Anne Lück – Silver and Poison, 2, Die Essenz der Erinnerung
Ausgerechnet bei der Hochzeit ihrer besten Freundin geht für Avery alles schief. Der Mordanschlag auf die Braut wird ihr in die Schuhe geschoben und so muss sie mit Ryker fliehen. Gejagt von der Familie und von ihrem Freund, dem Ermittler Adam Hayes, taucht Avery unter.
Schon bald muss sie feststellen, dass sie jahrelang belogen wurde: Sie soll der Quelle geopfert werden, Freunde werden zu Feinden, neue Bündnisse geschlossen.
Dennoch muss Avery zurück, denn die magische Quelle in New York steht kurz vor dem Bersten. Alle ihre Freunde und ihre große Liebe Adam könnten getötet werden.
Es gibt nur einen Weg um alle zu beschützen. Avery selbst muss sterben.
Ich habe den ersten Band vor ca einem Jahr gelesen. Die Geschichte war mir noch so präsent, dass ich direkt wieder in die Story einsteigen konnte.
Wir starten auf der Hochzeit und mit der Flucht von Avery und Ryker, während Detective Adam Hayes, der magische Verbrechen aufklärt, glaubt, Avery hätte ihre beste Freundin getötet.
Es wird sehr schnell spannend, flaut aber immer wieder kurzzeitig ab. Avery erfährt einiges über ihre Bestimmung, aber auch, dass die magischen Quellen gereinigt werden müssen, damit sie nicht überlaufen und die Magier zerstören.
Der Erzählsltil ist angenehm. Ich habe die Geschichte gut durchlesen können, die mich weiterhin neugierig bleiben lies.
Die Charaktere werden zwar weiter ausgearbeitet, aber Adam Hayes blieb mir immer noch zu blass. In meiner letzten Rezension hatte ich schon erwähnt, dass ich mehr Backstory zu ihm gehabt hätte, hier wird er oft ausgeklammert, auch wenn die Liebesgeschichte ab der zweiten Hälfte wieder präsenter wird.
Avery macht eine gute, nachvollziehbare Entwicklung durch.
Besonders interessant war Ryker, von dem ich im letzten Band eher weniger Notiz genommen habe. Hier hält er noch einige Überraschungen parat, bot mir den einen oder anderen schlagfertigen Spruch, war ein bisschen flirty und im Umgang etwas chaotisch, aber genau das mochte ich.
Die verschiedenen Schauplätze sind anschaulich ausgearbeitet.
Durch die magischen Wellen und die damit einhergehende Zerstörung ist die Grundstimmung des Buches eher beklemmend. Es bleibt Zeit zum reflektieren für Avery, aber es gibt auch turbulente Phasen, wo sich die Ereignisse überschlagen.
Ich mag die Story. Sie konnte mich gut unterhalten, auch wenn mir die Liebesgeschichte selbst etwas zu kurz kam. Angefangene Handlungsstränge aus dem ersten Buch werden beendet und auch bei Averys Vergangenheit wurde ein Schlußstrich gesetzt. Die Geschichte hat ein gutes Ende bekommen, das nachvollziehbar und glaubhaft war.
Schön fand ich, dass hier die Bösewichte nicht so ganz klar vorhersehbar waren, es gab zwar immer wieder Anhaltspunkte, aber die Karten wurden öfter neu gemischt.
Das Cover ist dem ersten Buch sehr ähnlich. Die Farbwahl gefällt mir gut.
Fazit: guter Abschluss der Silver and Poison-Reihe. 4 Sterne.