Cover-Bild Kalte Knochen

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 14.06.2021
  • ISBN: 9783328104544
Sandra Ireland

Kalte Knochen

Thriller
Sabine Thiele (Übersetzer)

Eine verlassene Mühle, die ein altes Geheimnis birgt. Zwei Frauen, die der Vergangenheit nicht entkommen können.

Die siebzigjährige Mac lebt mit ihren beiden Hunden in einem einsamen Cottage in Schottland. Zum Anwesen gehört auch eine alte stillgelegte Mühle, die einer Sage nach der düstere Schauplatz einer tödlichen Fehde zweier Schwestern gewesen sein soll. Als Mac sich die junge Lucie als »Mädchen für alles« ins Haus holt, ahnt sie nicht, dass Lucie den Job nur angenommen hat, um vor ihrem alten Leben davonzulaufen. Doch auch Mac hat ein dunkles Geheimnis, das sie gnadenlos einzuholen droht. Ein Geheimnis, das die alte Mühle erneut zum Mittelpunkt einer grausamen Tat machen könnte ...

»Ein psychologischer Thriller, der einem eiskalte Schauer über den Rücken jagt.« Scotland on Sunday

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2021

Atmosphärisch & düster!

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„Kalte Knochen“ ist ein herrlich atmosphärischer Roman: Die raue Natur Schottlands, die alten, stets kalten, Steinhäuser und die unheimlichen Sagen sind faszinierend. Das alles bietet den perfekten Rahmen ...

„Kalte Knochen“ ist ein herrlich atmosphärischer Roman: Die raue Natur Schottlands, die alten, stets kalten, Steinhäuser und die unheimlichen Sagen sind faszinierend. Das alles bietet den perfekten Rahmen für die mürrische, düstere Gefühlswelt der Protagonistinnen sowie die beklemmenden Begebenheiten.

Sandra Ireland kombiniert zwei Familiendramen, schottische Folklore und psychologische Spannung zu einem bewegenden Plot, mit einem überraschenden Ende, das mich ganz schön erschüttert hat!

Obwohl der Roman eigentlich perfekt ist, vergebe ich "nur" 4,5 Sterne, denn auf dem Cover steht Thriller, und für mein Empfinden wird es erst auf den letzten gut 30 Seiten so richtig spannend und nervenaufreibend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2021

Solides Debüt

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Schottland, ein altes Cottage am Rande eines kleinen Dorfs, eine stillgelegte Mühle: Was für ein tolles Setting! Mittendrin zwei Frauen, eine ältere, eine sehr jung, aber beide versuchen erfolglos, vor ...

Schottland, ein altes Cottage am Rande eines kleinen Dorfs, eine stillgelegte Mühle: Was für ein tolles Setting! Mittendrin zwei Frauen, eine ältere, eine sehr jung, aber beide versuchen erfolglos, vor ihrer Vergangenheit davon zu laufen.
Die siebzigjährige Literatur-Wissenschaftlerin Mac schreibt ein Buch über alte schottische Sagen. Da sie selber mit Computern nicht gut umgehen kann, holt sie sich die junge Lucie als Aushilfe ins Haus. Sie soll ihre handschriftlichen Aufzeichnungen abtippen. Doch während Lucie für Mac arbeitet, wird die alte Frau immer seltsamer. Und auch Lucie schafft es nicht, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, wie sie es wollte.

Klingt nach einer tollen Geschichte, oder was meint ihr? 🤩

Ich war beim Lesen sehr schnell gepackt von dieser unheimlich düsteren und angespannten Atmosphäre in dem alten schottischen Cottage, das immer kalt und etwas muffig ist und von dem aus man auf die verlassene Mühle schauen kann.
Das Buch hat zu Beginn einen enormen Sog auf mich ausgeübt. Ich war total gespannt, die Hauptfiguren besser kennen zu lernen und bin
beim Lesen abwechselnd den Gedanken von Mac und Lucie gefolgt. Durch Erinnerungen der beiden Frauen erfährt man auch einiges aus ihrer Vergangenheit - jedoch nur wohldosiert häppchenweise, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Diese vergangenen Ereignisse sind gut in die Story eingewoben worden und machten neugierig. Keine der beiden Hauptfiguren wirkte dabei aber sonderlich sympathisch auf mich und doch konnte ich mich aufgrund der Erzählweise sehr gut in sie hineinversetzen. Interessant dabei war es natürlich, die Meinung der Frauen übereinander zu erfahren. Sehr gesprächig sind beide nämlich eher nicht.

„Sie sieht aus wie ein Mädchen mit der Art Problemen, die ich nicht brauchen kann.“
Seite 12, Mac über Lucie

Obwohl Sandra Ireland nicht wirklich viele Zeilen mit der Beschreibung der Umgebung gefüllt hat, konnte ich mir alles wunderbar bildlich vorstellen. Das hat echt viel Spaß beim Lesen gemacht. Ihr kennt es sicher, wenn ihr beim Lesen einen Film vor Augen habt. Hier war das so. 😊

Natürlich wollte ich aber auch unbedingt die Geheimnisse der beiden Hauptfiguren erfahren und nicht nur die schottische Landschaft genießen.
Nach und nach werden die Gedanken der beiden Figuren immer wirrer, weil ihre Vergangenheit beide einholt - genaueres kann ich nicht verraten. Während Mac versucht die Geister der Vergangenheit zu vertreiben, kämpft Lucie damit ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Aber ihr Gefühlschaos ist bei Weitem nicht so einfach zu entwirren.

Ergänzend zur Erzählung der beiden Hauptfiguren finden sich im Buch immer wieder kleinere Absätze aus der Geschichte, die Lucie für Mac abtippen soll. Dabei geht es um die tragische Geschichte zweier Schwestern, deren Schicksal mit der stillgelegten Mühle in Verbindung steht. Diese Geschichte habe ich dabei lange Zeit nur als lästiges „Extra“ betrachtet. Aber die Absätze ergeben durchaus Sinn und werden immer wichtiger, je weiter das Buch voranschreitet.

Was dem Roman leider fehlt (und ich schreibe hier absichtlich „Roman“, denn für einen Thriller ist das Buch definitiv zu „ruhig“), ist Tempo und im Mittelteil auch etwas mehr Spannung. Das Hauptaugenmerk liegt bei "Kalte Knochen" eher auf psychologischer Ebene und doch war es an der einen oder anderen Stelle einfach etwas wenig, um mich zu überzeugen.

Am Ende des Buchs überrascht der Plot jedoch durch eine Wendung, die ich irgendwann zwar erahnt habe, aber deren Ausmaß ich so nicht habe kommen sehen. Hier konnte mich die Autorin überraschen. Im Vergleich zu dem doch sehr ruhigen Mittelteil wirkte das Ende fast etwas „zu dick aufgetragen“, aber ich will mal ein Auge zudrücken.

Alles in allem fand ich das Buch lesenswert, weil es anders war: Der Plot war nicht alltäglich. Die Figuren waren eigensinnig. Die Landschaft einnehmend. Das Ende überraschend und schockierend gleichermaßen. Allerdings hat der Mittelteil meines Erachtens geschwächelt. Ich könnte verstehen, wenn das einigen das Lesevergnügen nehmen würde. 🤷‍♀️
Ich empfehle das Buch mit den oben aufgeführten Einschränkungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2021

Das war leider nichts...

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Kalte Knochen ist das erste Buch, das ich von Sandra Ireland gelesen habe. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Penguin Verlag & dem Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. ...

Kalte Knochen ist das erste Buch, das ich von Sandra Ireland gelesen habe. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Penguin Verlag & dem Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Meine Meinung
Der Klappentext klingt so vielversprechend, weshalb ich echt viel erwartet habe.
Aber wie das leider so oft mit Erwartungen ist, werden sie nicht immer erfüllt. Leider ist das auch bei Kalte Knochen so.
Der Aufbau der Geschichte ist simpel; es wird abwechselnd aus der Sicht der zwei Frauen Lucie und Mac erzählt, hinzu kommt eine von Mac geschriebene Geschichte in der Geschichte. Die Handlung zieht sich über knapp 11 Monate.
Oftmals ist die Handlung leider ziemlich wirr. Keine der Figuren ist auch nur Ansatzweise sympathisch. Auch aus dem Setting hätte man so viel mehr machen können. Es gibt so viel her, was ungenutzt bleibt.
Und leider fehlt mir über den kompletten Handlungsverlauf die Spannung, was bei einem Thriller prinzipiell schlecht ist.
Auf den letzten 50-60 Seiten versucht die Autorin scheinbar, der Handlung noch einmal richtig Tempo zu geben. Leider geht das meiner Meinung nach völlig in die Hose, da es noch wirrer wird und für mich einfach nicht stimmig.
Fazit
Dieses Buch ist vieles, aber ganz sicher kein Thriller. Ein Thriller ist spannend, davon fehlt hier leider jede Spur. Man könnte das ganze auch wohlwollend als Roman verkaufen, nur leider fehlt auch da eine ganze Menge, um es als gut zu befinden. Sehr, sehr schade, da die Idee eigentlich nicht schlecht ist.

  • Cover
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Veröffentlicht am 30.06.2021

Enttäuschend!

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Die 70-jährige Mac ist Schriftstellerin und wird von ihrem Sohn Arthur gedrängt, sich Hilfe ins Haus zu holen. So findet sie in Lucie Snow eine neue Angestellte, die ihr vor allem beim Abtippen ihres Buches ...

Die 70-jährige Mac ist Schriftstellerin und wird von ihrem Sohn Arthur gedrängt, sich Hilfe ins Haus zu holen. So findet sie in Lucie Snow eine neue Angestellte, die ihr vor allem beim Abtippen ihres Buches über Sagen der Gegend hilft. Lucie, die nach familiären Problemen froh ist im Miller’s Cottage in Fettermore, Schottland, nicht nur eine neue Stelle, sondern auch ein Dach über dem Kopf gefunden zu haben.



Der Titel des Buches „Kalte Knochen“ suggeriert, dass ein alter Todesfall ans Tageslicht kommt. Tatsächlich spielt dieser Aspekt nur auf den letzten 60 Seiten eine Rolle, noch dazu völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Bei mir machte sich der Eindruck breit, dass die Autorin nun doch noch den Titel in die Handlung hat einbauen müssen. Die Genreeinteilung „Thriller“ ist ein Witz, denn dieses Buch hat absolut nichts zu tun mit einem Thriller. Es ist eine Familiengeschichte, sogar ein Liebesroman, bei dem viel aufgebauscht wird.

Lucie hat familiäre Probleme, die ich so nicht nachvollziehen kann. Ohne verraten zu wollen, was genau das ist, kann ich nur sagen, dass diese Art von Problemen, nicht so katastrophal sind, damit man ins ferne Schottland flüchtet. Das ist pubertär und zudem hausgemacht. Das auf dem Klappentext angekündigte dunkle Geheimnis von Mac entpuppte sich als wirr und so lässt mich die Geschichte puncto Spannung enttäuscht zurück. Es ist nicht so, dass mir das Buch nicht gefallen hätte. Es ist aber so, dass wenn Thriller vorne draufsteht und Geheimnisse und ähnliches auf dem Klappentext versprochen werden, ich ein Quäntchen an Spannung erwarte. Die erste und praktisch einzige halbwegs gruselige Szene findet man auf Seite 128.

Davor plätschert die Handlung, hat einen Einbruch gegen Mitte des Buches und wird hektisch und leider auch wirr gegen Ende. Ein Ende, das nicht so ganz zum Rest der Story passt. Da dümpelt die Geschichte rund um ein Vorkommnis in der alten Mühle vor 5 Jahren herum. Zudem wurden, nicht gerade subtil, von der Autorin die ganze Geschichte über Andeutungen eingesetzt, was mit Lucie los ist. Daher auch keine Ueberraschung, höchstens für die Protagonistin, was nicht so ganz glaubhaft ist.


Abwechselnd wird aus der Sicht von Mac und dann wieder aus der Sicht von Lucie erzählt. Die Kapitel mit der Ueberschrift „Mac“ enthalten kursiv geschriebene Passagen aus Macs Buch, sind also ein Buch im Buch. Sehr langweilige Passagen, wie ich leider anmerken muss.

Grundsätzlich hätte man mit einem Cottage in Schottland sehr viel Potenzial um gänsehautauslösende Szene einzuweben. Weit gefehlt, das Setting ist weder gruselig, noch hat es Emotionen bei mir ausgelöst. Das Potenzial wurde leider von der Autorin nicht genutzt.

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