Cover-Bild Drei Tage im Schnee
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Seelenleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.10.2025
  • ISBN: 9783462313826
Ina Bhatter

Drei Tage im Schnee

Roman | Von der Suche nach dem Leuchten in uns
Eine Geschichte über den Mut, auf die eigene Stimme zu hören. Und darüber, wie wir den Menschen finden, der wir werden wollten, als wir klein waren.
Hannah führt ein turbulentes Großstadtleben. Sie hetzt von einem Termin zum nächsten und verbringt ihre Tage damit, auf Dinge zu reagieren, die von außen auf sie einströmen, findet kaum Zeit für sich selbst. Um abzuschalten, mietet sie sich für ein paar Tage ein kleines Holzhaus an einem See, eingebettet in weiß verschneite Natur. Plötzlich taucht dort ein Kind in einem roten Schneeanzug auf: die kleine Sophie. Die beiden freunden sich an.
Während sie in der entrückten Winterwelt Iglus bauen und Schneeengel machen, kommt Hannah so allerlei in den Kopf, was sie längst verloren glaubte: alte Freundschaften, vergessene Sehnsüchte und Talente. Etwas verschiebt sich und alles ordnet sich neu an. Allmählich beginnt Hannah, ihr Leben und die Welt in einem neuen Licht zu sehen: bunt und echt wie in ihrer eigenen Kindheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2025

Lesevergnügen zum Abtauchen

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Mir hat die ruhige Atmosphäre des Buches sehr gut gefallen. Man merkt, wie die Erzählerin nach und nach Ballast abwirft und zurück zu sich selbst findet. Sophie gibt ihr mit ihren Fragen, Gesprächen und ...

Mir hat die ruhige Atmosphäre des Buches sehr gut gefallen. Man merkt, wie die Erzählerin nach und nach Ballast abwirft und zurück zu sich selbst findet. Sophie gibt ihr mit ihren Fragen, Gesprächen und gemeinsamen Aktionen viele hilfreiche Denkanstöße. Zunehmend besinnt sich die Erzählerin darauf, was in ihrem Leben wichtig war und wieder wichtig sein sollte. Sie erinnert sich an vergangene Momente und wird sich bewusst, dass das Leben nicht aus Arbeit und dem Streben nach Perfektion bestehen sollte. Viele Punkte konnte ich gut nachvollziehen, aber zum Glück wusste ich auch vor dem Lesen des Buches, auf was ich mich in meinem Leben konzentrieren möchte und sollte. Es hat mir aber einige Aspekte nochmal deutlich gemacht und Erinnerungen an meine eigene Kindheit geweckt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die anschaulich. Ein tolles Buch, um aus dem Alltag abzutauchen und Denkanstöße zu gewinnen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Zurück ins wahre Leben

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Ina Bhatter gelingt in ihrem Debüt ‘Drei Tage im Schnee‘ etwas ganz Wunderbares. Sie taucht ein in die Gedankenwelt ihrer Protagonistin Hannah, Mitte dreißig, die durch gemeinsam verbrachte Stunden mit ...

Ina Bhatter gelingt in ihrem Debüt ‘Drei Tage im Schnee‘ etwas ganz Wunderbares. Sie taucht ein in die Gedankenwelt ihrer Protagonistin Hannah, Mitte dreißig, die durch gemeinsam verbrachte Stunden mit der kleinen Sophie selbst wieder zurückwandert in die Zeit kindlicher Unbeschwertheit und unendlicher Freude an vermeintlich kleinen Dingen im Leben, wo einfach machen und ausprobieren das zentrale Handeln bestimmen. Hannah spürt eine befreiende Selbstreflexion, erkennt, dass sie allein alle Fäden für ihr ganz persönliches Glück in den Händen hält.
Trotz beruflichem Erfolg und mehr als ausreichender finanzieller Versorgung fühlt sich Hannah leer und ausgebrannt. Das Aufstehen am Morgen fällt ihre schwer, die tägliche Arbeit ist herausfordernd und bestimmt ihren Alltag. Auch an den Wochenenden findet sie kaum Erholung, vor allem aber auch keine Ruhe, will immer mehr und mehr, letztendlich um geliebt zu werden. Doch welchen Preis sie dafür zahlt, zeigen ihr drei Tage im Schnee in einer kleinen Hütte abseits der Großstadt, abseits von Lieferservice und Zentralheizung, in fast unberührter Natur.
Die Autorin schreibt leise und empathisch, ohne den Finger der Ermahnung zu heben. Ihre Denkanstöße für ein erfülltes, selbst bestimmtes Leben, entfernt vom inneren Zwang allem und jedem stets gerecht zu werden, sind eingebunden in einer sehr sensibel erzählten Geschichte, die mich berührt hat, die wachrüttelt und ein Angebot enthält, über die Strukturen des eigenen Lebens nachzudenken, zu reflektieren wieviel Kind wir in uns bewahrt haben, um dadurch die Spontanität und Leichtigkeit der uns geschenkten Zeit bewusster zu genießen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Sinnkrise

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Hannah ist von ihrer Arbeit und dem Alltag so gestresst, dass sie kaum zu Atem kommt. Sie nimmt sich eine Auszeit und mietet sich für drei Tage in einem Haus am See ein. Dort trifft sie auf die kleine ...

Hannah ist von ihrer Arbeit und dem Alltag so gestresst, dass sie kaum zu Atem kommt. Sie nimmt sich eine Auszeit und mietet sich für drei Tage in einem Haus am See ein. Dort trifft sie auf die kleine Sophie, die sie durch ihre kindliche Art Fragen zu stellen, zum Nachdenken bringt.

In dieser Geschichte werden drei Tage beleuchtet, in denen Hannah und Sophie sich anfreunden und viel Spaß miteinander haben. Die Geschichte spielt im Winter, was sehr gut transportiert wurde. Die beiden machen Schneeengel, bauen ein Iglu und verbringen viel Zeit in der tollen Schneelandschaft. Das regt Hannah zum Nachdenken an. Sie überlegt, was rückblickend alles geschehen ist, aber auch, was sie in Zukunft möchte. Ob das in der Realität in drei Tagen möglich ist, sei dahingestellt. Die Geschichte soll gestressten, überarbeiteten Menschen den Anreiz geben, sein aktuelles Leben zu überdenken und zu überlegen, ob man was ändern kann bzw. will. Die kleine Sophie schafft es, durch einfache, kindliche Fragen, Denkanstöße zu geben. Das Thema Selbstreflexion wird in eine angenehm zu lesende Geschichte verpackt, mit liebenswerten Charakteren und einem Verlauf, dem man gut folgen kann. Ich könnte mir das Buch sehr gut als Geschenk für jemanden vorstellen, der zu viel arbeitet oder in einer Sinnkrise steckt.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Das innere Kind finden

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Das Buch ist wie eine Pause vom alltäglichen Lärm. Es hat keine große Handlung, kein Drama, keinen künstlichen Spannungsbogen. Es ist eher ein leiser Raum, in dem man plötzlich sich selbst sieht und hört. ...

Das Buch ist wie eine Pause vom alltäglichen Lärm. Es hat keine große Handlung, kein Drama, keinen künstlichen Spannungsbogen. Es ist eher ein leiser Raum, in dem man plötzlich sich selbst sieht und hört. Hannahs Rückzug in diese winterliche Stille wirkt erst wie eine kleine Flucht, fast harmlos, und entwickelt dann eine ganz eigene Tiefe. Der Schnee, die Abgeschiedenheit, die Ruhe – das alles schafft einen Ort, an dem nicht Ablenkung zählt, sondern die eigene, ungeschönte Wahrnehmung.
Was mich besonders berührt hat, ist diese leise Ebene dahinter. Es geht im Kern um das innere Kind. Um das, was man im Erwachsensein oft verliert. Diese natürliche Leichtigkeit, dieses offene, unverstellte Auf-die-Welt-Blicken, diese Fähigkeit, sich einfach zu freuen, ohne Grund, ohne Ziel. Durch die Begegnung mit Sophie und die Stille wird Hannah mit genau diesem Teil von sich selbst konfrontiert. Nicht aufdringlich, nicht pädagogisch, sondern ganz sanft. Eher als Erinnerung als als Botschaft.
Das Buch erklärt nichts, es drängt auch nichts auf. Es zeigt Zustände, Gefühle, innere Bewegungen. Man muss sich darauf einlassen, auf Langsamkeit, auf Unausgesprochenes, auf Zwischenräume. Wer Handlung sucht, wird es vielleicht leer finden. Wer aber offen ist für Stimmungen, für innere Prozesse, für dieses leise Wiederfinden von etwas Verlorenem, wird viel darin entdecken.
Für mich ist es kein Buch, das man verschlingt wie nichts-sagende Romane. Es ist eins, das man fühlt. Still, ruhig, nach innen gerichtet. Und irgendwie bleibt danach dieser Gedanke hängen: Dass Erwachsenwerden nicht bedeuten muss, die Leichtigkeit zu verlieren. Dass man lernen kann, Verantwortung zu tragen, ohne zu verlernen, mit Neugier, Offenheit und Freude auf die Welt zu schauen. Genau das macht das Buch für mich so wertvoll – nicht wirklich spektakulär, aber ehrlich und warm.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Steine des Lebens

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"Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter ist ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auf gerade mal 170 Seiten schafft Ina Bhatter es uns Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist zu Leben. ...

"Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter ist ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auf gerade mal 170 Seiten schafft Ina Bhatter es uns Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist zu Leben. Wie wichtig es ist, sich daran zu erinnern, was man als Kind so besonders geliebt hat.

Mit Hannah und Sophie hat sie zwei Protagonistinnen erschaffen, die sic gegenseitig zum Leuchten bringen. Hannah, die eine Auszeit von ihrem stressigen Alltag und der Arbeit braucht und versucht wieder zu sich selbst zu finden. Sophie, das kleine Mädchen mit dem roten Schneeanzug, das neugierig in das Leben geht und einfach alles entdecken möchte. Sie öffnet Hannah die Augen. In den kurzen Kapiteln, entstehen viele einzelne Geschichten und Momente aus Hannahs Leben werden aufgegriffen.
Hannah ist einfach authentisch geschrieben. Sie wirkt echt und realistisch. Man erkennt sich in ihr wieder.

Das hängt auch mit dem Schreibstil zusammen, der nicht gestellt ist, sondern voller Gefühl und manchmal wird einem auch mit etwas Wucht die Realität vor Augen geführt.
Da kommt dann auch wieder das Glas mit den Steinen ins Spiel, das über das gesamte Buch hinweg immer wieder auftaucht. Besonders die Steine als Metapher in dem Glas bleiben hängen und sind ein Detail, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Generell ist dieses Buch – auch beeinflusst durch das Setting – ein Buch, das jeden daran erinnert, was man nicht aus den Augen verlieren soll. Eine Empfehlung für alle, die mehr als nur drei Tage im Schnee verbringen wollen. Für alle, die sich auch wieder in den Schnee legen und Schneeengel machen wollen.

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