Cover-Bild Auf einer Skala von 1 bis 10
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15,00
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  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 31.05.2019
  • ISBN: 9783551521118
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Ceylan Scott

Auf einer Skala von 1 bis 10

Beate Schäfer (Übersetzer)

Iris ist tot. Und Tamar sitzt in Lime Grove, einer geschlossenen Jugendpsychiatrie, wo sie den ganzen Tag lang sinnlose Fragen beantworten soll. Wie fühlst du dich, auf einer Skala von 1 bis 10? Du weißt schon, dass du dich nicht normal verhältst? Was genau ist eigentlich passiert? Aber Tamar sagt nichts. Sie kann einfach nicht erzählen, was mit Iris geschehen ist. Das Monster lässt es nicht zu.

Packend, echt, mitfühlend – dieser Insiderroman liest sich wie ein Thriller und sensibilisiert für die dramatischen Ausmaße psychischer Krankheiten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2020

Wunderbar umgesetzt

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Da ich selbst so einige Erfahrungen mit psychischen Problemen, Psychiatern und Psychiatrien habe, bin ich immer zu haben für Bücher über diese Thematik.
Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ...

Da ich selbst so einige Erfahrungen mit psychischen Problemen, Psychiatern und Psychiatrien habe, bin ich immer zu haben für Bücher über diese Thematik.
Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als ich dieses Buch in Händen halten durfte.

Ehrlich gesagt hatte ich tatsächlich etwas mehr von dem Buch erwartet, auch wenn die Umsetzung der Thematik wirklich sehr gut ist. Besonders die Darstellung der Wechsel zwischen psychotischen Schüben und ruhigen Phasen fand ich sehr gelungen. Dieses Gefühl machtlos zu sein, obwohl man weiß, dass eigentlich alles ,,in Ordnung” ist…
Wer selbst solche Erfahrungen gemacht hat, wird wissen, dass man oft selbst denkt, wie schwachsinnig man sich gerade verhält… und doch kann man einfach nicht anders… Diese Gedanken, Ängste, Zwänge im Kopf, die einen beherrschen, von denen man doch oft weiß, dass sie unbegründet sind… und doch handelt man nach ihnen, weil es einfach nicht anders geht…

Ich habe selbst so einen Begleiter… chronische PTBS… Posttraumatische Belastungsstörung. Und oft verhalte ich mich für Mitmenschen, die mich nicht schon länger kennen, eigenartig… Ich weiß, dass einige Dinge Schwachsinn sind und doch kann ich nichts dagegen tun.
Ein Beispiel:
Ich liege abends in meinem Bett und schaue einen Film. Bis auf eine kleine Lampe, mit der ich auch schlafe, ist alles Licht aus. Ich schalte den Fernseher aus und lege mich hin zum Schlafen. Ich muss die Decke über meinen Kopf ziehen, weil ich Angst habe, dass mir sonst etwas passiert… Völliger Unsinn… Grade eben war der Fernseher noch an, da konnte ich ohne Decke über dem Kopf im Bett liegen. Die Grundsituation hat sich nicht verändert. Ich weiß es, aber meine Psyche sieht das ganz anders.

Diese Gedankenspirale ist wirklich beeindruckend in der Geschichte dargestellt worden.
Das gesamte Konzept des Buches wirkt sehr stimmig. So spiegelt auch die Erzählweise einen nicht strukturierten, klaren Geist. Der Schreibstil wirkt sprunghaft, durcheinander, schwankt zwischen längeren Episoden und nur kurzen Momentaufnahmen. Auch zeitlich springen wir immer wieder hin und her zwischen dem jetzigen Klinikgeschehen und den Ereignissen, wie es dazu überhaupt kommen konnte.
Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Patienten und ihren jeweiligen Erkrankungen ergaben ein durchweg rundes Bild für mich. Die Atmosphäre und das Verhalten der Ärzte und Pfleger erinnerte mich an meinen eigenen Aufenthalt in der Psychiatrie, wenn es auch keine geschlossene war. Was nun allerdings nicht durchweg positiv zu verstehen sein soll, aber dazu gleich mehr.

Erst möchte ich nun einmal auf Tamar eingehen. Als die junge Protagonistin von dem Tod ihrer Freundin erfährt, steht für sie fest, sie sei Schuld an diesem. Sie fühlt sich wie Iris’ Mörderin! Sie rutscht in die Depression und beginnt sich selbst zu verletzen. Ihr Denken und ihre Gefühlswelt erschien mir im großen und ganzen sehr schlüssig, wenn man ihre Erkrankung miteinbezieht.
Letztlich landet sie in Lime Grove, einer geschlossenen Jugendpsychiatrie. Hierzu muss sich eigentlich jeder Leser selbst ein Bild machen, doch ich möchte noch ein paar negative Kritikpunkte anbringen:
Die Therapieart an sich fand ich persönlich unrealistisch. Wir erfahren recht wenig über die Klinikzeit an sich und Gruppentherapien, die zumindest in Deutschland, zu so gut wie jedem Psychiatrischen Therapieprogramm gehören, gibt es nicht. Ich weiß nicht, ob dies in anderen Ländern anders ist. Dies ist auch generell der Punkt von dem ich im Buch mehr erwartet hätte. Die Therapiesitzungen, also die Einzelgespräche weckten bei mir Erinnerungen an meine behandelnde Ärztin damals… Sie war eine Katastrophe… lach

Dies soll nun aber nicht das ganze Buch schlecht machen, denn es ist wirklich ein absolut gelungenes Debüt!

Zum Ende hin zeigt uns die Autorin, dann auch noch eine wichtige Seite, was Therapie an sich angeht: Vieles hängt einfach am Patienten. Ärzte und Therapien sind an sich ,,nur” Hilfestellungen. Der Patient trägt einiges zu seinem Genesen oder eben nicht bei.

Abschießend möchte auch ich noch einmal daraufhinweisen, das Buch hat nicht umsonst hinten auf dem Einband eine Trigger-Warnung stehen. Es enthält doch einige sehr harte Szenen und ich denke grade junge Leser, die ähnliche Probleme haben und mit diesen noch nicht wirklich abgeschlossen haben, werden beim Lesen doch einige unangenehme eigene Gedanken finden.
Ich selbst hatte doch mit einer noch heftigeren Geschichte gerechnet, doch darf man hier auch nicht die Altersempfehlung vergessen und gerade auch eben diese Trigger-Warnung.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Authentisch, schockierend und real.

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Zusammenfassung:
Die Jugendliche Tamar sitzt in der geschlossenen Jugendpsychiatrie Lime Grove, nachdem sich die Ereignisse in ihrem Leben überschlagen haben. Ihre Freundin Iris ist tot. Tamar verlor die ...

Zusammenfassung:
Die Jugendliche Tamar sitzt in der geschlossenen Jugendpsychiatrie Lime Grove, nachdem sich die Ereignisse in ihrem Leben überschlagen haben. Ihre Freundin Iris ist tot. Tamar verlor die Kontrolle über ihr eigenes Leben. Allerdings kann Tamar darüber nicht reden. In Lime Grove trifft Tamar auf weitere Jugendliche, die ebenfalls mit psychischen Krankheiten zu kämpfen haben. Schnell freundet sie sich mit den Anderen an, wodurch der Alltag in der Jugendpsychiatrie für sie leichter wird. Aber das Monster in ihrem Kopf lässt Tamar nicht los. Es versucht sie weiter zu brechen und Tamar kämpft gegen ihre psychische Krankheit an.
Meine Meinung:
Als ich das erste Mal von „Auf einer Skala von 1 bis 10“ von Ceylan Scott erfahren habe, ist es sofort auf meine Wunschliste gewandert. Ich bin ein großer Fan von Büchern, in denen psychische Krankheiten sensibilisiert und thematisiert werden. Als ich es dann das erste Mal in einer Buchhandlung gesehen habe, musste ich sofort zugreifen. Nun bin ich dazu gekommen es zu lesen und habe es an einem einzigen Abend verschlungen. So großartig wie es war, so schnell war es dann auch wieder vorbei.
Ich möchte kurz einwerfen, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist. Es werden Szenen beschrieben, in denen es um Selbstverletzung, versuchten Suizid und Wutausbrüche geht. Dies sollte dem Leser bewusst sein.
Nach einem vielversprechenden Prolog wird der Leser in die Geschichte hineingeworfen und befindet sich mit Tamar zusammen in Lime Grove wieder. Es gibt keine überflüssige, sanfte Einführung, was ich für sehr passend halte. Der Leser wird nämlich von Anfang an mit der Persönlichkeitsstörung von Tamar konfrontiert und mit dem, was sie durchgemacht hat. Dadurch, dass die Kapitel in Vorher und Jetzt unterteilt werden, setzen sich im Laufe der Geschichte die Puzzleteile zusammen. Erst gegen Ende der Geschichte erkennt der Leser, was wirklich passiert ist. Damit bringt die Erzählung Spannung mit sich.
Tamar war mir von Anfang an sympathisch. Sie verkörpert eine schlaue Jugendliche, die ganz genau weiß, was sie tut. Obwohl sie in eine Jugendpsychiatrie kommt, lässt sie sich davon nicht einschüchtern und versucht weiterhin sie selbst zu sein. Durch die Einblicke in die Vergangenheit lernt man Tamar besser kennen und beginnt sie zu verstehen. Im Bezug auf ihre psychische Krankheit wirkt sie allerdings etwas flach. In einigen Passagen wirkt sie wie ein gewöhnliches Mädchen und im nächsten Moment erleidet sie einen Rückfall. Dies ist nicht der Faktor, der mich gestört hat. Mir hat der Tiefgang gefehlt. Mit tieferen Gedankengängen und inneren Monologen wäre dieser Roman noch besser gewesen. Dazu muss man erwähnen, dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt, weshalb man nicht allzu viel erwarten kann.
Erst im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass dieses berührende Buch ein Debüt einer 20-jährigen Autorin ist. Damit hätte ich niemals gerechnet. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei. Aufgrund der hervorragenden Umsetzung der Protagonistin. wird diese einem sofort sympathisch. Sie wirkt authentisch, was auf den guten Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist. Ich kann nur sagen, dass mich das Buch gefesselt und nicht mehr losgelassen hat.
Fazit:
Ceylan Scott zeigt in ihrem Debütroman, wie heimtückisch psychische Erkrankungen sein können. Das Buch überzeugt mit einer authentischen Protagonistin, die gegen ihr inneres Monster ankämpft, und einer Geschichte, die den Leser geschockt zurücklässt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne Bücher über psychische Krankheiten liest.

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Veröffentlicht am 25.11.2019

Erschreckend aber bewegend

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Wow, ich kann gar nicht beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat. Bücher über psychische nehmen einen immer ziemlich mit und dieses Buch ist auch nicht ganz ohne.
Über das Buch gibt es ziemlich geteilte ...

Wow, ich kann gar nicht beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat. Bücher über psychische nehmen einen immer ziemlich mit und dieses Buch ist auch nicht ganz ohne.
Über das Buch gibt es ziemlich geteilte Meinungen. Von absolut begeistert bis absolut enttäuscht, ist alles dabei.
Mich hat dieses Buch unglaublich berührt. Man begegnet in dieser Geschichte allerhand Krankheitsbilder von Buliemie bis psychische Störungen, ist alles dabei.
Schonungslos werden die Krankheiten beschrieben und jagen dem Leser einen Schauer über den Rücken. Tamar, die Protagonistin des Buches, leidet sehr unter dem Selbstmord ihrer Freundin Iris. Und sie gibt sich die Schuld daran.
Etwas schade fand ich, dass man den Klinikalltag nicht so ganz miterleben konnte. Es gab immer Szenen, wie das gemeinsame Essen oder die Termine beim Arzt. Dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
Ich fand es unheimlich interessant, wie die einzelnen Charaktere mit ihren Krankheiten umgehen. Und auch, wie viele verschiedene psychische Krankheiten es gibt.
Tamar`s Ablauf in der Klinik konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie hatte sehr wenig Einzelgespräche und Gruppentherapie so gut wie gar nicht. Das einzige Ritual war das gemeinsame Essen.
Den Schreibstil fand ich leider auch etwas schwierig, wodurch die Geschichte etwas langatmig wirkte. Dennoch hat mir die Botschaft sehr gut gefallen.
Das Buch ist unterteilt in "Jetzt-Momente" und "Vorher-Momente". Dadurch springen wir immer wieder in der Zeit vor Iris` Tod.
Dadurch konnte man sehen, wie sehr eine solche Krankheit ein Leben verändern kann. Denn genau das ist es: Krankheiten. Man bildet sich sowas nicht ein und es ist unerklärlich wie sich Menschen in solchen Situationen fühlen. Das Buch regt zum Nachdenken an und das ist die Hauptsache. Ich war teilweise sehr geschockt und erschrocken.
Hier geht es um Selbstverletzung, Selbsthass, Schizophrenie und Schuld. Und das alles sehr schonungslos.
Der Autor geht unglaublich gut auf die Gefühle von Tamar ein und man konnte sich sehr gut in sie hineinversetzen. Ich bin immer noch sprachlos.
Auch Tamar`s Mitpatienten haben alle ihr eigenes Päckchen zu tragen und sind vor allem auch sehr schräg drauf.
Ich kann mir vorstellen, das Buch wird nicht jedem gefallen, da es wirklich sehr direkt ist.

Veröffentlicht am 20.07.2019

Nichts für schwache Nerven

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Inhalt:

Iris und Tamar sind Freundinnen, doch eines Tages ist Iris tot und Tamar in einer geschlossenen Jugendpsychiatrie. Dort soll Tamar Hilfe bekommen. Hilfe, um zu erzählen, was an dem Tag am Wehr ...

Inhalt:

Iris und Tamar sind Freundinnen, doch eines Tages ist Iris tot und Tamar in einer geschlossenen Jugendpsychiatrie. Dort soll Tamar Hilfe bekommen. Hilfe, um zu erzählen, was an dem Tag am Wehr mit Iris wirklich passiert ist. Doch genau das scheint unmöglich zu sein … .

Meine Meinung:

Das Buch ist unterteilt in verschiedene Kapitel, die überschrieben mit „vorher“ und „jetzt“ sind. „Vorher“ bedeutet, sie erzählen von der Vergangenheit und genauso beginnt das Buch: Mit einem kleinen Ausblick, in dem Iris noch lebt.

Danach springt man ins „jetzt“ und findet sich gemeinsam mit Tamar in Lime Grove, der Jugendpsychiatrie wider. Von da an erfährt man vom Tagesablauf in der Klinik und wie es in Tamars Inneren aussieht. Dabei wird die Geschichte aber immer in der 3. Person erzählt, so dass man nie ganz in der Haut des jungen Mädchens steckt und noch einen gewissen Abstand hat, was ich sehr gut fand, denn es ist wirklich sehr aufwühlend und für mich auch erschreckend, wie es Tamar geht. Deshalb war etwas Abstand ganz gut für mich, um nicht in die Dunkelheit in Tamars Innerem hineingezogen zu werden. Trotz allem ist es wirklich interessant in den Kopf des Mädchens sehen zu können, denn ich denke genau darum geht es in dem Buch: Man soll sich als Leser einmal in Betroffene hineinversetzen, hineindenken können, um für psychische Krankheiten sensibilisiert zu werden und etwas mehr Verständnis für diese zu entwickeln. In unserer Gesellschaft ist es doch noch oft so, dass diese Art Krankheit noch nicht anerkannt ist. Depressionen z.B. werden häufig belächelt und wenig ernst genommen. Und doch treten diese Krankheiten vermehrt auf und brauchen deswegen auch endlich mehr Verständnis. Ich finde es deshalb toll, dass sich die Autorin Ceylan Scott dieses Thema vorgenommen hat und schonungslos ehrlich darüber berichtet.

Trotz allem hätte ich gerne etwas mehr Informationen zu Tamar bekommen. Wir erhalten lediglich den Einblick in ihr Leben in der Psychiatrie, aber wer Tamar wirklich ist, darüber erfährt man nichts. Für mich macht das Mädchen so viel mehr aus, als nur ihre Krankheit, deswegen hätte ich gerne mehr über sie gewusst: Wie lebt sie, was macht sie gerne, was mag sie überhaupt nicht und wer ist sie? Ich konnte die Protagonistin nicht wirklich kennenlernen, deswegen blieb ich immer nur Zuschauer und konnte nicht so recht mit Tamar mitfühlen. Ihre Geschichte hat mich zwar schockiert und ich hatte Mitleid mit ihr, aber wirklich berührt hat sie mich leider nicht. Dazu war mir der Ausschnitt ihres Lebens einfach zu kurz und ich hatte zu wenig Zeit und zu wenige Informationen.

Auch die Nebencharaktere hätte ich wirklich interessant gefunden. Sie geben uns einen kleinen Einblick in weitere psychische Erkrankungen, aber auch sie werden leider nur kurz angerissen, ohne dass sie wirklich Tiefgang bekommen. Ich hätte auch sie gerne näher kennengelernt, denn jeder hat eine sehr spannende Geschichte, die es wert ist erzählt zu werden.

Dieses Buch ist aber auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, denn als Leser wird man Zeuge von Selbstverletzung, von Suizidversuchen, von Mobbing, von Verzweiflung und scheinbar ausweglosen Situationen. Das ist teilweise wirklich heftig und nicht leicht wegzustecken. Doch ich finde es sehr gut, dass dieses Buch so authentisch ist und auch vor erschreckenden Szenen nicht zurückschreckt. Nur so bekommt man einen ehrlichen Einblick, der vielleicht im ersten Moment schockiert, aber wenn man es erst einmal hat sacken lassen, dann bringt man irgendwann mehr Verständnis für andere auf und nimmt sich vor auch einmal genauer hinzusehen.



Fazit:

Dieses Buch ist sicher nichts für schwache Nerven, denn hier berichtet die Autorin Ceylan Scott schonungslos über psychische Krankheiten, Selbstverletzung, Mobbing und Suizid. Mich hat sie mit ihrem Einblick in die Jugendpsychiatrie durchaus sensibilisiert, ich hätte mir aber noch mehr Informationen über Tamar abgesehen von ihrer Krankheit gewünscht, um noch intensiver in diese Thematik einzutauchen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 20.06.2019

aufwühlend, schockierend

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Puh mir fällt es echt schwer zu "Auf einer Skala von 1 bis 10" eine Rezension zu schreiben, was vor allem an der heiklen Thematik psychischer Krankheiten liegt.
Das Buch wird als schonungsloser Insiderroman ...

Puh mir fällt es echt schwer zu "Auf einer Skala von 1 bis 10" eine Rezension zu schreiben, was vor allem an der heiklen Thematik psychischer Krankheiten liegt.
Das Buch wird als schonungsloser Insiderroman beschrieben und tatsächlich spürt man, dass die Autorin keine fiktiv erdachte Geschichte schreibt, sondern vieles in einer Jugendpsychiatrie wahrscheinlich selbst so erlebt hat.
Der Schreibstil ist kurz, prägnant und schonungslos. Das ging ganz schön unter die Haut. Interessant fand ich den Einstieg, denn eigentlich beginnt alles mit dem Auslöser für Tamars seelischen Zusammenbruch. Doch ganz kann man diesen zunächst nicht greifen und erfährt erst später, dass da noch viel mehr dahinter steckt. Danach beginnt der Leser Tamar während ihrer Zeit in Lime Grove zu begleiten, unterbrochen von kurzen Rückblenden, die beschreiben warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist.
Was der Autorin besonders gut gelungen ist, war die Darstellung der unterschiedlichen psychischen Krankheiten. Tamars Mitpatienten haben der Geschichte so viel Leben und Farbe eingehaucht und anders als erwartet war die Geschichte nicht nur düster und traurig, sondern steckte auch voller Lichtblicke und schöner Momente.

Mein Fazit

"Auf einer Skala von 1 bis 10" war ein schonungsloser und ehrlicher Roman über eine starke und traurige Protagonistin, welche versucht in einer Jugendpsychiatrie wieder zu sich selbst zu finden. Das Buch enthält eine Triggerwarnung welche unbedingt vor dem Lesen beachtete werden muss, denn die Story ist definitiv keine leichte Kost und geht unter die Haut.