Cover-Bild 17 Erkenntnisse über Leander Blum
17,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 12.02.2018
  • ISBN: 9783785589113
Irmgard Kramer

17 Erkenntnisse über Leander Blum

Berührendes Jugendbuch für Jungen und Mädchen ab 14 Jahre
Sie sind talentierte Streetartkünstler und beste Freunde seit frühester Kindheit. Ihre Pieces findet man überall in der Stadt an Mauern, U-Bahn-Waggons und verlassenen Fabrikgebäuden, aber niemand weiß, wer sich hinter dem geheimnisvollen Tag BLUX verbirgt.
Jonas und Leander. Leander und Jonas. Nichts kann sie trennen.
Bis sich Leander in Rapunzel verliebt, das süße Mädchen mit den goldenen Haaren, die bis zum Po reichen. Und Jonas über das Märchen vom chinesischen Pinsel stolpert und sich in eine Katastrophe malt.

17 Erkenntnisse über Leander Blum ist ein großartiger Jugendroman über Freundschaft und Kunst, über tiefste Verzweiflung und äußerste Hingabe und eine Liebe, die alles rettet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2018

Ein grandioses Jugendbuch das man nicht mehr aus der Hand legen kann

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Irmgard Kramer:
"17 Erkenntnisse über Leander Blum"

Leander und Jonas sind Streetartkünstler die überwiegend in der Nacht unterwegs sind und graue trostlose Mauern und Wände in kleine Kunstwerke verwandeln. ...

Irmgard Kramer:
"17 Erkenntnisse über Leander Blum"

Leander und Jonas sind Streetartkünstler die überwiegend in der Nacht unterwegs sind und graue trostlose Mauern und Wände in kleine Kunstwerke verwandeln. Keiner weiß von ihren nächtlichen Touren und keiner ahnt das sie sich hinter dem Tags BLUX verbirgen.

Das Buch geht rasant los und die Autorin gibt gleich am Anfang einen tollen Einblick in die Welt der Streetartkünstler. Das ist so real beschrieben das man das Gefühl hat neben den beiden zu stehen und jeden ihrer Handgriffe live zu verfolgen. Es geht einem wie den beiden Jungs, man nimmt nichts anderes mehr wahr und versinkt förmlich in ihrer Welt. Plötzlich ein Geräusch, die Jungs wittern Gefahr und das Adrenalin das in dem Moment durch ihre Körper jagt überträgt sich direkt auf mich. Es ist als wäre ich in dem Moment am gleichen Ort und würde alles hautnah miterleben.

Der rasante Anfang lässt mich gleich in die Geschichte eintauchen und je weiter ich lese umso schwerer fällt es mir das Buch aus der Hand zu legen.

Leander und Jonas faszinieren mich vom ersten Moment an und ich bin gespannt auf ihre Geschichte. Man spürt sofort die Verbundenheit der beiden und ahnt das der eine für den anderen die Hand ins Feuer legen würde. Zwei tolle Typen, mit Ecken und Kanten, die sich gegenseitig unterstützen, sich blind vertrauen und die mir auf Anhieb sympathisch sind.

Eine große Rolle in Irmgards Kramer spielt auch Lila. Ein tolles Mädchen, sympathisch und mit einer total schrägen, aber dennoch liebenswürdigen Familie im Hintergrund. Eine Familie wie es wohl kaum eine zweite gibt und die mich immer wieder zum lauten Lachen brachte.

Leander Blums Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, was mir persönlich genauso gut gefallen hat, wie die kurzen Kapitel. So erfährt man kurzer Zeit relativ fiel aus dem Umfeld der gesamten Personen die für die Geschichte wichtig sind. Leander und Lily lernen sich in der Schule kennen, aber so wirklich reden tun sie nicht miteinander. Ein Schulausflug bringt die beiden näher und mir richtig viele Fragezeichen in den Kopf. Ich verstehe nicht wirklich und man ahnt das die Charaktere Geheimnisse mit sich rum tragen. Die Autorin hat viele Überraschungen und Wendungen eingebaut und erst im letzten Drittel der Geschichte dreht sich das Blatt und man kann die einzelnen Bruchstücke zusammensetzen, versteht wie alles zusammenpasst und warum alles so passiert wie es passiert. Ab diesem Moment kann man das Buch gar nicht mehr auf die Seite legen.

„17 Erkenntnisse über Leander Blum“ ist genauso temporeich und dramatisch. Ein Buch bei dem man aus dem Staunen nicht herauskommt und bei dem Glück und Leid ganz dicht beieinander liegen. Eine Geschichte die mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat, bei der meine Gefühle eine spektakuläre Achterbahnfahrt mitmachten und bei der ich zum Ende hin einen dicken Kloß im Hals hatte und die mich zum Weinen brachte.

Auch wenn die Jugendzeit schon länger hinter mir liegt, dieses Buch war für mich ein Highlight das ich allen Leseratten ans Herz legen kann.

Keine Frage, von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 18.03.2018

Lesenswert

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Lila lernt in der Schule Leander kennen. Der schweigsame Junge sitzt im Unterricht neben ihr.
Nach und nach lernt sie ihn besser kennen und erhält 17 Erkenntnisse über ihn.

Ich mag die Bücher von Irmgard ...

Lila lernt in der Schule Leander kennen. Der schweigsame Junge sitzt im Unterricht neben ihr.
Nach und nach lernt sie ihn besser kennen und erhält 17 Erkenntnisse über ihn.

Ich mag die Bücher von Irmgard Kramer sehr, auf 17 Erkenntnisse über Leander Blum habe ich mich sehr gefreut und konnte das Erscheinen gar nicht abwarten.

Die Story liest sich sehr gut, die Kapitel sind recht kurz und man erfährt abwechselnd etwas von Lila und Leander.

Die Figuren haben mir sehr gefallen, Lila, Leander und Jonas waren sehr sympathisch.
Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinfühlen. Das Miteinander der beiden Freunde Leander und Jonas war sehr schön zu lesen, echte Freunde, die füreinander einstehen und ihren gemeinsamen Traum, der Streetart, leben.

Die Geschichte ist sehr spannend, ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen, ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht.
Besonders das letzte Drittel war sehr emotional und berührend.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Ein Buch über Freundschaft

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Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, wie sich die zahlreichen losen Enden am Ende zu einer berührenden Geschichte zusammenfügen.

Die Freundschaft zwischen Jonas und Leander wird anschaulich ...

Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, wie sich die zahlreichen losen Enden am Ende zu einer berührenden Geschichte zusammenfügen.

Die Freundschaft zwischen Jonas und Leander wird anschaulich geschildert. Die beiden halten einfach zusammen und stehen füreinander ein. Die beiden ergänzen sich nicht nur künstlerich, wenn sie ihre Kunstwerke gemeinsam am Leinwände und Betonmauern sprayen sondern auch charakterlich.

Die Kunstwerke der beiden sind wirklich toll beschrieben und ich hatte immer Bilder im Kopf, wie das denn wohl aussehen könnte.

Leander konnte ich als Figur lange nicht richtig einschätzen. Mal mochte ich ihn recht gerne, dass hat er aber wieder etwas gesagt oder getan, worüber ich nur den Kopf schütteln konnte.

Den lockeren und umgangssprachlichen Schreibstil fand ich für dieses Jugendbuch sehr passend. So hat die Autorin durch einige Neuschaffungen an Ausdrücken auch etwas Humor in das Buch gebracht und ich misste mehrfach über gewisse Beschreibungen oder Ausrufe schmunzeln.

Die Handlung selbst hat mir recht gut gefallen, auch wenn der Mittelteil etwas schwächelte und sich unnötig in die Länge zog. Hier wirkte mir manches zu konstruiert, vorhersehbar oder auch zu wirr. So mochte ich auch nicht alle Szenen zwischen Lila und Leander. Gut gefallen hat mir aber, dass die Beziehung der beiden nicht zu kitschig dargestellt wurde, sondern gut zu der recht coolen Theamtik des Sprayens gepasst hat.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Spannend, emotional und richtig schön geschrieben

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Ich hatte vor einigen Jahren Irmgard Kramers Buch „Am Ende der Welt traf ich Noah“ gelesen. Da mir dieses sehr gut gefallen hat, war ich auf ihren neuen Jugendroman schon sehr gespannt. Das Cover und der ...

Ich hatte vor einigen Jahren Irmgard Kramers Buch „Am Ende der Welt traf ich Noah“ gelesen. Da mir dieses sehr gut gefallen hat, war ich auf ihren neuen Jugendroman schon sehr gespannt. Das Cover und der Klappentext konnten mich sofort überzeugen und da ich bisher fast nur begeisterte Meinungen über das Buch gehört hatte, stand „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ sehr weit oben auf meiner Wunschliste.

Leander und Jonas sind seit frühester Kindheit die allerbesten Freunde. Eine große gemeinsame Leidenschaft, die die beiden teilen, ist das Malen, ganz besonders das Sprayen. Beide sind sie sehr talentierte Streetartkünstler und hinterlassen an den verschiedensten Orten in der Stadt ihre Bilder. Ob an Mauern, U-Bahn-Waggons oder in verlassenen Gebäuden - überall findet man ihre beeindruckenden Graffitis, die sie unter dem Tag BLUX veröffentlichen. Bisher ist es den beiden Jungen erfolgreich gelungen, ihr Geheimnis zu wahren, niemand weiß, wer sich hinter BLUX verbirgt. Jonas und Leander führen so etwas wie ein Doppelleben: Tagsüber gehen sie zur Schule und nachts streifen sie durch die Stadt und verschönern diese mit ihrer Kunst, die mit den Jahren immer perfekter geworden ist. Nichts kann Leander und Jonas trennen, die beiden sind Freunde fürs Leben. Doch dann begegnet Leander dem wunderschönen Mädchen mit den langen goldenen Haaren. Da er ihren Namen nicht kennt, beginnt er sie Rapunzel zu nennen. Vom ersten Moment an ist er fasziniert von diesem Mädchen. Durch sie verliert er BLUX immer mehr aus den Augen. Doch das ist leider längst noch nicht alles, denn es soll sich noch etwas Furchtbares ereignen, dass das Leben der beiden Freunde für immer verändern wird.

Vielleicht waren meine Erwartungen an das Buch etwas zu hoch gewesen, denn mich konnte es leider nicht so packen wie von mir erhofft. Ich weiß noch nicht mal genau woran es lag. Ich habe mich beim Lesen nur immer wieder dabei ertappt, dass ich mich manchmal etwas zum Weiterlesen zwingen musste. Vielleicht lag es auch an mir, vielleicht war ich eigentlich gerade gar nicht so in der Stimmung für dieses Buch und hätte es lieber wann anders lesen sollen. Da ich es aber im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, konnte ich das Buch leider nicht beiseite legen, um mich ihm später wieder zu widmen.

Mir hat der neue Jugendroman von Irmgard Kramer eigentlich richtig gut gefallen. Der Aufbau ist ihr großartig gelungen und auch die Charaktere wurden wunderbar und sehr authentisch von ihr ausgearbeitet. Ihren Schreibstil kann ich ebenfalls nur den loben, diesen habe ich schon in „Am Ende der Welt traf ich Noah“ als richtig klasse empfunden.
In diesem Buch sind mir sofort die besonderen Beschreibungen aufgefallen. Ob die Graffitis,das Haar von Rapunzel oder sonstige kleine Details – all dies wird immer sehr bildhaft und irgendwie künstlerisch beschrieben, was perfekt zur Geschichte passt.

Ich habe nur leider ein wenig gebraucht, bis ich mich in dieser zurecht gefunden habe. Das Buch beginnt ohne Einleitung, man ist gleich mittendrin im Geschehen. Etwas irritiert haben mich die Zitate an dem Kapitelanfängen oder die Beschreibungen über Leander. So nach und nach hat sich mir da dann aber der Sinn erschlossen und nun, da ich weiß, was es damit auf sich hat, finde ich diese Idee wirklich super.

Ebenfalls begeistert bin ich von der Erzählweise des Buches. Den Schreibstil habe ich ja bereits gelobt, aber was in meinen Augen auch sehr gut gelungen ist, sind die beiden verschiedenen Handlungsstränge. Wir haben zwei Personen, die hier abwechselnd und in verschiedenen Zeitebenen erzählen. Da wäre zum einen Leander, der mir ja sofort ans Herz gewachsen ist, und zum anderen das Mädchen Lila, die Leander in der Schule kennenlernt und die sofort ganz fasziniert von seinem unnahbaren und geheimnisvollen Verhalten ist.
Lila war mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch. Ich fand es richtig interessant zu sehen, wie sie Leander wahrnimmt. Ganz anders, als er auf uns Leser wirkt, wenn er an der Reihe ist mit dem Erzählen.

Mir hat es richtig gut gefallen, wie sich die beiden Stränge immer mehr angenähert und sich schließlich in einem tollen Ende vereint haben. Die Auflösung des Buch konnte mich vollkommen zufriedenstellen, da alle offenen Fragen geklärt wurden.

Am schwächsten habe ich den Mittelteil des Buches empfunden. In diesem gab es für mich so ein paar Längen, die mir leider ein klein wenig den Lesespaß geraubt haben.
Die meiste Zeit über ist das Buch aber richtig spannend und auch sehr emotional und gefühlvoll. Ich fand es unglaublich interessant mitzuverfolgen, wie immer mehr offene Fragen geklärt wurden und sich am Ende schließlich ein vollständig gelöstes Puzzle ergeben hat. Damit habe ich im letzten Drittel des Buches nicht so wirklich gerechnet, da einfach so vieles noch ungeklärt war. Der Autorin ist es aber gelungen und das auch sehr gekonnt mit vielen überraschenden Wendungen, sodass man als Leser lange Zeit im Dunklen tappt und am Herumrätseln ist.

Obwohl mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte, hatte ich doch sehr viel Spaß beim Lesen und ich kann es wärmstens weiterempfehlen. Besonders ans Herz legen kann ich „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ allen Kunstliebhabern und Graffitikünstlern. Ich kenne mich mit dem Sprayen ja überhaupt nicht aus und habe hier beim Lesen sehr viel Neues und Interessantes über die Streetart und die Kunst dazugelernt.

Fazit: Leider kein Lesehighlight für mich, aber mir hat das neue Jugendbuch von Irmgard Kramer trotz allem richtig gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, sehr gefühlvoll und auch ziemlich komplex aufgebaut. Ich war dadurch anfangs ein wenig verwirrt, aber nachdem ich mich zurechtgefunden habe und schließlich auch wusste, wie alles miteinander zusammenhängt, war ich von diesem tollen Aufbau hellauf begeistert. Dies ist ein Buch voller Liebe und Leidenschaft und obwohl es meine Erwartungen nicht komplett erfüllen konnte, kann ich es absolut weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 23.02.2018

Diese komplex erzählte Geschichte weckte den Detektiv in mir!

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Klappentext
„Sie sind talentierte Streetartkünstler und beste Freunde seit frühester Kindheit. Ihre Pieces findet man überall in der Stadt an Mauern, U-Bahn-Waggons und verlassenen Fabrikgebäuden, aber ...

Klappentext
„Sie sind talentierte Streetartkünstler und beste Freunde seit frühester Kindheit. Ihre Pieces findet man überall in der Stadt an Mauern, U-Bahn-Waggons und verlassenen Fabrikgebäuden, aber niemand weiß, wer sich hinter dem geheimnisvollen Tag BLUX verbirgt.
Jonas und Leander. Leander und Jonas. Nichts kann sie trennen.
Bis sich Leander in Rapunzel verliebt, das süße Mädchen mit den goldenen Haaren, die bis zum Po reichen. Und Jonas über das Märchen vom chinesischen Pinsel stolpert und sich in eine Katastrophe malt.“

Gestaltung
Da es in dem Buch um Graffiti-Künstler geht, passt das Cover mit dem im Hintergrund skizzierten Graffiti natürlich wie die Faust aufs Auge. Mir gefällt dabei besonders die Farbgebung des Covers, da die warmen Farben ein wohliges Gefühl auslösen und vor allem der Titel mit der dunkleren Schrift sehr schön hervorsticht und sich gut mit der Umrahmung des Covers ergänzt.

Meine Meinung
Der Klappentext von Irmgard Kramers neuem Buch klang sehr geheimnisvoll, weswegen ich ihr neustes Buch unbedingt lesen wollte. Zudem kannte ich bereits „Am Ende der Welt traf ich Noah“ von der Autorin, welches mir gut gefallen hatte und weswegen ich schauen wollte, was mich in ihrem neusten Jugendbuch erwarten würde. In „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ geht es um Graffiti-Kunst, Leidenschaft, Freundschaft und erste Liebe. Hinter dem Tag BLUX, welcher aufsehenerregende Streetart-Pieces unterzeichnet, verbergen sich die beiden besten Freunde Leander und Jonas. Sie sind talentiert und stehen leidenschaftlich hinter ihrer Kunst…bis Leander sich verliebt und so das Masterpiece von BLUX immer mehr aus den Augen verliert. Das ist allerdings längst noch nicht alles, denn es folgt eine Katastrophe…

Die Geschichte beginnt mitten im Geschehen, wodurch ich anfangs etwas verwirrt war und einige Zeit benötigte, um mich zu orientieren. Einerseits mochte ich die Handlung gerne, weil es immer wieder Szenen gibt, die mich sehr neugierig gemacht haben und die meinen Spürnaseninstinkt geweckt haben. Andererseits hatte ich gerade zu Beginn viele Fragezeichen über dem Kopf und fühlte mich sehr verwirrt, was vor allem an dem recht komplexen Erzählstil des Buches lag. Die Handlung vermag es aber zu überraschen und zu fesseln, denn ich konnte nicht ansatzweise erahnen, worauf die Geschichte hinauslaufen würde, was ich sehr erfrischend fand. So bin ich lange Zeit ziemlich ahnungslos gewesen, was mich gespannt hat weiterlesen lassen, denn ich wollte herausfinden, was hinter allem steckt. Gleichzeitig habe ich aber auch ein wenig verzweifelt um Orientierung gerungen.

Dieses Suchen nach Orientierung ergab sich meiner Meinung nach aus der Komplexität des erzählerischen Aufbaus, denn immer wieder wechseln die Perspektiven und die Zeitebenen. Hier benötigte ich meine Zeit, bis ich erkannt habe, wer sich hinter welchem Ich-Erzähler und welcher Zeitschiene verbirgt. Als beeindruckend empfand ich es dann aber, wie Autorin Irmgard Kramer es geschafft hat, diese beiden Perspektiven miteinander zu verknüpfen und mit Fortschreiten der Handlung immer mehr ineinander fließen zu lassen. So kam es dann, dass mein Durchhalten damit belohnt wurde, dass sich das Puzzle dieser Geschichte Stück für Stück vor meinen Augen zusammengesetzt und mir ein packendes Finale beschert hat.

Die Figuren hätten für meinen Geschmack ruhig noch etwas mehr Tiefe erhalten können. Zwar konnte ich von Jonas, Leander und „Rapunzel“ ein inneres Bild aufbauen, aber ich hatte das Gefühl, keine intensive Bindung zu ihnen aufzubauen, was ich mir jedoch gewünscht hätte, denn gerade die beiden Streetartkünstler sind so hingebungsvoll bei ihrer Sache, dass ich gerne einen Draht zu ihnen gehabt hätte. Dies hat sich bei mir jedoch nicht so ganz gebildet, denn ich hatte erst ganz am Ende des Buches ein umfassenderes Bild von den Charakteren, wobei ich mir dies schon vorher gewünscht hätte.

Der Schreibstil der Autorin war dabei wieder sehr angenehm und so wie ich es schon aus „Am Ende der Welt traf ich Noah“ kannte: flüssig, locker zu lesen und intensiv. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass ich beim Lesen die Hingabe der Autorin für ihre Geschichte spüren konnte, denn gerade durch den komplexen Aufbau und die Erzählweise wurde für mich spürbar, wie viel Liebe und Gedanken sie ihn ihre Erzählung gesteckt hat. Insgesamt fand ich die Geschichte wirklich gut durchdacht, denn der rote Faden war erkennbar und hat sich gerade zum Schluss zu einem schönen Ganzen zusammengeknotet. Dabei wurden auch alle Fragen geklärt und ich wurde zufrieden zurückgelassen, da all meine Fragen, meine Neugier und meine anfängliche Orientierungslosigkeit aufgeklärt wurden.

Fazit
Beim neuen Jugendbuch von Irmgard Kramer spürte ich, wie hingebungsvoll sie ihre Geschichte gestaltet hat, denn gerade die komplexe Erzählweise zeigt, wie gut durchdacht alles ist. Zwar sorgt diese Komplexität gerade zu Beginn auch etwas für Orientierungsmühen, aber Durchhalten wird hier mit einer schönen, spannenden Geschichte belohnt! Die Handlung vermag es auf beeindruckende Weise sich immer mehr zu einem stimmigen Ganzen zusammenzuziehen! Besonders gefiel mir dabei, dass ich bis zum Schluss nicht ahnen konnte, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und dass es immer wieder Szenen gab, die meine Neugier geweckt haben und mich dazu angeregt haben, weiter zu lesen, um zu erfahren, was hinter allem steckt! So weckt „17 Erkenntnisse über Leander Blum“ eindeutig den Spürsinn im Leser, weil die Handlung die Neugier weckt!
Knappe 4 von 5 Sternen!

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