In Lock Haven, einer beschaulichen kleinen Stadt in Washington State, gibt es eine ganz besondere Straße. Die Bird Street. Wer in der Bird Street wohnt, ist erfolgreich, wohlhabend, gesund und glücklich. Die Kinder allesamt ausgeglichen, wohlerzogen und klug. Zumindest für elf Monate im Jahr. Im November jedoch brechen die dunklen Tage an. Pech, Misserfolg und Krankheit halten Einzug. Im November kommt der Fremde in die Bird Street, um bei den Bewohnern die Schulden einzutreiben. Im November ist die Zeit gekommen, den Preis für all das Glück zu zahlen. Denn es kehrt erst zurück, wenn ein Menschenleben geopfert wird ...
Es hat ein bisschen gedauert, um in die Geschichte reinzukommen. Sind viele Namen und bis ich kapiert habe, was da eigentlich in der Bird Street passiert. Hat es einfach gedauert. Jedoch ab dem Moment ...
Es hat ein bisschen gedauert, um in die Geschichte reinzukommen. Sind viele Namen und bis ich kapiert habe, was da eigentlich in der Bird Street passiert. Hat es einfach gedauert. Jedoch ab dem Moment fand ich es gut.
Es gab Szenen die mich so krass schockiert haben und ich so mitfühlen konnte. Düster und teilweise brutal. Gruselig eher weniger aber dennoch fesselnd. Hab jetzt nachdem ich das Buch beendet hab, das Gefühl noch nicht alles überblickt zu haben.
Wir lesen hier aus mehreren Sichten und erleben nach und nach, warum der November die dunklen Tage genannt werden, warum ab Mitte November manche eher versuchen daheim zu bleiben. Und wer ist zum Teufel der geheimnisvolle Buchhalter?
Sehr unterhaltsam und wahrscheinlich auch nicht für jeden etwas.
11 Monate im Jahr geht es den Bewohnern der Bird Street besser als nur gut, sie sind wohlhabend, gesund und glücklich. Im November wendet sich das Blatt jedoch für einen Monat und die Dunklen Tage brechen ...
11 Monate im Jahr geht es den Bewohnern der Bird Street besser als nur gut, sie sind wohlhabend, gesund und glücklich. Im November wendet sich das Blatt jedoch für einen Monat und die Dunklen Tage brechen an.
Am Anfang konnte mich das Buch noch nicht so packen, hier wurden die einzelnen Familien vorgestellt und wir erleben die Ereignisse aus der Sicht einer Familie bestehend aus Ralph, Luana, Kaila und Django. Das ganze zog sich etwas, jedoch empfand ich es zu einem späteren Zeitpunkt im Nachgang gar nicht so schlecht, denn so lernten wir alles ganz genau kennen und den Ablauf der Dunklen Tage. Die Zeitspanne, die hier abgedeckt wird beträgt etwa ein Jahr. Ab ca. Seite 200 hat mich dieses Buch gefesselt und die Spannung stieg rasant an. Horror Elemente wurden sehr gut eingesetzt und ließen einen gebannt weiter lesen. Die düstere Stimmung wurde sehr gut rüber gebracht und auch ernste Themen wurden immer wieder Thematisiert (Depression, Krankheiten, Alkoholismus, etc.) Es stellt sich dann eine Frage über das ganze Buch, wer ist der Buchhalter und wieso kommt er immer zu den Dunklen Tagen?
Ich war positiv überrascht von diesem Buch. Leider gingen die ersten Seiten etwas schleppend, ich bin aber sehr froh, dass ich weiter gelesen habe, denn es hat sich wirklich gelohnt. Alle die ein düsteres Buch mit Horrorelementen mögen dürfen sich das nicht entgehen lassen, ich denke auch Fans von Stephen King können hier auf ihre Kosten kommen.
- subtiler Horror-Fantasy-Roman der besonderen Art -
Der November ist mit Abstand der mieseste Monat im Jahr. Zumindest für die Bewohner der Bird Street. ...
Thomas Olde Heuvelt - November
(Heyne Verlag)
- subtiler Horror-Fantasy-Roman der besonderen Art -
Der November ist mit Abstand der mieseste Monat im Jahr. Zumindest für die Bewohner der Bird Street. Den Rest des Jahres haben sie das Glück gepachtet. Sämtliche Nachbarn sind gesund, gebildet, erfolgreich, talentiert, glücklich und reich. Doch zu welchem Preis? Alljährlich im November wendet sich nämlich das Blatt für diesen Teil der fiktiven US-Kleinstadt Lock Haven, in Washington State. Im Monat der dunklen Tage schlägt alles ins Gegenteil um. Plötzlich herrschen Depressionen, Unvermögen, Missgeschicke, Krankheit und Tod. Realität und Schrecken verschwimmen zu Furcht, Visionen und Wahnsinn. In dieser Zeit werden sämtliche Karten neu gemischt, denn die Bird Street Bewohner haben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie nennen ihn den Buchhalter. Und der fordert seinen Tribut. Alljährlich. Im November.
Thomas Olde Heuvelt, der niederländische Meister der subtilen Fantastik besitzt diesen einnehmenden, atmosphärischen und empathischen Charme, der ihn allseits beliebt und zu etwas ganz Eigentümlichen macht. Seine komplexen Werke sind in der Regel tiefgründiger Art, feinfühlig, hinterhältig, manchmal auch böse und stets niveau- und fantasievoll. Seine cinematischen Beschreibungen sprechen alle Sinne an und sind gelinde gesagt grandios. So umgibt den modernen, übernatürlichen Horror-Fantasy-Thriller "November" von Anfang an eine düstere und bedrückende, gleichwohl erhabene Aura. Er ist jedoch einen ordentlichen Tacken verspielter, als der grandiose Vorgänger "Echo", was dem Fantasy-Teil mehr Spielraum lässt, im Gegenzug dazu aber für Einbußen in Sachen Tiefgang und Seriosität sorgt. Das kontrastiert stark mit den immer wieder eingeschobenen, schrecklichen Visionen und Halluzinationen, die die 4-köpfige Familie Lewis da Silva plagen. Nicht zuletzt dadurch hatte ich mit der zwar einfühlsamen, gleichwohl ausladenden Einleitung so meine Probleme. Andererseits sorgt Olde Heuvelt mit diesem Umstand dafür, dass die Fantastik hier nach und nach in den Authentizitätsbereich hineingesogen wird. Das ist schon hohe Erzählkunst. Das muss man dem 1983 in Nijmegen geboren Bestsellerautoren schon lassen. Leider wirkt "November" auf mich zu Beginn etwas wirr, ungeordnet und konzeptlos, da mir Thomas Olde Heuvelt zu oft thematisch hin und her springt, ständig um den heißen Brei herumredet, und lange Zeit nicht auf den Kern der Sache kommt. Mit Fortschreiten des Novembers wird die Story allerdings immer ernster, düsterer und boshafter.
Ralph Lewis da Silva, angesehener Richter am King Country Superior Court in Seattle und seine Frau Luana, die gerade Karriere an der Uni macht, plagen Mitte November 2022 arge Sorgen. Noch immer hat die Nachbarschaftsvereinigung im Snoqualmie National Forest kein Opfer dargebracht und die Zeit schreitet unaufhaltsam voran. Schon setzen die ersten unangenehmen Vorfälle ein. Die Situation während der dunklen Tage spitzt sich allmählich zu. Stress setzt unter den Nachbarn ein. Je näher sich die Bewohner der Bird Street auf das Ende des Novembers zubewegen, je verzweifelter, verstörender, verwirrter und abartiger nehmen sich aus. Nur das eine gemeinsame Ziel, das sie allesamt verfolgen, hält die Gruppe noch zusammen. Doch wird sie schon schnell an weit auseinanderdriftende moralischen und ethischen Auffassungen zugrunde gehen. Sie müssen dem Buchhalter ein Opfer bringen, denn Krankheit, Verderben und Verwesung ziehen bereits in ihre Körper, ihre Geister und ihre Seelen ein. Doch ihr besudeltes Gewissen treibt sie in eine Spirale aus Schuldgefühlen, Angst und Wahn und die Heimsuchung der übernatürlichen Art wird ihr aller Abstieg in ihre ganz persönliche Hölle sein!
Die traumatischen Rückblicke in Luana Perreira da Silvas Vergangenheit, im Elend São Paulos, die II. Weltkriegs-Visionen ihres 10-jährigen Sohnes Django, die traumatische Todessehnsucht ihrer 15-jährigen Tochter Kaila, sowie die Initiierung und die Emotionalität der Opfergabe, haben es definitiv in sich, sind zum Teil regelrecht schockierend und schweben nochmal auf einer völlig anderen Genre-Ebene. Aufgrund Olde Heuvelts virtuosen, fantastischen und bildhaften Erzählkunst, greifen selbige jedoch ineinander wie Ebbe und Flut. Der 640 Seiten starke Horror-Fantasy-Roman "November" handelt vom Wert des Glücks, vom Leben, von Altruismus, von Fantasie, von physischer und psychischer Gesundheit und davon, was es bedeutet, selbstbestimmt und in Würde zu sterben. Aber auch vom Suizid, von Depressionen, vom Egoismus, von Moral und Ethik, sowie davon den Preis dafür im Leben zu zahlen. Das letzte Hemd hat zwar keine Taschen, das Gewissen aber unerträglich schwer belastet mit ins Grab nehmen zu müssen, ist eine erdrückende Bürde. Thomas Olde Heuvelt hat hier so einige subtile Schockmomente eingebaut, die immer mal wieder eine deutliche Kerbe im emotionalen Empfinden seiner Leserschaft hinterlassen. Doch die filigran ausgearbeitete Geschichte "November" hat noch deutlich mehr zu bieten...
Thomas Olde Heuvelt - November
Heyne Verlag
Horror-Fantasy
ISBN: 978-3-453-32144-1
640 Seiten
Paperback, Broschur
Originaltitel: November (2022)
Aus dem Niederländischen von Janine Malz
Erscheinungstermin: 01.11.2023
EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.
Weitere Formate:
ISBN eBook (epub): 978-3-641-26865-7
Erscheinungstermin: 01.10.2023
EUR 14,99 Euro [DE] inkl. MwSt.
In diesem Buch geht es um das Örtchen Lock Haven in Washington State, in dem es nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht. Die Bewohner haben das ganze Jahr über keine Sorgen, sind wohlhabend und haben richtig ...
In diesem Buch geht es um das Örtchen Lock Haven in Washington State, in dem es nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht. Die Bewohner haben das ganze Jahr über keine Sorgen, sind wohlhabend und haben richtig viel Glück und Erfolg. Doch wenn im November die dunklen Tage aufziehen, dreht sich der Spieß um und das Chaos bricht aus...
Der Schreibstil von Thomas Olde Heuvelt hat mir richtig gut gefallen. Ich fand es unglaublich, wie gut er mit diesem schleichend immer mehr die düstere Atmosphäre greifbar gemacht hat. Das einzige Manko war für mich die teilweise sehr langen Kapitel.
Dies war das erste Buch, welches ich von ihm gelesen habe. In Zukunft werde ich mir auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihm näher anschauen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise von vier Mitgliedern einer Familie erzählt. Auf die Charaktere möchte ich hier gar nicht näher eingehen, weil ich sonst eventuell etwas zu viel von der Geschichte verrate. Ich kann nur sagen, dass diese mir durchweg alle total unsympathisch waren. Das hat allerdings sehr gut zu dieser düsteren Geschichte gepasst.
Fazit: Ich fand das Buch sehr spannend, mysteriös und vor allem hat der Autor diese düstere Atmosphäre so unglaublich gut beschrieben, dass man selbst als Leser ein richtig bedrückendes Gefühl hatte.
In Lock Haven, einer beschaulichen Kleinstadt in Washington State leben die Einwohner der Bird Street einen Großteil des Jahres in Glück, Erfolg und Wohlstand. Nur im November brechen die dunklen Tage ...
In Lock Haven, einer beschaulichen Kleinstadt in Washington State leben die Einwohner der Bird Street einen Großteil des Jahres in Glück, Erfolg und Wohlstand. Nur im November brechen die dunklen Tage für die Bewohner an, in denen alle schlechten Angewohnheiten und alles Pech sie nach und nach einholt. Denn für ihr Glück müssen die Einwohner einen Preis bezahlen, der jedes Jahr im November fällig wird.
Was ist der Preis für das eigene Glück? Eine berechtigte Frage, die durchaus Platz in dieser Geschichte findet und noch einige andere moralische Fragen aufwirft. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Mitglieder der Familie Lewis da Silva erzählt: Ralph, Luana und ihre Kinder Kaila und Django. Das Buch spielt größtenteils während der dunklen Tage, in denen sich das Glück der Familie gegen sie wendet und einige ziemlich düstere Charakterzüge hervorbringt. Aber auch die anderen Nachbarn der Bird Street, die ebenfalls in den Pakt eingebunden sind, spielen natürlich eine große Rolle in der Geschichte, genauso wie der Buchhalter, der quasi das Böse symbolisiert. Im November wird von den Bewohnern der Bird Street jedes Jahr ein Pakt erneuert, dem sie in diesen Tagen ein Opfer erbringen müssen. Hieraus ergibt sich natürlich ein moralisches Dilemma, welches die Einwohner jedoch für ihr eigenes Glück in Kauf nehmen und so weit wie möglich umgehen wollen. Je weiter der November fortschreitet, desto mehr treten jedoch die besonders schlechten Charakterzüge der einzelnen Bewohner in den Vordergrund. Die Stimmung der Geschichte ist natürlich ziemlich düster und die Atmosphäre wird insgesamt gut rübergebracht. Vor allem die Kreaturen in den spiegelnden Oberflächen haben mir einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Einige Passagen waren mir jedoch zu langatmig, besonders in der ersten Hälfte des Buches. Danach konnte mich die Geschichte deutlich mehr packen. Das Ende war passend, hat mir aber als Auflösung nicht ganz so gut gefallen, was natürlich Geschmackssache ist. Wer Bücher mit düsterer und geheimnisvoller Atmosphäre mag, wird hier jedoch sicher auf seine Kosten kommen.