Cover-Bild Hope Street

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 05.10.2020
  • ISBN: 9783492070508
Campino

Hope Street

Wie ich einmal englischer Meister wurde - Der SPIEGEL-Bestseller #1

Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2020

Ein lesenswerter Gedankenweg

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In 28 Kapitel nimmt Campino den Leser mit auf eine Reise. Wir begleiten ihn zu sämtlichen Spielen des Liverpooler FCs. Darüber hinaus beleuchtet er seine innige Verbundenheit zu England, deren Grundstein ...

In 28 Kapitel nimmt Campino den Leser mit auf eine Reise. Wir begleiten ihn zu sämtlichen Spielen des Liverpooler FCs. Darüber hinaus beleuchtet er seine innige Verbundenheit zu England, deren Grundstein sicher seine von dort stammende Mutter legte.

Im August 2019 beginnt eine turbulente Saison. Liverpool startet als frisch gekürter Champions-League-Sieger. Für Campino ist es die 47. Saison, die er als Liverpool Anhänger erlebt. Wenn möglich, steht er im Stadion. Ganz egal, ob es das Stadion an der Anfield Road ist oder eines in der Wüste Katars. Es sind nicht nur die Spiele an sich, die sein Leben als Fan bereichern, sondern auch die Begegnungen, die er dabei erlebt. Diese besonderen Momenten schildert Campino in seinem Buch. So trifft er den Stadionsprecher des LFC in einem Pub oder besucht den aktuellen Trainer des Vereins Jürgen Klopp in seinem Haus. Über die Jahre sind durch den Fußball viele Freundschaften entstanden.

Die Fans des Liverpool FCs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die zusammen steht. Campino berichtet von diesem Gefühl der Verbundenheit und dem Drang dabei sein zu wollen. Doch das „Dabei sein“ hat auch oftmals seinen Preis. Vieles in seinem Kalender richtet sich nach den Spielen des Clubs. Falls es mal nicht möglich ist vor Ort zu sein, müssen Lösungen her, damit Campino wenigstens aus der Ferne zusehen kann. Auf sehr humorvolle Weise schildert Campino sein Verhalten in solchen Situationen und lässt hierbei auch Reaktionen aus seinem direkten Umfeld nicht aus. Manches, was er für seinen Fußball Club auf sich nimmt, sieht er anscheinend selbst mit einem Augenzwinkern. Trotzdem sollte man sich von den selbstkritischen Passagen nicht täuschen lassen, die Sache an sich ist ihm sehr ernst.

Neben den Erlebnissen rund um die Spiele, blickt Campino zurück auf seine Familiengeschichte. Seine Eltern lernen sich an der Universität Göttingen kennen, die erste, die im britischen Sektor kurz nach dem Krieg den Betrieb wieder aufnahm. Seine Mutter Jennie gehört zu einer Auswahl britischer Studenten, die sich mit den deutschen Studenten austauschen sollen. Es wird nicht einfach gewesen sein, in dieser Zeit eine gemeinsame Zukunft zu planen. Doch Campinos Mutter wagt den Schritt und zieht nach Deutschland. Anhand von Briefen und Erinnerungen zeichnet Campino sein deutsch-englisches Familienleben nach. Er schreibt über Urlaube in Cornwall, erinnert sich an den Alltag in Mettmann und bedauert, dass er seinen Eltern manche Frage nie gestellt hat.

Ausgangspunkt der meisten Kapitel ist ein Fußballspiel. Doch schnell machen sich die Gedanken des Autors auf ihren eigenen Weg und schweifen in die Vergangenheit. Mal erinnert er sich an Situationen in der Familie oder Momente mit Freunden oder mit seiner Band. Er springt zwischen seinen Erinnerungen hin und her. Als Leser wusste ich nie, was wohl als nächstes kommt. Mein Interesse an seinen Gedankengängen hat jedoch an keinem Punkt nachgelassen. Gerade die Umstände, unter denen seine Eltern sich kennenlernten, haben mich beeindruckt. Ich glaube nicht, dass ich den Mut gehabt hätte, in ein vom Krieg noch völlig zerstörtes Land zu ziehen, in dem ich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter als Feind gesehen werde.

In dem Buch geht es zwar hauptsächlich um den Liverpooler FC, dennoch ist es auch ein Buch über Leidenschaft, Liebe, Familie und Freundschaft. Vielleicht kann nicht jeder Campinos Passion für den LFC nachvollziehen, aber es gibt nun einmal Dinge, die für einen selbst von höchster Wichtigkeit sind, die in den Augen anderer jedoch völlig belanglos erscheinen. Wesentlich dabei ist meiner Meinung nach, dass es einen glücklich macht.


Fazit

Campino gewährt in diesem Buch sehr private Einblicke in sein Leben. Vieles hat mich zum Schmunzeln gebracht, dennoch gibt es einige ernsthafte Passagen. Wer ein lustiges, oberflächliches Buch erwartet, liegt falsch. Das er es bedauert, seinen Eltern manche Frage nicht gestellt zu haben, kann ich gut nachvollziehen. Es ist großartig, dass so viele Feldpostbriefe in der Familie erhalten sind. Mir haben vor allem die Begegnungen mit den unterschiedlichen Menschen gefallen. Niemals kam dabei eine Art von Rockstar Attitüde hervor. Ob man diese Fußball Leidenschaft immer verstehen kann, bleibt dahingestellt, aber darum geht es auch gar nicht. Es ist ein außergewöhnliches Buch, das mit seiner offenen und ehrlichen Art punktet. Ich würde mich freuen, wenn Campino die ein oder andere Geschichte, die er erlebt hat, nochmal in Buchform packt. Hope Street ist ihm jedenfalls fabelhaft gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2020

Campino und sein Lieblingsverein

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Es ist schon interessant, zu sehen, wie viele Leute ein Buch lesen wollen, das vom Verlag hauptsächlich als Geschichte über die Leidenschaft für einen Fußballverein angepriesen wird - ohne selbst auch ...

Es ist schon interessant, zu sehen, wie viele Leute ein Buch lesen wollen, das vom Verlag hauptsächlich als Geschichte über die Leidenschaft für einen Fußballverein angepriesen wird - ohne selbst auch nur ein Fünkchen Interesse an dem Sport zu haben. Auch ich gehöre zu diesen Banausen, denen der Lieblingssport der Deutschen ganz weit hinten vorbei geht, dennoch hatte ich einige spannende Lesestunden mit dieser Lektüre und habe das Buch mit einem Lächeln im Gesicht beendet.

Denn weit mehr als der Ballsport haben mich die Passagen aus Campinos Leben interessiert und in dieser Hinsicht kann ich sagen, dass ich bekommen habe, was mir der Klappentext versprach. Unterhaltsam und nahbar erzählt der Frontmann der Toten Hosen aus seinem Leben, vom Kennenlernen seiner Eltern über Kindheitserinnerungen bis hin zu aktuellen Ereignissen. Dabei entspricht die Reihenfolge der Geschichten nicht unbedingt einer chronologischen Ordnung, was meinen Lesefluss nicht wirklich gestört hat. Möglich, dass hier meine Sympathie für den Autor eine Rolle spielt, ich habe schon Bücher gelesen, bei denen mich diese ungeordnete Erzählweise tierisch genervt hat. Der unkomplizierte Schreibstil macht es allerdings auch leicht, den roten Faden nicht zu verlieren.

Die Art, wie Campino über "seinen" Verein berichtet, die Entwicklung seiner Fußballleidenschaft, Spiele, die er besucht hat und auch Ereignisse aus der Vereinsgeschichte des FC Liverpool runden das Bild ab, das mir dieses Buch über Andreas Frege vermittelt hat. Jedes Kapitel beginnt mit der Auflistung einiger Spiele, der Endergebnisse, Torschützen sowie der Beschreibung, wie Campino das jeweilige Spiel gesehen hat - und besonders amüsant, sein persönliches Fazit.

Für Fußballfans dürften nicht nur die Beschreibungen der Spiele, sondern auch einige Anekdoten aus der Freundschaft des Autors mit Liverpool-Trainer Jürgen Klopp von Interesse sein. Nicht zu vergessen, die Vereinshymne "You´ll never walk alone", mit der mir Campino einen Ohrwurm verschafft hat - denn natürlich hat mich meine Neugier dazu getrieben, das Lied nach Beendigung des Buches auf Youtube zu suchen..... inzwischen überlege ich, mir "Hope Street" auch als Hörbuch anzuschaffen, dass Campino selbst den Text vorliest, ist für mich dabei ein ziemlicher Anreiz.

Fazit: Dieses Buch hat für mich gehalten, was der Klappentext versprochen hat, kleine Einblicke in das private Leben des Frontmanns der Toten Hosen, garniert mit viel Begeisterung für den FC Liverpool. Eine Lektüre, die meiner Meinung nach nicht nur für Fußballfans interessant ist und die ich Jedem empfehle, der etwas mehr über den Menschen Andreas Frege erfahren möchte.

Veröffentlicht am 04.11.2020

Campino und der LFC

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Inhaltsangabe:
Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde ...

Inhaltsangabe:
Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.

Meinung:
Als großer Fan der Toten Hosen und noch größerem Fan von Campino selbst musste ich natürlich das Buch lesen. Ich wusste natürlich auch, dass es in dem Buch sehr viel über Fußball, insbesondere dem Liverpool FC gehen würde. Trotzdem war es mir persönlich fast zu viel, wobei es auch durchaus interessant war. Und natürlich war es mir auch klar, dass es keine Biografie über die Toten Hosen sein würde, die spielen im Buch wirklich auch nur eine Nebenrolle. Bücher über die Hosen gibt es ja auch schon genügend.

Im Buch geht es um Andreas Frege, wie Campino im wahren Leben heißt. Es geht um einen Menschen, der eine englische Mutter und einen deutschen Vater hat und mit vielen Geschwistern aufgewachsen ist. Gerade diese Beschreibungen zwischen dem englisch sein und deutsch sein und dieses Gefühl dazwischen fand ich total interessant beschrieben. Auch dieser "Kampf" der Eltern nach dem Krieg – die Mutter heiratet den Feind und der Vater halt die Engländerin, die nicht mal eine Gans kochen kann – das fand ich total interessant.

Und die große, wahre Liebe des Andreas Frege ist nun mal der Liverpool FC und er leidet mit dem Verein, wie es nur ein wahrer Fan tun kann. Das fand ich auch interessant und gut so. Aber stellenweise habe ich mich während dem Lesen schon gefragt, ob ich nun wirklich nicht versehentlich ein Buch über den Liverpool FC lese.

Für mich persönlich war es zu viel Liverpool FC und irgendwie zu wenig Andreas Frege bzw. Campino. Gefühlt die Hälfte im Buch ging darum, wie es so ist, wenn er zu den Spielen des LFC geht bzw. wo und wie er diese anschaut, wenn er mal nicht live dabei ist.

Klar kann ich auch verstehen, wenn man sein Leben nicht in einem Buch ausbreiten möchte und gerade die Toten Hosen sind dafür bekannt, ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, was absolut in Ordnung ist und ich total verstehe. Aber ein Buch zu schreiben, das sich(für mich gefühlt) hauptsächlich darum dreht, wie man die Spiele des LFC erlebt, finde ich persönlich überflüssig und ich hätte das dann eher in die Rubrik "Fussball-Buch" gepackt als in eine Biografie. ABER, dass das Buch sich um den LFC dreht, konnte man ja eigentlich schon im Titel lesen. Daher bin ich selbst schuld, wenn ich das Buch lese und was anderes erwarte. Ich habe nichts bekommen, mit dem ich nicht schon im Vorfeld rechnen musste.

Daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen

Fazit:
Interessantes Buch über das Leben von Campino und seiner Leidenschaft zum LFC.

Veröffentlicht am 03.11.2020

vom TSV Metzkausen zum FC Liverpool

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Gespannt nahm ich dieses Buch »Hope Street« von Campino in die Hand. Zwar ist Fußball ist nicht so mein Ding, dafür aber umso mehr die Toten Hosen.

Das Buch ist natürlich autobiographisch. Es ist eine, ...

Gespannt nahm ich dieses Buch »Hope Street« von Campino in die Hand. Zwar ist Fußball ist nicht so mein Ding, dafür aber umso mehr die Toten Hosen.

Das Buch ist natürlich autobiographisch. Es ist eine, wie ich finde, gelungene Mischung aus der Leidenschaft zum FC Liverpool und der Familiengeschichte von Campino. Bildreich beschreibt er die Spiele seiner Mannschaft. Der Leser spürt die Atmosphäre im Stadion und hört die Rufe der Fans.

Zahlreiche Anekdoten erzählen in »Hope Street« auf amüsante Weise von dem Geschehen im Leben des Frontmanns der Toten Hosen. Besonders amüsant sind die Lausbubengeschichten aus seiner Kindheit in Mettmann, wie beispielsweise die Fußballspiele beim TSV Metzkausen und die beginnende Begeisterung zum FCL. Man spürt die totale Begeisterung zum Liverpooler Verein. Zu fast jedem Spiel ist Campino im Stadion dank Jahreskarte, wenn nicht gerade ein Konzert ist. Aber auch dort ist er per Skype oder anderen Kanälen bei seinem Verein.

Später dann mussten die Pläne der Band um die Spiele vom FC Liverpool herum abgestimmt werden, damit Campino überall das Geschehen verfolgen kann.

Warm und herzlich sind die Kapitel über seine Eltern und das Kennenlernen der Nachkriegszeit. Seine Mutter kam aus England und sein Vater war Student in Göttingen. Auch hat mich der Briefwechsel zwischen seinem Vater und Großvater während des Krieges sehr berührt.

Das Buch unterhaltsam und amüsant. Ich kann es empfehlen. Das Hörbuch davon hat Campino übrigens selbst eingelesen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

Veröffentlicht am 22.10.2020

"Es geht auch ohne" (Die Toten Hosen)

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Andreas Frege alias Campino, der als Frontmann der “Toten Hosen“ berühmt-berüchtigt ist, legt in „Hope Street“ Teile seines Familienlebens und seine Leidenschaft für den FC Liverpool offen. Locker-flockig ...

Andreas Frege alias Campino, der als Frontmann der “Toten Hosen“ berühmt-berüchtigt ist, legt in „Hope Street“ Teile seines Familienlebens und seine Leidenschaft für den FC Liverpool offen. Locker-flockig gleich einem Tagebuchabriss springt er von Hölzchen aufs Stöckchen, nimmt den Leser mit an seinen Heimatort für eine melancholische Rückschau, um dann in die Gegenwart zu hüpfen und von Spieleübertragungen in New Yorker Kneipen kurz vor der Hochzeit zu schwafeln. Seine Passion für den englischen Fussballclub FC Liverpool mag momentan so mancher teilen aufgrund des deutschen Trainers Jürgen Klopp, doch für Ihn selbst geht die Liebe noch einen Schritt weiter, als Sohn einer englischen Mutter hat ihn England ebenso geprägt wie Deutschland.
Obwohl recht unterhaltsam und teilweise sogar witzig zu Papier gebracht, um eine Nähe zum Leser herzustellen, weiß Campino nicht wirklich zu fesseln. Hat man als Musikinteressierter die Karriere der „Toten Hosen“ verfolgt, erwartet man sich eigentlich eine etwas aufmüpfige und rebellische Ader, die zu Kontroversen führt und für Diskussionen sorgt. Diese Geschichte dagegen ist handzahm, fast schon bieder anzusehen und entspricht so gar nicht den gehegten Erwartungen, die man mit dieser Autobiografie verknüpft hat. Während er sprachlich den Finger hebt und sich z.B. für den Umweltschutz stark macht, kann man sich als Leser eigentlich nur fremdschämen, wenn man dann über die Reiserouten der Band liest oder über seine eigenen, um diverse Fußballspiele live mitzuerleben und welche Transportmittel dafür genutzt werden. Da fragt man sich nur noch: kann ich so jemanden ernst nehmen? Vor allem in Hinblick auf die Position als Vorbild für so viele sollte er sich immer die Frage stellen, wie glaubhaft er ihnen gegenüber wirkt. Je mehr man liest, umso langweiliger wird die Gesamtstory, am Ende ist man froh, die letzte Seite erreicht zu haben.
Lange Jahre haben wir Campino und die „Toten Hosen“ gern gesehen und gehört, gerade weil sie so unangepasst und streitlustig dahergekommen sind. All dies hat sich nach dem Blick hinter die Fassade doch schnell relativiert und die nächsten Songs nehmen wir einfach so, wie sie sind – Lieder eben, die unterhalten sollen und keine ernstzunehmenden Botschaften. Mehr Schein als Sein und wohl doch mehr Kommerz als Überzeugung! Schade, dieses Vorbild hat seinen Heiligenschein verloren. Daumen runter!