Cover-Bild Ein angesehener Mann

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 10.07.2017
  • ISBN: 9783453421738
Abir Mukherjee

Ein angesehener Mann

Roman
Jens Plassmann (Übersetzer)

Ausgezeichnet mit dem Endeavour Historical Dagger für den besten historischen Kriminalroman des JahresKalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2019

Eine erschreckend coole Zeitreise

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Der Plot:
Der Captain, erst kurz in Kalkutta, ist mit den Gebräuchen noch nicht so richtig warm geworden, als man ihm seinen ersten Auftrag in Kalkutta überträgt. Aber zu Beginn geht es gar nicht so sehr ...

Der Plot:
Der Captain, erst kurz in Kalkutta, ist mit den Gebräuchen noch nicht so richtig warm geworden, als man ihm seinen ersten Auftrag in Kalkutta überträgt. Aber zu Beginn geht es gar nicht so sehr um die Aufklärung, vielmehr lernt man Land und Leute, und vor allem das Klima und die (volks-)wirtschaftliche Situation kennen. Die Beschreibungen der Kolonialzeit stehen im Vordergrund. Auch wenn man nicht auf historische Romane abfährt, binnen weniger Seiten wird man gepackt. Vertrauen steht vorurteilhaftem Misstrauen gegenüber, die vermutete Wahrheit der vermeintlichen Lüge. „Very british! The enemy of my enemy is my friend!”

Die Personen:
Die Personen werden in kurzen Rückblicken, aber auch Einblicken in deren Psyche, sowie deren Denkweisen vorgestellt. Selbst die Diskrepanz zwischen dem geprägten Denken und dem tatsächlichen Handeln wird klar und deutlich beschrieben. Wie auch die Gesetze, die Politik, das Gesellschaftssystem und die Weltanschauungen die Protagonisten in ihrem Denken beeinflussen und steuern. Selbst Mahatma Gandhis revolutionäre Weltanschauung spielt eine nicht unwesentliche Rolle.

Mein Fazit:
Ein Roman, der langsam zum Krimi wird. Ein Kriminalroman, wenn man ihn aufmerksam liest, sehr viel Spannung vermittelt, nicht nur in Bezug auf die Handlung. Je länger der Text fortschreitet, desto weniger will man das Buch zur Seite legen. Und zu guter Letzt bleibt nur entsetztes Kopfschütteln, über die glorreiche, ausbeuterische Zeit der Kolonialherrschaft der Engländer.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Fesselnder Kriminalroman

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Indien 1919: Der britische Ermittler Sam Wyndham ist gerade aus England nach Kalkutta gezogen, doch er hat keine Zeit sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen, denn ein geheimnissvoller Toter taucht plötzlich ...

Indien 1919: Der britische Ermittler Sam Wyndham ist gerade aus England nach Kalkutta gezogen, doch er hat keine Zeit sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen, denn ein geheimnissvoller Toter taucht plötzlich auf. Doch der Tote ist nicht irgendwer. Er ist ist enger Berater des Govenours. Wird Sam Wyndham diese Prüfung bestehen und denn Fall lösen?

Allein die Story klingt für mich schon sehr spannend und als ich angefangen habe zu lesen, musste ich sofort an Agatha Christie denken! Der Fall ist richtig wie ein klassischer Krimi geschrieben und der Stil gefällt mir sehr gut. Außerdem musste ich bei dem Protagonisten Sam Wyndham sofort an Hercule Poirot denken. Nicht so, als wäre dieses Buch nur ein billiger Abklatsch von ihm, sondern als würde Mukherjee es schaffen einen würdigen Nachfolger zu schaffen. Trotzdem hat der Autor sehr viel Neues erschaffen und besonders der Schauplatz ist mir ans Herz gewachsen.

Ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen, der historische Kriminalromane liebt.

Als Schauplatz dient nämlich wie schon gesagt Indien und Mukherjee, dessen Eltern übrigens aus Kalkutta stammen, schafft es wirklich brilliant diesen Ort sehr lebendig wiederzugeben. Alle Orte, auf die man in diesen Roman trifft kommen einem so real vor, als wäre man selbst mal dort gewesen. Dadurch kann man sich wirklich sehr gut in jeden einzelnen Charakter hineinversetzten und bekommt genau die richtige Stimmung für dieses Buch!

Als ich angefangen habe diese Geschichte zu lesen musste ich sofort an die Bücher von Agatha Christie denken

Abir Mukherjee hat sich mit jeder Person in seinem Werk Mühe gegeben. Jeder einzelne kommt lebendig und sympatisch rüber, aber auch bei der Story an sich wird man nicht enttäuscht. Sie ist für den Leser logisch und flüssig und bleibt durchgehend spannend. Generell hat sie alle Eigenschafften, die ein guter Krimi haben sollte. Dieses Buch hat wirklich einen Suchtfaktor! Das beste ist, dass man sich nach diesem Buch auch gleich das Zweite kaufen kann: am 9.Juli 2018 ist "Ein notwendiges Übel" veröffentlicht worden. Der zweite Band der Sam Wyndham Reihe! Der dritte Band wird wird voraussichtlich am 13. Mai 2019 veröffentlicht werden. Wir wissen also jetzt schon, dass es weitergehen wird! Und das ist auch gut so, denn ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen, der historische Kriminalromane liebt.

Fazit:

Bei diesem Buch wurde an alles gedacht: das Cover ist ansprechend und passend, die Story ist logisch und fesselnd und der Schreibstil ist packend. Der perfekte Krimi!

Diese Rezension erschien erstmals auf meinem Blog:
https://www.bookexplorer-fynnliest.com/blog

Veröffentlicht am 13.02.2018

Ein Krimi zum Eintauchen...

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'A rising man' lässt den Leser eintauchen in das Calcutta des frühen 20. Jahrhunderts. Die Kolonialmacht der Briten beginnt langsam zu wanken, denn die Inder streben nach mehr Gerechtigkeit und Freiheit ...

'A rising man' lässt den Leser eintauchen in das Calcutta des frühen 20. Jahrhunderts. Die Kolonialmacht der Briten beginnt langsam zu wanken, denn die Inder streben nach mehr Gerechtigkeit und Freiheit im eigenen Land. Diese werden ihnen jedoch durch neue Gesetze der Briten eher genommen als gegeben.

In dieser politisch geladenen Lage geschieht ein grausamer Mord an einem hohen Offiziellen, ein Funke der zünden könnte. Captain Sam Wyndham, grade frisch aus London angekommen und Sergeant 'Surrender-not' Banerjee, wollen den wahren Täter finden. Etwas das nicht von allen gewollt ist. Schon gar nicht von den Briten selbst.

Dieser Krimi besticht durch seine gelungene historische Einbettung und den für mich unheimlich guten Humor Mukherjees an den richtigen Stellen. Die Wärme der Stadt, die geladene Stimmung der Gesellschaft und die Schwierigkeiten Gerechtigkeit zu finden, kommen hier nur so aus den Seiten geströmt und man tauch ganz darin ein.

Ideal für Krimifans, die etwas mehr von einem Buch erwarten!

Veröffentlicht am 31.01.2018

Gute Unterhaltung

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Wir befinden uns im Jahr 1919 und Capitain Sam Wyndham ist erst vor wenigen Tagen in Kalkutta angekommen. Dort soll er als Ermittler arbeiten und sein erster Fall lässt auch nicht lange auf sich warten: ...

Wir befinden uns im Jahr 1919 und Capitain Sam Wyndham ist erst vor wenigen Tagen in Kalkutta angekommen. Dort soll er als Ermittler arbeiten und sein erster Fall lässt auch nicht lange auf sich warten: Ein wichtiger englischer Verwaltungsbeamte wird ermordet und er soll den Mörder finden. Doch Wyndham kennt sich kaum in der indischen Metropole aus, doch begibt sich mit seinem Assistenten Banerjee sofort in die Ermittlungen nach dem Mörder. Schon bald werden Umstände bekannt, mit denn Wyndham nicht gerechnet hätte, denn sie bringen nicht nur ihn, sondern auch die englische Kolonialmacht in Verbindung mit den neusten Geschehnissen. Auch rund um Kalkutta stellt Wyndham einige Dinge fest, die ihm nicht ganz geheuer sind, denn die Gesellschaft in Kalkutta steht zwischen Tradition und Entwicklung.

Sam Wyndham hat sich gerade erst vom zweiten Weltkrieg erholt, als er nach Indien in die Metropole Kalkutta als Ermittler versetzt wird. Er ist sehr sympathisch, allerdings wird er von Ereignissen aus der Vergangenheit verfolgt. Wyndham wird als durchschnittlicher Ermittler dargestellt, der weder besonders große Leistungen hervor gebracht hat, noch besonders schlechte. Er ist eben auch nur ein Mensch, was wie ich finde sehr schön in dem Roman dargestellt wurde. Man hat keinen Helden als Protagonisten, sondern einfach einen ganz normalen Mann, dessen Handlungen auch realistisch sind. Allerdings bekommt man etwas Mitleid mit ihm, da er im ersten Weltkrieg alles verloren hat – seine Frau, seine Familie und seine Freunde. Zudem leidet er an einer schweren Verletzung, wegen der er Opiumabhängig ist – was aber niemand erfahren darf.

Der Schreibstil von Abir Mukherjee ist wirklich überzeugend. Er schreibt leicht und kann das Kalkutta des frühen 20. Jahrhundert unglaublich toll darstellen. Man fühlt sich, als würde man direkt neben Wyndham durch die Gassen laufen. Allerdings kann er auch die Gesellschaft sehr gut porträtieren und zeigt somit auch den Rassismus der Stadt Kalkutta. Man kann das Buch lesen, ohne die politischen Zusammenhänge zu kennen, da sie wirklich logisch und einfach erläutert werden. Auch sein Humor hat mir gefallen und konnte mich das eine oder andere Mal zum schmunzeln bringen. Allerdings gibt es in „Ein angesehener Mann“ gerade zum Ende hin einige Längen, die die Spannung ein bisschen nehmen.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und konnte mich gut unterhalten!

Meine Bewertung: 8/10

Veröffentlicht am 17.11.2017

Geschichtsstunde über das koloniale Indien, verpackt in einen Krimi

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Mal ehrlich, was weiß man über das Indien der Kolonialzeit? Selbst wenn man tief im alten Schulwissen gräbt, viel fällt einem dazu nicht ein. Ich hatte hauptsächlich wuchtige Möbel aus Mahagoni vor Augen… ...

Mal ehrlich, was weiß man über das Indien der Kolonialzeit? Selbst wenn man tief im alten Schulwissen gräbt, viel fällt einem dazu nicht ein. Ich hatte hauptsächlich wuchtige Möbel aus Mahagoni vor Augen…

In diesem Krimi kann man das vergessene Wissen wieder auffrischen bzw. etwas dazulernen. Das ist aus meiner Sicht der große Pluspunkt dieses Romans. Er spielt an einem eher ungewöhnlichen Ort zu einer interessanten und politisch bedeutsamen Zeit. Insofern ist das Buch nicht nur für Krimileser interessant, sondern sicher auch für Leser, die einfach an einem zeitgeschichtlichen Porträt interessiert sind.

Die Handlung spielt innerhalb von ca. einer Woche im feuchtheißen Kalkutta. Da treten einem zum Teil schon beim Lesen die Schweißperlen auf die Stirn

Mein Lieblingscharakter im Buch war erstaunlicherweise nicht Protagonist Sam Wyndham, sondern sein Kollege Sergeant Banerjee. Dessen Vorname für die englischen Kolonialherren so schwer zu schreiben ist, dass man sich mit der lautgleichen englischen Form „Surrender-not“ behalf. Ich musste jedes Mal schmunzeln, wenn der Name im Buch auftauchte.

In dem zu lösenden Kriminalfall spielen vor allem die politischen Gegebenheiten und die Konflikte zwischen Indern und Engländern eine große Rolle. Zwischen korrupten Beamten, vergnügungssüchtigen Politikern und aufrührerischen Revolutionären ermitteln Wyndham und Banerjee und geraten nicht nur einmal zwischen die Fronten. Die Auflösung mutet schließlich angesichts der Zustände durchaus realistisch an. Allerdings habe ich doch die eine oder andere Länge im Erzählstil gespürt und würde mir beim zweiten Fall noch ein bisschen mehr Tempo wünschen. So richtig kann ich mich nicht zwischen 3 und 4 Sternen entscheiden, aber angesichts des ungewöhnlichen und interessanten Settings gibt es 4