Cover-Bild Zeckenbiss
20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 23.04.2018
  • ISBN: 9783453271470
Sabine Thiesler

Zeckenbiss

Thriller
Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2018

Spannung a la Thiesler - wie gewohnt gut!

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REZENSION zu "Zeckenbiss" von Sabine Thiesler

"Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und liess ihn nicht mehr los."

Lara Sennen ist eine schöne Frau, erfolgreich im Beruf, ...

REZENSION zu "Zeckenbiss" von Sabine Thiesler

"Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und liess ihn nicht mehr los."

Lara Sennen ist eine schöne Frau, erfolgreich im Beruf, glücklich verheiratet. An einem warmen Sommertag fährt sie in der Toskana mit einem Makler durch die Gegend, um sich ein Anwesen anzusehen. Was sie nicht weiß: Das Haus steht gar nicht zum Verkauf. Aber es ist verlassen und bietet den idealen Ort für ein Verbrechen.

Bernd Gernersheim findet kurz nach seiner Pensionierung noch einmal eine späte Liebe mit einer jungen Frau. Am Tag der Hochzeit trifft er, während seine Gäste feiern, im Park auf einen Unbekannten, der ihm unangenehme Fragen stellt. Gernersheim bekommt Angst - aber es ist bereits zu spät.

Der unheimliche Mörder schlägt danach immer wieder und scheinbar wahllos an den unterschiedlichsten Orten zu...

Faruk, ein jugendlicher Intensivtäter, stand schon zigfach vor Gericht und kam jedes Mal mit geringen Strafen davon. Während die Morde geschehen, sitzt er im Knast. Hat er dennoch etwas mit den Verbrechen zu tun?

Eines Tages gelingt ihm die Flucht. Mit fatalen Folgen.

In dem neuesten Werk von Sabine Thiesler finden wir einige verschiedene Handlungsstränge, die auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander zu tun haben.
Es gibt Lara Sennen, erfolgreiche Anwältin, die mit ihrem Mann zusammen auf der Suche nach einem Domizil in der Toskana ist. Bernd Gernersheim, ein Richter, der sich nach dem Tod seiner ersten Frau in seine deutlich jüngere Nachbarin verliebt. Die beiden planen ihre Hochzeit, aber als der große Tag gekommen ist, passiert ein Unglück. Faruk Yilmaz, ein Jugendlicher Intensivtäter, der schon bereits sehr früh straffällig geworden und auch bereits eine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Psychologisch begleitet wird er von der Therapeutin Diana Klee. Diese hatte seinerzeit die vorzeitige Entlassung von Faruk bewilligt und in die Wege geleitet. Natürlich wurde der Junge wieder straffällig und sitzt derzeit erneut eine über 4-jährige Gefängnisstrafe ab. Zwischen all diesen Personen scheint es einen Zusammenhang zu geben. Die Witwe von Bernd und der Witwer von Lara wollen herausfinden was es mit den Morden auf sich hat und stolpern bald über eine Gemeinsamkeit. Wird es den beiden gelingen weitere Morde zu verhindern???

Sabine Thiesler schreibt über die malerische Urlaubskulisse der Toskana und taucht in Ihren Geschichten in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele.

Ich bin seit Jahren riesengroßer Sabine Thiesler Fan und bisher hat sie es noch nie geschafft mich zu enttäuschen. Deshalb freue ich mich jedes Jahr auf eine Neuerscheinung aus ihrer Feder. Klar, dass ich dieses Buch nicht allzu lange ungelesen liegen lassen konnte.

Ich bin auch bei diesem Thriller wieder nicht enttäuscht worden. Besonders gut gefällt mir an den Büchern immer das Zusammenspiel von einem deutschen Handlungsort und die Tatsache, dass die Handlung im Laufe der Story immer in die Toskana verlegt wird. In den meisten Fällen spielt das Ganze dann in dem kleinen Städtchen Ambra, und so gibt es auch jedes Mal wieder eine neue Begegnung mit dem Dorfpolizisten Donato Neri und seiner Familie. Sabine Thiesler hat für mich einfach einen sehr besonderen Schreibstil und ich lese ihre Werke mit absoluter Begeisterung. Auch bei "Zeckenbiss" ging dies trotz der gut 550 Seiten relativ zügig. Einmal angefangen, war ich auch an Tag 3 bereits durch, und fand es schade, dass die Geschichte nun schon wieder zu Ende ist. Ich hoffe natürlich auf viele weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Mord und Totschlag

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Wie man es von Sabine Thiesler gewohnt ist, steigt man direkt in das Geschehen ein. Italien, Sonne und Urlaubsfeeling - da denkt man an nichts Böses... Gleich zu Beginn lernt man die vermeintliche Protagonistin ...

Wie man es von Sabine Thiesler gewohnt ist, steigt man direkt in das Geschehen ein. Italien, Sonne und Urlaubsfeeling - da denkt man an nichts Böses... Gleich zu Beginn lernt man die vermeintliche Protagonistin Lara kennen, aber ganz im Stil der Autorin wird diese schnell zum Opfer.

Und auch das Setting, die Toskana, verlässt man beim Lesen schnell wieder. Das hat mich etwas gewundert, denn normalerweise sind ihre Bücher in Italien angesiedelt und es ermittelt der Polizist Neri. Er spielt hier nur eine Nebenrolle, was ich etwas schade fand, denn ich habe sein Privatleben jetzt über so viele Bücher mitverfolgt, dass er mir richtig ans Herz gewachsen ist. Wer die anderen Thriller der Autorin aber nicht kennt, dem wird das nicht negativ auffallen.

Der Rest des Buches spielt dann in Deutschland, vor allem in Berlin. Der Gegensatz zwischen Großstadt und der schönen Landschaft von Beginn könnte nicht größer sein. Es gibt auch nicht nur einen Handlungsstrang, sondern vier. Diese muss man erst einmal auseinander sortieren, was mir am Anfang nicht ganz gelungen ist. Hier wären Kapitelüberschriften hilfreich gewesen.

Trotzdem fand ich den Wechsel gut, denn so hatte die Story keine Längen und man wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Nur ein Handlungsstrang hat mir leider gar nicht gefallen. Das lag nicht nur daran, dass er relativ brutal war, sondern auch einige Klischees bedient hat, die ich so nicht unterschreiben würde. Leider kann ich an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen ohne zu spoilern.

Der Schreibstil ist insgesamt relativ nüchtern, was mir grundsätzlich gefällt. Außerdem kann man gut zwischen den Zeilen lesen und ich hatte schon schnell eine Ahnung, was hinter den Morden steckt und wie sie zusammenhängen. Das fand ich fast ein bisschen schade, obwohl das bei der Autorin häufig der Fall ist.

Insgesamt hat mir "Zeckenbiss" sehr gut gefallen. Ein paar Kleinigkeiten muss ich bemängeln, deswegen gibt es von mir 4 Sterne. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf ihr nächstes Buch!

Veröffentlicht am 30.09.2018

Zeckenbiss

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Erst ein Mord an einer deutschen Touristin in der Toskana und kurze Zeit später ein zweiter Mord an einem ehemaligen Richter in Berlin. Aber das ist erst der Anfang und in beiden Fällen gibt es weder einen ...

Erst ein Mord an einer deutschen Touristin in der Toskana und kurze Zeit später ein zweiter Mord an einem ehemaligen Richter in Berlin. Aber das ist erst der Anfang und in beiden Fällen gibt es weder einen schlüssigen Hinweis auf den Täter noch auf ein Motiv. Erst durch die Initiative der Ehefrau des getöteten Richters, die in seinen alten Gerichtsakten nach Anhaltspunkten für ein mögliches Mordmotiv sucht, zeigt sich, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen den brutalen Morden geben muss. Verzweifelt sucht sie gemeinsam mit dem Ehemann des ersten Opfers nach dem entscheidenden Hinweis der sie auf die Spur des Täters bringt. Dabei stoßen sie auf die Akte eines Jugendlichen, der schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Doch dieser sitzt zur Zeit im Gefängnis und kommt daher als Täter nicht infrage. Trotzdem weisen alle Indizien darauf hin, dass er eine Schlüsselrolle in dem Fall spielt und ihnen wird klar, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt bevor es das nächste Opfer geben wird.

FAZIT
Eine brisante Geschichte, die sich zu einer tragischen Gratwanderung entwickelt, in der es nur Verlierer geben kann.

Veröffentlicht am 06.07.2018

Spannender Thriller

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Obwohl mir die Bücher von Sabine Thiesler schon mehrfach empfohlen wurden, ist "Zeckenbiss" tatsächlich der erste Romane, den ich von der Autorin gelesen habe. Da die Geschichte richtig gut klang, habe ...

Obwohl mir die Bücher von Sabine Thiesler schon mehrfach empfohlen wurden, ist "Zeckenbiss" tatsächlich der erste Romane, den ich von der Autorin gelesen habe. Da die Geschichte richtig gut klang, habe ich mich auf einen spannenden und ereignisreichen Thriller eingestellt und diesen auch zum Glück vorgefunden, denn "Zeckenbiss" konnte mich bestens unterhalten.

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte phasenweise leider sehr vorhersehbar ist, allerdings hat mich dies nur sehr selten gestört, da Sabine Thiesler einen sehr angenehmen Schreibstil besitzt, der sich leicht und flüssig und durchaus spannend lesen lässt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man erhält einen perfekten Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken, die Dialoge lesen sich flüssig und auch ansonsten macht die Geschichte einen sehr runden, gut durchdachten Eindruck, sodass ich "Zeckenbiss" nur schwer aus den Händen legen konnte.

Inhaltlich ist es bei "Zeckenbiss" besser, wenn man am Anfang so wenig wie möglich weiß, da man sich dadurch trotz aller Vorhersehbarkeit, die in der Geschichte manchmal vorherrscht, dennoch überraschen lassen kann und somit ohne große Vorkenntnisse an die Geschichte herangehen sollte. Fakt ist allerdings, dass die Geschichte sehr aktuell ist und bestens in den derzeitigen Alltag passt, mit der sich die Gesellschaft auseinandersetzen muss. Zwar ist einiges davon auch sehr klischeelastig, was meiner Meinung nach eher unnötig ist, allerdings ist "Zeckenbiss" eine gut ausgearbeitete, bestens recherchierte und oftmals spannende Geschichte, die aktueller nicht sein könnte.

Die Covergestaltung gefällt mir aufgrund der düsteren Stimmung sehr gut und passt gleichzeitig auch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung verrät dagegen nicht allzu viel. Diese konnte zwar direkt mein Interesse wecken, allerdings bleibt diese recht geheimnisvoll, sodass man sich erst selbst ein genaueres Bild von der Geschichte machen muss.

Kurz gesagt: "Zeckenbiss" ist insgesamt ein gut ausgearbeiteter Thriller, der mit interessanten Figuren und einem packenden Schreibstil versehen ist. Zwar ist die Geschichte hier und da sehr vorhersehbar, allerdings hat mich dies nur selten gestört, sodass ich hier dennoch eine spannende Geschichte vorgefunden habe.

Veröffentlicht am 07.06.2018

Ein toller Thriller über unser Rechtssytem

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Warum Zeckenbiss?

Aus dem Klappentext erfahren wir bereits…

>>Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und ließ ihn nicht mehr los>>

…hier handelt es sich also wohl um ein ...

Warum Zeckenbiss?

Aus dem Klappentext erfahren wir bereits…

>>Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und ließ ihn nicht mehr los>>

…hier handelt es sich also wohl um ein Rache-Thriller!

Wieder einmal wählt die Autorin ihren Lieblingsschauplatz, - die Toskana. So auch in dieser Geschichte. Gleich zu Beginn erfahren wir von einem Mord, einer deutschen Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann dort Urlaub macht. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern spielt diese Geschichte allerdings, größtenteils in Deutschland. In diesem Fall ist es Berlin.

Dort sitzt nämlich der jugendliche Faruk in der JVA. Er war schon oft verhaltensauffällig und nachdem es dieses Mal nicht nur um geklaute Autos und Handtaschen ging, bekam er vier ganze Jahre.

Zeitgleich geschehen weitere Morde, doch die Polizei tappt im Dunkeln.

Wie immer hat die Autorin einen tollen, flüssigen Schreibstil und mit ihren kurzen Kapiteln erzeugt sie einfach eine gewisse Spannung, sodass man immer weiter lesen möchte. Dabei wechselt sie stets zwischen den Charakteren, sodass wir relativ schnell einen Einblick bekommen, wer, wer ist und wie alles zusammen hängt.

Besonders gut hat mir der Stempel, den gewisse Charaktere aufgesetzt bekommen haben, gefallen. Dadurch wurde jeder einzelne Charakter viel stärker. Ob es die derbe Aussprache war, die sexuelle Neigung oder der extreme Kinderwunsch.

Obwohl ich anfänglich auch mal zurückblättern musste, als mir die Namen noch nicht so geläufig waren, hat es den Lesefluss nicht gestört. Relativ schnell wusste man zwar, wer der Mörder ist, trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Eher schockiert darüber, wie scheinbar das Rechtsystem, hier in Deutschland funktioniert, wenn man der Geschichte Glauben schenken darf. Zudem wollte ich natürlich auch wissen, wie dieses Buch endet.

Auch, wenn ich mir das Ende mit einem großen Knall gewünscht hätte, sodass mir die Kinnlade runter klappt, was nicht der Fall war, gefiel mir das neueste Werk der Autorin wieder sehr gut.

Ein guter Thriller, der vor allem die Frage offen lässt, ob unser Rechtssystem so richtig ist, wie es ist oder ob auch wenig Klischeedenken dabei eine Rolle spielten.