Cover-Bild Achtzehnter Stock
(31)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 18.02.2025
  • ISBN: 9783446283756
Sara Gmuer

Achtzehnter Stock

Roman
Ein sommerlicher Großstadtroman zwischen Platte und Glamour von Sara Gmuer – »Hart und rau und schön.« (Mareike Fallwickl)

»Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.« – Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heißen Sommertage im Hof einer Berliner Platte, wo sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock wohnt. Der Lift ist defekt und das Treppenhaus ein einziges Funkloch, in dem man, wenn man Pech hat, das ganze Leben verpasst. Am anderen Ende der Stadt scheint dagegen alles möglich. Als Wanda eine einmalige Chance bekommt, taucht sie ein in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Doch wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner.
Ein rauer und zärtlicher, temporeicher und fein beobachteter Roman über Zusammenhalt und Selbstverwirklichung und darüber, dass das Glück manchmal näherliegt, als wir denken.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Authentisch

0

Der Roman Achtzehnter Stock von Sara Gmuer handelt von Wanda, einer alleinerziehenden Mutter eines Kleinkindes, die den Traum von einer großen Schauspielkarriere hat, um dem tristen Leben in der Plattenbausiedlung ...

Der Roman Achtzehnter Stock von Sara Gmuer handelt von Wanda, einer alleinerziehenden Mutter eines Kleinkindes, die den Traum von einer großen Schauspielkarriere hat, um dem tristen Leben in der Plattenbausiedlung zu entkommen.

Die Geschichte um Wanda ist ehrlich und unverblümt erzählt. Der Schreibstil erinnert ein wenig an bloße Gedankengänge, die zu Papier gebracht wurden, daher ist der Roman für mich sehr authentisch. Das Leben in einer Berliner Platte kann für manche eintönig sein, man möchte dem entfliehen, aber so einfach ist das nicht. Wanda zeigt, dass man nie aufgeben darf, auch wenn alle um einen herum was anderes raten, man sollte versuchen, seine Träume zu verwirklichen, denn so manch einer hat nach einem holprigen Weg doch Glück.

Ich hatte den Roman innerhalb von 2 Tagen durch. Er liest sich sehr gut, kurze prägnante Sätze, kaum Verschachtelungen. Hat mir sehr gut gefallen. Kann ich nur empfehlen.

Veröffentlicht am 14.02.2025

Achtzehnter Stock

0

Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte den Namen der Autorin Sara Gmuer bisher nicht, mir ist die gelbe Schrift auf türkisfarbenem Hintergrund aufgefallen, unten rechts in der Ecke der Plattenbau, ganz versteckt.
Das ...

Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte den Namen der Autorin Sara Gmuer bisher nicht, mir ist die gelbe Schrift auf türkisfarbenem Hintergrund aufgefallen, unten rechts in der Ecke der Plattenbau, ganz versteckt.
Das Buch mit seinen 224 Seiten liest sich flüssig und zügig, man ist sofort in der Geschichte angekommen. An sich traurig, wie Wanda und Karlie, Aylins Mama (man erfährt tatsächlich ihren Namen nicht, unglaublich, oder?), Ming, Esther und all die anderen Frauen (ja, es sind wirklich nur Frauen, die in diesem Hochhaus sichtbar sind) hier leben, den Tag überstehen, an sich nichts haben, aber doch irgendwie zurechtkommen und das Beste daraus machen. Andererseits spürt man, dass das vorgetäuschte Zufriedensein eine Menge Unzufriedenheit und Träume hinter sich stehen hat. Könnte man es besser haben, wenn man sich bemüht? Wie würde ein Leben außerhalb der Platte aussehen? Würde man es mögen, wollen? Oder bleibt man beim bekannten Trott und macht einfach weiter? Ich selbst kenne weder das Großstadtleben noch diese Mengen an Massenwohnungen auf kleinstem Raum, kann mich daher nicht in die Frauen reinversetzen; einen Plattenbau habe ich mal im Vorbeifahren von außen gesehen, das war es schon. Ich finde es sehr aufschlussreich zu lesen, wie man in den Tag hineinlebt, es wird sich schon alles finden und dann findet sich wirklich etwas, eine Lösung, ein Job. Es klingt fast wie im Märchen, was Wanda hier erlebt - nach der Krankheit von Karlie haben die beiden es auch verdient. Dass das Mädel nochmal davongekommen ist… da habe ich gezittert; ich denke nicht, dass Wanda eine schlechte Mutter ist, wie sie es manchmal von sich denkt. Man kann als Mutter nicht immer alles wissen und merken, wenn irgendwo etwas nicht stimmt. So verschieden die Bewohner des Hochhauses auch sind, man spürt den Gemeinschaftssinn, die Ersatzfamilie für alle, die keine eigene haben. Ich war ganz gefesselt von dieser Geschichte, möchte keinesfalls mit Wanda tauschen, auch wenn sie nun doch das große Los gezogen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 5 Sternen, trotz oder gerade wegen des traurigen Hintergrunds, der einfach nicht zu verdrängen ist und weil die Seifenblase doch nicht geplatzt ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

authentisch, kraftvoller Debütroman

0

„Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den Achtzehnten Stock“
Sara Gmuer hat mit ihrem Debütroman "Achtzehnter Stock" eine wunderbare Geschichte mit authentischen Protagonisten und einem aus dem Leben ...

„Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den Achtzehnten Stock“
Sara Gmuer hat mit ihrem Debütroman "Achtzehnter Stock" eine wunderbare Geschichte mit authentischen Protagonisten und einem aus dem Leben gegriffen Setting geschaffen. Wie im Rausch liest man sich durch die 220 Seiten. Man fühlt nah an den Menschen, spürt ihre Ängste und Gedanken, fühlt mit ihnen, ist ihnen ganz nah. Das Lesen des Romans fühlt sich besonders an.

Wanda, alleinerziehende Mutter und arbeitslose Schauspielerin, lebt mit ihrer Tochter Karlie im Hochhausplattenbau in Berlin. Neben den Aufgaben einer Mutter und dem Leben in der Platte, träumt Wanda von den großen Rollen, der Unabhängigkeit, der Freiheit. In jeder Lebenssituation gibt sie alles, bis zur völligen Selbstaufgabe mit voller Hingabe, ob bei der Pflege ihrer kranken Tochter oder bei den Vorbereitungen für ihre neue Rolle. Alles steht auf dem Spiel und doch verliert Wanda nie die Hoffnung und ihre Träume aus den Augen.

Sara Gmuer ist ein außergewöhnlicher Roman gelungen. Das Lesen aus Wandas Perspektive ist sehr berührend und persönlich. Die detailreichen Beschreibungen der Personen, die sanfte Betrachtung, aber auch die harten, schonungslosen Worte, die kurzen, dynamischen Sätze sowie die tiefen Einblicke erzeugen eine Art Sogwirkung, die uns tief in die Geschichte hineinziehen. Ich konnte das Buch schwer weglegen.

Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die leuchtenden Blautöne und die passende gelbe Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

"Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer ist ein wortgewaltiger, berauschenden Debütroman und nicht nur eine absolute Kaufempfehlung, sondern auch ein Lesehighlight am Anfang des Lesejahrs 2025.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Heftig, hoffnungsvoll und berührend: Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den achtzehnten Stock

0

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Hochhauses. Eigentlich ist sie Schauspielerin und träumt von der großen Karriere. Aber manchmal läuft das Leben anders als erhofft. ...

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Hochhauses. Eigentlich ist sie Schauspielerin und träumt von der großen Karriere. Aber manchmal läuft das Leben anders als erhofft. Sie hangelt sich so durch, mehr schlecht als recht.
Doch als sie unerwartet eine einmalige Chance bekommt, lernt sie plötzlich eine neue Welt kennen, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Wirklich? Kann sie das alte Leben wirklich einfach so hinter sich lassen?
Mir hat er Schreibstil und überhaupt die ganze Story unheimlich gut gefallen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Für mich war das schon so ein kleines Highlight zu Anfang des Jahres!

„Sollen die doch alle denken, was sie wollen. Glück lässt sich von Pisse im Treppenhaus nicht abschrecken, Glück findet von Zeit zu Zeit sogar in den achtzehnten Stock.“

„Adam lacht und ruft mir hinterher: »Vergiss nicht, woher du kommst!«, und ich rufe über die Schulter zurück: »So was kann man nicht vergessen, egal, wie sehr man es auch versucht.«“

„Das ist meine Chance, und ich fresse das Glück in mich rein, bevor es mir irgendjemand wieder nehmen kann.“

„Ich habe nichts mehr zu verlieren, ich bin wie eine offene Wunde, aber ich blute nicht mehr. Ich habe den Schmerz domestiziert. Es ist alles Gottes Plan. Er will mich testen, er will sehen, wie weit ich gehe. Ich muss ihm vertrauen, er hat mich nicht vergessen, denn egal, wie dunkel die Nacht ist, irgendwann gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit, und eines Tages wird sich der Himmel öffnen und der Geist Gottes wie eine Taube auf uns herabkommen. Irgendwann wird alles Sinn machen.“

„Er sei sich ganz sicher, und einer nach dem anderen dreht sich zu mir um und kriegt den Mund nicht mehr zu. Nicht wegen mir. Sie sehen mich gar nicht, sie sehen sich selbst. Wenn ich es geschafft habe, dann können sie es auch. Ich wollte nie ein Vorbild sein, doch vielleicht hat Aylins Mama recht, vielleicht bin ich eine von ihnen, vielleicht ist zwischen uns etwas, das größer und tiefer ist als ich selbst, und ich kann endlich etwas zurückgeben.“

„Wir trinken auf das neue Jahr. Das alte war beschissen, aber das neue wird ganz groß. Das neue Jahr wird unser Jahr. Niemand wird uns je wieder vergessen. Das Haus ist ein Mahnmal, ein Mittelfinger, der in den Himmel ragt und unübersehbar an uns erinnert, an uns und all die anderen, die keiner sehen wollte.“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2025

Realitätsnah

0

Realitätsnaher könnte dieser Roman fast nicht sein.
Eine alleinerziehende Frau kämpft zwischen Geldsorgen und Kindgesundheit.
Wanda ist Schauspielerin, doch er große Durchbruch blieb ihr verwehrt. Denn ...

Realitätsnaher könnte dieser Roman fast nicht sein.
Eine alleinerziehende Frau kämpft zwischen Geldsorgen und Kindgesundheit.
Wanda ist Schauspielerin, doch er große Durchbruch blieb ihr verwehrt. Denn ein Kind kam dazwischen. Und ohne den Vater muss sie sich alleine durchschlagen.  
Dieser Roman zeigt Vorurteile, soziale Probleme und den sehr realistischen Umgangston in fer Filmbrance. Denn Wanda schafft es durch Verbindungen zu einer Serie, bekommt eine Rolle, fliegt, sobald sie Fürbitte Kind Dasein muss, denn ihre Tochter hat nicht nur eine Ohrentzündung, sondern wurde falsch behandelt und kämpft plötzlich ums Leben. Dann die zweite Chance, bekommt wieder eine Rolle doch auch dort muss sie Vorurteile über sich ergehen lassen, zwischen Kind und Job pendeln und verliert durch Geheimnisse eine aufkeimende Beziehung und somit wieder scheinbar alles. 
Manche Situationen kamen mir aus meiner Schauspielzeit sehr vertraut vor, daher kann ich wirklich sagen, es ist wirklich realistisch.
Abseits der offensichtlichen Themen zeigt dieser Roman aber auch allgemeine Parallelen, wie es für eine Frau, einer Mutter im Leben oft spielt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere