Generationswechsel im Hause Hansen – wunderbare Fortsetzung
Schon die Einleitung mit Luises letzten Minuten auf der Erde, ihren letzten Gedanken über ihr Leben, ihr Erlebtes, ihre Lieben haben mich aufgewühlt. Welch gelungener, wenn auch trauriger Einstieg. Die ...
Schon die Einleitung mit Luises letzten Minuten auf der Erde, ihren letzten Gedanken über ihr Leben, ihr Erlebtes, ihre Lieben haben mich aufgewühlt. Welch gelungener, wenn auch trauriger Einstieg. Die Traurigkeit macht die Autorin aber wett, indem sie den Leser mit den Sorgen und Nöten der verbliebenen Hansen-Dynastie vertraut macht. Von den Brüdern der Hansen ist nur noch Georg mit Mitte 70 am Leben. Er hat sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und lebt allein in der riesigen Hansen-Villa. Manchmal ist es ihm dort einfach zu still. Doch das soll sich bald ändern, denn Amala kommt aus Amerika, um ihre Wurzeln kennenzulernen. Diese junge Frau, deren Eltern Luise und Hamza sind, bringt wieder etwas Leben in die Villa. Georg blüht auf und wird zum heimlichen Förderer der jungen Frau. Mir gefällt diese neue Figur. Welch liebevoller Mensch sie ist, sieht man ja bereits daran, dass sie Luises Reisebriefe binden lässt und der Familie in Hamburg schenkt.
Luises Schwester Martha stellt auch in diesem Teil wieder unter Beweis, wie man es anstellen muss sich unbeliebt zu machen. Da kann man ihren Sohn Eduard nur bedauern, der sich nach dem Tod des Vaters nun allein um sie kümmern muss. Ach was würde ich Martha gerne die Meinung geigen! Mit diesem Auftaktband bleiben noch viele nur angedeutete Probleme offen, so dass ich schon gespannt bin. Wie es weitergeht. Ob Eduards finanzielle Problemlösung Folgen haben wird, was sich der von Georg verstoßene Sohn Richard für einen perfiden Plan. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Lese-Empfehlung. Man merkt beim Lesen deutlich wie sehr die Autorin ihre Figuren liebt und vermittelt es dem Leser.