Cover-Bild Dancing Queen
(27)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 28.01.2025
  • ISBN: 9783446281820
Camila Fabbri

Dancing Queen

Roman
Susanne Lange (Übersetzer)

So witzig und abgeklärt wie Camila Fabbri hat noch niemand von der Orientierungslosigkeit der Millennials erzählt

Paulina wacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto auf, neben sich ein Mädchen, das sie nicht kennt. Hat sie einen Unfall gebaut? Nur langsam erinnert sie sich: an ihr Leben in Buenos Aires mit ihrem langweiligen Exfreund Felipe, an ihre exaltierte Kollegin Maite, die sie auf einen Roadtrip mitnahm, und an Lara, das junge Mädchen neben ihr, das Paulinas Leben vielleicht in neue Bahnen lenken kann.
Camila Fabbri erzählt lakonisch und rotzig vom Leben und den Sorgen junger Frauen in einer Gesellschaft, die sie mit einem Ablaufdatum versieht. In ihrem Schwanken zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein, Desillusioniertheit und Hoffnung verkörpert Paulina das Lebensgefühl der Millennials.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2025

Ein Schlag in die Magengrube

0

Anders als der Titel es vermuten lässt, ist „Dancing Queen“ ein eher deprimierendes Buch. Die argentinische Autorin Camila Fabri setzt sich mit schwierigen Themen auseinander und streckenweise ist das ...

Anders als der Titel es vermuten lässt, ist „Dancing Queen“ ein eher deprimierendes Buch. Die argentinische Autorin Camila Fabri setzt sich mit schwierigen Themen auseinander und streckenweise ist das Buch brutal. Psychisch als auch psychisch. Am Erschreckendsten fand ich, dass die Ich-Erzählerin Pauline einfach alles so hingenommen hat. Da wird über körperliche und seelische Gewalt ausgeübt durch den Bruder so gesprochen als über so etwas belangloses wie das Wetter.

Obwohl die Geschichte mit einem Autounfall beginnt, dauert es eine Weile bis wirklich etwas passiert. In den ersten Kapiteln haben wir es mit einer Protagonistin zu tun, deren Leben auf Stand-By zu laufen scheint. Sie schafft es weder zu sich selbst noch zu anderen eine wirkliche Beziehung aufzubauen und es bleibt lange unklar, ob sie das überhaupt möchte. Dann im letzten Teil nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung und die Ereignisse überschlagen sich.

Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, weil ich erwartet hätte, dass noch mehr kommt. Ein richtiges Happy End. Das fehlende Happy End macht die Geschichte aber realistischer.

Die Stimme einer Mid-30er Person wurde gut eingefangen, die Erzählstruktur fand ich nicht sonderlich kompliziert. Camila Fabri ist eine begnadete Schriftstellerin, ich hatte in manchen Kapiteln das Gefühl mitten drinn, Haut nah dabei zu sein. Hervorheben ist dabei die Zeit nach dem Autounfall inklusive Krankentransport.

Dadurch ist das Buch trotz der Träge und manchmal fast bleirnen Schwere gut lesbar. Ich hatte es recht flott durch, es ist auch nicht sonderlich dick.

Auch das Cover entspricht dem Zeitgeist.

Leider hat es bei mir keinen wirklichen Nachhall ausgelöst, dazu blieben mir Geschichte und Figuren zu fremd. Das Buch ist nicht schlecht, aber das gewisse etwas hat mir gefehlt.

Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2025

Provokant und schonungslos

0

Paulinas liebloses Leben ist von deprimierender Gleichgültigkeit geprägt, von Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Ihr Ex-Freund, ihr Job und besonders das Gejammer ihrer Kollegin Maite ersticken sie. Trotzdem ...

Paulinas liebloses Leben ist von deprimierender Gleichgültigkeit geprägt, von Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Ihr Ex-Freund, ihr Job und besonders das Gejammer ihrer Kollegin Maite ersticken sie. Trotzdem entschließt sie sich, einen Trip mit Maite nach Buenos Aires zu unternehmen, mit dem Ziel, Maites Vater zu besuchen. Durch einen schweren Autofall wird sie zum Stillstand gezwungen.
Die meiste Zeit bewegen wir uns mit gemächlicher Geschwindigkeit durch die Geschichte. Der letzte Abschnitt hält dann nochmal eine Wendung bereit, die deutlich rasanter erzählt wird. Das Ende kam für mich unerwartet und lässt Dinge offen.
Das Buch zeigt eindrucksvoll die authentische Fragilität von Paulina, versucht ein Lebensgefühl einzufangen, das durch den leicht lesbaren Stil noch zugänglicher wird. Ich finde das Buch mutig, denn die Schwere ist spürbar, teilweise ist es brutal und sehr traurig. Wer durchweg sympathische Charaktere braucht und Heiterkeit sucht, sollte lieber zu einem anderen Roman greifen. Alle anderen werden mit einem kurzweiligen Buch belohnt, das von Gegensätzlichkeit und den Wirren des Lebens erzählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 19.02.2025

Verwirrend oder Genial?

0

Dancing Queen ist ein Buch, das mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurückgelassen hat – aber auf eine seltsame Weise auch mitgerissen hat.
Die Geschichte startet direkt mit einem Schockmoment: Paulina wacht ...

Dancing Queen ist ein Buch, das mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurückgelassen hat – aber auf eine seltsame Weise auch mitgerissen hat.
Die Geschichte startet direkt mit einem Schockmoment: Paulina wacht blutend in einem kaputten Auto auf, neben ihr ein Mädchen, das sie nicht kennt. Von da an ist die Story eine Abwechslung verschiedener Rückblenden aus dem Leben von Paulina, sprunghafter Erinnerungen und intensiver Themen.

Der Schreibstil ist schwer zu beschreiben. Mal poetisch, mal knallhart, dann wieder total unbeschwert. Teilweise habe ich den Faden verloren, weil es immer wieder Sprünge gibt, aber trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Vielleicht ist genau das Fabbris Geheimnis: Man stolpert irgendwie durch das Buch, aber es hat einen Sog, der einen nicht loslässt.

Die Themen sind definitiv nicht leicht: Einsamkeit, gescheiterte Beziehungen, unerfüllter Kinderwunsch, sexuelle Gewalt – und dann dieser Autounfall, der aus Paulinas Sicht geschildert wird und wirklich unter die Haut geht.

Ob Dancing Queen nun verwirrend oder genial ist, bleibt wohl eine Frage der Perspektive. Fest steht, dass Fabbris Roman ein eigenwilliges Leseerlebnis bietet – verstörend, faszinierend und schwer zu vergessen.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Moderner Einblick in die Gefühlswelt einer jungen Frau

0

In „Dancing Queen“ von Camila Fabbri lernen wir die junge Frau Paulina kennen, die zu Beginn des Romans nach einem Autounfall verletzt und desorientiert aufwacht. In den folgenden Kapiteln erleben wir ...

In „Dancing Queen“ von Camila Fabbri lernen wir die junge Frau Paulina kennen, die zu Beginn des Romans nach einem Autounfall verletzt und desorientiert aufwacht. In den folgenden Kapiteln erleben wir ihr Leben, ihren Alltag und alle Hochs und Tiefs in Ausschnitten und verschiedenen Situationen und Begegnungen. Insgesamt sind alle ihre Erlebnisse und Stimmungen sehr schwankend und sie wirkt sehr lost und gleichzeitig schon fast resigniert gegenüber ihrem Leben und in welche Richtung es sich entwickelt hat.
Obwohl man viele verschiedene Situationen ihres Lebens erkundet, ist der Schreibstil doch eher figuren- anstatt handlungsfokussiert, da nicht wirklich viel geschieht, aber dieses Alltägliche und die Stagnation schon sehr viel über die Figuren und vor allem Paulina aussagen. Einerseits gibt dieser detailreiche und gute Schreibstil sehr tiefe Einblicke und ich fühlte oft sehr mit der Protagonistin und verstand sie sehr gut, ohne wirklich erklären zu können, wieso sie mich so ansprach – vielleicht einfach ein grundlegendes Verständnis und eine Gefühlsverbundenheit einer Frau derselben Generation. Andererseits fehlt mir dann doch etwas mehr Handlung und Entwicklung in diesem mit 170 Seiten eher kurzweiligen Buch.
Das Lesen fällt durch die moderne Sprache und kurzen, prägnanten Sätze sehr leicht und fühlt sich relativ natürlich, wobei das relativ wohl etwas mit der Übersetzung aus der Originalsprache zu tun hat, was ja meist etwas Steifheit mit sich bringt oder sich nicht 100% natürlich anfühlt. Jedenfalls hat die Geschichte (auch durch ihren Schreibstil) an einigen Stellen viel mit mir gemacht und sie wird mich auch nicht so schnell loslassen oder aus dem Sinn verschwinden, deshalb würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem wenn man einen gesellschaftlichen Denkanstoß, das Eintauchen in die Gefühle und Gedanken einer jungen Frau/Gleichgesinnten oder einfach einen interessanten und modernen Schreibstil zu schätzen weiß.
Zuletzt noch zum Cover, das ich sehr schön und geschmackvoll finde und das zuallererst mein Interesse an dem Buch geweckt hat: Es ist auch „in echt“ ein sehr ansehnliches und hochwertiges Buch, das ich mir gerne ins Bücherregal stelle!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2025

Orientierungslosigkeit

0

n dem Debütroman 'Dancing Queen' von Camila Fabbri geht es um Paulina, einer 35-jährigen Frau, die schwer verletzt in einem Auto aufwacht, ohne vorherige Erinnerungen, wie sie dorthin gekommen ist und ...

n dem Debütroman 'Dancing Queen' von Camila Fabbri geht es um Paulina, einer 35-jährigen Frau, die schwer verletzt in einem Auto aufwacht, ohne vorherige Erinnerungen, wie sie dorthin gekommen ist und wer das junge Mädchen auf ihrer Rücksitzbank ist.
In vereinzelten Fetzen finden wir mehr über Paulina's Vergangenheit und wie sie mit dem Mädchen in diese Lage gekommen ist kennen.
In der Geschichte geht es vor allem um den inneren Gefühle und das Verlorensein. Währen des ganzen Romans werden Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht, Orientierungslosigkeit und Freundschaft auf schonungslose, aber auch witzige und manchmal depressive Art und Weise angesprochen.
Auch wichtig Themen werden angesprochen wie; der unerfüllte Kinderwunsch, Angst vor dem Altern, sexuelle Übergriffe und weitere Sachen, die der Protagonistin widerfahren.
Das Buch zeigt authentisch die Orientierungslosigkeit einer Frau in dieser Gesellschaft, die Sorge, dass Wünsche und Erwartungen nicht übereinstimmen. Manchmal fand ich Paulina etwas unsympathisch und konnte ihr Handeln nicht Recht nachvollziehen, doch die meiste Zeit konnte ich mit ihr mitfühlen.
Camila Fabbri 's Schreibstil ist einzigartig. Sie wechselt zwischen eloquenten un poetischen Äußerungen und umgangssprachlichen und abstoßenden Sätzen. Das gibt dem Buch Charakter und passt zur etwas skurrilen Handlung.
Ich fand die Geschichte spannend und unterhaltsam, doch ich hab wegen des ersten Kapitels mehr erwartet. In der Mitte des Romans wurde es etwas stockend, doch zum Ende konnte die Geschichte wieder mit meinen Erwartungen aufholen.
Außerdem fand ich manche Themen oberflächlich behandelt, wo man mehr in die Tiefe hätte gehen können.
Trotz der Kritikpunkte fand ich die Geschichte unterhaltsam.
Es ist rasch, kurz und unterhaltsam.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere