgeben. In Aidan und Roxy findet er zwei neue Freunde, denen er sich anvertraut und die er um Hilfe bittet. Denn jetzt wo er alleine ist, will er kein Nimmertoter mehr sein. Er muss diesen Zustand rückgängig machen und dafür braucht er die Lebensperlen, die allerdings sehr gut versteckt sind. Also stürzt er sich zusammen mit seinen Freunden in ein Abenteuer, dass ihn hoffentlich für immer verändern wird.

Meine Meinung:


Ich habe bei diesem Buch so unglaublich viel gelacht! Der Schreibstil des Autors ist schwer zu beschreiben, aber er hat mich auf jeden Fall zum Lachen gebracht. Ross Welford ist es wirklich sehr gut gelungen, die Geschichte aus der Perspektive eines alten Jungen zu erzählen. Alfie hat sehr viel Kindliches an sich, aber gleichzeitig wirkt er so alt, weil er schon so viel erlebt hat. Das führt vor allem in alltäglichen Situationen, wie in der Schule zu sehr witzigen Momenten.
Ich glaube, dass dies ein gutes Buch ist, um Jungs ans Lesen zu bekommen. Es ist spannend, lustig und hat auch einige historische Anklänge, die sehr interessant sind und gut umgesetzt wurden. Dazu kommt noch, dass der Schreibstil einfach und doch mitreißend ist.
Doch auch ich als Erwachsene muss sagen, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat. Die Idee ist genial, gut umgesetzt und – ich kann es nur noch mal betonen – sehr sehr lustig erzählt. Mir kamen wirklich an einigen Stellen die Lachtränen. Aber auch das andere Extrem konnte die Geschichte bedienen und so musste ich vor Rührung auch ein paar Tränchen verdrücken. Also mich hat die Geschichte total mitgenommen und ich kann mir gut vorstellen, dass es jedem anderen genau so gehen wird!

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Veröffentlicht am 19.08.2019

Etwas ernster als die anderen Kinderbücher von Ross Welford und ein echter Buchschatz

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Klappentext
„Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk. Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre ...

Klappentext
„Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk. Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen. Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.“

Gestaltung
Wie schon bei den anderen beiden Büchern von Ross Welford ist auch dieses Cover in bunten Farben gehalten, die mit dem orangefarbenen Papierschnitt harmonieren. Die verschiedenen Blautöne harmonieren miteinander und heben die orangenen Highlights sowie den Titel hervor. Die Szenerie, die dargestellt wurde, gefällt mir auch sehr gut, da sie den Titel umrahmt und zum Buchinhalt passt. Außerdem finde ich es toll, dass die dargestellte Szene auch einiges zum Entdecken bietet.

Meine Meinung
Nachdem ich bereits "Zeitreise mit Hamster" und "Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist" vom britischen Autor Ross Welford gelesen habe, war ich gespannt auf sein neustes Kinderbuch, das mich vor allem durch seine Thematik gelockt hat. Über ein unsterbliches Leben hat sicher jeder schon einmal nachgedacht. So zeigt „Der 1000-jährige Junge“ die Schattenseiten der Unsterblichkeit. Der 11jahre Alte Alfie ist schon seit 1000 Jahren 11 Jahre. Nach dem Tod seiner Mutter reicht es ihm nun. Er möchte sein ewiges Leben beenden und stellt sich dazu der modernen Welt. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden Aidan und Roxy sucht er einen Weg, nicht mehr unsterblich zu sein…Wird ihm dies gelingen?

Für mich ist „Der 1000-jährige Junge“ das bisher beste Buch von Ross Welford. Es übertrifft in meinen Augen sogar noch seine anderen beiden Bücher, die ich auch schon gerne mochte. Nach Zeitreisen und der Unsichtbarkeit geht es nun um Unsterblichkeit und wie schon bei seinen anderen Kinderbüchern versteht Ross Welford sich einfach darauf, diese übernatürlichen Aspekte in unsere Realität einzuweben als seien sie normal. Die Kombination von Realität und Fiktion ist es auch, was seine Bücher so besonders macht. Den Grund hinter dem ewigen Leben und Alfies Dasein als dauerhafter 11jähriger fand ich ausgefallen und sehr einfallsreich.

Dieses Mal erhält die fiktive Thematik des ewigen Lebens durch Alfies Verlust, da seine Mutter stirbt, einen ernsten Anklang. Er lebte mit seiner Mutter ein abgeschottetes Leben und ist daher auch alles andere als ein typisches 11jähriges Kind. Vielmehr sind Smartphones für ihn völlig fremd und so kommt es auch zu einigen lustigen Momenten, als er in unsere moderne Welt eintaucht. Die Verbindung von damals und heute, die durch Alfie anschaulich gemacht wird, hat mir großen Spaß gemacht und ich bin gerne mit ihm zur Schule gegangen.

Alfie fand ich sowieso sehr sympathisch und ich mochte ihn gerne. Durch seine Lebenserfahrung weiß er viele Dinge und seine Art zu reden wirkt auf uns total ungewöhnlich, was ihn noch liebenswerter macht und mich oftmals zum Schmunzeln brachte. Vor allem steht er im Kontrast zu seinen Freunden Roxy und Aidan, die unserer Zeit entstammen. Da nicht nur Alfie der Erzähler ist, sondern auch Aidan Erzählparts innehat, wird dieser Effekt nochmals verstärkt. Besonders gut fand ich, dass es Ross Welford durch seinen Schreibstil und die an das Alter des gerade erzählenden Kindes gelungen ist, den Altersunterschied auch in der Sprache transparent zu machen.

Fazit
Ich mochte „Der 1000-jährige Junge“ sehr gerne, da mich die Thematik des ewigen Lebens mit ihren Schattenseiten fasziniert und ich es gut fand, dass der Autor die Ernsthaftigkeit dieses Themas aufgegriffen hat. Ross Welford hat Fiktion und Realität wieder einmal gekonnt miteinander verbunden, sodass Menschen mit ewigem Leben geradezu normal erschienen beim Lesen. Der Erzählstil hat mich auch komplett überzeugt.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 21.01.2019

Der 1000-jährige Junge

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„Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.“ (Zitat vom Buchrücken)

Inhalt:
Alfie lebt schon seit über tausend ...

„Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.“ (Zitat vom Buchrücken)

Inhalt:
Alfie lebt schon seit über tausend Jahren.
Im Jahre 1014 war er mit seinen Eltern auf der Flucht, als sein Vater ermordet wurde. Um stärker zu sein und sich und seine Mutter beschützen zu können nahm er als Kind aus Verzweiflung eine magische, und sehr seltene, Lebensperle. Seither schlägt er sich als Nimmertoter – als ewiger Elfjähriger – mit seiner Mutter durch das Leben.
Beide lebten sehr zurückgezogen, um nicht zu sagen abgeschottet von der Moderne. Als jedoch eines Tages ihre kleine Hütte abbrennt und seine Mutter dabei ums Leben kommt, wird Alfie von einem Augenblick auf den anderen hinein in die heutige Zeit katapultiert.

Zitat (S. 7):
„Möchtet ihr ewig leben? Ich kann es leider nicht empfehlen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und mir ist natürlich klar, dass es etwas Besonderes ist. Bloß will ich es nicht mehr. Ich möchte älter werden, genau wie du.“

Meine Meinung:
Ein wirklich sehr interessante Idee und hervorragend umgesetzt.
Die Selbstironie, die aus so manchen Sätzen springt, habe ich beim Lesen ehrlich genossen.
Insgesamt kam dieser Roman (für ca. 10-jährige Jungs und Mädchen) mit einer gehörigen Portion Humor und Spannung und einer sehr guten sprachlichen Ausdrucksweise daher.

Fazit: Sehr gut.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Humorvoll, spannend, originell und einfach nur schön!

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Mit seinen ersten beiden Kinderbüchern konnte mich Ross Welford richtig begeistern. Als ich nun in der Vorschau des Coppenrath Verlags entdeckte, dass es ein neues Kinderbuch von ihm geben wird, war meine ...


Mit seinen ersten beiden Kinderbüchern konnte mich Ross Welford richtig begeistern. Als ich nun in der Vorschau des Coppenrath Verlags entdeckte, dass es ein neues Kinderbuch von ihm geben wird, war meine Freude groß gewesen. Da wusste ich auch schon, ehe ich mir überhaupt den Klappentext durchgelesen hatte, dass ich „Der 1000-jährige Junge“ unbedingt lesen möchte.

Alfie Monk ist anders als die Kinder in seinem Alter. Obwohl er aussieht wie elf, zählt er tatsächlich schon 1000 Jahre. Wenn man ihm begegnet, würde man niemals auf die Idee kommen, dass Alfie die Zeit der Wikinger in England miterlebt hat oder Charles Dickens höchstpersönlich begegnet ist. So etwas geht ja auch eigentlich gar nicht. Tja, eigentlich. Denn Alfie ist tatsächlich ein 1000-jähriger Elfjähriger und lebt zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls eine Nimmertote ist und der Katze Biffa gut versteckt in einem kleinen Häuschen im Wald.
Als Alfies Mutter eines Tages durch ein schreckliches Feuer ums Leben kommt, ist Alfie plötzlich auf sich alleine gestellt. Er landet in einem Kinderheim und es wird zunehmend schwieriger sein großes Geheimnis zu wahren. Alfie aber möchte gar kein ewiges Leben mehr führen, er möchte ganz normal altern und schließlich irgendwann sterben. Doch um kein Nimmertoter mehr zu sein, muss er an einen geheimen und gut versteckten Ort reisen. Zum Glück muss er dieses große Abenteuer nicht alleine antreten. Seine beiden neuen Freunde Aidan und Roxy sind sofort bereit, ihm bei seinem Vorhaben zu helfen.

In meinen Augen ist Ross Welford auch mit seinem neuen Werk erneut ein wundervolles Kinderbuch gelungen. Im Vergleich zu seinen beiden vorherigen Büchern empfinde ich es als ein wenig schwächer, aber ich bin natürlich dennoch ganz begeistert und habe richtig schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht.

Wie in „Zeitreise mit Hamster“ und „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ beinhaltet auch dieses Buch Fantasy-Elemente. Nach Zeitreisen und der Unsichtbarkeit ist nun also das ewige Leben an der Reihe. Alle drei Themen finde ich wahnsinnig interessant. Und das Coole bei den Büchern von Ross Welford ist: Der Autor hat ein Händchen dafür diese total unrealistischen Dinge so rüberzubringen, dass man fast annehmen könnte, dass sie tatsächlich möglich sind. Man weiß natürlich, dass so etwas wie in der Zeit reisen, sich unsichtbar machen oder tausend Jahre alt werden nicht geht, aber der Autor hat`s einfach drauf, Realität und Fiktion so gekonnt zu vermischen, dass man es irgendwie doch für möglich halten könnte. Wobei ich diesen Punkt in den beiden vorherigen Büchern deutlicher gelungener fand.

In „Der 1000-jährige Junge“ hatte ich nicht diesen Effekt, dass ich für einen Moment dachte, hey, ja, klingt irgendwie logisch, vielleicht ist das ja doch möglich? Wie es Alfie gelungen ist, tausend Jahre alt zu werden und dabei immer noch wie ein Elfjähriger auszusehen, ist doch sehr kreativ und fantasiereich. Da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich hier nicht erzählen, wie es eigentlich sein kann, dass Alfie zu einem Greis im Körper eines elfjährigen Junge wurde. Wenn ihr das gerne wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet, das Buch ist echt klasse! :D

Besonders gut gefallen hat mir, das wichtige Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt sehr im Vordergrund der Handlung stehen. Und auch die Bedeutung und der Sinn des Lebens ist ein großes Thema in der Geschichte. Sie gewinnt dadurch sehr an Tiefe und stimmt einen nachdenklich.

Bei mir war es hier wieder so wie bei den beiden vorherigen Büchern von Ross Welford: Einmal angefangen mit dem Lesen flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil ist einfach super, er ist locker-leicht und flüssig und herrlich humorvoll. Der Humor von dem Autor ist stets ganz nach meinem Geschmack; seine Bücher liefern mir immer eine Menge Gründe zum Schmunzeln. So auch hier, auch wenn meine Gesichtsmuskeln hier nicht ganz so aktiv waren wie bei Ross Welfords vorherigen beiden Büchern. „Der 1000-jährige Junge“ ist doch deutlich ernster. Sehr gut unterhalten hat mich das Buch aber natürlich trotzdem.

Wie man sich denken kann, benimmt sich Alfie nicht so ganz wie ein typischer Elfjähriger zu unserer Zeit. Seine Art zu sprechen zum Beispiel ist doch etwas ungewöhnlich und altmodisch. Und auch sein Wissen ist enorm groß. Logisch, schließlich hat er schon so einige Jahrhunderte miterlebt.

Wenn andere Menschen auf Alfie treffen, spüren sie sofort, dass mit ihm etwas nicht stimmt. So auch die beiden Kinder Aidan und Roxy.
Roxy ist ein kleines, quirliges und äußerst cleveres Mädchen, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Auch Aidan und Alfie sind zwei richtig sympathische Charaktere. Ich mochte alle drei Kinder unheimlich gerne.

Erfahren tun wir alles im Wechsel von Aidan und Alfie in der Ich-Perspektive. Da ist es dem Autor in meinen Augen prima gelungen, den Schreibstil so anzupassen, dass man die ganze Zeit weiß, dass Aidan ein Junge aus unserer Zeit ist und der liebe Alfie einige Jährchen mehr zählt. Die verschieden Erzählperspektiven machen das Lesen wunderbar abwechslungsreich und richtig unterhaltsam.

Spannend geht es natürlich auch zu. Ich habe das Buch als sehr temporeich empfunden, sodass für mich beim Lesen an keiner Stelle Langeweile aufkam. Besonders zum Ende hin bin ich richtig ins Mitfiebern geraten.

Kinder, die eher ungern zu etwas dickeren Büchern greifen, sollten sich von den gut 380 Seiten bloß nicht abschrecken lassen. Das Buch liest sich wirklich schnell und richtig gut. Nicht nur aufgrund der packenden Handlung und dem tollen Schreibstil – auch die herrlich kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man das Buch im Nu durch hat. Die Kapitel sind stellenweise wirklich extrem kurz, manchmal umfassen sie sogar nur eine Seite. So etwas heiße ich in Büchern ja immer sehr willkommen, ich bin überhaupt kein Fan von langen Kapiteln.

Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. In meinen Augen ist es aber auch für deutlich ältere Leser absolut lesenswert.

Fazit: Mit „Der 1000-jährige Junge“ ist Ross Welford erneut ein richtig schönes Kinderbuch gelungen, welches einen tollen Mix aus Realität, Fiktion, Humor, Spannung und wichtigen Werten enthält. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann das Buch Kindern und Erwachsenen, die gerne witzige, teilweise auch ernste und zum Mitfiebern einladende Abenteuerromane lesen, wärmstens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.01.2019

Leseempfehlung

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Allgemeines:

Vor wenigen Tagen ist Der 1000-jährige Junge im Coppenrath Verlag erschienen. Das Buch reiht sich wunderbar in die Kinderromane des Autors Ross Welford ein, die in den beiden vorhergehenden ...

Allgemeines:

Vor wenigen Tagen ist Der 1000-jährige Junge im Coppenrath Verlag erschienen. Das Buch reiht sich wunderbar in die Kinderromane des Autors Ross Welford ein, die in den beiden vorhergehenden Jahren ihren Weg in meine Bücherregale gefunden haben. Die Bücher sind unabhängig voneinander zu lesen und bilden in sich abgeschlossene Geschichten mit völlig verschiedenen Protagonisten.

Das mit viel Liebe zum Detail gestaltete Hardcover hat einen orangefarbenen Buchschnitt und 384 Seiten.

Der Kinderroman wird ab einem Lesealter von 10 Jahren empfohlen. Für so kleine Leser ist die Geschichte durchaus geeignet. Sie sollten aber große Lesemotivation mitbringen!

Meine Rezensionen zu Zeitreise mit Hamster und Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist findet ihr hier und hier.

Inhalt:

„Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.
Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen.
Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.“ (Quelle: Coppenrath Verlag)

Meine Meinung:

„Möchtet ihr ewig leben? Ich kann es leider nicht empfehlen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt mir ist natürlich klar, dass es etwas Besonderes ist. Bloß will ich es nicht mehr. Ich möchte älter werden, genau wie ihr. Das ist meine Geschichte. Ich heiße Alve Einarsson und ich bin tausend Jahre alt. Über tausend sogar. Wollen wir Freunde sein? Dann nennt mich doch Alfie. Alfie Monk.“ (S. 7)

Ich will noch viel, viel mehr über den überaus sympathischen alten und gleichzeitig jung gebliebenen Alfie Monk lesen! Sofort!

Der 1000-jährige Junge ist eine wahrhaftige Geschichte. Eine Geschichte voller Wahrheiten, Träume, Wünsche, Bedürfnisse und vor allem voller Freundschaft. Wenn das Thema der Geschichte nicht so grundlegend und ernst wäre, könnte man den Kinderroman beinahe als Abenteuerroman bezeichnen. Denn genau das erlebt Alfie Monk mit zwei anderen Kindern: ein großes Abenteuer. Dieses Abenteuer stellt die drei Kinder vor viele Herausforderungen, die sie nur zusammen meistern können.

Im Laufe der spannenden Geschichte erfahren wir als Leser immer mehr über die Umstände, unter denen Alfie Monk zu einem Unsterblichen, einem Nimmertoten geworden ist. Natürlich hat dieser Zustand Vorteile. Aber mal ehrlich, für immer im Körper eines 10-jährigen gefangen zu sein – das ist nicht erstrebenswert. Und so denkt auch Alfie, nachdem sein Leben durch einen schweren Schicksalsschlag erschüttert worden ist. Seine Person ist mir sehr sympathisch. Gleichzeitig besteht für mich teilweise eine Diskrepanz zwischen seinem Verhalten und seinem tatsächlichen Alter. Vieles würde ein 1000-jähriger Junge bereits wissen oder nicht tun. Aber da wir uns in den Genregrenzen eines Kinderbuches befinden, ist auch dieser Umstand völlig in Ordnung und tut der Qualität der abenteuerlichen Geschichte mitnichten einen Abbruch. Es ist schön, davon zu lesen, was der liebe Alfie schon alles erlebt hat. Einige historische Ereignisse (und ein paar ganz besondere Bücher) werden auch eine Rolle spielen – eine kleine aber feine Geschichtsreise durch die Welt zieht sich somit durch die Handlung und sorgt für die ein oder andere lustige Anekdote.

Auch die beiden Kinder, mit denen er sich anfreundet, sind großartig. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie alle vereint der Umstand, Freunde zu suchen und zu brauchen. Das ist ihnen nicht wirklich bewusst und ist mit Sicherheit eher für einen älteren Leser aus der Geschichte herauszulesen.

Fazit:

Ein gleichzeitig ernstes und lustiges Kinderbuch voller Abenteuer, das ihr unbedingt lesen solltet!