Cover-Bild Ich traf meinen Mörder
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Politik und Staat
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 09.10.2025
  • ISBN: 9783869712918
Can Dündar

Ich traf meinen Mörder

Ein Journalist und die dunklen Seiten der Macht
Sabine Adatepe (Übersetzer)

Ein Brief erreicht den Exil-Journalisten Can Dündar. Der Absender: Serkan Kurtuluş, ein türkischer Häftling in einem Gefängnis in Buenos Aires. Er gibt sich als jemand zu erkennen, der den Auftrag erhielt, ihn zu ermorden  – und verspricht ihm brisante Informationen.

Der Hintergrund: Mit einem Artikel über geheime Waffenlieferungen der Türkei an eine verbotene syrische Islamistenorganisation machte sich Can Dündar Staatspräsident Erdoğan zum Feind. Er wurde zu 27 Jahren Haft verurteilt – und es wurde ein Attentat auf ihn verübt, direkt vor dem Gerichtsgebäude. 

Dündar besucht den Mann, der ihn ermorden sollte, im Gefängnis. Dieser wiederum fürchtet wegen drohender Abschiebung in die Türkei jetzt selbst um sein Leben. Durch ihn und bei weiteren Recherchen stößt er auf ein Netzwerk von geheimen Deals zwischen demokratischen und autokratischen Regierungen und deren Verbindungen zum organisierten Verbrechen und zu Terrororganisationen.

Eine unglaubliche Geschichte, spannend wie ein Thriller, aber leider real – ein erschreckender Blick in die Abgründe politischen Machtmissbrauchs.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2025

sehr lesenswert!

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Eindrucksvoll zeigt Can Dündar die Verstrickungen höchster türkischer Regierungskreise in illegale Waffenschiebereien mit dem IS. Auch der türkische Geheimdienst und die Mafia haben ihre Hände mit im Spiel, ...

Eindrucksvoll zeigt Can Dündar die Verstrickungen höchster türkischer Regierungskreise in illegale Waffenschiebereien mit dem IS. Auch der türkische Geheimdienst und die Mafia haben ihre Hände mit im Spiel, wie der engagierte Journalist aufdeckt. Seine investigativen Recherchen bezahlt er mit einer Verurteilung zu 27 Jahren Haft und einem Leben im Exil, sogar ein Mordanschlag auf ihn wird in Auftrag gegeben. Just dieser Mann, der dafür angeheuert wurde, kontaktiert Dündar Jahre später aus dem Gefängnis und erklärt sich zu einem Interview bereit. Auch ein Waffenhändler kommt zu Wort. Ein sehr lesenswertes und aufrüttelndes Buch!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Wenn dein Mörder dir schreibt – und du zurückschreibst

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Wer braucht noch Thriller, wenn das echte Leben so abgefahren schreibt? Can Dündar liefert mit „Ich traf meinen Mörder“ eine Geschichte, die so verrückt ist, dass sie eigentlich verboten gehört – und zwar, ...

Wer braucht noch Thriller, wenn das echte Leben so abgefahren schreibt? Can Dündar liefert mit „Ich traf meinen Mörder“ eine Geschichte, die so verrückt ist, dass sie eigentlich verboten gehört – und zwar, weil sie wahr ist. Da schreibt der Mann, der selbst zur Zielscheibe geworden ist, über seinen potenziellen Killer, den er im Knast besucht. Das ist kein Plot aus einem Netflix-Politthriller – das ist reale Weltpolitik auf Speed.

Man liest diese Seiten mit offenem Mund und einer Mischung aus Wut, Bewunderung und „das kann doch nicht euer Ernst sein!“. Dündar schafft das Kunststück, investigativen Journalismus mit erzählerischer Wucht zu verbinden. Der Typ hat’s einfach drauf – und Mut sowieso. Denn während viele von uns schon bei einem zu scharfen Kommentar auf Social Media nervös werden, legt er sich mit Autokraten an und recherchiert weiter.

Seine Begegnung mit Serkan Kurtuluş – dem Mann, der ihn eigentlich töten sollte – ist so surreal, dass man kurz vergisst, dass das hier kein Roman ist. Zwischen den Zeilen steckt aber mehr als Spannung: Es geht um Macht, Verrat, Korruption, und um den Preis der Wahrheit.

Das Buch ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die glauben, Pressefreiheit sei selbstverständlich. Es ist unbequem, aufrüttelnd und verdammt gut geschrieben. Und wenn man die letzte Seite zuschlägt, bleibt dieses beklemmende Gefühl: dass Mut in dieser Welt immer noch lebensgefährlich sein kann – und genau deshalb so wichtig ist.

5 Sterne? Mindestens. Und eine Portion Gänsehaut gratis obendrauf.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Can Dündar,  Journalist mit Mut

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Der türkische Journalist Can Dündar, der mutig über die Verbrechen der Autokratie des Landes berichtete, ist weiterhin dran und hat ein neues Buch:
Ich traf meinen Mörder
Untertitel: Ein Journalist und ...

Der türkische Journalist Can Dündar, der mutig über die Verbrechen der Autokratie des Landes berichtete, ist weiterhin dran und hat ein neues Buch:
Ich traf meinen Mörder
Untertitel: Ein Journalist und die dunklen Seiten der Macht
 
Da berichtet er von einem Mann, der mit einem Attentat auf ihn beauftragt war und sich ihm jetzt, wo er in Argentinien im Gefängnis sitzt, an ihn wendet. Da er befürchtet in die Türkei ausgeliefert zu werden, ist er bereit, Dündar alle Hintergründe zu berichten. Und da gibt es noch mehr, zum Beispiel illegale Waffenlieferungen an Islamisten.   
 
Auch der Anschlag auf Dündar 2016 wird thematisiert.

Man merkt schnell, dass dieses Buch wichtig ist, denn viele Journalisten wurden schon eingeschüchtert und mundtot gemacht. Da sind die, die weiterhin offen berichten, umso wichtiger.
 
Das Buch ist kurz, aber kompakt und direkt.