Cover-Bild Young World - Die Clans von New York

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18,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 22.09.2015
  • ISBN: 9783423761215
Chris Weitz

Young World - Die Clans von New York

Roman
Gerald Jung (Übersetzer), Katharina Orgaß (Übersetzer)

Eine faszinierende Welt ohne Erwachsene.

Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2020

Ganz gute Dystopie mit ein paar Längen

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Das Cover des Buches gefällt mir ganz gut. Man sieht New York das teilweise in Trümmern liegt und kann schon ahnen das es sich bei diesem Buch um eine Dystopie handelt.

Eine Seuche kommt nach New York ...

Das Cover des Buches gefällt mir ganz gut. Man sieht New York das teilweise in Trümmern liegt und kann schon ahnen das es sich bei diesem Buch um eine Dystopie handelt.

Eine Seuche kommt nach New York und lässt alle Kleinkinder und Erwachsene über 18 Jahren sterben. Die verbliebenen Jugendlichen schließen sich zu Strassen-Gangs zusammen und müssen jeden Tag ums überleben kämpfen und zudem herausfinden warum diese Seuche ausgebrochen ist und ob sie nur New York befallen hat oder auch andere Städte..lände...Kontinente.
Die Idee des Buches ist wahnsinnig spannend und man möchte sofort rausfinden warum nur die Jugendlichen überlebt haben.
Die Idee ist toll, mit der Umsetzung bin ich zwiegespalten.
Immer wieder hat das Buch Längen bzw lange Actionabschnitte, die die Jugendlichen aber nicht in der Geschichte weiter bringen.

Dafür fand ich das Ende wieder klasse und sehr gelungen.

Alles in allem super Idee mit sehr gutem Ende aber mittendrin einige Längen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2018

Gute Idee, Umsetzung lau

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Inhalt:
Ein Virus hat die Menschheit ausgerottet und übrig bleiben nur Jugendliche, die bei Eintritt in die Volljährigkeit von diesem Virus eingeholt werden.
In einer Welt ohne Erwachsene, ohne Regeln ...

Inhalt:
Ein Virus hat die Menschheit ausgerottet und übrig bleiben nur Jugendliche, die bei Eintritt in die Volljährigkeit von diesem Virus eingeholt werden.
In einer Welt ohne Erwachsene, ohne Regeln und Gesetze haben sich die Jugendlichen zu Clans formiert um ihr Überleben zu garantieren. Als es einen Hinweis auf ein Gegenmittel der Krankheit gibt, macht sich Jefferson, unfreiwilliger Führer des Washington Square Clans, auf die Suche nach eben jenem. Mit seinen Freunden trifft er außerhalb seines vertrauten Clans immer wieder auf Gefahren und tödliche Hindernisse und doch bleibt in ihm die eine Hoffnung: Die Rettung der Menschheit.

Meine Meinung:
Was erstmal wie eine interessante, wenn auch nicht innovative Idee klingt, wurde in diesem Buch leider weniger spannend verarbeitet. Das Buch ist aus Sicht zweier Protagonisten geschrieben, nämlich Jefferson, der Clanführer und Donna, in die er sich verliebt hat. Beide werden durch verschiedene Schriftarten abgegrenzt, denn auch ihre Sichtweisen und Charaktereigenschaften gleichen sich nicht im Geringsten. Während Jefferson ein sehr besonnener und nachdenklicher Mensch ist, der mindestens genauso einfühlsam, beinahe schon introvertiert wie auch gebildet ist, verhält es sich mit Donna anders. Sie ist laut, herausfordernd und flucht wie ein Rohrspatz. Was für den Autor wahrscheinlich zwei Charaktere waren, die mit einer herannahenden Apokalypse der Menschheit anders umgehen, war für mich ,,lese ich gerne'' und ,,ist mir unsympathisch''. Denn auch wenn ich Donnas harte Schale und ihren dann doch weichen Kern verstehe, fand ich sie oft einfach nur kindisch und pubertär und somit schwierig zu mögen.
Alle anderen Charaktere bleiben leider eher wenig greifbar, da sie einfach wenig vorkommen oder nicht richtig definiert wurden. Das hat mir sehr gefehlt, denn dadurch wurden sie viel zu nebensächlich und farblos.
Der Schreibstil des Autors hat mir ganz gut gefallen, und ich denke, dass dieses Buch als Verfilmung wahrscheinlich wesentlich spannender umgesetzt worden wäre. Die Idee zur Dystopie ist zwar nicht neu, hat mich auf dem Klappentext jedoch angesprochen und neugierig gemacht. Leider hat es für mich ein bisschen bei der Umsetzung geholpert.

Fazit:
Leider konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden und die Charaktere blieben zu farblos.
Die Idee dahinter wäre zu mehr gut gewesen.

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Veröffentlicht am 09.04.2018

Action reiche Dystopie, gewöhnungsbedürftiger Schreibstiel dennoch Spannend, hat etwas von The Tribe

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Angaben zum Buch:

Young World erschien am 22.09.2015 erstmalig im dtv Verlag und umfasst 384 Seiten. Bisher ist es als Hardcover Ausgabe und als Ebook erhältlich.

Klappentext:
Es gab ein Leben davor. ...

Angaben zum Buch:

Young World erschien am 22.09.2015 erstmalig im dtv Verlag und umfasst 384 Seiten. Bisher ist es als Hardcover Ausgabe und als Ebook erhältlich.

Klappentext:
Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Cover:
Ich finde das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches, es spiegelt genau das wieder, was das Buch vermitteln will. Für mich ist es ein Blickfang und mir gefällt es sehr gut.

Schreibstiel:
Der Schreibstiel ist gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich recht gut damit anfreunden. Die reinen Sprachdialoge waren nicht ganz so mein Fall, aber wenn man die Namen überliest, kann man es gut weiterlesen. Das wir zum einen die Sicht von Donna und zum anderen die Sicht von Jefferson lesen gefällt mir sehr gut und passt auch gut zum dem Buch und vertieft das ganze.

Zum Inhalt:
Die Thematik des Buches erinnert mich etwas an die Serie "The Tribe" diese habe ich geliebt und daher gefällt mir auch die Thematik des Buches so gut. Nach einer schlimmen Krankheit sind alle Erwachsene und auch alle Kleinkindern gestorben und auch nun, sterben alle Jugendliche sobald sie das 18´te Lebensjahr erreichen. Dazu kommt das die Lebensmittel und auch andere Versorgungsmittel immer mehr dem Ende neigen und dann wütend auch noch Überall der Krieg zwischen den verschiedenen Clans. Trotz aller Gefahren begeben sich Jefferson und seine Freunde auf die gefährliche Reise in der Hoffnung ein Gegenmittel zu finden doch natürlich liegen Ihnen viele Steine im Weg und sie müssen Entscheidungen treffen die nicht einfach sind.. aber es geht ums Überleben..

Die Charaktere:
Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, aber in vielen steckt mehr als man erwartet und sie wachsen einem sehr schnell ans Herz, weswegen man mit Ihnen leidet, fiebert und bangt. Sie machen auf ihrer Reise eine große Entwicklung durch und man sieht sie manchmal mit ganz anderen Augen.

Unsere weibliche Hauptprotagonistin Donna, versucht immer die Starke Frau zu sein, sie verschließt ihre Gefühle und alles was dazu gehört in einen abgeschlossenen Raum. Sie will sich diese Selbst nicht eingestehen, weil sie Angst davor hat. In Donna´s Augen macht das Leben keinen Sinn, da es mit 18 sowieso endet und darum will sich nichts zulassen, weil es einfach nicht mehr wie früher ist. Sie macht aber im Verlauf des Buches eine wahnsinnige Entwicklung und sie zeigt auch eine andere Seite von ihr..

Unserer männlicher Hauptprotagonist Jefferson ist genau das Gegenteil von Donna, denn er ist fast schon zu weich für diese Harte Welt die ihnen bevor steht, aber er ist auch so voller Hoffnung und hält die Gruppe zusammen. Er nimmt sein Schicksal und das seiner Freunde nicht einfach so hin, er kämpft darum dieses Schicksal zu ändern und will es am liebsten immer jeden Recht machen. Ich finde aber er hat einen wahnsinnig tollen Charakter und ist die Stütze der Gruppe.

Meine Meinung:
Die Thematik an sich ist zwar nicht neu, aber ich finde der Autor macht dennoch etwas einzigartiges daraus. Man fühlt sich als wäre man live dabei und erlebt das ganze zusammen mit dem Clan. Es gibt sehr viel Action, es wird viel Spannung aufgebaut und man muss oft um seine Lieblinge bangen und fiebert mit und hofft das alles gut wird. Wir erfahren viel über die verschiedenen Clans und ihre Sitten auch erfahren wir mehr über diese schreckliche Krankheit, die all dieses verursacht hat. Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es oft nicht mehr aus der Hand legen. Ich möchte die Charaktere sehr und ich finde der Autor hat viel aus Ihnen heraus geholt und zeigt uns zu was man fähig ist wenn der Überlebenswille stark genug ist. Nur der Schreibstiel ist etwas Gewöhnungsbedürftig, das die Aussprache nicht immer so vornehm war störte mich nicht, immerhin geht es hier um Jugendliche, aber diese reinen Sprachdialoge störten mich zum Teil schon etwas, ich habe versucht die Namen auszublenden und dann viel mir auch das lesen leichter, wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, dann liest es sich wirklich gut daher kann ich jedem nur empfehlen dem Buch eine Chance zu geben auch wenn euch der Schreibstiel nicht gleich zusagt, denn ansonsten verpasst ihr eine wirklich tolle Dystopie. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, ich muss wissen wie es weiter geht.

Abschluss Fazit:
Für mich ist es ein gelungener und spannender Auftakt einer für Action reichen Dystopie der man trotz des ungewöhnlichen Schreibstiels aufjedenfall eine Chance geben sollte. Dystopie Fans kommen voll auf ihre Kosten.

Veröffentlicht am 10.02.2018

Überzeugt nicht wirklich aufgrund der Sprache und Dialoge

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Klappentext
„Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer ...

Klappentext
„Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes - Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.“

Gestaltung
Düster, dunkel, geheimnisvoll. So wirkt das Cover auf mich. Die Skyline der Stadt im Hintergrund, welche durchzogen ist von Wolken oder einem Nebelschimmer wirkt sehr atmosphärisch und bedrohlich. Nicht so schön finde ich den roten Pinselstrich unter dem Titel und die beigefarbene Umrahmung des Titelbildes.

Meine Meinung
In "Young World" tut sich dem Leser eine vollkommen veränderte, neue Welt auf. Nach einer Seuche haben nur die Teenager überlebt. Doch die Vorräte werden immer knapper und hinzukommt, dass die Jugendlichen sich zu Clans zusammenschließen. Der Leser trifft nun auf Jefferson und Donna, aus deren Perspektiven die Geschichte erzählt ist. Diese Perspektivwechsel werden an den Kapitelanfängen deutlich gemacht (am Anfang steht immer in Großbuchstaben der Name des jeweiligen Erzählenden), was mir gut gefallen und das Lesen erleichtert hat.

Die Perspektiven sind auch deutlich voneinander zu unterscheiden, wodurch es einfach ist sich zurechtzufinden. Autor Chris Weitz, der normalerweise Drehbücher schreibt, Filme dreht sowie produziert und dessen Romandebüt „Young World“ darstellt, hat sich für Donna und Jefferson verschiedene Sprachebenen ausgedacht. Während Jefferson eher gebildet ist, redet Donna wie ihr der Schnabel gewachsen ist. So versucht er durch unterschiedliche Sprachniveaus die beiden Figuren voneinander abzuheben. Leider verliert sich meiner Meinung nach dieser kleine, eigentlich sympathische Unterschied im Verlauf des Romans. Die beiden Erzählstimmen nähern sich immer weiter einander an, sodass sich kaum noch Unterschiede ausmachen ließen.

Im Zusammenhang mit der sprachlichen Gestaltung hat mir auch die Gestaltung der Dialoge nicht zugesagt. Statt vernünftige Verknüpfungen wie sagte, sprach, rief oder andere tolle Worten, die man nutzen kann, um Sätze miteinander zu verknüpfen, vorzufinden, endete es meist in einer kurz angebundenen Aufzählung der Art "Wash: blabla. Donna: Blabla". Ist es zu viel verlangt, ein sagte oder erwiderte hinter die Namen zu schreiben? Oder ist das der Einfluss der Drehbuchautorentätigkeit von Herrn Weitz?

Neben den beiden Ich-Erzählern Donna und Jefferson begleiten sie noch drei Freunde auf der Suche nach der Heilung der Krankheit, die nur die Jugendlichen überleben lässt. Dass Donna und Jefferson dabei zu einem Liebespaar heranreifen war für mich wenig überraschend, vielmehr schien es mir so, als würde der Autor einer Formel folgen, die er für gute Geschichten ausgemacht hat. Eine Prise Kampf (eine große!), eine Prise Zerstörung und eine Prise Liebe. Die Nebencharaktere in Form der drei Freunde blieben dabei mehr als flach, da die Ich-Erzähler mir kaum die Chance gegeben haben sie richtig kennen zu lernen, weil sie kaum über die Freunde nachgedacht haben oder mir mehr Informationen über sie gegeben haben.

Fazit
„Young World – Die Clans von New York“ gestaltet sich durchaus spannend, da es viele Kämpfe und einen hohen Spannungsbogen gibt, aber leider überzeugt die sprachliche Gestaltung durch fehlende Konsequenz und anstrengende Dialoge nicht wirklich. Man merkt dem Roman einen gewissen Drehbuchcharakter an.
3 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 22.01.2018

Trotz kleiner Schwächen spannend, düster und atmosphärisch

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Zitate:
"Warum, warum nur hat sich die ganze Welt um mich herum in einen Mad Max-Film verwandelt?" Seite 17

"Es gibt für niemanden einen Neustart, außer vielleicht für die Ratten. Von denen gibt es immer ...

Zitate:
"Warum, warum nur hat sich die ganze Welt um mich herum in einen Mad Max-Film verwandelt?" Seite 17

"Es gibt für niemanden einen Neustart, außer vielleicht für die Ratten. Von denen gibt es immer wieder neue. Legt man eine um, zack - schon ist die nächste da." Seite 18

"Ich töte nicht zum ersten Mal. Aber zum ersten Mal aus dieser Nähe. Die Intimität ist ekelhaft." Seite 133

Charaktere:

Jefferson ist von heute auf morgen gezwungen, die Verantwortung für den Washington Square Clan zu übernehmen. Keine leichte Aufgabe, vor allem dann nicht, wenn man bedenkt, dass er diese Verantwortung eigentlich gar nicht möchte. Dennoch ist er mit seiner Art eine wirklich gute Wahl, denn er ist eher der sanfte Typ. Er ist hilfsbereit, fair, überlegt und human - um nur einige seiner positiven Eigenschaften zu nennen. Er will, dass seine Leute überleben, und dass die Gruppe funktioniert.

Donna ist definitiv ein toughes Mädchen. Sie tut was nötig ist, um zu überleben. Nach wie vor vermisst sie ihren kleinen Bruder sehr, versucht dies aber nicht zu zeigen. Trotz der Umstände in denen sich die Gruppe befindet, kommt bei ihr jedoch immer wieder die Teeniegöre raus, was mich persönlich ab und an etwas genervt hat. Ihre Unentschlossenheit und Zickigkeit waren stellenweise stark ausgeprägt. Das hätte ich mir bei einem Hauptcharakter etwas anders gewünscht.


Meinung:

Sehr atmosphärisch werden wir von Chris Weitz in eine Welt entführt, die mit unserer so gar nichts mehr gemeinsam hat. Eine Krankheit hat alle Erwachsenen und kleinen Kinder getötet, so dass wirklich nur die Jugendlichen überleben konnten. Aber auch diese sind über kurz oder lang dem Tode geweiht, denn infiziert ist jeder, der Ausbruch jedoch findet in der Phase zum Erwachsenwerden, ca. mit 18 Jahren, statt.

In dieser Welt leben Jefferson, Donna, Washington, Brainbox und der Rest der Jugendlichen, die sich zum Washington Square Clan zusammengeschlossen haben. Wash hat sehr schnell erkannt, dass ein Überleben nur dann funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig helfen.

Jedoch handhaben das natürlich nicht alle Gruppen so. Es herrscht Gewalt zwischen den unterschiedlichen Clans und die wenigsten schrecken vor Raub oder Mord zurück. Im Kampf um die schwindenden Ressourcen und ums nackte Überleben ist sich letzten Endes jeder selbst der Nächste. Auch, wenn es nur ein Überleben auf Zeit darstellt.

Aber muss es wirklich so sein? Als Brainbox etwas interessantes darüber herausfindet, woher das Virus eventuell kommen könnte und Hoffnungen auf eine eventuelle Möglichkeit zur Heilung schürt, kann Jefferson gar nicht anders, als diese waghalsige Expedition in Angriff zu nehmen. Selbstverständlich rechnet er zu dieser Zeit bereits mit großen Gefahren, da sie auf ihrer Reise feindliche Gebiete durchqueren müssen. Jedoch darauf, was tatsächlich alles geschieht, war er nicht vorbereitet. Eine Reise voller Gefahren und Tod, immer das Ziel im Blick...

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Er wechselt hierbei immer zwischen der Perspektive von Jefferson und Donna, wobei wir in den Kapitel nicht nur über etwas über den aktuellen, sondern auch jeweils den anderen der Protas erfahren. So kommen wir den beiden, ihren Ängsten, Beweggründen und Emotionen näher, aber auch Schritt für Schritt der Welt in der sie leben. Der Unterhaltungsstil der Charaktere ist hierbei oft sarkastisch, morbide und zynisch, was mich des Öfteren auch mal zum Lachen gebracht hat.
Aber nicht nur das Jetzt wird uns nahegebracht, auch das Davor wird thematisiert. Stellenweise zieht der Autor hierbei äußerst kritisch mit unserem aktuellen Lebensstil (SMS, Twitter, Facebook, aber auch Rassismus, Religion und Intoleranz) vor Gericht, was ich sehr gut gelungen fand. Und obwohl eigentlich actiontechnisch immer etwas los ist, und mir diese Ausführungen eigentlich gut gefallen haben, hat er sich leider ab und an etwas "verrannt", was stellenweise zu kleinen Längen geführt hat.
Ich hoffe sehr, dass diese Stellen rein der Einführung in die Welt gedient haben und sie sich somit bei Band 2 "Young World - Nach dem Ende" etwas kürzer gestalten.
Denn alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin schon sehr neugierig darauf, wie es mit den Clans weitergeht!

Spannend, düster und atmosphärisch, gerne mehr davon!