Cover-Bild Der Kaffeedieb
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 09.11.2017
  • ISBN: 9783462050639
Tom Hillenbrand

Der Kaffeedieb

Roman
Ein historischer Abenteuerroman, farbenprächtig und spannend – ganz großes Kino.

Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge. Ihr Name ist Kahve. Philosophen in London, Gewürzhändler in Amsterdam und Dichter in Paris treffen sich in Kaffeehäusern und konsumieren das Getränk der Aufklärung. Aber Kaffee ist teuer. Und wer ihn aus dem jemenitischen Mokka herausschmuggeln will, wird mit dem Tod bestraft. Der Mann, der es trotzdem wagen will, ist der junge Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou. Er hätte allen Grund sich umzubringen, nachdem er an der Londoner Börse Schiffbruch erlitten hat. Nur ein großes Geschäft, ein ganz großes, könnte ihn vor dem Ruin bewahren. Und so geht er aufs Ganze: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind immer mehr Mächte hinter ihnen her …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2020

Rundherum guter Historienschmöker!

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Schönes Cover, Lesebändchen, hilfreiches Kartenmaterial, Glossar und Personenverzeichnis.
Der Protagonist, Händler, Spekulant und Schlitzohr, versuchte durch ein riskantes Betrugsmanöver seine Finanzen ...

Schönes Cover, Lesebändchen, hilfreiches Kartenmaterial, Glossar und Personenverzeichnis.
Der Protagonist, Händler, Spekulant und Schlitzohr, versuchte durch ein riskantes Betrugsmanöver seine Finanzen zu sanieren und scheiterte grandios. Erwischt und eingekerkert, sah er alle Felle davon schwimmen, als ihm von einer Führungsperson der honorigen "Vereinigten Ostindischen Compagnie" ein bemerkenswerter Vorschlag gemacht wird.
Die Geschichte des Versuches, den Türken den Kaffee zu klauen, wurde recht spannend erzählt, wobei die Suche nach den geeigneten Reisegefährten irgendwie mehr Raum einnahm als das eigentliche Abenteuer selbst. Am Schluss ging es teilweise sehr rasant hin und her.
Fazit: Ein sehr interessanter Roman mit originellem Thema und ansprechendem Drumherum.

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Veröffentlicht am 05.10.2017

Kaffeefahrt mal anders - es ist Obacht geboten in Beetlefucky!

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Hä? Beetlefucky? Ich war total irritiert, als Hauptfigur Obediah Chalon (seines Zeichens Fälscher, Betrüger und sogenannter Virtuoso) diesen Ortsnamen das erste Mal in den Mund nahm. Moment mal. Ein englischer ...

Hä? Beetlefucky? Ich war total irritiert, als Hauptfigur Obediah Chalon (seines Zeichens Fälscher, Betrüger und sogenannter Virtuoso) diesen Ortsnamen das erste Mal in den Mund nahm. Moment mal. Ein englischer Ortsname in Arabien? Und dann noch so einer? Da kann was nicht stimmen. Ein paar Zeilen später war die Verwirrung aufgeklärt. Denn Obediah meinte natürlich Beit al-Fakih, wo er gedachte, Kaffeepflanzen zu entwenden. Ah ja. Ich musste schmunzeln und an dieser kleinen Anekdote merkt man, was dieses Buch auszeichnet: der Humor, der – nicht zu oft, aber umso treffsicherer – zwischen den ansonsten recht abenteuerlichen Zeilen aufblitzt.

Für dieses Buch sollte man sich etwas mehr Zeit einplanen, denn die vielen Verstrickungen der spionierenden Mächte und damit auch die zahlreichen Personen, noch dazu gewandet in eine Sprache irgendwo zwischen 17. und 21. Jahrhundert, wollen erstmal (ein-)geordnet sein. Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit dem Buch. Ich kannte ein Buch von Hillenbrand aus seiner Luxemburger Krimi-Reihe um den Koch Xafier Kieffer und hatte daher nicht unbedingt diese Sprache erwartet, die unheimlich viele historische Begriffe enthält (die ich zum Teil auch erstmal nachschlagen musste). Ein Hoch auf das Glossar am Ende des Romans, dort wurden zumindest die meisten der mir unbekannten Worte und Namen erklärt. Aber am Anfang macht das Hin- und Herblättern das Lesen doch ein bisschen schwer.

Als ich mich dann aber in das Buch eingefunden hatte, wurde die Geschichte immer fesselnder. Obediah ist ein sympathisches Schlitzohr und seine Kumpanen auf der „Kaffeefahrt“ gen Mocha und Beit al-Fakih habebn alle etwas Besonderes. Man weiß zwischendurch nicht mehr, wem man trauen kann und wem nicht – das macht die Lektüre besonders spannend. Leider war der eigentliche Kaffeeraub dann nicht viel mehr als eine kurze Episode, während die gesamte Unternehmung drum herum sehr ausführlich dargestellt wird.

Das Buch gibt einen Einblick in die historische Entwicklung der Wirtschaft, da werden Bankgeschäfte genauso thematisiert wie die Ränke zwischen den „Großkopferten“ – ein Schelm, wer diese Gedanken in die Gegenwart transferiert. Denn viel geändert hat sich offenbar nicht, auch wenn heutzutage weniger Blut dabei fließt.

Ich empfand das Buch als ungewöhnlichen historischen Roman, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nur an der Sprache oder auch dem eher unkonventionellen Thema und der Entwicklung der Handlung liegt. Es ist definitiv lesenswert – aber man sollte sich dabei etwas Zeit lassen. Vielleicht mit einer schönen heißen Tasse Kaffee.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Wie kam der Kaffee nach...

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Ein spannendes Thema: das türkische Kaffeemonpol soll gebrochen werden, reiche niederländische Kaufleute möchten selber satten Gewinn machen. Allerdings werden die Kaffeebäumchen streng bewacht, ein Diebstahl ...

Ein spannendes Thema: das türkische Kaffeemonpol soll gebrochen werden, reiche niederländische Kaufleute möchten selber satten Gewinn machen. Allerdings werden die Kaffeebäumchen streng bewacht, ein Diebstahl scheint nahezu unmöglich. Nun gibt es aber Obadiah Chalon, einen verarmten Adligen und begabten Fälscher von Urkunden, Passierscheinen, Verschreibungen, gesegnet mit einem flinken Verstand. In London droht er wegen Betrugs aufzufliegen, also flüchtet er in die Niederlande, aber auch dort verspekuliert er sich und landet im Zuchthaus. Überraschend bekommt er ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann: reiche Kaufherren wünschen, dass er Kaffeepflanzen stiehlt und rüsten ihn mit entsprechenden Geldmitteln für dieses Unternehmen aus.
So eine Steilvorlage, so ein angesehener Autor! Ich hatte Riesenlust, ein tolles Buch zu lesen...
Viele sehr ausführliche Erklärungen, philosophische Exkurse, unnötige Längen nahmen mir ein wenig den Spaß. Die Truppe, die Obadiah zusammenstellte, bot enormes Potenzial: eine Verkleidungskünstlerin, ein Seebär, ein Wissenschaftler, ein adliger Meisterdieb, der erst befreit werden musste.... Richtig warm wurde ich mit Keinem, ebensowenig wie mit der Hauptperson - zu wenig menschliche Eigenheiten, Charakterzüge-. Und immer wieder ausführliche Exkurse zu Geheimschriften, sogar komplizierte Binärcodes wurden bemüht. Planung und Vorbereitung wurden sehr ausführlich dargelegt, aber der "Knaller", der eigentliche Raub, blieb in Form einer Geschichte in der Geschichte ziemlich blass... Auf der Flucht ging natürlich Einiges schief, aber wenigstens waren hier doch mal Gefühle im Spiel. Viel Pech für Herrn Chalon, dennoch ein versöhnliches Ende.
Lesenswert; wer sich für Geheimschriften und deren Dechiffrierung interessiert, wird bestens bedient; wer Abenteuer mag und die Story selbst mit Phantasie anreichert, wird gut unterhalten. Ich habe durchaus viele Passagen gern gelesen und meine, Verzicht auf einige Erklärungen und Längen würden dem Buch gut tun.

Veröffentlicht am 23.05.2020

Schöne Geschichte

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Das Buch ist ist eine nette Geschichte, eine Mischung aus Räuberpistole und historischem Roman mit einer Prise Amore rund um den tatkräftigen Intelektuellen Obediah Chalon. Ein charmanter, belesener und ...

Das Buch ist ist eine nette Geschichte, eine Mischung aus Räuberpistole und historischem Roman mit einer Prise Amore rund um den tatkräftigen Intelektuellen Obediah Chalon. Ein charmanter, belesener und gut vernetzter Betrüger, der ein Geschäft angeboten bekommt das er nicht ablehnen kann und will: Kaffeepflanzen aus dem Orient stehlen um das bestehende Monopol zu brechen.
Er stellt sich dazu eine Truppe mit verschiedensten Talenten zusammen, das erinnerte mich etwas an Oceans 11 oder Der Hobbit. Die Sprache ist manchmal nicht ganz so flüssig zu lesen weil es zT. „alte Sprache“ des 18. Jhd. ist, aber das Buch entschädigt mit einem netten und überraschenden Ende.
Hat mir gut gefallen, wenn auch nicht einer der Top Titel der letzten Monate.

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