Cover-Bild Hologrammatica

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 15.02.2018
  • ISBN: 9783462051490
Tom Hillenbrand

Hologrammatica

Thriller
Ungeheuer spannend – Bestsellerautor Tom Hillenbrand entwirft in seinem neuen Thriller ein spektakuläres Bild unserer Gesellschaft am Ende des 21. Jahrhunderts.Wenn künstliche Intelligenz die Probleme der Welt lösen kann – sind wir dazu bereit, die Kontrolle abzugeben?
Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor. Sein Job ist es, verschwundene Personen wiederzufinden. Davon gibt es viele, denn der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe. Singh wird beauftragt, die Computerexpertin Juliette Perotte aufzuspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Bald stellt sich heraus, dass Perotte Kontakt zu einem brillanten Programmierer hatte. Gemeinsam waren sie einem großen Geheimnis auf der Spur. Der Programmierer scheint Perotte gekidnappt zu haben. Je tiefer Singh in die Geschichte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist.
Tom Hillenbrand, dessen Sachbücher und Romane sich bereits hunderttausende Male verkauft haben, in mehrere Sprachen übersetzt sind und auf der SPIEGEL-Bestseller- sowie der Zeit-Bestenliste standen, setzt mit seinem Science Fiction-Thriller 'Hologrammatica' neue Maßstäbe und zieht den Leser mit spektakulärem Sog in die Zukunft.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2018

Science-Fiction-Genremix mit Humor und Action

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Schon das Cover hebt sich ab und verrät, dass es sich hier um keinen normalen Thriller handelt. Vielmehr würde ich das Buch unter Science-Fiction einordnen.
Hauptfigur ist Galahad Singh, der im Jahr 2088 ...

Schon das Cover hebt sich ab und verrät, dass es sich hier um keinen normalen Thriller handelt. Vielmehr würde ich das Buch unter Science-Fiction einordnen.
Hauptfigur ist Galahad Singh, der im Jahr 2088 in London lebt und arbeitet. Sein Job ist mit einem Privatdetektiv zu vergleichen, allerdings hat er sich auf das Aufspüren vermisster Personen spezialisiert. Das ist in der Zukunft nicht mehr so einfach, denn Menschen können ihr Aussehen verändern und sich einen neuen Namen aussuchen. Der Klimawandel hat großen Schaden angerichtet und die technologische Entwicklung schreitet weiter voran.

„Im Tal des Todes haben sie eine neue Rekordtemperatur gemessen, einundsiebzig Grad Celsius. Ein Streik droht, den Spacelift in New Albion lahmzulegen. In der Nähe von Jakutsk sind zwei neue Siedlungen eingeweiht worden ...“

In dieser neuen Welt ist es möglich, die eigenen Erinnerungen zu digitalisieren, zu speichern und sogar in andere (mit entsprechender Technik ausgestattete) Körper zu laden. Dabei scheinen die Möglichkeiten zunächst unbegrenzt, Männer werden zu Frauen, Körper können getötet werden, ohne das ein Mensch stirbt und man weiß nie, wen man eigentlich vor sich hat.
Aber es gibt noch Grenzen und Probleme, die auch die besten Wissenschaftler nicht erklären können.

„Wenn die Funktionsweise des menschlichen Gehirns so simpel wäre, dass wir sie verstehen könnten, wären wir so simpel, dass wir sie nicht verstehen könnten.“

Aber auch die physische Umgebung, wie Häuser oder Straßen sind nicht immer das, wonach sie aussehen. Das Holonet umspannt die Welt und ermöglicht holographische Effekte, die für jeden sichtbar sind. So wirken Straßen immer sauber und Häuser immer frisch verputzt. Singh verstrickt sich immer mehr in die Wirklichkeit, die darunter liegt.

Der Autor baut eine Zukunft auf, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach mehr über diese schöne, neue Welt erfahren wollte. Tom Hillenbrand beschreibt so detailgetreu und bildhaft, dass ich das Gefühl hatte neben Singh herzulaufen. Geholfen hat sicherlich auch, dass die Hauptfigur etwas ganz besonderes ist ohne darum Aufsehen gemacht wird. Galahad Singh ist Inder, was für einen coolen Privatdetektiv vielleicht eher selten ist, dazu ist er auch noch schwul. Also ganz anders, als die austauschbaren Typen, die in anderen Werken auftauchen.

Am Ende musste ich mich dann aber ganz schön konzentrieren, um nicht den Anschluss zu verpassen. Es wird kompliziert und vielleicht auch nicht ganz schlüssig. Natürlich habe ich mir eine einfache Erklärung gewünscht, aber das kann es in dieser Zukunft voller KI, Computer und Technik gar nicht geben.

Leseempfehlung für alle Science-Fiction-Nerds mit Humor.

Veröffentlicht am 18.07.2018

In welcher Form ist der Mensch ein Mensch?

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In seinem dystopischen ScienceFiction-Thriller „Hologrammatica“ nahm Tom Hillenbrand mich mit in das Jahr 2088 genommen. In London lebt der Quästor Galahad Singh, der mir von seiner Grundeinstellung her ...

In seinem dystopischen ScienceFiction-Thriller „Hologrammatica“ nahm Tom Hillenbrand mich mit in das Jahr 2088 genommen. In London lebt der Quästor Galahad Singh, der mir von seiner Grundeinstellung her schnell sympathisch wurde. Er stammt aus einer bekannten Unternehmerfamilie, soll eigentlich eines Tages die Führung dort übernehmen. Stattdessen geht er aber lieber seinem Job nach, verschwundene Personen zu finden. Das hat auch persönliche Gründe. Einer seiner Aufträge ist die Suche nach der Pariserin Juliette Perotte, einer Softwarentwicklerin. Sie arbeitet an Verfahren zur Verschlüsselung von MindUploads mit. Bald schon ändert sich der ursprünglich angenommene Hintergrund für das Verschwinden der Gesuchten und Galahad geht von einer Entführung aus. Neben den Fragen nach dem Aufenthaltsort und dem Warum stellt sich für ihn bald auch die Frage nach der Daseinsform des Entführers.

Hologrammatica ist ein durchgehend spannend geschriebener, sehr komplexer Thriller. Tom Hillenbrand entwirft ein realistisch erscheinendes Zukunftsbild von der Menschheit, ihrer Welt und auch darüber hinaus. Er lässt seinen Protagonisten im Rückblick von den Ereignissen der vergangenen etwa 50 Jahre erzählen, aus denen ein Zwischenfall hervorsticht bei dem eine Künstliche Intelligenz dazu beitrug, die Bevölkerung zu dezimieren. Der Autor beschreibt stellenweise detailverliebt und dadurch nachvollziehbar. Die Fäden der Geschichte behält er in der Hand und gibt etwa auf der Hälfte der Erzählung nochmals einen Gesamtüberblick über die inzwischen aufgebaute Szenerie. Ich fand es sehr beeindruckend mit welcher Raffinesse er Möglichkeiten der Existenz beschrieben hat, bei denen letztlich schwer zu definieren ist, ob es sich dabei noch um Mensch oder Software in einem menschlichen Körper handelt.

Tom Hillenbrand hat mit Verve über die kommenden Jahrzehnte geschrieben und dabei etliche neuartige Ideen eingebaut. Dabei lässt er eine kritische Auseinandersetzung im Umgang mit Daten anklingen ebenso wie mit der Frage, woran man den Begriff Mensch verorten kann, wenn es möglich ist, sich in verschiedenen Daseinsformen zu zeigen. Ich fand „Hologrammatica“ spannend bis zum Ende, lesens- und unterhaltenswert und empfehle das Buch gerne weiter an Leser des Genres ScienceFiction.

Veröffentlicht am 08.07.2018

spannende SciFi

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Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor, auf der Suche nach verschwundenen Personen. Er soll die Computerexpertin Juliette Perotte aufspüren, die Verschlüsselungen für ...

Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor, auf der Suche nach verschwundenen Personen. Er soll die Computerexpertin Juliette Perotte aufspüren, die Verschlüsselungen für sogenannte Cogits entwickelte – digitale Gehirne, mithilfe derer man sich in andere Körper hochladen kann. Der Klimawandel hat eine Völkerwanderung ausgelöst, neuartige Techniken wie Holonet und Mind Uploading ermöglichen es, die eigene Identität zu wechseln wie ein paar Schuhe, und je tiefer Singh in die Geschichte von Juliette Perotte eintaucht, umso mehr zweifelt er daran, dass sein Gegenspieler ein Mensch ist.
Ein spannender Roman, der erschreckend aktuell erscheint – künstliche Intelligenz als Segen oder eher Fluch? Beim Lesen hat man das Gefühl, dass all dies Wirklichkeit werden oder teilweise bereits sein könnte.
Anders als die Romane, die ich von dem Autor bereits kenne, aber sehr spannend geschrieben.

Veröffentlicht am 09.05.2018

Einzigartige Kombination von Sci-Fi und Krimi

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Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor, seine Aufgabe ist es, verschwundene Menschen aufzufinden. Nun soll er die Computerexpertin Juliette Perotte ausfindig machen. ...

Ende des 21. Jahrhunderts arbeitet der Londoner Galahad Singh als Quästor, seine Aufgabe ist es, verschwundene Menschen aufzufinden. Nun soll er die Computerexpertin Juliette Perotte ausfindig machen. Ein scheinbar einfacher Job, doch je mehr Singh sich in die Recherche um sie vertieft, umso schwieriger erscheint es, an sie überhaupt herankommen zu können.

Einen ganz besonderen Thriller zum Thema künstliche Intelligenz legt der Autor Tom Hillenbrand dem Leser vor. Es ist eine ganz komplexe Vision, in der ich mich erstmal zurechtfinden musste, so unterschiedlich war sie zu unserer heutigen Umwelt. Dabei spielt der Autor mit vielen Ängsten, die uns bereits heute plagen im Umgang mit künstlicher Intelligenz, wie auch mit den Hoffnungen, die wir dazu hegen. So vieles davon scheint ziemlich weit weg von uns zu sein, doch wer von uns mag vorhersagen, wo die Welt am Ende dieses Jahrhunderts stehen wird? In dieses Setting bindet der Autor einen Krimi ein, der die Umstände dieser fiktiven Welt auf eine ganz besondere Art nutzt.

Manchmal fand ich es recht schwierig, dem Roman zu folgen, zu viele Fremdwörter oder ungewohnte Worte brachten meinen Lesefluss ins Stolpern, zudem empfand ich manche Sequenz als langatmig. Auf das Hologrammlexikon wurde dankenswerterweise bereits vor Beginn der Lektüre hingewiesen.

Trotz der geschilderten Mängel überwiegt für mich dennoch der Lesegenuss, so dass ich dem Buch vier von fünf Sternen geben möchte, sowie eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.04.2018

Lesefluss wird ausgebremst

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Die Welt im Jahre 2088 ist ein recht kalter und unpersönlicher Lebensort. Viele Menschen verstecken ihr wahres Äußeres hinter einem „Holopolish“, einer aufprojizierten Erscheinung. Zudem ist es möglich, ...

Die Welt im Jahre 2088 ist ein recht kalter und unpersönlicher Lebensort. Viele Menschen verstecken ihr wahres Äußeres hinter einem „Holopolish“, einer aufprojizierten Erscheinung. Zudem ist es möglich, sich in einem anderen „Gefäß“, sprich Körper, hochzuladen. So weiß niemand wirklich, wer sein Gegenüber letztlich ist. Das macht das soziale Miteinander eigentlich unmöglich. In diesem sehr futuristisch anmutenden Szenario macht sich Galahad Singh, ein Privatermittler, auf die Suche nach der vermissten Computerexpertin Juliette Perotte, die bahnbrechenden Entdeckungen auf der Spur war. Hat ihr Verschwinden mit dieser Arbeit zu tun, ist jemand an ihren Entdeckungen so stark interessiert, dass er dafür ein Kapitalverbrechen verübt? Oder liegt das Motiv doch eher im zwischenmenschlichen Bereich? Für Galahad beginnt eine weltumspannende Suche, die ihn an seine körperlichen und technischen Grenzen bringt.
Der vielseitige Autor Tom Hillenbrand hat mit „Hologrammatica“ einen Zukunftsthriller geschrieben, der dem Leser eine Welt aufzeigt, in der ich nicht leben möchte. Eigentlich ist nichts so wie es scheint, alles und jeder versteckt sein wahres Ich hinter einer schönen Fassade. Als Leser muss man bereit sein, sich auf diesen Thriller einzulassen, mir fiel es zeitweise etwas schwer. Alleine die vielen futuristischen Begriffe haben meinen Lesefluss ein ums andere Mal gehemmt. Das fand ich etwas schade, zumal der Schreibstil ansonsten sehr flüssig und gut zu lesen ist. Der schwule Protagonist Galahad ist in dieser Geschichte ein noch recht menschlicher Zeitgenosse, gerade auch seine Liebe zur Musik macht ihn sympathisch. Das Cover ist sehr gut gelungen, das wie eine optische Täuschung erscheinende Muster passt super zum Buch und fällt in der Buchhandlung garantiert auf. Auch der Titel „Hologrammatica“ passt bestens zur Geschichte, auch wenn man sich vor dem Lesen dieses Thrillers kaum etwas Konkretes darunter vorstellen kann.
Das Buch konnte mich leider nicht restlos überzeugen, der Text ist mir in diesem Fall mit zu vielen nicht sofort verständlichen Begriffen gespickt.