Cover-Bild Die Braut

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 16.01.2018
  • ISBN: 9783522505901
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Claudia Rinke

Die Braut

Radikal verliebt | Jugendroman über Dschihad, IS und Radikalisierung
Verliebt in einen IS-Krieger

Anna hat die Nase voll: Ihre Mutter nörgelt permanent an ihr herum und über den Tod ihres Vaters vor wenigen Monaten kommt sie nur schwer hinweg. In dieser Situation lernt sie zufällig Abu Salman kennen. Er schreibt ihr liebevolle Nachrichten und schwärmt ihr von seinem Leben in Syrien vor. Anna beginnt, sich mit Allah und dem Koran zu beschäftigen – und verliebt sich in den IS-Krieger. Doch als sie nach Syrien reist, um ihren Traummann zu heiraten, werden ihr schonungslos die Augen geöffnet...

Für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2018

Falscher Weg

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Diese Geschichte ist spannend, beschäftigt sich mit einem brisanten Thema, ist aufrüttelnd und aufregend zugleich.
Die fünfzehnjährige Protagonistin Anna aus Berlin folgt dem Ruf eines IS-Angehörigen ins ...

Diese Geschichte ist spannend, beschäftigt sich mit einem brisanten Thema, ist aufrüttelnd und aufregend zugleich.
Die fünfzehnjährige Protagonistin Anna aus Berlin folgt dem Ruf eines IS-Angehörigen ins Kriegsgebiet nach Syrien, heiratet ihn und durchlebt dort die Hölle. Für hiesige Begriffe nicht vorstellbar, was dort geschieht.
Es wird aufgezeigt, wie beeinflussbar und naiv junge Menschen aus Europa sein können, gerade während der Pubertät. Wenn dann noch familiäre oder schulische Probleme hinzukommen, gibt es oft kein Halten mehr für sie. Sie folgen dem erstbesten Fremden in eine ungewisse, gefährliche Zukunft und können kaum wieder aus den Fängen dieser Leute entkommen.
Lehrreich, informativ und absolut lesenswert ist dieses Buch!

Veröffentlicht am 06.04.2019

Lesenswert und erschreckend

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Ich habe schon immer gerne Erfahrungsberichte und ähnliches gelesen, in denen es um das (reale oder erfundene) Schicksal junger Frauen geht – ganz egal ob Drogen, Sekten oder der IS. Klar, dass ich an ...

Ich habe schon immer gerne Erfahrungsberichte und ähnliches gelesen, in denen es um das (reale oder erfundene) Schicksal junger Frauen geht – ganz egal ob Drogen, Sekten oder der IS. Klar, dass ich an “Die Braut: Radikal verliebt” nicht vorbeigekommen bin.

Die Autorin beschreibt hier ein Thema, das perfekt zu unserer heutigen Zeit passt. Durch die komplette Geschichte hindurch gab es in jeder Religion Extremisten, heute ist es im Islam der IS. Ich selbst habe eine Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist, wie sie in diesem Buch beschrieben wurde: Sie hat einen Mann kennengelernt, er hat sie gezwungen zum Islam zu konvertieren und jetzt geht sie in der Burka – hier in München. Auch wenn man sich beim Lesen erstmal denkt “ne, also das würde ich nie machen”, gibt es genug junge Frauen, die genau diesen Weg gehen, was dieses Buch so beängstigend und realistisch macht.

Mich hat nur Anna ein bisschen genervt. Mit ihren 15 Jahren ist sie teilweise ein bisschen sehr naiv. Schnell lässt sie für Salman alles stehen und liegen, sieht nur noch die Probleme mit ihrer Mutter und lässt sich von ihr nichts mehr sagen. Aus Liebe würde man zwar auch später viel machen, was nicht immer rein logisch nachvollziehbar ist. Trotzdem fand ich Anna sehr naiv, mag aber auch daran liegen, dass ich fast doppelt so alt bin wie die Protagonistin.

Außer diesem einen Kritikpunkt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen.

Fazit

Ein lesenswertes und zugleich erschreckendes Buch, das einen Weg beschreibt, den heute einige junge Frauen gehen. Eine Geschichte, die genau in unsere Zeit passt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Bewertung

Ich gebe “Die Braut: Radikal verliebt” 4 von 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 02.02.2018

Aufrüttelnd und Schockierend

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Inhalt:

Anna ist 15 Jahre alt und fühlt sich nach dem Tod ihres Vaters allein und unverstanden. Auch von ihrer Mutter, die selbst in ihrer Trauer gefangen ist, kann sie nicht viel erwarten. Während einer ...

Inhalt:

Anna ist 15 Jahre alt und fühlt sich nach dem Tod ihres Vaters allein und unverstanden. Auch von ihrer Mutter, die selbst in ihrer Trauer gefangen ist, kann sie nicht viel erwarten. Während einer U-Bahn Fahrt fällt ihr ein Flyer über den Islamischen Staat in die Hände. Anna ist neugierig und versucht sich über das Internet schlau zu machen. Dabei kommt sie mit einem IS-Anhänger in Kontakt. Dieser nennt sich Abu Salman und Anna ist ganz schnell verliebt in den attraktiven Mann. Anna lässt sich immer weiter auf ihn ein und stellt sich vor wie toll doch alles mit Abu Salman in Syrien wäre. Doch auf schreckliche Weise werden Anna schon bald die Augen geöffnet.

Meinung:

Das Cover mit der Vollverschleierten Frau spiegelt den Inhalt des Buches perfekt wieder. Daher finde ich es auch wirklich passend gestaltet. Allerdings ist die Qualität des Buchumschlages nicht so gut. Dadurch, dass das Material sehr fest und steif ist, hat man am Ende ganz viele Leserillen am Buchrücken und das finde ich persönlich immer nicht so schön.

Das Buch konnte mich auf jeden Fall packen mit seiner Thematik. Ich habe es von Anfang bis Ende spannend empfunden. Die Autorin hat einen flüssigen und leichten Schreibstil, wodurch sich das Buch sehr schnell weg liest.

Die Protagonistin Anna ist fürchterlich naiv, weltfremd und war mir daher nicht wirklich sympathisch. Viel zu schnell lässt sie sich von einem völlig fremden Mann, den sie nur über das Internet kennt verleiten Muslimin zu werden, sich voll zu verschleiern und so schnell wie möglich nach Syrien zu kommen. Genauso schnell werden Anna aber die Augen geöffnet und sie bekommt die unschöne Wahrheit zu spüren, so dass sie mir zum Schluss wirklich leid tat. Ich wollte sie eigentlich immer nur schütteln und sagen „Wach auf, Mädchen“. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, kann ich mir durchaus vorstellen, dass genauso junge Mädchen zum IS verleitet werden. Es hat mich zutiefst erschüttert und schockiert wie diese IS-Typen vorgehen und vor allem wie schnell das ganze ging.

Was mich etwas gestört hat, war das Ende. Es war dann alles so schnell und abrupt vorbei, dass ich damit nicht wirklich zufrieden war. Das hätte noch etwas ausführlicher sein können, vor allem da das Buch nur knapp 270 Seiten hat.

Fazit:

Ich empfand das Buch sehr informativ und aufklärend. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen jungen Menschen diese Thematik näher zu bringen, was diese Geschichte ganz klar macht. Daher von mir absolute Leseempfehlung und 4 Sterne.

Veröffentlicht am 20.02.2018

Ein aktuelles Thema, das gut aufgearbeitet wird, aber einige Schwächen aufweist.

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Die Geschichte:
Anna ist fünfzehn und zurzeit in einer schwierigen Lebenslage. Ihr Vater ist vor ein paar Monaten gestorben und sie kommt mit ihrer Trauer nicht wirklich zurecht. Ihre Mutter ist da auch ...

Die Geschichte:


Anna ist fünfzehn und zurzeit in einer schwierigen Lebenslage. Ihr Vater ist vor ein paar Monaten gestorben und sie kommt mit ihrer Trauer nicht wirklich zurecht. Ihre Mutter ist da auch keine sonderlich große Hilfe, im Gegenteil: Wegen ihrer eigenen Trauer scheint sie Anna nur als Klotz am Bein wahrzunehmen und sie manchmal regelrecht zu vergessen. Da ist Anna froh, dass ihr in dieser schwierigen zeit wenigstens einer zur Seite steht: Abu Salam. Sie hat ihn zufällig über das Internet kennengelernt und er scheint sie zu verstehen und sie so zu akzeptieren wie sie ist. Er ist Moslem, genau wie ihre beste Freundin Kayla, und so beginnt sich Anna immer mehr für den Islam zu interessieren. Das einzige, was einer Beziehung zu Abu Salam im Wege steht ist, dass er in Syrien für den IS kämpft. Für Anna steht fest: Sie möchte nicht von ihm getrennt bleiben und so schnell wie möglich zu ihm nach Syrien reisen. Denn Zuhause gehen ihr sowieso alle nur auf die Nerven und ihr neuer Glaube an Allah wird ihr den richtigen Weg weisen. Und überhaupt, wenn sie erstmal bei Abu Salam ist, wird alles gut. Da ist sie sich sicher.

Meine Meinung:


Meine Empfehlung zu diesem Buch: Lest es, aber lest vorher bloß nicht den Klappentext! Es ist total schade, dass Annas Flug nach Syrien dort schon angekündigt wird, obwohl er erst im letzten Drittel des Buches stattfindet. So verdirbt es ein bisschen die Spannung, weil man schon vorher weiß, worauf es hinauslaufen wird. Trotzdem ist dieses letzte Drittel der spannendste Teil des gesamten Buches. Und für mich hätte er gerne noch etwas ausführlicher sein können.
Am Anfang musste ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnen. Er entspricht, meiner Meinung nach, nicht ganz dem, wie sich Jugendliche unterhalten und Whats Apps schreiben. Allerdings passt es zu Annas naiven Verhalten. Es ist einfach kaum vorstellbar, dass es immer noch Jugendliche gibt, die trotz Medienberichterstattungen und Aufklärungen in der Schule, auf die Seelenfänger des IS´ reinfallen. Aber mit Anna hat die Autorin eine prototypische Jugendliche geschaffen, stellvertretend für alle, denen sowas schon passiert ist oder noch wird. Sie ist das typische Beuteschema für den IS. Sie hat gerade eine schwierige Zeit zuhause, hat den schweren Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten und sehnt sich einfach nach jemandem, der sie versteht und noch wichtiger: liebt. Genau diese Situation nutzt Abu Salam aus. Er verspricht ihr, dass sie Zuversicht im Glauben und ihn Allah finden wird und, dass er sie liebt. Ich bin der festen Überzeugung, dass man Halt und Zuversicht im Glauben finden kann und dass es dabei egal ist, in welcher Religion man danach sucht. Das, was die ganze Sache gefährlich Macht sind die Liebesversprechungen, die Anna und anderen Mädchen gemacht werden. Welches 15-jährige Mädchen sehnt sich nicht nach einem schönen, starken Typen, der sie beschützt und versteht? So kann sich Abu Salam Anna gefügig machen und ihr das Gefühl geben, dass alle Entscheidungen und Wünsche ihre eigenen wären. Denn schließlich will sie ihm gefallen.
Ich finde dieses brisante und aktuelle Thema wird in dem Buch gut herausgearbeitet und es wird unterstrichen, wie wichtig die Aufklärung über Religionen im Allgemeinen und dem IS im Besonderen ist. Bei Anna fängt alles damit an, dass sie keine Ahnung vom IS hat und sehr wenig über andere Religionen weiß. Obwohl sie am Ende den falschen Weg geht, zeigt das Buch, dass der Umgang mit anderen Religionen durchaus spannend und schön sein kann. Zum Beispiel wenn Kayla ihre Freundin mit zum Tag der offenen Tür ihrer Moschee nimmt. Anna ist für diesen friedlichen Umgang leider schon zu blind, denn sie will schließlich ihrem Abu Salam gefallen.
Meine abschließende Meinung zu diesem Buch ist: Es thematisiert ein sehr aktuelles Thema und trägt dazu bei, das Bewusstsein der Jugendlichen für andere Religionen im positiven Sinne zu weiten. Gut ist hierbei, dass Annas Weg zu einem anderen Glauben sehr ausführlich beschrieben wird. Allerdings hat das Buch durchaus seine Schwächen. Der Schreibstil ist eher unpassend und das Ende wäre noch ausbaufähig gewesen. Vielleicht hätte dem Buch sogar ein anderes Ende ganz gutgetan, also ich meine kein Happy End. Denn nicht jedes Mädchen, das sich vom IS verführen lässt, wird gerettet. Auf der anderen Seite ist das Buch dadurch auch für jüngere Leser geeignet, was auch von Vorteil ist. Je mehr Jugendliche dieses Buch erreicht, desto besser!

Veröffentlicht am 03.02.2018

mittelmäßig

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So, ich war sehr gespannt auf dieses Buch.
Das Cover ist passend für eine Geschichte mit diesem Hintergrund. Der Titel ist okay, jedoch war ihre Zeit als "Braut" inhaltlich sehr kurz.


Anna lebt in Berlin ...

So, ich war sehr gespannt auf dieses Buch.
Das Cover ist passend für eine Geschichte mit diesem Hintergrund. Der Titel ist okay, jedoch war ihre Zeit als "Braut" inhaltlich sehr kurz.


Anna lebt in Berlin und verliebt sich übers Internet. Prinzipiell scheint sie ein nettes und ordentliches Mädchen zu sein. Jedoch finde ich sie für ihr Alter, dafür das sie in Berlin lebt und sich gerade in der Schule mit diesem Thema beschäftigt sehr naiv - ja, sogar dumm!
Ich weiß nicht, ob es Absicht der Autorin war, sie so darzustellen. Ich habe mich sehr über Anna und ihr Wissen gewundert.


Ihre Freundin ist mir da fast sympathischer gewesen. Nett und eine treue Freundin mit Blick auf die Realität.


Was ich gut gelungen fand war die Art, wie Salman Anna immer mehr in ihre Fänge zieht und unter Druck setzt. Anna hingegen reagiert oft Kopflos und naiv.
Ihre Mutter hätte hier eindeutig mehr einschreiten müssen.
Ihre Anziehung zum Islam nimmt einen großen Teil des Buches ein. Dadurch zieht sich die Geschichte ein bisschen.


Der Teil, wo sie dann in Syrien ist ist viel viel zu kurz! Hier hätte ich gerne mehr über den Alltag gelesen, das Leben als Frau eines IS - Anhängers.
Ihre Rettung war schnell und unrealistisch. Sie hat mir so gar nicht gefallen.
Ich fand es wirklich sehr schade, dass dieser wichtige Teil so schnell abgehandelt wurde.