Cover-Bild Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Penhaligon
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 01.02.2020
  • ISBN: 9783641256333
Christina Henry

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland

Roman
Sigrun Zühlke (Übersetzer)

Unglaublich packend: Diese düstere Neuerzählung von »Alice im Wunderland« wird Ihnen den Schlaf rauben.Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat …Nichts für schwache Nerven: Henrys Neuerzählung von »Alice im Wunderland« ist brutal – gleichzeitig aber unglaublich packend.Alle Bücher von Christina Henry:Die Chroniken von Alice - Finsternis im WunderlandDie Chroniken von Alice - Die Schwarze KöniginDie Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland (Frühjahr 21)Die Chroniken der Meerjungfrau - Der Fluch der Wellen (Herbst 21)Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald (Frühjahr 22)

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2020

Brutale Neuinterpretation von Alice im Wunderland

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Seit zehn Jahren sitzt Alice in einer psychiatrischen Anstalt. Seit sie damals nach ihrem Verschwinden wieder auftauchte und sich nur noch an einen Mann mit Kaninchenohren erinnern konnte. Ihr einziger ...

Seit zehn Jahren sitzt Alice in einer psychiatrischen Anstalt. Seit sie damals nach ihrem Verschwinden wieder auftauchte und sich nur noch an einen Mann mit Kaninchenohren erinnern konnte. Ihr einziger Kontakt ist Hatcher, ein Mörder aus der Nachbarzelle. Als in der Anstalt ein Feuer ausbricht, gelingt den beiden die Flucht; und mit ihnen einem dunklen Wesen, das ebenfalls in den Tiefen der Anstalt gefangen war. Gemeinsam machen sich Alice und Hatcher auf die Jagd nach diesem Wesen. Schnell wird ihnen klar, dass nur dieses Wesen ihnen bei ihrer Suche nach ihrer Vergangenheit helfen kann. Und Alice kann erst mit ihrer Vergangenheit abschließen, wenn sie sich dem Kaninchen und dem Schrecken, der ihr damals wiederfahren ist, stellen kann.
Die Autorin hat hier eine interessante aber auch etwas brutale Version von Alice im Wunderland entworfen. So kommen denn auch einige bekannte Figuren zum Vorschein, wenn auch anders, als man sie in Erinnerung hat. Man erkennt jedoch die Grinsekatze, die Raupe, das Kaninchen, den Jabberwocky. In Hatcher glaube ich den verrückten Hutmacher gefunden zu haben.
Dafür, dass die Geschichte an mehreren Stellen doch recht brutal und blutrünstig daherkommt, bleibt der Schreibstil erstaunlich nüchtern, fast schon neutral erzählend. Immer tiefer geraten wir in das Grauen mit hinein, und erfahren schließlich, was mit Alice und Hatcher damals passiert ist, bevor sie in die Anstalt kamen. Eine interessante Reise durch eine Welt, die auf der einen Seite sehr an die das Wunderland angelehnt ist, und auf der anderen Seite doch so gar nichts mit dem Wunderland von Alice gemeinsam zu haben scheint.
So folgen Alice und Hatcher denn auch am Ende wieder einem weißen Kaninchen durch einen Tunnel auf dem Weg in die Fortsetzung, die uns wohl mehr über das Schicksal von Hatcher erzählen wird. Ich bin schon sehr gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

2,5*: Alice im Land der sexualisierten Gewalt – für mich trotz guter Ansätze leider eine Enttäuschung!

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Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Die Autorin erzählt „Alice im Wunderland“ neu – modern, düster, verstörend. Am Beginn der Geschichte ist Alice in einer Psychiatrie gefangen, weil alle glauben, dass ...

Spoilerfreie Rezension!

Inhalt

Die Autorin erzählt „Alice im Wunderland“ neu – modern, düster, verstörend. Am Beginn der Geschichte ist Alice in einer Psychiatrie gefangen, weil alle glauben, dass sie durch ein erlittenes Trauma verrückt geworden ist. Sie selbst kann sich leider an nichts erinnern. Ihr einziger Trost ist ihr Zimmernachbar, mit dem sie sich durch ein Mauseloch unterhält: Hatcher, ein gefährlicher Axt-Mörder. Als ein Feuer im Krankenhaus ausbricht, gelingt den beiden die Flucht. Doch sie sind nicht die Einzigen, die aus dem Gebäude entkommen können. Etwas Großes, unvorstellbar Böses ist nun ebenfalls auf freiem Fuß - und nur Hatcher und Alice können es aufhalten.

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Band #1 der Reihe um Alice; die Fortsetzung wird im August 2020 erscheinen
Erzählweise: auktorialer Erzähler, Präteritum
Perspektive: weibliche Perspektive
Kapitellänge: mittel bis lang
Tiere im Buch: - Im Buch werden Tiere verletzt, gequält und getötet (Ratte, Kaninchen, Tierkämpfe).
Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt (u. a. Vergewaltigung), exzessive Gewalt, Blut, Zwangsprostitution, Menschenhandel, Feuer, Tierquälerei

Warum dieses Buch?

Da ich sowohl die Geschichte um Alice als auch düstere Bücher liebe, war ich hellauf begeistert, als ich den Klappentext gelesen habe. Der Hype um das Buch und die positiven Rezensionen haben mich dann noch neugieriger gemacht.

Meine Meinung

Einstieg (5 Sterne ♥)

„Als man sie gefunden hatte, hatte sie nichts anderes gesagt als: ‚Das Kaninchen. Das Kaninchen. Das Kaninchen.‘ Wieder und wieder. […] Und jedes Mal wurde sie für verrückt erklärt.“ E-Book, Position 41

Der Einstieg fiel mir trotz des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils leicht. Schon nach wenigen Seiten war ich in die Geschichte eingetaucht.

Schreibstil (3 Lilien)

Ich weiß nicht genau, was es ist, aber Christina Henrys Schreibstil hat irgendetwas an sich, das mir Schwierigkeiten bereitet. Ich fand irgendwie keinen richtigen Zugang zu ihrer Sprache. Einerseits gefällt es mir, wie atmosphärisch, filmisch und bildlich sie in manchen Momenten schreibt, andererseits waren ihre Formulierungen oft auch sehr holprig für mich zu lesen. Ihre Sätze enden und beginnen an seltsamen Stellen, und manches musste ich mir bewusst vorstellen, weil ich nicht automatisch ein Bild im Kopf hatte. Durch den eher distanzierten Schreibstil hatte ich auch das Gefühl, dass ich nicht so richtig an die Figuren herankam. All das führte dazu, dass streckenweise leider kein richtiger Lesefluss entstehen wollte.

Idee, Inhalt, Themen & Ende (2,5 Lilien)

„‘Warum bist du hier?‘, fragte sie ihn eines Tages […].
‚Ich habe eine ganze Menge Leute mit einer Axt umgebracht.‘, sagte er.“ E-Book, Position 108

Dieses Buch klang, als wäre es perfekt für mich und als hätte es vielleicht sogar Lieblingsbuch-Potential. Ich bin mit sehr hohen Erwartungen herangegangen, auf die mit jeder gelesenen Seite mehr Ernüchterung und Enttäuschung folgten. Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Christina Henry eigentlich nicht die Geschichte von Alice im Wunderland neu erzählt, sondern dass ihre Handlung danach – nach dem Trauma, das sie dort erlitten hat – angesiedelt ist. Alice versucht ihre Erinnerungen zurückzubekommen und herauszufinden, was damals geschehen ist. Dadurch entfernt sich die Neuerzählung auch sehr weit von der Quelle. Nur einzelne Elemente und Figuren aus Lewis Carrolls Kinderbuch tauchen auf. Diese Momente haben mir auch am besten gefallen.

Meiner Meinung nach beginnt das Buch wirklich stark! Alice‘ Aufenthalt in der schrecklichen Psychiatrie ist geprägt von Medikamenten, Langeweile, Einsamkeit, Vernachlässigung und körperlichen Misshandlungen und die Atmosphäre ist trist und düster. Alice‘ seltsame Freundschaft mit dem unberechenbaren Hatcher löst Faszination aus. Ab der Flucht aus dem Krankenhaus ging es allerdings langsam, aber stetig bergab. Etwa in der Mitte des Buches ist noch fast nichts passiert und man wartet, dass es endlich losgeht – was aber nie passiert. Die gleichförmige Handlung ließe sich am besten so zusammenfassen: Sie gehen von A nach B – Gemetzel. Sie gehen von B nach C – Gemetzel. So geht es bis zum Schluss weiter, der leider unerwartet lahm und enttäuschend ist. Nach der langen Reise hätten wir einen großen, dramatischen Showdown verdient? Tja, Pustekuchen!

Nun möchte ich noch auf das „Wunderland“ in diesem Buch eingehen. Es wirkt eigentlich (bis auf die Häuser der verschiedenen Bösewichte) wie ein ganz normales Armutsviertel (Gestank, Krankheiten, Menschen, die sich irgendwie durchkämpfen) mit der einen oder anderen übernatürlichen Figur darin. Ich hätte mir eine magischere und faszinierendere Welt erhofft – und mehr Tiefe beim Worldbuilding. Auch „düster“ habe ich mir ganz anders vorgestellt. Ich schaue gerne Horrorfilme und halte – was blutige Schilderungen angeht – einiges aus. Auf dieses Buch, das laut Verlag „nichts für schwache Nerven“ ist, fühlte ich mich also bestens vorbereitet. Tatsächlich war beim Lesen auch nicht die ausufernde Gewalt, das Töten und Morden, das Problem.

Mit einer Sache hatte ich nämlich nicht gerechnet: Für Christina Henry bedeutet „düster und verstörend“ anscheinend, so viel sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen in die Welt zu stopfen, wie irgendwie reinpasst. An jeder Ecke warten Vergewaltiger auf ihr nächstes Opfer, werden junge Frauen gestohlen, wie Waren behandelt, misshandelt, gefoltert, gequält und in die Prostitution gezwungen. Für Alice gleicht die Reise in dieser Welt einem Spießrutenlauf, weswegen sie sich auch als Junge verkleiden muss. Ich hätte ja nichts gesagt, wenn einer (!) der Bösewichte Mädchen zur Prostitution zwingt, aber fast alle diese Leute sind Mädchenhändler und quälen Frauen. Das ist einfach zu viel!

In einer anderen Rezension wurde das Buch aufgrund seiner brutalen, fast immer sexuell motivierten Gewalt gegen Frauen / Mädchen sogar als misogyn bezeichnet. Es wurde geschrieben, dass Christina Henry Glück hat, dass sie eine Frau ist. Dem muss ich leider zustimmen. Wie groß wäre wohl der Aufschrei gewesen, wenn diese Geschichte ein Mann geschrieben hätte? Man würde ihm vorwerfen, frauenfeindlich zu sein und seine fragwürdigen Fantasien in diesem Buch auszuleben. Ich bin nicht prinzipiell dagegen, dass schwierige Themen wie sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung und deren Folgen in Büchern behandelt werden. Allerdings wird hier nicht angemessen auf das Thema eingegangen, sondern es wird als billiges Mittel genutzt, um eine möglichst gefährliche und angeblich düstere Welt zu kreieren. Ich sehe Christina Henrys Version des Wunderlandes jedenfalls als höchst problematisch an und bin sehr enttäuscht davon. Das Buch bräuchte dringend (auch aufgrund der ausufernden Gewalt und der moralisch fragwürdigen Einstellungen von Hatcher) eine Triggerwarnung und einen Hinweis, dass es erst ab 18 Jahren gelesen werden sollte, denn das Cover könnte auch jüngere LeserInnen ansprechen!

Trotz meiner Kritik gibt es in der Geschichte viele gute Ansätze: „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ hat durchaus seine starken, düsteren, albtraumhaften, gelungenen und magischen Momente, die mich packen, faszinieren und begeistern konnten. Insgesamt gab es aber leider zu viel, das mich gestört hat. In der Fortsetzung, die wohl an einem anderen Ort spielen wird und in der zwei Königinnen im Mittelpunkt stehen werden, könnte es möglicherweise weniger sexualisierte Gewalt geben. Ob ich sie oder eines der nächsten (durchaus sehr interessant klingenden!) Bücher der Autorin lesen werde, weiß ich noch nicht.

Protagonistin (3 Lilien ) & Figuren (3 Lilien)

Alice war mir von Beginn an sympathisch – ich habe sie gerne begleitet. Aufgrund des Schreibstils war da aber leider immer eine gewisse Distanz, wodurch ich nicht so intensiv mit ihr mitfühlen und mitleiden konnte, wie ich mir das gewünscht hätte. Auch etwas mehr Tiefe hätte ihr gutgetan, auch wenn sie immerhin bis zum Ende eine spürbare Entwicklung durchmacht. Noch ein Problem hatte ich mit Alice: Immer wieder muss sie gerettet und gestützt werden, sie ist schwach, gibt oft nach und wirkt in manchen Momenten wie die berühmte „Jungfrau in Nöten“. Auch wenn es gegen Ende besser wird, hätte ich mir eine stärkere Heldin gewünscht.

Bezüglich der anderen Figuren habe ich gemischte Gefühle. Einige sind ganz gut gelungen und wirkten auf mich authentisch und dreidimensional (z. B. Nell), andere blieben sehr blass. Da Alice und Hatcher immer wieder weiterziehen, haben die meisten Charaktere nur ganz kleine Rollen, wodurch es schwierig wird, ihnen Tiefe zu verleihen. Schade fand ich, dass alle mächtigen Nebenfiguren und Bösewichte männlich waren. Und jetzt sagt mir bitte nicht, dass sie doch im Original auch männlich waren! Wir leben in einer anderen Zeit und in dieser Neuerzählung wurde so vieles geändert, da sollte es nicht am Geschlecht der Bösewichte scheitern.

Spannung & Atmosphäre (3 Lilien)

„[…] Feuer schoss unvorstellbar hoch in den Himmel hinauf […]. Es füllte den gesamten Himmel aus wie die ausgebreiteten Schwingen eines Drachen.“ E-Book, Position 358

Was Spannung und Atmosphäre betrifft, so hatte das Buch sowohl seine starken als auch seine schwachen Momente (siehe Unterpunkt „Inhalt“). Das Potential der Idee konnte trotz guter Ansätze leider nicht immer genutzt werden, was schade ist.

Feministischer Blickwinkel (2 Lilien)

Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Schlam++, Miststück, Schwa++lu++++++

Zu diesem Thema habe ich dieses Mal ja schon alles beim Unterpunkt „Inhalt“ gesagt. Mehr als zwei Sterne (einer für das Bestehen des Bechdel-Tests, einer für Alice‘ Entwicklung am Schluss) kann ich hier nicht vergeben. Ich hoffe, im nächsten Buch macht die Autorin einiges anders und besser!

Mein Fazit

Christina Henrys Neuerzählung von „Alice im Wunderland“ hat mich leider enttäuscht. Das große Potential der Idee konnte nicht genutzt werden. Trotz meiner Kritik hat „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ durchaus seine starken, düsteren, albtraumhaften, gelungenen und magischen Momente, die mich packen, faszinieren und begeistern konnten. Der Schreibstil ist in manchen Momenten atmosphärisch und bildlich, aber gleichzeitig auch holprig und distanziert. Die Protagonistin ist sympathisch, aber oft auch schwach, wenig zugänglich und ihr fehlt Tiefe. Manche der anderen Figuren sind gut gelungen und dreidimensional, andere bleiben sehr blass. Die Neuerzählung, die sich weit von ihrer Quelle entfernt, wird leider nach einem starken Beginn immer schwächer, bis sie in einen lahmen, enttäuschenden Showdown mündet. Ich hätte mir eine magischere, faszinierendere Welt mit mehr Tiefe erhofft. Sehr problematisch ist, dass das Wunderland voller brutaler, meist sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist. Hier wird nicht angemessen auf das schwierige Thema eingegangen, sondern es wird als billiges Mittel genutzt, um eine möglichst gefährliche Welt zu kreieren. Das Buch bräuchte dringend eine Triggerwarnung und einen Hinweis, dass es erst ab 18 Jahren gelesen werden sollte. Ich kann dieses Mal leider keine Leseempfehlung aussprechen.

In der Fortsetzung, die wohl an einem anderen Ort spielen wird und in der zwei Königinnen im Mittelpunkt stehen werden, wird es hoffentlich weniger sexualisierte Gewalt geben. Ob ich sie oder eines der nächsten (durchaus sehr interessant klingenden!) Bücher der Autorin lesen werde, weiß ich aber noch nicht.

Bewertung

Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 2,5 Lilien
Umsetzung: 2,5 Lilien
Worldbuilding: 3 Lilien
Einstieg: 5 Lilien ♥
Ende / Auflösung: 2 Lilien
Schreibstil: 3 Lilien
Protagonistin: 3 Lilien
Figuren: 3 Lilien
Spannung: 3 Lilien
Atmosphäre: 3 Lilien
Emotionale Involviertheit: 2,5 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 2 Lilien

Insgesamt:

❀❀,5 Lilien

Dieses Buch bekommt von mir zweieinhalb Lilien!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

düster, brutal, geniale Atmosphäre

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Gar nicht niedlich, nein, eher das Gegenteil, brutal und düster. Ich mag es so aber es ist definitiv nichts für schwache Gemüter. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, flüssig und detailliert.

Mir ist ...

Gar nicht niedlich, nein, eher das Gegenteil, brutal und düster. Ich mag es so aber es ist definitiv nichts für schwache Gemüter. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, flüssig und detailliert.

Mir ist der Einstieg gut gelungen und die Geschichte hatte mich ebenfalls schnell im Griff. Geniale, düstere Atmosphäre und die Beschreibungen der Szenen ist sehr gelungen und passend. Ja, es ist brutal aber es ist auch sehr stimmig. Durch die Geschichte bin ich sehr flüssig durchgerutscht und doch muss ich sagen das mir das Ende etwas zu schnell und irgendwie zu einfach erschien. Dennoch fühle ich mich gut unterhalten und die Zusammenhänge sind wirklich sehr stimmig. Auch die Verbindungen zu dem „klassischen“ Alice sind zu finden, ich finde es super und bin sehr gespannt wie die Reise von Alice und Hatcher weiter geht.

Die Protagonisten Alice und Hatcher haben mir sehr gut gefallen. Vor allem wie sie sich ergänzen und entwickeln. Im Irrenhaus und auf dem Abenteuer, zwischen den beiden „Versionen“ von Alice liegen ja förmlich Welten und doch ist alles sehr stimmig.
Auch die anderen Charaktere die mir hier begegnet sind, unter anderem Grinser und das Kaninchen finde ich sehr gelungen, nicht unbedingt sympathisch, eigentlich gar nicht aber dennoch sehr gut erdacht.

Das Cover und beim Hardcover der Buchschnitt, sind der Knaller. Die Abdrücke sind mal ein Highlight aber auch das Cover selbst, ich liebe es, stimmig und nicht überladen und doch mit Raum für eigene Gedanken. Zusammen mit dem Klappentext, einfach optimal.


Fazit:
Achtung, es ist nicht niedlich, es ist düster und brutal und definitiv nichts für schwache Nerven. Für mich war es optimal, die Geschichte ist fesselnd und die Atmosphäre der Knaller. Das Ende verlief mir etwas zu schnell aber dennoch fühle ich mich sehr gut unterhalten und erwarte nun das weitere Abenteuer von Alice und Hatcher. Ich kann „Finsternis im Wunderland“ absolut empfehlen.

Veröffentlicht am 14.03.2020

Alice im Wunderland? Weit entfernt...

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Irgendwie hatte ich wohl etwas anderes erwartet... eine gruselige Erzählung der ursprünglichen Geschichte vielleicht.
Nicht aber diese blutrünstige Story über Mord, Prostitution und Vergewaltigung, welche ...

Irgendwie hatte ich wohl etwas anderes erwartet... eine gruselige Erzählung der ursprünglichen Geschichte vielleicht.
Nicht aber diese blutrünstige Story über Mord, Prostitution und Vergewaltigung, welche mit der eigentlichen Geschichte von Alice im Wunderland außer den Charakteren (bzw. eigentlich auch nur deren Namen) nicht mehr wirklich viel gemeinsam hat.
Wenn man allerdings diesen Punkt mal außer Acht lässt und ganz unvoreingenommen an dieses Buch heran geht, findet man eine - immer noch - blutrünstige aber auch fantastische Geschichte über eine junge Frau mit dem einen oder anderen Geheimnis
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr bildlich und detailreich, mit klaren Worten.
Also - löst euch vor dem Lesen dieser Geschichte von dem Gedanken an Alice im Wunderland und schon erwartet euch eine Lektüre, die es definitiv wert ist, gelesen zu werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere