Zeit für Veränderung
Im New York der 1960er-Jahren arbeitet die überaus talentierte und engagierte Bernadette Swift als Juniorlektorin in einem Buchverlag. Ihr Traum ist es, die erste weibliche Verlagsleitung zu werden. Hohe ...
Im New York der 1960er-Jahren arbeitet die überaus talentierte und engagierte Bernadette Swift als Juniorlektorin in einem Buchverlag. Ihr Traum ist es, die erste weibliche Verlagsleitung zu werden. Hohe Ambitionen zur damaligen Zeit, vor allem weil ihr die männlichen Kollegen immer wieder das Leben schwer machen. In einer Frau, die mehr sein möchte als Hausfrau, Ehefrau und Mutter und die noch dazu Talent mitbringt, sehen sie eine Bedrohung. Ihrer Meinung nach sind Frauen nicht fähig, verantwortungsvolle Positionen zu besetzen. Und gleichzeitig nutzen sie sie in jeder sich bietenden Gelegenheit aus. Bis Bernadette irgendwann der Kragen platzt und sie sich zur Wehr setzt.
Unterstützt wird sie von den Frauen ihres geheimen Frauen-Buchclubs. Gemeinsam organisieren sie einen Frauen-Streik, der eine Welle ungeahnten Ausmaßes nach sich zieht. Plötzlich gehen überall Frauen für ihr Recht auf Gleichberechtigung auf die Straße. Neben viel Unterstützung ruft das leider auch die Gegner auf den Plan – doch die Frauen lassen sich nicht unterkriegen.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es zeigt einerseits, wie viel sich seit dieser Zeit verändert hat, erinnert einen aber auch daran, dass Gleichberechtigung ein hohes Gut ist, das wir schützen müssen und das noch immer in vielen Bereichen nicht selbstverständlich ist.
Besonders mochte ich die Mischung aus Leichtigkeit und ernsten Themen, die das Buch sehr ansprechend gemacht haben sowie die starken und liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
Was es für mich nicht gebraucht hätte, sind die vereinzelten kurzen Kapitel aus der Sicht des Hundes. Das war für meinen Geschmack zu verspielt und niedlich.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.