Cover-Bild Der erste König

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 896
  • Ersterscheinung: 17.08.2020
  • ISBN: 9783442488520
Sabrina Qunaj

Der erste König

Historischer Roman
Britannien im 8. Jahrhundert: Der junge Adlige Offa träumt davon, ein großer Krieger Mercias zu werden und das Land gegen die Waliser zu verteidigen. Doch als der König hinterhältig getötet wird, steht Offa plötzlich vor einer gewaltigen Aufgabe: Er selbst wird zum neuen König ernannt und soll die angelsächsischen Reiche unter Mercia einen. Die Krone verschafft ihm mächtige Feinde. Nicht zuletzt wegen der mysteriösen, schönen Drida, die vom fränkischen König Karl zum Tode verurteilt und auf dem offenen Meer ausgesetzt wurde. Als sie an Britanniens Küste gespült wird, bringt sie nicht nur Offas Herz sondern auch sein Reich in größte Gefahr …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2020

Süffiger historischer Roman

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Britannien, 8. Jahrhundert: Der junge Krieger Offa ist Gefolgsmann des Königs von Mercia, wird dessen Nachfolger und schließlich der erste König Britanniens.

Drida ist eine illegitime Cousine der fränkischen ...

Britannien, 8. Jahrhundert: Der junge Krieger Offa ist Gefolgsmann des Königs von Mercia, wird dessen Nachfolger und schließlich der erste König Britanniens.

Drida ist eine illegitime Cousine der fränkischen Königssöhne Karl und Karlmann und mit diesen aufgewachsen. Sie versucht zwischen den Brüdern zu vermitteln, auch noch, als beide selbst Könige sind.

Zwei eher weniger bekannten historischen Persönlichkeiten widmet sich die Autorin hier, was ich sehr spannend finde. Karl und Karlmann kennen natürlich viele, aber Drida? Auch von Offa hatte ich vorher bewusst noch nichts gehört, oder kann mich zumindest nicht erinnern. Im Nachwort erklärt die Autorin über Fiktion und Wahrheit auf. In mancher Hinsicht hatte sie die Möglichkeit, ihre künstlerische Freiheit zu nutzen, natürlich jeweils vor dem Hintergrund der tatsächlichen Ereignisse. Mir war es letztlich zu viel Persönliches und zu wenig politischer Hintergrund.

Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt, wobei Offas im Jahr 747, Dridas im Jahr 768 beginnt. So lernt man die beiden wirklich gut kennen, auch wenn man nicht immer alles nachvollziehen kann, was sie tun. Ich hatte z. B. meine Schwierigkeiten damit, wie lange Drida noch an der Vergangenheit hängt. Neben den beiden gibt es noch eine weitere Perspektive, die Hildas, die im selben Dorf wie Offa aufwächst und später einen unglücklichen Weg geht.

Die Charaktere gefallen mir gut, auch die Nebenfiguren sind gut gelungen und wirken authentisch. Leider nervt mich ausgerechnet Drida gegen Ende etwas zu viel, manchmal möchte ich sie schütteln. Ihre Ambitionen in Bezug auf ihr Herkunftsland (manchmal gar nicht so einfach, nicht zu spoilern) halte ich für übertrieben und deren Auflösung für eher unrealistisch. Aber Drida hat natürlich auch positive Eigenschaften, die ich sehr schätze. Offa dagegen mochte ich von Anfang sehr gerne.

Der Roman lässt sich sehr gut lesen, er packte mich von Anfang an. Am Ende ist Offas Herrscherzeit nur zum Teil erzählt, ich hoffe daher sehr auf eine Fortsetzung.

Wie ich es von historischen Romanen mag, hat auch dieser mich zum „Googeln“ angeregt, so habe ich insgesamt einiges Neue erfahren. Neben dem bereits erwähnten interessanten Nachwort gibt es ein Personenverzeichnis, Karten und eine knappe Übersicht der angelsächsischen und der fränkischen Herrscherlinie.

„Der erste König“ ist ein packender, süffiger historischer Roman, der sich eine weniger bekannte Zeit der britischen Geschichte vornimmt und dem Leser zwei interessante Protagonisten vorstellt. Meiner Meinung nach wird das Persönliche allerdings zu sehr in den Mittelpunkt gestellt, ich hätte gerne mehr über den historischen Hintergrund gelesen. Dennoch kann ich ihn allen Freunden historischer Romane empfehlen und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Herz oder Krone?

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Ich habe bis jetzt jeden historischen Roman der Autorin gelesen und war immer sehr angetan, weshalb ich mich sehr auf das Erscheinen dieses Romans gefreut habe. Gespannt begann ich die fast 900 Seiten ...

Ich habe bis jetzt jeden historischen Roman der Autorin gelesen und war immer sehr angetan, weshalb ich mich sehr auf das Erscheinen dieses Romans gefreut habe. Gespannt begann ich die fast 900 Seiten zu lesen.

In der Geschichte geht es um Offa, der sich nach dem Tod des Königs in einer Rolle wiederfindet, die vielleicht ein Kaliber zu groß ist. Doch das Leben fordert jeden irgendwann einmal. Wird ihm das Schicksal hold sein? Und was soll er mit dieser jungen Frau anfangen, die plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht ist und ihm den Verstand zu rauben scheint?

Bevor es mit der Lektüre losgeht, bekommt der interessierte Leser Karten, Stammbäume und ein Personenregister, welche beim Lesen alle sehr helfen, um sich orientieren zu können. Bei solch umfangreichen Geschichten ist mir das immer sehr wichtig.

Der Roman beschreibt den Werdegang des ersten Angelsachsens, der König von England war, weshalb der gewählte Titel nicht besser passen könnte.

Zunächst lernt man Offa kennen. Ich mochte ihn, weil er mutig, aber gleichzeitig rücksichtsvoll seinen Kameraden gegenüber ist. Nie handelt er leichtsinnig, sondern stets bedacht und zum Wohl aller, was mich sehr beeindruckt hat, da er bereits sehr jung seinem Vater folgt. Im Verlauf der Geschichte spürt man dann immer mehr die Strenge, die so eine Rolle als König mit sich bringt, aber ungerecht ist er nie, manchmal fast etwas zu gutmütig, was ich an ihm mochte.

Hilda ist eine tragische Figur, die man gleichzeitig liebt und hasst. Ihr Schicksal ist wirklich hart und tat beim Lesen an manchen Stellen einem in der Seele weh, aber jeder ist seines Glückes Schmied und muss sehen, ob er ein guter oder schlechter Mensch sein will. Ihre Intrigen haben es in sich.

Am meisten berührt hat mich Drida, zumal ich mich am besten mit ihr identifizieren konnte. Sie hat wirklich keine leichte Rolle, steht sie doch immer zwischen den Stühlen. Ich mochte ihren Mut und ihren festen Willen. Ebenfalls klasse ihre Wölfin Luna, die sie begleitet. Das hatte fast einen Hauch von "Game of Thrones".

Ansonsten gelingt es der Autorin wieder richtig gut Zeitgeschichte und Liebe harmonisch zu verbinden. Beim Lesen bekommt man das Leben im 8. Jahrhundert hautnah mit, kann sich die walisischen und englischen Landschaften gut vorstellen und zwischen einzelnen Protagonisten knistert es.

Bedrückend lasen sich zudem auch die Schlachten und die teils ausweglosen Situationen, in denen sich die Krieger befanden. Und ich habe auch wieder was dazu gelernt, denn von Offa hatte ich zuvor noch nie etwas gehört.

Für mich wieder ein seitenstarker Roman, der sich las als wäre er nur halb so dick und eigentlich will man als Leser, dass es ewig so weitergeht.

Fazit: Abtauchen ins Mittelalter geht hiermit perfekt, daher kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!

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Veröffentlicht am 15.09.2020

Leseempfehlung

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Bernard Cornwell und seine Uthred-Reihe und Rebecca Gablé und ihre Bücher waren bis jetzt meine Wissensquelle über die englischen Könige des 9.ten Jahrhunderts. Mit „Der erste König“ habe ich mich jetzt ...

Bernard Cornwell und seine Uthred-Reihe und Rebecca Gablé und ihre Bücher waren bis jetzt meine Wissensquelle über die englischen Könige des 9.ten Jahrhunderts. Mit „Der erste König“ habe ich mich jetzt noch ein weiteres Jahrhundert in die Vergangenheit begeben und war gespannt auf das erste Buch, welches ich von Sabrina Qunaj gelesen habe.

Der adlige Krieger Offa überzeugt schon in jungen Jahren durch seine kämpferischen Leistungen und seine Klugheit und Weitsicht und wird zum König von Mercia ernannt. Aber der junge Mann hat größere Pläne. Er möchte ganz England unter seiner Herrschaft vereinen und dadurch befrieden. Nach und nach scheint ihm das auch zu gelingen. Der Ruf eines harten und ungestümen Herrschers eilte ihm voraus.

Auf der anderen Seite des Kanals wächst Drida mit den Königssöhnen Karl und Karlmann auf und als diese sich zerstreiten sitzt sie zwischen allen Stühlen. Dieser Zwist endet für Drida in einem kleinen Boot, ausgesetzt zu einem Gottesurteil. Drida wird in England angespült und landet schließlich bei Offa, der von Anfang an fasziniert von der eigenwilligen jungen Frau ist. Und obwohl Sie sich vor ihm fürchtet, schlägt sie dem König eine Ehe vor, um Karlmann zu helfen und die Beziehungen zu den europäischen Herrschern zu festigen.

Neben Offa und Drida lernen wir auch einige starke Nebenfiguren kennen. Hier möchte ich vor allem Hilda erwähnen, ein höchst ambivalenter Charakter, der dem Leser einiges abverlangt und dessen Entwicklung die Geschehnisse um Offa und Drida sehr stark beeinflusst. Auch bekommen wir einen Blick auf Karl den Großen, der nicht unbedingt der Beste ist. Die Schwierigkeiten und Prioritäten, die die jeweiligen Herrscher haben, kommen gut rüber. Man lernt etwas über die Politik und Geschichte der damaligen Zeit. Im Nachwort wird erklärt, wie die Autorin ihre Recherchen in das Buch hat einfließen lassen und wo Phantasie die Lücken gefüllt hat.

Sehr gut lesbar und sehr spannend empfand ich das Buch. Auch wenn ich Drida und ihre sehr störrischen Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte und ein, zwei Geschehnisse mir etwas konstruiert vorkamen, so kann ich den Roman doch wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 09.09.2020

Ein ganz tolles Leseerlebnis

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Im Jahr 747 wird der 17-jährige Krieger Offa durch den Tod seines Vaters Aldermann von Averdun, bevor er im Jahr 757 zum König Mercias gekrönt wird.

Im Jahr 768 lebt die 16jährige Drida am fränkischen ...

Im Jahr 747 wird der 17-jährige Krieger Offa durch den Tod seines Vaters Aldermann von Averdun, bevor er im Jahr 757 zum König Mercias gekrönt wird.

Im Jahr 768 lebt die 16jährige Drida am fränkischen Hofe von König Pippin auf. Ihre Gefährten sind dessen Söhne, die zukünftigen Könige Karl und Karlmann. Eines Tages widersetzt sich Drida dem Bischof und wird von Karl zum Tode verurteilt. Ausgesetzt auf dem offenen Meer überlebt sie und strandet mit ihrem kleinen Boot in Britannien. Händler bringen sie zum Fürsten von Powys, dort wird sie gebeten, eine Botschaft an den König von Mercia zu überbringen. Drida macht sich auf den Weg diese Bitte zu erfüllen.

"Der erste König" von Sabrina Qunaj hat mich wirklich fasziniert. Sie erschafft ein klares Bild, man erlebt die Abenteuer von Offa und Drida wirklich hautnah mit. Auch die Skepsis von Drida gegenüber Offa ist sehr anschaulich dargestellt und man versteht ihre Gründe dafür - aber auch ihren Beweggrund, sich an ihn zu halten. Erstaunlich gut verstrickt sie hier fiktive Charaktere mit wahren. Allesamt sind sie sehr gut dargestellt und werden durch dieses Buch lebendig. Aber auch die Handlungsorte werden hier so beschrieben, daß man sie reell vor Augen hat und man zum Teil der Geschichte wird. Das Buch liest sich sehr, sehr gut und flüssig. Es verliert nie die Spannung und man wird hier durch die zahlreichen Geschehnisse förmlich gefesselt. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.
Ein grandioses Buch für alle Fans historischer Romane!

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Veröffentlicht am 07.09.2020

Der erste König

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Während im 8. Jahrhundert Karl der Große an die Macht kommt, versucht der angelsächsische König Offa von Mercia Brittanien zu vereinen und aus vielen kleinen Königreichen ein großes zu machen. Die beiden ...

Während im 8. Jahrhundert Karl der Große an die Macht kommt, versucht der angelsächsische König Offa von Mercia Brittanien zu vereinen und aus vielen kleinen Königreichen ein großes zu machen. Die beiden verbindet eine junge Frau. Drida, die Cousine Karls, die vom Schicksal nach England verfrachtet wird und dort Offa begegnet.
Ich muss zugeben, dass ich über dieses Kapitel des Mittelalters bisher so gut wie nichts wusste. Das hat mich neugierig gemacht. Und kaum hatte ich das erste Kapitel des Romans gelesen, habe ich in dieser Geschichte festgesteckt und konnte mit dem Lesen kaum aufhören. Die Art, wie Sabrina Qunaj schreibt, hat mich richtig mitgerissen. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren werden so realitätsnah und farbig geschildert, dass sie vor dem inneren Auge lebendig werden. Sogar die "Bösewichte" in der Geschichte sind so vielschichtig, dass man sie ins Herz schließt.
Ich kann gar nicht eingrenzen, welche der Personen ich am meisten mochte bzw. am interessantesten fand. Eigentlich alle. Und von so einigen würde ich wahnsinnig gerne noch mehr lesen.
Positiv ist aber auch die Aufmachung des Buches. Ein hübsches Cover, eine Karte zur Orientierung, Personenlisten zur besseren Übersicht und ein Nachwort der Autorin, in der die geschichtlichen Gegebenheiten und die von ihr erfundenen Geschichten gut erklärt werden.
Für mich war "Der erste König" ein absolutes Lesehighlight und genau so, wie ein historischer Roman für mich sein sollte.

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