Cover-Bild Hans Zimmer
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24,80
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag des Biographiezentrums
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 409
  • Ersterscheinung: 03.02.2025
  • ISBN: 9783940210050

Hans Zimmer

Werkbiografische Betrachtungen
Hans Zimmer, geboren 1957 in Frankfurt am Main, zählt zu den bedeutendsten Hollywood-Komponisten unserer Zeit. Seine außergewöhnliche Karriere wurde mit zwei Oscars gekrönt: für Der König der Löwen (1995) und Dune (2022). Mit seinen Soundtracks zu Welterfolgen wie Gladiator, Fluch der Karibik und zahlreichen weiteren Blockbustern hat er eine unverwechselbare Mischung aus musikalischen Einflüssen verschiedener Epochen und Kulturen geschaffen, die ihn zu einer lebenden Ikone der Film- und Musikwelt gemacht haben. Laut Semmel Concerts Entertainment hat Hans Zimmer Musik für mehr als 500 Projekte in unterschiedlichen Mediengenres komponiert, die zusammen weltweit über 28 Milliarden Dollar eingespielt haben (Stand: 2024).
Diese umfassende Werkbiografie, packend und authentisch erzählt, wirft einen einzigartigen Blick auf Hans Zimmers Leben und Schaffen. Kurze, prägnante Erinnerungsinterviews des Komponisten sowie prominenter Wegbegleiter gewähren persönliche Einblicke. Ergänzt durch Rezensionen, Kommentare und detaillierte Analysen einzelner Soundtracks sowie Archivrecherchen entsteht ein faszinierendes Porträt seines künstlerischen Wirkens.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Das Phänomen Hans Zimmer

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Hans Zimmer wird 1957 in Frankfurt/Main geboren. Seine turbulente Schulzeit, angeblich „flog“ er von einer Vielzahl dieser Einrichtungen, schließt er im englischen Dorking ab. Seit frühester Kindheit fasziniert ...

Hans Zimmer wird 1957 in Frankfurt/Main geboren. Seine turbulente Schulzeit, angeblich „flog“ er von einer Vielzahl dieser Einrichtungen, schließt er im englischen Dorking ab. Seit frühester Kindheit fasziniert ihn die Musik, doch sein einziger Klavierlehrer (das kommt uns bekannt vor) soll bereits nach einer Woche Unterricht geflohen sein. Jetzt also in England gelandet, zieht er nach London und startet dort seine Karriere.

Dr. Andreas Mäckler, Biograf und Schriftsteller, hat sich das große Ziel gesetzt, die umfassende Werksbiografie eines der größten lebenden Hollywood-Komponisten, Hans Zimmer, zu verfassen. In neun Kapiteln erzählt er uns vom Leben und Schaffen des großen Musikers.

Nach einer kurzen Einführung in die Kindheit und Jugend Zimmers sind wir also bei seinem Karrierestart im London der 1970er Jahre dabei. Er experimentiert mit Synthesizern, leidet an Geldmangel und auch mal unter einer Rattenplage. Doch er knüpft auch erste wertvolle Kontakte und widmet sich zunächst der Popmusik und der Werbebranche. Wir begleiten Hans Zimmer nach Hollywood, wo er mit Talent, Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit den Durchbruch schafft ...

Für die vorliegende Werksbiografie wertete der Autor eine Vielzahl an Rezensionen, Medienberichten, Artikeln und Interviews aus. Er verwendet Anmerkungen und Erinnerungen von Mitarbeitern und Weggefährten Zimmers (z. b. Henning Lohner, S. 175, Christopher Nolan, S. 262), um ein umfassendes Nachschlagewerk erstellen zu können. Dazu diskutiert er Rezensionen, hinterfragt die Intentionen der Kritiker, die stets auch subjektiv sind, je nach Geschmack und Schwerpunkt des Einzelnen. Gefallen hat mir, dass er, um diesen Eindruck zu verdeutlichen, zwei Kritiken zum selben Soundtrack einander gegenüberstellt (z. B. S. 192). Ein weiteres Plus des Buches ist, dass auch kritische Stimmen und negative Rezensionen enthalten sind.

Die menschliche Seite des vielfachen Preisträgers kommt auch nicht zu kurz. Leider hat Hans Zimmer dem Autor kein Interview gegeben, deshalb hat dieser Interviews und Zitate verwendet, um den Komponisten zu Wort kommen zu lassen. „Das Wichtigste für einen Musiker ist, hören zu lernen - nicht, spielen zu lernen! Die Inspiration kommt von den Anderen."(S. 77) oder "Mit Kritiken ist es so eine Sache. Wenn ich für Filme wie „Besser geht’s nicht“ intimere Musik schreibe und sparsam mit dem Orchester arbeite, werfen sie mir vor, ich kriege den „großen Zimmer-Sound“ nicht mehr hin. Gehe ich’s bombastisch an, schreiben sie „Typisch Zimmer - immer dasselbe“ (S. 136). Am Buchende entdeckte ich, dass ich eine gemeinsame Vorliebe mit Hans Zimmer teile. Wir beide sind große Fans des britischen Komikers Tommy Cooper (S. 411)

Durch dieses Buch lernte ich ein für mich neues Phänomen kennen. Obwohl flüssig geschrieben, konnte ich, erschlagen von der Fülle an Information, Wissen und Material stets nur wenige Seiten auf einmal lesen. Dann musste sich der neue Input erst einmal setzen. Ich habe viel mehr als erwartet über den Werdegang Hans Zimmers, seine Entwicklung, sein Schaffen und sein Werk erfahren. Ebenso über das Entstehen, die Bedeutung und die Geschichte der Filmmusik. Über das Komponieren und den Weg zur Spitze (Stichwort Mentorenprinzip). Der Autor hat die herausfordernde Aufgabe, die er sich gestellt hat, bravourös gemeistert. Herausgekommen ist ein umfassendes Standardwerk für alle Fans von Hans Zimmer, aber auch für jeden, der sich für die Filmmusik Hollywoods und deren Geschichte interessiert.

Mir hat lediglich ein Personen- bzw. Stichwortverzeichnis gefehlt, das mir das Navigieren in dieser umfangreichen Werksbiografie erleichtert hätte. Das ein oder andere Foto würde den komprimierten Text auflockern.

Von mir 4,5 von 5 Sternen und eine Empfehlung für den genannten Leserkreis.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Auch ohne Audienz gelungen

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Nachdem ich im Vorwort gelesen hatte, dass der Autor dieser „Werkbiografischen Betrachtungen“, Andreas Mäckler, gern mit Hans Zimmer persönlich gesprochen hätte, aber keine Audienz bekommen hat, konnte ...

Nachdem ich im Vorwort gelesen hatte, dass der Autor dieser „Werkbiografischen Betrachtungen“, Andreas Mäckler, gern mit Hans Zimmer persönlich gesprochen hätte, aber keine Audienz bekommen hat, konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass das Buch gelingen könnte. Aber ich habe mich gern eines Besseren belehren lassen.
Mäckler hat, wie er schreibt, „zahlreiche Rezensionen für dieses Buch verwendet, großteils in eigene Worte umgewandelt, und Interviewteile szenisch passend mit kurzen emotionalen Handlungen verbunden…“
Ich wusste zwar, dass Hans Zimmer ein bedeutender Musiker ist, aber über seine Werke und sein Leben war mir wenig bekannt. Darum war ich froh, dass mir der Aufbau des Buches auf Anhieb gefiel. Durch die chronologische Gliederung und Mäcklers Erzählart hatte ich keine Probleme, dem Buch zu folgen, sondern bin im Gegenteil erstaunt darüber, wie leicht und interessant sich das Buch lesen lässt.
Sehr sympathisch fand ich, dass Hans Zimmer irgendwann daran gedacht hat, „Filme zu komponieren, in die ich meine Kinder mitnehmen konnte.“ So hat er den „König der Löwen“ für seine damals fünfjährige Tochter gemacht. Gleichzeitig war die Musik aber auch zu einem Requiem für seinen Vater geworden. Ich glaube, das hat mich von allem, was ich über Zimmer gelesen habe, insgesamt am meisten beeindruckt. Dass er dann 1995 seinen ersten Oscar für den „König der Löwen“ bekommen hat, wundert mich nicht, sondern ich freue mich darüber, weil auch ich den Film sehr mag.
Für mich ist dieses Buch keines, das ich vom Anfang bis zum Ende durchlesen kann. Es braucht einfach Zeit, die vielen Informationen zu verarbeiten. Ich werde also auch weiterhin immer wieder ein wenig darin lesen.
Sehr gern empfehle ich das Buch, weil ich wirklich schon viel daraus gelernt habe, weil es interessante Informationen bereithält und sehr unterhaltsam geschrieben ist.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Über die Karriere und die Werke Hans Zimmers

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Denkt man an berühmte Film-Soundtracks wird zweifelsohne der Name Hans Zimmer ganz oben mit dabei sein. Doch wer verbirgt sich hinter dem Namen und was zeichnet seine Werke eigentlich aus?
Vorab sollte ...

Denkt man an berühmte Film-Soundtracks wird zweifelsohne der Name Hans Zimmer ganz oben mit dabei sein. Doch wer verbirgt sich hinter dem Namen und was zeichnet seine Werke eigentlich aus?
Vorab sollte erwähnt werden, dass dies keine "klassische" Biografie ist, sondern werkbiografische Betrachtungen. Zwar wird auch aus dem Leben Zimmers berichtet, jedoch ist dies eindeutig nicht der Fokus. Vielmehr geht es um die verschiedenen Soundtracks: Welche Ideen und Gedanken waren bei der Entstehung relevant, wie wurde es umgesetzt, wie haben Kritiker darauf reagiert?
Musikkenner werden hier ihre Freude haben, vor allem da viele (technische) Fachbegriffe verwendet werden. Für mich als Laien war es dafür öfters mal schwer verständlich und auch nicht so interessant, mit welcher Technik Zimmer arbeitet.

Spannend fand ich hingegen die zahlreichen Ausschnitte aus Interviews und Hintergrundinfos zu beispielweise seinem großen Team oder Arbeitsplatz. Bilder hierzu wären toll gewesen, jedoch wurde dieses Buch ohne Zimmers Mitarbeit geschrieben, daher war dies vermutlich nicht möglich.
Der chronologische Aufbau hat mir gut gefallen, man verfolgt seine ersten Schritte bis hin zu den großen Erfolgen.
Auch merkt man, dass sehr viel Arbeit in die Recherche geflossen ist und zahlreiche Infos zusammengetragen wurden. Der Schreibstil hiervon war jedoch eher wissenschaftlich-distanziert und wurde größtenteils nur von den Interviews aufgelockert.
Rezensionen von Kritikern zu inkludieren fand ich interessant, jedoch bin ich mit der anschließenden Betrachtung nicht warm geworden: Die Rezension wurde quasi nochmal zusammengefasst und ein wenig interpretiert, der Stil hat mich jedoch immer wieder mal an KI-ähnliche Texte erinnert, vor allem, da sich der Aufbau und Satzbausteine laufend wiederholten.
Als wissenschaftliches Werk würde ich es aber als überwiegend gelungen bezeichnen, man darf jedoch keine klassische Biografie erwarten.

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