Cover-Bild Die Frau des Farmers
(35)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Landleben
  • Genre: Sachbücher / Natur & Technik
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 12.07.2025
  • ISBN: 9783608966732
Helen Rebanks

Die Frau des Farmers

Mein Leben in einem Tag
Nastasja Dresler (Übersetzer)

»Bemerkenswert, die oft romantisierte Rolle der Bäuerin so ins rechte Licht zu setzen.« Raynor Winn

Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe zu versorgen. Helen Rebanks ist Bäuerin. In einzigartiger Weise erzählt »Die Frau des Farmers« vom Leben einer Frau auf einem modernen Bauernhof im malerischen Lake District Englands.

Als junges Mädchen träumte Helen Rebanks von einem Leben als Künstlerin. Auf keinen Fall wollte sie wie ihre Mutter und Großmutter das Leben einer Bäuerin führen. Sie verlässt die Familie, studiert Kunst, sucht eigene Wege – und doch kommt es anders: Heute sitzt sie auf ihrem eigenen Gehöft und betreibt mit ihrem Mann James Rebanks eine große Farm. Traditionell wird die Stellung der Bäuerin als Nebenrolle gesehen: immer da, aber doch im Hintergrund. Doch ohne die Frauen geht es nicht. Eingebettet in Erinnerungen erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben an einem Tag: von der Entscheidung doch ein Landleben zu führen, der Organisation des Haushalts und der Familie, der Verwaltung eines modernen Hofes, von ihrer Liebe zum Kochen und zu den Tieren, der großen Verbundenheit zur Natur und von der Bedeutung und Herkunft unserer Nahrung. Authentisch und ergreifend ist dies die Geschichte eines verborgenen Lebens, das alles zusammenhält, und eine Hommage an alle Landfrauen.

Mit zahlreichen, wunderschön illustrierten Familienrezepten

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein ehrlicher Blick aufs Landleben

0

Das Buch hat mich durch seine authentische und ruhige Erzählweise beeindruckt. Die Autorin nimmt uns mit in ihren Alltag auf dem Bauernhof im Lake District, der geprägt ist von harter Arbeit, aber auch ...

Das Buch hat mich durch seine authentische und ruhige Erzählweise beeindruckt. Die Autorin nimmt uns mit in ihren Alltag auf dem Bauernhof im Lake District, der geprägt ist von harter Arbeit, aber auch von kleinen, wertvollen Momenten der Ruhe. Besonders gelungen finde ich, wie Helen Rebanks offen beschreibt, dass sie ursprünglich nie Bäuerin werden wollte und trotzdem ihren Platz auf dem Hof gefunden hat – zwischen Familie, Tieren und Natur.

Das pastellfarbene Cover vermittelt direkt eine ländliche, friedliche Stimmung und passt wunderbar zum Inhalt. Die Rückblenden auf ihre Kindheit und die Geschichten ihrer Mutter und Großmutter machen das Buch sehr persönlich. Der Schreibstil ist klar, ruhig und einfühlsam, was das Lesen angenehm macht. Besonders schön fand ich die eingestreuten Rezepte und Illustrationen, die dem Buch eine besondere, persönliche Note geben.

Für mich ist dieses Buch eine gelungene Mischung aus Familiengeschichte, ehrlichem Einblick ins Landleben und praktischen Tipps. Es ist kein dramatisches Buch, sondern überzeugt durch seine stille Ehrlichkeit und die Wertschätzung für das oft Unsichtbare im Alltag. Eine klare Empfehlung für alle, die authentische Geschichten vom Leben auf dem Land mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2025

Ehrlich und ungeschönt

0

Helen Rebanks ist „ die Frau des Farmers“, eine Engländerin, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und Kunst studiert hat. Ihr Mann James, ebenfalls vom Lande, hat auch studiert, wollte sein ganzes ...

Helen Rebanks ist „ die Frau des Farmers“, eine Engländerin, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und Kunst studiert hat. Ihr Mann James, ebenfalls vom Lande, hat auch studiert, wollte sein ganzes Leben aber nie etwas anderes sein als Landwirt. Zusammen meistern sie das Leben als Farmer, haben 4 Kinder, Schafe, Kühe, Hunde und einen Hof, der nachhaltig bewirtschaftet wird. In diesem -ganzen Leben an einem Tag- beschreibt Helen sehr offen und wenig glamourös wie es ist, jeden Tag den Haushalt am Laufen zu halten, für die Kinder zu sorgen, zu renovieren, zu kochen, zu putzen und 1000 Kleinigkeiten auf einem Hof gleichzeitig zu jonglieren. Da bleibt kaum Zeit, um nachzudenken. Die Corona-Zeit gab ihr den Anlass, das, was sie jeden Tag tut zu hinterfragen und aufzuschreiben. Da sich viel im Leben einer Farmersfrau ums Essen dreht, hat sie ihren Bericht mit zahlreichen, deftigen und recht konservativ anmutenden Klassikerrezepten angereichert.
Ich fand die Lektüre sowohl interessant, als auch ermüdend. Die Autorin sagt einmal, sie möchte sich nicht dafür rechtfertigen, die Mutter von 4 Kinder zu sein und Hausfrau, bzw.“die Frau des Farmers“, aber dennoch klingt sie dabei etwas trotzig. Sie tut das, was ihr entspricht und es macht sie zufrieden. Dennoch klingt darin auch Erschöpfung, Frustration und mangelnde Würdigung ihrer selbst. Ganz sicher ist es hart in der heutigen Zeit, genau so zu sein. Umso schöner, wenn das eine Stimme bekommt.
Was mir fehlte, war eindeutig eine Prise Humor, ansonsten solides, sättigendes Lesefutter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2025

Der Hahn kräht um 5:30 Uhr

0

Das Cover hatte mich neugierig gemacht, denn irgendwie habe ich damit sofort Großbritannien verbunden. Ich habe dorthin schon einige Reisen gemacht und war auch bereits im Lake District, also dort, wo ...

Das Cover hatte mich neugierig gemacht, denn irgendwie habe ich damit sofort Großbritannien verbunden. Ich habe dorthin schon einige Reisen gemacht und war auch bereits im Lake District, also dort, wo Helen Rebanks mit ihrer Familie auf einer Farm lebt. Es ist eine schöne Gegend, mit klaren Gletscherseen und teils schroffen Bergen.

Die Autorin wollte eigentlich nicht in die Fußstapfen ihrer Großeltern und Eltern treten und studierte zunächst Kunst. Sie lernte ihren späteren Mann kennen und besonders seine Liebe zur Natur und zum Hof brachte beide wieder zurück und nun bewirtschaften sie eine Farm mit sechs Hunden, zwei Ponys, 20 Hühnern, 500 Schafen und 50 Rinder. Zudem sind sie Eltern von vier Kindern.

Ich selbst bin ein Dorfkind und meine Mutter und auch mein Vater stammen aus der Landwirtschaft. Zu gerne hätte ich einen dieser Höfe weiter geführt, aber sie wurden schon verkauft, als ich noch viel zu jung dafür war.

Helen Banks beschreibt in den fünf Kapiteln Morgengrauen, Morgen, Nachmittag, später Nachmittag und Abend zum einen ihren Tagesablauf und in Rückblicken ihre Kindheit und Jugend.
Das passiert in einem ruhigen, unaufgeregten zum Teil sehr detailreichen Schreibstil. Dabei wirkt sie sehr offen und nahbar, so als würde man mit ihr an einem Tisch beim Tee sitzen.

Eingestreut in den Text sind 56 Rezepte der Familie sowie diverse Zeichnungen.
Teilweise passen die Rezepte gut, teilweise war mir das mitten im Buch aber auch etwas zu viel. Das schweift ein wenig zu einer Biografie im Kochbuch ab. Für sich sind aber einige Rezepte ganz interessant und den Lemon-Drizzle-Cake habe ich schon ausprobiert, da er in einem anderen Buch oft erwähnt wurde und ich ihn nun mal testen wollte.

Die Schilderung ihres Lebens und den Ablauf des Tages finde ich spannend und ich weiß, das mir so eine Existenz auch richtig gut gefallen würde, trotz oder vielleicht auch wegen der nicht abreißenden Arbeit.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen, wobei ich die hilfreichen Listen zum Ende nicht gebraucht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2025

Beeindruckend und ehrlich

0

“Die Frau des Farmers" erzählt eine beeindruckende Biografie einer Frau, die zu dem wurde, was sie als Kind auf keinen Fall wollte. Nachdem Helen Rebanks das Leben einer Bäuerin bei ihrer Mutter und Großmutter ...

“Die Frau des Farmers" erzählt eine beeindruckende Biografie einer Frau, die zu dem wurde, was sie als Kind auf keinen Fall wollte. Nachdem Helen Rebanks das Leben einer Bäuerin bei ihrer Mutter und Großmutter vorgelebt bekam, wählte sie einen anderen Lebensweg und studierte Kunst. Heute führt sie mit ihrem Mann James Rebanks ein eigenes Gehöft im Lake District Englands.

In ihrem Buch berichtet sie immer wieder in Rückblenden von ihrer Kindheit und Jugend, nimmt den Leser bei ihren Entscheidungen mit und erzählt mit unglaublichem Detailreichtum von ihren täglichen Aufgaben. Hier geht sie oft auf Rollenbilder und ihre Tagesablauf ein, ohne sich jemals zu beschweren, aber auch ohne Euphemismen. So bekommt der Leser einen authentischen Lebensbericht einer Bäuerin.

Neben ausführlichen und interessanten Erzählungen pflegt Rebanks auch häufig ihre Lieblingsrezepte und die ihrer Familie ein und illustriert diese auch liebevoll. Auf diese Weise kann der Leser nicht nur von den Gerichten lesen, sondern diese auch nachkochen.
Durch den detaillierten, ruhigen und unaufgeregten Schreibstil ist dieses Buch dennoch eine eher anspruchsvolle Lektüre, die zum nachdenken anregt und Aufmerksamkeit für das Leben der Bäuerin an der Seite ihres Mannes fordert.
Eine klare Empfehlung für alle, die über das Leben auf dem Land in England lesen wollen und einen authentischen Lebensbericht mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2025

Die unsichtbare Frau

0

Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof im Lake District in Cumbria im Nordwesten Englands, hat Helen Rebanks eigentlich andere Pläne für ihr Leben. Sie verlässt diese schroffe Gegend, beginnt ein Kunst-Studium, ...

Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof im Lake District in Cumbria im Nordwesten Englands, hat Helen Rebanks eigentlich andere Pläne für ihr Leben. Sie verlässt diese schroffe Gegend, beginnt ein Kunst-Studium, will das harte, bäuerliche Leben hinter sich lassen. Doch es soll anders kommen. Sie trifft James Rebanks, die beiden verlieben sich, heiraten, bauen sich ein gemeinsames Leben auf. Sie kehrt zurück in den Lake District, denn die ökologisch betriebene Farm, in die sie einheiratet, ist nur zehn Kilometer von Helens elterlichem Bauernhof entfernt.

Die Aufgabenverteilung ist klassisch. Helen organisiert das Drinnen mit den vier Kindern, dem Haushalt und den familiären Angelegenheiten, ihr Mann ist für das Draußen verantwortlich, insbesondere die Tierhaltung (Schafe, Rinder, Hühner), wobei sich die beiden Bereich aber durchaus auch überschneiden können.

Natürlich beschreibt Helen Rebanks nicht nur einen Tag in ihrem Leben, aber es sind die Aufgaben die sich meist täglich wiederholen. Besonderen Schwerpunkt legt sie auf die Ernährung und die Qualität der Lebensmittel, weshalb sehr viele ihrer interessanten und leckeren Rezepte in dieses Buch Einzug gehalten haben. Da dies allerdings den Lesefluss stört, hätte ich sie zwar lieber in einem Anhang zusammengefasst gesehen, aber das liegt leider außerhalb meines Einflussbereichs.

Natürlich ist sie sich dessen bewusst, dass ihre Arbeit für die Außenwelt weitestgehend unsichtbar bleibt, aber nichtsdestotrotz genauso wichtig wie die ihres Mannes ist, der dies ebenfalls schätzt. Getrieben werden sowohl Helen als auch James von ihrer Verantwortung gegenüber der nachfolgenden Generation, für die sie ihren Bauernhof mit aller Kraft erhalten wollen. Kein leichtes Unterfangen, sind die Probleme der englischen Landwirte und Viehzüchter insbesondere durch die erfolgreiche Prime-Serie „Clarkson’s Farm“ in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

„Die Frau des Farmers“ bietet die lesenswerte Innenansicht einer unsichtbaren Frau und eines nicht immer einfachen bäuerlichen Lebens, das nicht nur für englische Bauernfamilien gültig ist und mit den romantischen Vorstellungen der Stadtbewohner vom Landleben aufräumt.