Fesselnde Geschichte
„...Das Logbuch und meine Trommel sollen mein Vermächtnis sein. Wenn England in Gefahr ist, nehmt meine Knochen und schlagt damit die Trommel. Ihr Ton wird mich zurückrufen, um mein Vaterland zu retten...“
Mit ...
„...Das Logbuch und meine Trommel sollen mein Vermächtnis sein. Wenn England in Gefahr ist, nehmt meine Knochen und schlagt damit die Trommel. Ihr Ton wird mich zurückrufen, um mein Vaterland zu retten...“
Mit diesem Vermächtnis von Sir Francis Drake beginnt die Geschichte, bevor die Handlung in eine fiktive Gegenwart wechselt.
Der Autor hat einen fesselnden Roman geschrieben. Der Schriftstil sorgt für einen hohen Spannungsbogen, lässt aber auch Raum für sozialkritische Themen.
Eigentlich haben sich die Spezialisten des ODYSSEE-Teams im normalen Leben eingerichtet. Mitch hält sich gerade in dem Castle seiner Frau in Schottland auf. Alle seine Freunde sind anwesend. Es ist der erste Geburtstag ihrer Tochter. Nur ein Überraschungsgast wird noch erwartet.
„...Was ist denn hier los? Welcher Freund Abygails reist in einem offiziellen SAR-Helikopter mit vier Kampfhubschraubern an und wird mit einer Parade begrüßt?...“
Dem Helikopter entsteigt Prinz George. Er hat ein Anliegen. Bei den nächsten Wahlen wird eine Rechtsruck befürchtet. Um das zu verhindern, soll an den Nationalstolz appelliert werden. Doch Worte bringen gar nichts. Ein Volksheld dagegen kann gut zur Beeinflussung der Massen genutzt werden. Deshalb soll Mitch mit seinem Team den Sarg von Francis Drake nach Großbritannien bringen. Der Prinz stellt dafür alles zur Verfügung, was sie brauchen.
Erst einmal gilt es herauszufinden, wo sich überhaupt der Sarg befindet. Daran war bisher jede Expedition gescheitert. Eine Besuch im Tower mit der Besichtigung des Logbuchs könnte hilfreich sein. Doch schon mit dem Verlassen des Ortes wird klar, dass es Mitwisser der geheimen Mission gibt.
„...Zwei Motorräder rasten über den Fußweg auf sie zu und zwangen sie zum Bremsen. Vier maskierte Männer sprangen von den Maschinen...“
Die gepanzerte Limousine entkommt ihnen. Nun wissen die Archäologen, dass ihr Auftrag kein Spaziergang wird.
Es entwickelt sich eine fesselnde Handlung. Für das Team gibt es mehrere Gegenspieler. Das liegt auch daran, dass der Name von Sir Francis Drake mit dem Verschwinden eines mit Gold beladenen Schiffes in Zusammenhang gebracht wird.
Mir gefällt, das im Laufe der Handlung verschiedene Themen angesprochen werden. Dabei geht es nicht nur um Das Leben und Sterben von Francis Drake.
Die Wissenschaftler stoßen zum Beispiel auf codierte Texte, die selbst der Computerspezialist nicht knacken kann. Erst ein Hinweis eines Experten für die Zeit von Elisabeth I. ist hilfreich, allerdings nur, wenn es noch irgendwo eine solche Scheibe gab.
„...Nun, die Scheibe bestand aus einer Grundscheibe mit einem fortlaufenden Alphabet rundum und einer inneren Scheibe zum Drehen mit einem verwürfelten Alphabet...“
Vor Panama trifft Mitch mit seinem Freunden auf das indigene Volk der Kuna. Gut wird beschrieben, wie versucht wird, sie von ihrem Land zu vertrieben.
Geschickt spielen Mitch und seine Freunde mit ihren Gegnern Katz und Maus. Trotzdem bleibt der Einsatz riskant.
Im Anhang geht der Autor nochmals auf konkrete Fragen ein und trennt Realität von Fiktion.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.