Cover-Bild Schatten von Potsdam
Band 3 der Reihe "Paula Osterholz ermittelt"
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Edition M
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 381
  • Ersterscheinung: 03.02.2026
  • ISBN: 9782496719833
Frank Hagedorn

Schatten von Potsdam

Wem kannst du noch trauen, wenn alle Masken fallen? Ein packender Fall für Paula Osterholz

Noch immer rätselt Paula Osterholz, wer vor einigen Monaten einen Anschlag auf ihren Wagen verübt hat. Aber da werden sie und ihr Kollege Wullitzer bereits zum Ufer der Havel gerufen, wo ein Schüler tot im Wasser treibt. Der Neunzehnjährige ist offenbar von der Glienicker Brücke in den Tod gestürzt, und erste Hinweise sprechen für ein Gewaltverbrechen. Wenig später verschwindet eine Freundin des Toten spurlos und der Fall wird brisant, denn beide gehörten zu einer Clique von Jugendlichen aus reichen Elternhäusern. Der Vater des toten Schülers scheint den Täter auf eigene Faust zu suchen, und das inzwischen erprobte Ermittlerteam trifft hinter den wohlhabenden Fassaden auf Macht, Lügen und Mobbing.

Als dann die verschwundene Freundin ermordet aufgefunden wird und in den sozialen Medien alarmierende Videos auftauchen, befürchten Paula und Wullitzer weitere Gewalttaten. Jemand scheint auf einem Rachefeldzug zu sein …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Band 3 der Potsdam-Krimis: atmosphärisch dicht, spannend und mit vertrauten Protagonisten

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Ein Neunzehnjähriger Schüler treibt tot in der Havel, scheinbar von der Glienicker Brücke aus ins Wasser gefallen. Doch war es ein Unfall, oder war es ein Gewaltverbrechen? Paula Osterholz und Henry Wullitzer ...

Ein Neunzehnjähriger Schüler treibt tot in der Havel, scheinbar von der Glienicker Brücke aus ins Wasser gefallen. Doch war es ein Unfall, oder war es ein Gewaltverbrechen? Paula Osterholz und Henry Wullitzer beginnen mit ihren Ermittlungen, als auch noch eine Freundin des Toten spurlos verschwindet. Beide gehörten zu einer Clique aus Jugendlichen mit reichen Eltern – gibt es hier einen Zusammenhang? Die Ermittler finden heraus, dass Mobbing eine wichtige Rolle spielt. Als aber der Vater des Toten anfängt, auf eigene Faust zu ermitteln, als sich herausstellt dass er Verbindungen in höchste Polizeikreise hat, merken Osterholz und Wullitzer, dass sie sich auf sehr dünnem Eis bewegen. Denn wem kann man noch trauen, wer kocht lieber sein eigenes Süppchen, statt mit offenen Karten zu spielen? Die verschwundene Freundin wird tot aufgefunden, Videos tauchen in den „sozialen Medien“ auf und Osterholz und Wullitzer müssen sich zu 100 % aufeinander verlassen können, damit in einem dramatischen Finale nicht noch weitere, unnötige Opfer hinzugefügt werden.

Meine Meinung: Nach Wölfe von Potsdam und Teufel von Potsdam ist dies nun der dritte Band rund um das anfangs ungleiche Paar Osterholz und Wullitzer. Zwischenzeitlich haben beide gemerkt, dass sie einander vertrauen und perfekt zusammenarbeiten können. Und genau das macht den Reiz auch dieses Bands aus: Die Protagonisten entwickeln sich weiter und als Leser kann man daran teilhaben - neben einer spannenden Krimigeschichte. Für mich erneut sehr gute Unterhaltung auf hohem Niveau, ich vergebe sehr gerne die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Schatten über Havel und Herz – Ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel in Potsdam

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Mit „Schatten von Potsdam“ legt Frank Hagedorn bereits den dritten Band seiner Potsdam-Reihe vor – und erneut beweist er, dass ein Krimi nicht laut und grell sein muss, um unter die Haut zu gehen. Dieser ...

Mit „Schatten von Potsdam“ legt Frank Hagedorn bereits den dritten Band seiner Potsdam-Reihe vor – und erneut beweist er, dass ein Krimi nicht laut und grell sein muss, um unter die Haut zu gehen. Dieser Roman ist spannungsgeladen, atmosphärisch dicht und dabei deutlich gediegener als so mancher Berlin-Krimi. Statt Großstadtlärm erwartet uns hier das elegante, beinahe trügerisch ruhige Flair Potsdams – mit bekannten Plätzen, die man beim Lesen sofort vor Augen hat. Man meint förmlich, über eine nächtliche Brücke an der Havel zu gehen, während sich die Ereignisse überschlagen.



Im Mittelpunkt steht eine Jugendliche, die von ihrem Vater überwacht wird – ein Umstand, der von Beginn an eine beklemmende Spannung erzeugt. Als es zu einem Mord kommt, gerät ihr ohnehin fragiles Leben aus dem Gleichgewicht. In einer Schlüsselszene trifft sie nachts auf einer Brücke einen jungen Mann – und von diesem Moment an nimmt die Geschichte rasant Fahrt auf. Täter- und Opferperspektiven wechseln sich ab, verschiedene Sichtweisen verweben sich geschickt miteinander. Nach und nach kristallisiert sich ein komplexer Fall heraus, der sich nicht in einfache Kategorien wie „gut“ oder „böse“ pressen lässt.



Besonders gelungen ist das psychologische Feingefühl. Hagedorn zeichnet seine Figuren weder schwarz noch weiß, sondern in glaubwürdigen Grautönen. Das macht das Geschehen authentisch und intensiv. Das Spannungsverhältnis gleicht einem intelligent inszenierten Katzen-und-Maus-Spiel, das seinesgleichen sucht. Immer wieder glaubt man, den Durchblick zu haben – nur um im nächsten Kapitel eines Besseren belehrt zu werden.



Auch gesellschaftliche Aspekte kommen nicht zu kurz. Die Berliner Gesellschaft mit ihren aktuellen Themen schimmert durch, ohne den Plot zu überfrachten. Obwohl es bereits der dritte Band der Reihe ist und offenbar Bezüge zu den vorherigen Teilen bestehen, lässt sich der Fall gut eigenständig lesen. Einige Anspielungen auf frühere Ereignisse mögen Kennern mehr sagen, doch auch ohne detailliertes Vorwissen bleibt die Handlung verständlich und fesselnd.



Fazit: Ein sehr gelungener Krimi mit starkem Lokalkolorit, psychologischer Tiefe und durchgehend hoher Spannung. „Schatten von Potsdam“ war definitiv nicht mein letzter Fall – ich freue mich schon auf die nächsten Schatten, die sich über Potsdam legen werden.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Mobbing

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Paula Osterholz und ihr Kollege Wullitzer werden zu einer Brücke an der Havel gerufen. Dort am Ufer treibt ein junger Mann tot im Wasser. Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus, doch als ...

Paula Osterholz und ihr Kollege Wullitzer werden zu einer Brücke an der Havel gerufen. Dort am Ufer treibt ein junger Mann tot im Wasser. Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus, doch als kurz darauf die Freundin des Toten spurlos verschwindet, wird der Fall immer mysteriöser und auch die Aufklärung entpuppt sich als recht schwierig.
Die beiden Charaktere Paula und Wullitzer sind einem gleich sehr sympathisch. Sie arbeiten sehr gut als Team und harmonieren sehr gut zusammen.
Nicht so sympathisch waren mir die Nebencharaktere wie die Eltern der Jugendlichen. Sie sind teilweise sehr versnobt und eingebildet und ich bewundere die Ruhe der beiden Ermittler, die immer wieder auf Granit beißen.
Besonders krass empfand ich beim Lesen, was die Jugendlichen durch ihr Mobbing alles verursacht haben und dass es doch auch Leben gekostet hat.
Der Schreibstil gefällt mir richtig gut und lässt sich leicht lesen. Das Buch ist so spannend, dass man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Mobbing...

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Frank Hagedorn hat hier seinen dritten Krimi um Paula und Wullitzer geschrieben. Ich kann nur empfehlen, sie der Reihe nach zu lesen, da man dann alle Zusammenhänge versteht.

In diesem Teil geht es um ...

Frank Hagedorn hat hier seinen dritten Krimi um Paula und Wullitzer geschrieben. Ich kann nur empfehlen, sie der Reihe nach zu lesen, da man dann alle Zusammenhänge versteht.

In diesem Teil geht es um Mobbing und seine fatalen Auswirkungen. Man möchte den Jugendlichen beim Lesen am liebsten welche rechts und links watschen, so arrogant und selbstverständlich, wie hier einige mit dem Leben anderer umgehen. Leider ist dies aber nicht nur ausgedacht, sondern geschieht wahrscheinlich ständig irgendwo in Deutschland. Auch wenn es hier um keinen spannenden Mordfall geht, bei dem man miträtselt, ist es trotzdem ein wahnsinnig spannendes Buch. Was passiert wohl als nächstes? Schafft sie es? Was macht er jetzt? Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Geschichte und auch vom Schreibstil. Frank Hagedorn erzählt hier mit ruhigen und unaufgeregte Worten eine spannende, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte, bei der man sich gut in die unterschiedlichen Charaktere hineindenken kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Unter der Brücke

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Unter der Potsdamer Glienicker Brücke treibt ein Toter im Wasser. Paula Osterholz und Henry Wullitzer treffen schon früh am Fundort ein und werden sogleich mit schwierigen Bedingungen konfrontiert, denn ...

Unter der Potsdamer Glienicker Brücke treibt ein Toter im Wasser. Paula Osterholz und Henry Wullitzer treffen schon früh am Fundort ein und werden sogleich mit schwierigen Bedingungen konfrontiert, denn hinter der Leiche verbirgt sich niemand anderer als der neunzehnjährige Marinus Jaunich, Sohn eines einflussreichen Unternehmers und gleichzeitig Golffreund des Polizeipräsidenten. Nichts darf an die Öffentlichkeit dringen, Paula und Wullitzer sollen sich zurückhalten, während Jaunich Senior selbst Informationen einholt. Als auch eine Freundin des Toten verschwindet, klingeln bei dem bestens eingespielten Ermittlerduo die Alarmglocken.

Die besondere Schreibweise, den Leser gleich zu Beginn an den Ort des Geschehens mitzunehmen und dem Täter zusehen zu lassen, ist raffiniert eingesetzt und lässt ein gewisses Maß an Verständnis aufkommen, welches sich sonst niemals eingestellt hätte. Diese Sicht wird auch weiterhin beibehalten und drückt dem Krimi einen unverwechselbaren Stempel auf. Obwohl alle Details offenliegen, bleibt die Handlung durchwegs auf hohem Niveau spannend, was wirklich bemerkenswert ist. Die Details zur Jugendclique aus einem noblen Berliner Vorort wirken erschreckend glaubwürdig, die Ereignisse in der Nacht nicht ganz, faszinieren mich als Leser aber trotzdem, denn der Erzählbogen wird insgesamt schlüssig gespannt. So ist man stets neugierig, wie die weitere Entwicklung aussehen könnte und bekommt zwischendurch noch interessante Neuigkeiten zu einigen Ereignissen aus dem Privatleben von Paula und Wullitzer. Schlussendlich werden die Umstände rund um den leblos im Wasser treibenden Jaunich lückenlos geklärt, für Paula jedoch ist noch keine Entwarnung in Sicht – es heißt also: „Warten auf die Fortsetzung!“

Ein dritter, gut angelegter Fall für das überaus authentische Team der Mordkommission Potsdam, die Reihe empfehle ich gerne weiter.