Hat mir nicht gefallen
Dieser Krimi ist der dritte einer Reihe rund um Elwood, einem Organisten und Privatermittler. Für mich ist es der erste Krimi vom Schweizer Autor Christian Gauer und ich befürchte, es wird wohl der einzige ...
Dieser Krimi ist der dritte einer Reihe rund um Elwood, einem Organisten und Privatermittler. Für mich ist es der erste Krimi vom Schweizer Autor Christian Gauer und ich befürchte, es wird wohl der einzige bleiben. Warum?
Elwood, mit bürgerlichen Namen Tobias Gottwald, trauert um seine tote Hündin Viva, die er sichtlich lieber mochte als seine Frau Ivy und die Menschen im Allgemeinen, und hat eine entsprechende Sinnkrise. Die versucht er mit einer ausgedehnten Wanderung in der Umgebung zu bewältigen. Doch gleichzeitig spukt ihm die Meldung eines tödlichen Bergunfalls im Kopf herum. Als er bei seiner Wanderung auf eine Gruppe Motorradfahrer trifft, verquicken sich Wanderung, Trauer, Bergunfall und ein Alptraum zu einer eigenartigen Mischung, bei der nicht ganz klar ist, was Traum oder Wirklichkeit ist.
Meine Meinung:
Mir haben hier weder die Charaktere noch der Schreibstil zugesagt. Die Protagonisten, allen voran Elwood, wirken auf mich wenig einnehmend. Die Ermittlungen zu dem tödlichen Bergunfall kommen meiner Ansicht nach zu kurz. Es geht hauptsächlich um die Emotionen/Träume/Rückkopplungen von Elwood, bei dem ich nicht weiß, ob er bekifft durchs Leben stolpert. Und dann noch der eigenartige Schreibstil, der für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Zahlreiche Sätze sind stakkatoartig hingeworfen und bei einigen ist die Satzstellung recht eigenwillig.
Gut gefällt mir, dass Schweizer Ausdrücke verwendet werden. Die tragen, gemeinsam mit dem Cover als auch mit der bildhaften Beschreibung der Natur dazu bei, diesen Regio-Krimi nicht zur Gänze als Flop zu bezeichnen.
Fazit:
Dieser Krimi von Christian Gauer, der mich tief in die Schweiz, nach Toggenburg im Kanton St. Gallen geführt hat, wird wohl eine Eintagsfliege bleiben, die ich mit 2 Sternen bewerte.