Cover-Bild Bernadette Swifts Gespür für Bücher
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 367
  • Ersterscheinung: 14.10.2025
  • ISBN: 9783458645177
Eliza Knight

Bernadette Swifts Gespür für Bücher

Roman | »Eine Frage der Chemie« meets »Mad Men« | Die packende Geschichte einer weiblichen Vorreiterin
Sonja Hauser (Übersetzer)

In den Sechzigern gibt es in New York keine Verlegerinnen. Noch nicht.

Bernadette Swift, junge Lektorin bei Lenox & Park Publishing, will hoch hinaus: Sie träumt davon, als erste Frau an die Spitze eines Verlags zu gelangen. Doch das erweist sich als schwieriger als gedacht. Auf der Suche nach Verbündeten schließt sich Bernadette einem Buchclub für Frauen an. Entschlossen kämpft sie für ihre Karriere und für Gleichberechtigung – gegen ihren herablassenden Chef und eine intrigante Kollegin, die ihr Steine in den Weg legt. Zum Glück gibt es nicht nur ihren Buchclub, sondern auch einen charmanten Kollegen, der mehr als nur berufliches Interesse an ihr hat. Vielleicht, nur vielleicht, kann Bernadette den Durchbruch schaffen – für sich und alle Frauen, die nach ihr kommen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Zeit für Veränderung

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Im New York der 1960er-Jahren arbeitet die überaus talentierte und engagierte Bernadette Swift als Juniorlektorin in einem Buchverlag. Ihr Traum ist es, die erste weibliche Verlagsleitung zu werden. Hohe ...

Im New York der 1960er-Jahren arbeitet die überaus talentierte und engagierte Bernadette Swift als Juniorlektorin in einem Buchverlag. Ihr Traum ist es, die erste weibliche Verlagsleitung zu werden. Hohe Ambitionen zur damaligen Zeit, vor allem weil ihr die männlichen Kollegen immer wieder das Leben schwer machen. In einer Frau, die mehr sein möchte als Hausfrau, Ehefrau und Mutter und die noch dazu Talent mitbringt, sehen sie eine Bedrohung. Ihrer Meinung nach sind Frauen nicht fähig, verantwortungsvolle Positionen zu besetzen. Und gleichzeitig nutzen sie sie in jeder sich bietenden Gelegenheit aus. Bis Bernadette irgendwann der Kragen platzt und sie sich zur Wehr setzt.
Unterstützt wird sie von den Frauen ihres geheimen Frauen-Buchclubs. Gemeinsam organisieren sie einen Frauen-Streik, der eine Welle ungeahnten Ausmaßes nach sich zieht. Plötzlich gehen überall Frauen für ihr Recht auf Gleichberechtigung auf die Straße. Neben viel Unterstützung ruft das leider auch die Gegner auf den Plan – doch die Frauen lassen sich nicht unterkriegen.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es zeigt einerseits, wie viel sich seit dieser Zeit verändert hat, erinnert einen aber auch daran, dass Gleichberechtigung ein hohes Gut ist, das wir schützen müssen und das noch immer in vielen Bereichen nicht selbstverständlich ist.
Besonders mochte ich die Mischung aus Leichtigkeit und ernsten Themen, die das Buch sehr ansprechend gemacht haben sowie die starken und liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
Was es für mich nicht gebraucht hätte, sind die vereinzelten kurzen Kapitel aus der Sicht des Hundes. Das war für meinen Geschmack zu verspielt und niedlich.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Frauenpower

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Der Roman spielt im New York der 1960er-Jahre und beschreibt den beruflichen Werdegang der jungen Lektorin Bernadette Swift. Ihre Zielsetzung, als erste Frau eine Führungsposition in einem Verlag zu erreichen, ...

Der Roman spielt im New York der 1960er-Jahre und beschreibt den beruflichen Werdegang der jungen Lektorin Bernadette Swift. Ihre Zielsetzung, als erste Frau eine Führungsposition in einem Verlag zu erreichen, steht im Mittelpunkt der Handlung. Die Autorin zeigt klar die strukturellen Benachteiligungen auf, denen Frauen in dieser Zeit ausgesetzt waren, und setzt diese in einen nachvollziehbaren erzählerischen Rahmen.

Besonders hervorzuheben ist der Buchclub, dem Bernadette beitritt. Er fungiert als Netzwerk und Unterstützungsraum und verdeutlicht die Bedeutung weiblicher Solidarität in einem hierarchisch geprägten Arbeitsumfeld. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, beruflichen Herausforderungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden insgesamt realistisch dargestellt.

Eine dezente romantische Komponente ergänzt den Handlungsverlauf, ohne den beruflichen Fokus der Protagonistin zu überlagern. Stilistisch ist der Roman leicht zugänglich, gut strukturiert und historisch glaubwürdig.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Bernadettes Welt

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Bernadette Swift arbeitet in 60 Jahren als junge Lektorin bei einem Verlag, obwohl sie leistet viel und ihre Arbeit ist tadellos, Bernadette kriegt keine Anerkennung, sie ist sogar in ihre Arbeit stark ...

Bernadette Swift arbeitet in 60 Jahren als junge Lektorin bei einem Verlag, obwohl sie leistet viel und ihre Arbeit ist tadellos, Bernadette kriegt keine Anerkennung, sie ist sogar in ihre Arbeit stark gemobbt, aber Bernadette ist klug und stark, sie schafft der Durchbruch und sie wird zum Chef Lektor befördert. Ihre große Hilfe und psychische Stärkung sind Graham, ein Arbeitskollege und ihre Hund, Frank, auch der Buchklub, wo sie sich mit anderen Frauen trifft, leistet ihr die psychische Stärkung.

Der Schreibstil in diesen Buch ist flüssig und einfach zum lesen, und die Autorin ist sehr gut gelungen dass schwere Thema, Frauenrechte, in leichten Ton und heitere Atmosphäre umwickeln, die Bernadette selbst ist mir sofort sehr sympathisch , alle Personen hier sind gut beschrieben mit viel Details und ich kann ich mich die leicht vorstellen. Die Situationen wirken auf mich authentisch und realistisch und meine Lieblingsszenen ( eigentlich ganze Kapiteln ) waren die wenn Frank hat die Stimme bekommen.

Schöne Geschichte, vielleicht zu rosig am Ende, aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam, darum kann ich das Buch weiter empfehlen !

Veröffentlicht am 16.11.2025

Frauenpower in den 60er Jahren

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Zum Inhalt

Mit Bernadette Swift hat die Autorin eine Hauptfigur gezeichnet, die in ihrem Job als Lektorin bei Lenox & Park Publishing, Nerven wie ein Drahtseil braucht, um sich in der dominanten Männerwelt ...

Zum Inhalt

Mit Bernadette Swift hat die Autorin eine Hauptfigur gezeichnet, die in ihrem Job als Lektorin bei Lenox & Park Publishing, Nerven wie ein Drahtseil braucht, um sich in der dominanten Männerwelt zu behaupten. Sie muss dreifach soviel leisten, als ihre männlichen Kollegen und erhält weniger Lohn. Die Chefsekretärin begegnet ihr unfreundlich und intrigant. Dabei sollten Frauen doch zusammen halten.

Als sie probehalber zur ersten Lektorin befördert wird, laufen die Schikanen ihr gegenüber zur Höchstform auf. In einem Buchclub für Frauen findet sie Gleichgesinnte. Mit ihnen kämpft sie für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Der „Equal Pay Act“ wurde in den USA am 10. Juni 1963 von Präsident John F. Kennedy unterzeichnet. Davon ist jedoch nicht viel zu bemerken. Die Männer bekommen weiterhin für die gleiche Arbeit mehr Geld als Frauen. Es gibt jedoch einen Kollegen bei Lenox & Park Publishing, der Bernadette mit Rat und Tat unterstützt und sich auch der Frauenbewegung anschließt.

Meine Meinung

Frauenpower in den 60er Jahren

Der Schreibstil ist leicht und daher flüssig zu lesen. Die Geschichte beginnt sehr interessant und temporeich. Für die Gleichberechtigung der Frauen gibt es auch nach Jahrzehnten noch Handlungsbedarf. Mobbing am Arbeitsplatz hat an Aktualität nichts verloren und bringt viele Arbeitnehmer bis zum Burnout.
Das alles ist zwischen den Zeilen gut zu spüren. Bernadette hat Freundinnen gefunden, die sich mit Gesprächen gegenseitig aufgebaut haben. Nach jedem Treffen fühlt sie sich total erleichtert.

Bernadette ist in einem kleinen Dorf zwischen Feldern und Hühnern aufgewachsen. Sie hat sich den großen Traum erfüllt, bei einem großen Verlag in New York zu arbeiten. Dort lebt sie in einem Wohnblock, in dem Nachbarschaftshilfe großgeschrieben wird. Die Vermieterin kümmert sich um Bernadettes Dogge Frank, wenn sie in der Arbeit ist. Bernadette verwöhnt Nachbarn und nette Kollegen (da gibt es tatsächlich welche) mit selbstgebackenen Haferkeksen. Für Frank bäckt sie extra Hundekekse. In ihrer winzigen Küche zaubert sie kulinarische Genüsse. Diese Routinen erden und beruhigen sie.

Was mir besonders gut gefallen hat, es gibt Kapitel, in denen der tolle Hund zu Wort kommt. Das scheint mir zwar ein bisschen abgekupfert von "Eine Frage der Chemie ", hat aber gut in die Geschichte gepasst.

Die ersten zwei Drittel konnten mich an die Seiten fesseln. Leider wurde es dann stellenweise etwas kitschig. Mir hat die Frauenpower gut gefallen; aber dieses Liebesgeplänkel zwischen Bernadette und ihrem Retter in der Not, fand ich unpassend und hat meinen Lesefluss ein bisschen gestört. Weniger wäre hier mehr gewesen. Mir waren andere Themen wichtiger. Das ist jedoch, wie immer, Geschmackssache.

Die Probleme konnte Bernadette lösen. Das fand ich gut und glaubwürdig. Hätte es solche starken Frauen nicht gegeben, wären wir noch auf demselben Stand wie in den 60er Jahren.

Was die Verwandlung ihrer Mutter betrifft, fand ich unglaubwürdig. Darauf will ich jedoch nicht näher eingehen, weil ich nicht zu viel verraten möchte.

Fazit

Trotz Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen. Humorvolle Szenen haben die ernste Geschichte aufgelockert und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das Ende habe ich so nicht kommen sehen und ist bestimmt auch im realen Leben schon öfter vorgekommen.

Danke, Eliza Knight

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Eine entschlossene junge Frau kämpft um den beruflichen Aufstieg

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Die Handlung des neuen Romans von Eliza Knight spielt Anfang der 60er Jahre in New York. Die junge Bernadette Swift arbeitet als Juniorlektorin bei dem renommierten Verlag Lenox & Park Publishing. Sie ...

Die Handlung des neuen Romans von Eliza Knight spielt Anfang der 60er Jahre in New York. Die junge Bernadette Swift arbeitet als Juniorlektorin bei dem renommierten Verlag Lenox & Park Publishing. Sie träumt davon, als erste Frau Verlagschefin zu werden, aber bis dahin ist es ein langer Weg. Gleich zu Beginn des Romans beauftragt sie ihr unsympathischer Chef Wall mit einem Botengang. Sie soll sein bekleckertes Hemd in die Reinigung bringen und wieder abholen. In der Folge erfährt der Leser, dass Bernadette auf vielfältige Weise benachteiligt und schikaniert wird. Sie muss nicht nur mehr Manuskripte bearbeiten als ihre drei männlichen Kollegen zusammen, sondern verdient auch erheblich weniger als sie. Auch die Sekretärin Sarah beteiligt sich an Sabotageakten und begegnet ihr äußerst unfreundlich. Zum Glück gibt es den sympathischen Kollegen Graham aus einer anderen Abteilung, der sie im Laufe der Geschichte mehrfach unterstützt. Irgendwann beschließt Bernadette, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern sich zu wehren und ihr großes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Als sie sich einem feministischen Buchclub anschließt, findet sie Freundinnen, die sie auch unterstützen, als sie eine Demo und eine Arbeitsniederlegung organisiert. In diesem Zusammenhang gerät sie in sehr bedrohliche Situationen, als protestierende Männer sehr aggressiv auf ihre Aktionen reagieren. Zum Glück hat sie ihre geliebte Dogge Frank als Partner und kommt Graham immer näher.
Die Autorin macht mit historischer Genauigkeit sichtbar, wie es damals in der Arbeitswelt zuging, vor allem in der männerdominierten Verlagswelt. Sie zeigt, wie wichtig es ist, dass Frauen in einer solchen Situation nicht aufgeben, dass sie sich solidarisch verhalten und Strategien entwickeln, um inakzeptable Bedingungen abzuschaffen. Das geschieht mit viel Witz, wozu auch die aus der Perspektive des empathiefähigen Hundes Frank erzählten Kapitel entscheidend beitragen. Mir hat der Roman insgesamt trotz des unrealistischen Ausgangs der Handlung gefallen, wo sich sämtliche beruflichen und privaten Probleme blitzschnell in Wohlgefallen auflösen und alles gut wird für Bernadette und alle, die ihr nahestehen. Keine große Literatur, aber eine charmante Geschichte, die Mut macht.