Cover-Bild Wer die Toten stört
(21)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Spannung
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.11.2025
  • ISBN: 9783757701413
A. Rae Dunlap

Wer die Toten stört

Historischer Thriller über Grabräuber, Serienkiller und den unbändigen Wunsch nach Wissen und medizinischen Fertigkeiten. Historischer Roman
Axel Franken (Übersetzer)

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2025

Medizin und Verbrechen im Jahr 1828

1

"Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap ist eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion.

Edinburgh 1828: Der aus guten Verhältnissen stammende James Willoughhby kommt von Oxford nach ...

"Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap ist eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion.

Edinburgh 1828: Der aus guten Verhältnissen stammende James Willoughhby kommt von Oxford nach Edinburgh, um dort Medizin zu studieren. Die Möglichkeiten, direkt an der Universität anatomische und chirurgische Studien zu betreiben, sind mangels Leichen nicht möglich. Lediglich private Institute bieten gegen Geld diese Möglichkeit. Allerdings werden hier die Leichen nicht auf legale Weise beschafft, was James allerdings aus Naivität niicht erkennt.. Nachdem er Nye MacKinnon kennengelernt hat, stolpert er zunächst unwissentlich, dann aber bewusst in ein düsteres Geschäft. Er betätigt sich als Leichenräuber, auch um sich Geld für Unterkunft und Studium zu verdienen. Alles läuft gut bis zu dem Tag, an dem sie ins Visier der (historisch verbürgten) Serienmörder Burke und Hare sowie dem Mediziner Knox (ebenfalls historisch verbürgt) geraten. So ganz nebenbei entwickelt sich zwischen James und Nye eine zu dieser Zeit natürlich verbotene Liebesgeschichte.

Aufgrund meiner Liebe zu Edinburgh und medizinischen Interesses habe ich zu diesem historischen Roman gegriffen und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin versteht es sehr geschickt, Historie und Fiktion miteinander zu verknüpfen. Hierzu bedient sie sich einer sehr bildhaften Sprache, die die Lesenden nicht nur ins damalige Edinburgh versetzen, sondern auch die medizinischen Beschreibungen vor dem geistigen Auge erscheinen lassen. Diese Details sind nichts für Weicheier! Ich fand mich sofort mitten im Geschehen und habe den Roman genossen. Die düstere Atmosphäre ist fühl-, greif- und riechbar beschrieben.. Die Reise in eine Zeit, in der die Schere zwischen arm und reich nicht nur aufgrund von Geld, sondern auch mit Vorurteilen gegenüber den armen Menschen existiert. Ein Adliger oder berühmter Arzt sagt die Wahrheit, ein armer Mensch lügt! Auch die Beziehung zwischen James und Nye mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten hat die Autorin gut herausgearbeitet. Ich mochte die beiden Hauptprotagonisten. Frauen spielen in diesem Roman bis auf zwei Personen eine untergeordnete Rolle, ebenfalls der damaligen Zeit entsprechend. Was mich erschüttert hat ist, dass es sich um historische Tatsachen handelt. Von Burke, Hare und Knox hatte ich vorher noch nie etwas gehört. In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es sogar Filme über diese zweifelhaften Herrschaften gibt.

Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, nicht nur an Edinburgh-Fans, sondern auch an alle, die sich für das Erlernen medizinischer Fachkenntnisse in der Zeit vor 200 Jahren interessieren. Der Roman bekommt von mir 5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2025

Ein besonderer und schöner Schreibstil

0

Immer wieder lese ich sehr gerne historische Romane, die mich an andere Orte entführen, etwas dazulernen lassen und mit interessanten Charakteren unterhalten. Bei diesem Klappentext wurde meine Neugier ...

Immer wieder lese ich sehr gerne historische Romane, die mich an andere Orte entführen, etwas dazulernen lassen und mit interessanten Charakteren unterhalten. Bei diesem Klappentext wurde meine Neugier sofort geweckt, denn das Thema Medizin in vergangenen Zeiten interessiert mich alleine schon durch meinen Beruf in der Gesundheitsbranche. Ich wurde auch ganz wunderbar von der Geschichte unterhalten und bin gerne in diese düstere, spannende Zeit eingetaucht.

Die Geschichte führt den Leser nach Schottland ins Jahr 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen.

In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre und ist schön bildlich. Er ist sehr aussergewöhnlich und schön und erinnert an Literatur vergangener Zeiten. Dies ist für das Buch natürlich ein echter Pluspunkt, außerdem ist meist ein schöner Lesefluss gegeben und es gab nur wenig langatmige Passagen. Darüber hinaus konnte ich einiges dazu lernen hinsichtlich der damaligen Medizin und wie schwer es war an geeignetes "Material" für die praktischen Vorlesungen zu gelangen. Ich fand es sehr interessant wie die Autorin Fiktion mit realen Ereignissen und Personen der damaligen Zeit vermischt hat und ihr ist dadurch ein sehr spannender und düsterer Roman gelungen, der einem teilweise die Haare zu Berge stehen lässt!

Der Protagonist James ist anfangs ein ziemlicher Schnösel, doch schnell muss er lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Die kleine queere Liebesgeschichte fügt sich sehr gut in die Story ein, ohne sie zu überlagern. Vorallem das Ende wurde dann nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gab immer wieder Überraschungen und eine mitreißende Handlung.

Bei diesem Buch erhält man einige historische Infos, einen Einblick in das Leben des früheren Medizinstudenten aber auch gegen Ende mächtig Spannung. Ich wurde gut von dem Buch unterhalten und vergebe dafür 4,5 von 5 Sternen. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.12.2025

Fiktion trifft auf Geschichte

0

Rundum ein sehr gelungener Roman, der wahre Begebrnheiten und Personen mit spannender Fiktion untermalt.
Ich habe das Buch schon fast verschlungen.
Die grotesken Beschreibungen, die Spannung, aber auch ...

Rundum ein sehr gelungener Roman, der wahre Begebrnheiten und Personen mit spannender Fiktion untermalt.
Ich habe das Buch schon fast verschlungen.
Die grotesken Beschreibungen, die Spannung, aber auch die sehr überraschende Dynamik der Hauptcharaktere hat sehr viel Spaß gemacht.
Der Leser begleitet James durch seine Abenteuer in Edinburgh und man wird Teil seiner Höhen und Tiefen, seiner Gedanken, aber auch seiner Ängste und Zweifel. Als wäre man selbst Teil der Geschichte lernt man ihn kennen und schaut dabei zu, wie sich James verändert und zu dem Mann wird, der am Ende des Buches vor einem steht.
Das gepaart mit den auf wahren Ereignissen beruhenden Personen und Vorfällen bildet eine wundervolle, spannende Geschichte bei der man das Buch fast gar nicht aus den Händen legen möchte.

Zum Ende hin fehlte mir der schulisch-medizinische Teil doch ein wenig. Ich war davon ausgegangen, dass dieser viel aktiver Teil der Geschichte sein würde, doch rutschte das irgendwann etwas zu weit in den Hintergrund - aber mehr habe ich per se gar nicht auszusetzen.
Ich bin sehr gespannt, ob wir in geraumer Zeit mit einer Fortsetzung rechnen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.12.2025

Zwischen Leichen, Liebe und Moral – Ein fesselnder historischer Roman

0

MEINE MEINUNG

Mit ihrem Debüt „Wer die Toten stört“ hat A. Rae Dunlap einen vielschichtigen historischen Spannungsroman vorgelegt, in dem dunkle Aspekte der Medizingeschichte, True-Crime-Elemente und ...

MEINE MEINUNG

Mit ihrem Debüt „Wer die Toten stört“ hat A. Rae Dunlap einen vielschichtigen historischen Spannungsroman vorgelegt, in dem dunkle Aspekte der Medizingeschichte, True-Crime-Elemente und eine zarte queere Liebesgeschichte geschickt miteinander verwoben sind. Die Handlung ist im Edinburgh des frühen 19. Jahrhunderts angesiedelt, wo die intensiven Anatomiestudien der Medizinstudenten in privaten medizinischen Instituten ungewöhnliche Praktiken eines florierenden Leichendiebstahls nach sich ziehen, um den stetig wachsenden Bedarf an Präparaten zu decken. Es entfaltet sich eine faszinierend düstere, vielschichte Geschichte vor historischem Hintergrund, die mit morbiden Szenen, nachdenklich stimmenden Passagen und humorvollen Episoden zu unterhalten weiß.

Im Mittelpunkt steht der junge Medizinstudent James aus einer verarmten englischen Adelsfamilie, der rückblickend erzählt und sich immer wieder direkt an uns Leser wendet, sodass wir an seinen Erlebnissen in Edinburgh sehr unmittelbar teilhaben. Um seine ehrgeizigen Zukunftspläne voranzutreiben und sein Studium weiter finanzieren zu können, geht er eine gewagte Zweckgemeinschaft mit dem charismatischen Anatomieassistenten und Grabräuber Aneurin ein und beteiligt sich an dubiosen nächtlichen Ausgrabungen der für die anatomische Ausbildung dringend benötigten Leichen.
Was aus existenzieller Not heraus als nüchterne Geschäftsbeziehung beginnt, entwickelt sich im Verlauf der abwechslungsreichen Handlung zu einem gefahrvollen Unterfangen, das James moralische Grenzen immer starker ins Wanken bringt. Der von Misstrauen, ethischen Zweifeln und Schuldgefühlen geplagte James spürt zunehmend eine Anziehung zu dem unnahbaren Aneurin. Aus der pragmatischen Zusammenarbeit heraus entsteht eine komplexe, von unausgesprochenen Gefühlen aufgeladene Beziehung, die sich zwischen Nähe und Distanz, Vertrauen und Selbstschutz bewegt.
Mit ihrem pointierten, bildreichen Schreibstil versteht es Dunlap, uns ins düstere Edinburgh des 19. Jahrhunderts zu entführen. Trotz der oft morbiden Grundstimmung sorgt ihr trockener, bisweilen schwarzer Humor immer wieder für humorvolle Momente und wohltuende Leichtigkeit.
Vor farbenprächtigem historischen Setting verwebt sie reale historische Hintergründe mit ihrer fiktiven Handlung zu einer spannenden und nachdenklich stimmenden Geschichte. So geht es nicht nur um die skurrilen Praktiken erfindungsreicher Grabräuber und eine erschütternde, historisch verbürgte Mordserie, sondern auch um Standesdünkel, Korruption und die dunklen Machenschaften der medizinischen Zunft jener Epoche.
Hervorragend gelingt es ihr durch lebendige Milieubeschreibungen, detailreiche Einblicke ins Alltagsleben sowie anschauliche Schilderungen des gesellschaftlichen Klimas, ein facettenreiches, glaubwürdiges Bild dieser ambivalenten Zeit zu entwerfen, in der wissenschaftlicher Fortschritt und moralische Verrohung eng miteinander verflochten waren.
Sehr spannend ist der Einblick in die Welt der frühen Medizin und die Philosophie des Männerbunds der sogenannten Auferstehungsmacher, die den Leichen durch ihren vermeintlich verwerflichen Einsatz ein zweites sinnvolles Leben verschaffen wollten. Die historischen Hintergründe und True-Crime-Aspekte rund um das berüchtigte Verbrecherduo Burke und Hare sind sorgfältig recherchiert und anschaulich in die Handlung eingebunden. Ein ausführliches Nachwort mit weiteren Details zur Vertiefung ist sehr gelungen.
Ob nun die gruseligen Details nächtlicher Leichenbergungen auf dem Friedhof, die kollegialen Zusammenkünfte der jungen Medizinstudenten in den schäbigen Kneipen oder das harte Leben der einfachen Bevölkerung, die mit Armut, Hunger und sozialer Ungerechtigkeiten ringt – all diese Facetten verwebt Dunlap zu einem stimmigen, sehr atmosphärischen Portrait jener Zeit. Eindringlich beleuchtet die Autorin nicht nur ethische Fragen und moralische Graubereiche rund um das Grabräubertum, sondern auch Machtstrukturen des Adels und starre gesellschaftliche Konventionen, die das Leben ihrer Hauptfiguren einengen.
Besonders gelungen sind die vielschichtig gestalteten Charaktere, allen voran der sympathische Protagonist James, dessen persönliche Entwicklung einfühlsam und überzeugend gezeichnet wird. Mit seiner Mischung aus Unsicherheit, Naivität, Idealismus und bemerkenswertem Talent in der Anatomie wächst er einem rasch ans Herz, sodass man ihn fast vor all den Abgründen seiner Welt beschützen möchte. Glaubwürdig werden sowohl seine Stärken als auch seine Verletzlichkeit, inneren Konflikte und moralischen Bedenken ausgelotet. Im Ringen um Freiheit und Selbstbestimmung setzt er sich mit großer Widerstandskraft über gesellschaftliche Zwänge und familiäre Erwartungen hinweg und wächst trotz vielfältiger Gefahren und möglicher Folgen seines Handelns immer mehr über sich hinaus.

Auch der geheimnisvolle, etwas finster wirkende Aneurin überzeugt mit seiner charismatischen, komplexen Persönlichkeit und seiner problematischen Vergangenheit. Er sieht sich ganz  dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und medizinischen Fortschritt verpflichtet, was ihn in heikle moralische Situationen treibt. Die Darstellung ihrer Gedanken- und Gefühlswelt ist nachvollziehbar und stimmig. Auch die Nebenfiguren sind entsprechend ihrer Funktion durchweg interessant und differenziert ausgestaltet und sorgen für Abwechslung.

Die komplexe Beziehung zwischen James und Aneurin bringt eine spannende Dynamik in die Handlung und ihre Wortgefechte sorgen selbst in makabren Szenen immer wieder für charmante, humorvolle Momente. Die sich langsam entwickelnde Zuneigung wird dabei aber durch gesellschaftliche Barrieren und Klassenunterschiede herausgefordert, sodass sie in der Öffentlichkeit auf einen rein kameradschaftlichen Umgang bedacht sein müssen. Nach einem eher gemächlichen Einstieg, in dem zunächst das Setting, der medizinische Hintergrund und die innere Konflikte des Erzählers James eingeführt werden, zieht das Tempo allmählich an und die Handlung gewinnt spürbar an Dynamik. Der eigentliche True-Crime-Anteil tritt leider hinter der queeren Liebesgeschichte lange Zeit zurück und rückt erst im späteren Verlauf in den Vordergrund. Auch das hochspannende, fast filmreife Finale wird relativ knapp erzählt und hätte noch deutlich breiter ausgestaltet werden können.

Dennoch überzeugt die gut recherchierte, vielschichtige Geschichte nicht nur als queere Coming of Age Erzählung, sondern auch als spannender, auf wahren Begebenheiten beruhender Kriminalfall mit einem lebendigen Zeitporträt und aufschlussreichen Einblicken in die Medizingeschichte. Mit dem etwas offenen Ausklang macht sie zudem neugierig auf mögliche weitere Abenteuer von James und Aneurin im historischen London.


FAZIT

Ein atmosphärisch dichter historischer Roman, der subtile Schauermomente und ein eindrucksvolles Zeitkolorit mit Gay Romance, facettenreichen Charakteren und einer moralisch komplexen Thematik der Medizingeschichte überzeugend verbindet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 18.12.2025

Grabräuber und Liebe!

1

In diesem Buch folgen wir James Willoughby, der nach Edinburgh zieht, um Medizin zu studieren. Im Edinburgh des 19. Jahrhunderts besucht James eine private Chirurgieschule und es dauert nicht lang, bis ...

In diesem Buch folgen wir James Willoughby, der nach Edinburgh zieht, um Medizin zu studieren. Im Edinburgh des 19. Jahrhunderts besucht James eine private Chirurgieschule und es dauert nicht lang, bis James damit konfrontiert wird, was in dieser Stadt und in den hiesigen Schulen hinter den Kulissen alles abläuft und es stellt sich die Frage, inwiefern er involviert sein möchte, um seine medizinische Karriere voranzutreiben.
Zusammen mit dem jungen Sezierer Nye begibt sich James dabei in spannende Abenteuer und begegnet dabei den ein oder anderen zwielichtigen Gestalten.

Der Schreibstil von A. Rae Dunlap hat mir sehr gut gefallen. Man fliegt förmlich durch das Buch und es fühlt sich so an, als würde sich ein Film im eigenen Kopf abspielen. Die Beziehung, die sich zwischen Nye und James entwickelt, hat mir auch sehr gefallen, vor allem, weil sie zu einer tollen Charakterentwicklung von James beiträgt.
Es ist ein genialer Genre Mix, der mich durch den Mystery-Teil auch sehr dazu angetrieben hat, stets weiterlesen zu wollen.
Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung und ich werde nach weiteren Büchern dieser Autorin Ausschau halten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung