Cover-Bild Nachtschattengewächse
(10)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Atrium Verlag AG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 13.08.2025
  • ISBN: 9783855352203
Jill Johnson

Nachtschattengewächse

Rache ist ein süßes Gift
Stefanie Kremer (Übersetzer)

»Seit jeher komme ich mit Pflanzen besser aus als mit Menschen ...«

Eustacia Rose ist Professorin der Botanik. Ihr Spezialgebiet: Pflanzentoxikologie. Sie lebt allein in London - nur ihre umfangreiche Giftpflanzensammlung leistet ihr Gesellschaft. Diese hegt und pflegt sie mit akribischer Sorgfalt. Ihr Leben ist ruhig, ihr Tagesablauf ändert sich nie. Bis sie eines Tages einen Schrei hört und die Versuchung, dem nachzugehen, unwiderstehlich ist. Durch ihr Teleskop wird Eustacia in das Leben ihrer außergewöhnlich schönen Nachbarin Simone hineingezogen. Doch dann wird Simone entführt, und Eustacia findet sich in einem weitaus komplizierteren Geflecht wieder, als sie sich je hätte vorstellen können. 

Für alle Fans von Mark Haddon und Richard Osman

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein außergewöhnlicher Krimi, der in seiner Besonderheit von der Hauptprotagonistin übertroffen wird

0

Wunderbar gelungen ist das Cover von „Nachtschattengewächse“. Der Untertitel „Rache ist ein süßes Gift“ lässt erste Ahnungen zum Inhalt aufkommen. Die dargestellten Pflanzen tauchen nach und nach im Buch ...

Wunderbar gelungen ist das Cover von „Nachtschattengewächse“. Der Untertitel „Rache ist ein süßes Gift“ lässt erste Ahnungen zum Inhalt aufkommen. Die dargestellten Pflanzen tauchen nach und nach im Buch auf, was ich besonders schön finde. Eustacias Dachgarten voller Giftpflanzen vor dunklem Nachthimmel und auch das Teleskop findet seinen Platz – hervorragend.

Kaum hatte ich in das Buch rein gelesen, war ich auch schon fertig. Aus der Hand konnte ich es fast nicht mehr legen und ich war gefesselt von der Handlung, die von Andeutungen lebt und sehr vielschichtig ist. Dass dieser Krimi wie angekündigt anders ist als die Norm bewahrheitet sich in vielerlei Hinsicht.

Der feine Humor, der immer wieder aufblitzt, rundet den angenehm flüssig zu lesenden Schreibstil Jill Johnsons ab. Hier ein großes Kompliment an die Übersetzerin Stefanie Kremer, die sicher keine leichte Aufgabe hatte, alle botanischen und figürlichen Besonderheiten ins Deutsche zu bringen!
Eustacia als Hauptprotagonistin finde ich sehr faszinierend. Nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Pflanzen. Die Beschreibungen der verschiedenen Arten und welche Auswirkungen sie haben ist sehr interessant und lehrreich. Dass Eustacia selbst eine polarisierende Figur ist, die sicher von einem guten Teil der Lesenden eher abgelehnt wird, trägt zur Handlung bei. Mir persönlich ist sie mit all ihren Besonderheiten sympathisch. Ihr Verhalten mutet oftmals sonderbar an und eine psychische Auffälligkeit lässt sich nicht verleugnen. Betrachtet man sie jedoch völlig unvoreingenommen, ist sie eine sehr besondere und verletzliche Persönlichkeit. Ein einfaches Leben hatte sie ganz sicher nicht und dass sie der Tod einer sehr wichtigen Person im Leben nachhaltig beeinflusst und die Trauer darüber tief sitzt, ist einfach menschlich.

Interessant ist sicherlich, dass fast keine der handelnden, fein beschriebenen Personen wirklich die ist, die sie zu sein scheint und mindestens ein gut platziertes Geheimnis birgt. Der Schluss, der für mich völlig überraschend ist, spiegelt noch einmal die Vielschichtigkeit des Krimis wider.

Es hat einfach Spaß gemacht mit Eustacia und den weiteren Figuren zu rätseln, leiden, zweifeln etc. Dass sich Eustacia, trotz aller persönlichen Entwicklung, auch am Schluss treu bleibt, finde ich sehr positiv. Ich hoffe sehr, dass es - wie in der Danksagung anklingt - weitere Professor-Rose-Geschichten geben wird!

Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die bereit sind sich in jeglicher Hinsicht auf ein Leseerlebnis ab der Norm einzulassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2025

Cozy Crime und giftige Pflanzen

0

Cozy Crime und giftige Pflanzen

Was, wenn wir durch unseren Garten gehen? All die schönen Blumen sehen und uns fragen, sind sie eigentlich genauso giftig wie sie schön sind? Das kann uns Eustacia Rose ...

Cozy Crime und giftige Pflanzen

Was, wenn wir durch unseren Garten gehen? All die schönen Blumen sehen und uns fragen, sind sie eigentlich genauso giftig wie sie schön sind? Das kann uns Eustacia Rose sagen. Denn sie ist eine auf Pflanzengifte spezialisierte Botanikerin. Sie lebt zurückgezogen in London und widmet sich ausschließlich ihrer umfangreichen Sammlung giftiger Pflanzen. Doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als sie einen Schrei hört und durch ihr Teleskop in die Welt ihrer faszinierenden Nachbarin Simone hineingezogen wird. Als Simone plötzlich entführt wird, wird Eustacia in ein unerwartet komplexes und gefährliches Geschehen verwickelt.

Ich mochte Eustacia direkt. Sie ist ehrlich, sarkastisch und mag ihre Pflanzen mehr als Menschen. Bis eben auf diese eine Frau, die sie scheinbar sehr fasziniert. Sie beobachtet sie und möchte mehr wissen.

Und findet nicht jeder (harmlose) heimliche Beobachtungen etwas spannend? Wie sind andere eingerichtet oder was passiert hinter geschlossenen Türen? Auch all die
Informationen rund um giftige Pflanzen fand ich interessant. Und vor allem fand ich es spannend, dass sie Menschen Pflanzen zuordnet.

Auch davon abgesehen war das Buch und die Geschichte ein gut konstruierter und unterhaltsamer Krimi. Auch wenn wir nur die Sicht von Eustacia lesen, kommt eine gute Spannung auf und wir kommen ihr so recht nah.

Ein wirklich schönes Buch rund um Pflanzen, Verbrechen und einer starken Frau.

ISBN: 978-3328604372
Autorin: Ellen Sandberg
Verlag: Atrium
ET: 12.11.25
Umfang: 352 Seiten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Sehr speziell und außergewöhnlich

0

Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und ...

Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und blieb für mich als Leserin bis zum Ende hin sehr unnahbar und nicht wirklich sympathisch. Allerdings macht gerade diese spezielle Art auch den Reiz an der Geschichte aus. Ihr Charakter ist gut ausgearbeitet, im Laufe der Handlung macht sie eine tiefgehende Entwicklung durch und ich habe das gerne verfolgt. Leider macht es ihre dezent autistische bzw. neurodivergente Art unheimlich schwer sie zu mögen. Menschen gibt sie beispielsweise Pflanzennamen, hier musste ich mich dann konzentrieren, wer denn nun eigentlich gemeint ist. Anfangs habe ich auch etwas gebraucht um ins Buch zu finden, Dinge werden angestuppst und dann später manchmal wieder weiter verfolgt, an diese Sprünge musste ich mich erst gewöhnen - für mich war es gerade am Anfang etwas zu viel dieses Verwirrprinzips (damit arbeiten Krimis ja gerne). Vom eigentlichen Fall habe ich mir etwas mehr erwartet, einige Dinge habe ich ziemlich schnell durchschaut, ein paar eher nicht. Das Ende ist sehr überraschend und außergewöhnlich - das Buch (und auch Eustacia) überschreitet definitiv Grenzen und ist außergewöhnlich. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr zu der Wirkung der Pflanzengifte und deren Gegenmittel gewünscht, am Ende gibt es zwar eine Übersicht mit allen erwähnten Pflanzen (die findet man auch größtenteils auf dem Cover), der Fokus lag in diesem Einstiegsband aber auf Eustacias (Roses) Charakterentwicklung. Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche, etwas spezielle Krimi gut gefallen und ich werde mir jetzt mal die Folgebände (auf Englisch;) anschauen und dann entscheiden, ob ich die Reihe mit diesem etwas anderem Konzept noch weiter verfolge.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2025

Gift

0

Mit “Nachtschattengewächse” hat die bekannte Autorin Jill Johnson einen etwas anderen Krimi geschrieben, in dem Giftpflanzen und ihre Gärtnerin eine Hauptrolle spielen. Schon das gelungene Hardcover stellt ...

Mit “Nachtschattengewächse” hat die bekannte Autorin Jill Johnson einen etwas anderen Krimi geschrieben, in dem Giftpflanzen und ihre Gärtnerin eine Hauptrolle spielen. Schon das gelungene Hardcover stellt einige dieser oft wunderschönen Pflanzen vor, die durch ihre Eigenheiten bezaubern, aber auch den Tod bringen können.

Ich-Erzählerin und Hauptfigur ist Professorin Eustacia Rose, eine anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Pflanzentoxikologie. Wer sie allerdings am Anfang dieses Buches trifft, wird von ihrer skurrilen Persönlichkeit überrascht sein. Sie trägt die Anzüge ihres verstorbenen Vaters auf, züchtet in ihrem Dachgarten Giftpflanzen, aber beobachtet auch von dort mittels eines starken Teleskops ihre Nachbarn. Eine junge Frau hat es ihr besonders angetan, Eustacia verfolgt sie und versucht sie zu beschützen. Denn bei Psycho, so hat sie die junge Frau nach einer Giftpflanze getauft, gehen eigenartige Männer ein und aus. Doch dann scheint es, dass Psycho entführt wurde….

Der Roman braucht einige Zeit, bis sich die Geschichte entwickelt, und hier sind verwirrende Vorkommnisse an der Tagesordnung. Ist Psycho wirklich Simone, wie sie sich nennt? Wonach sucht sie und warum hat sie Professorin Rose in ihrem Dachgarten besucht? Ist Eustacia in Gefahr? Und wer sind die Männer, die die junge Frau bedrohen, schlagen und sie zur Gewalt auffordern? In ihrem Abscheu ihnen gegenüber hat Eustacia allen Männern die Namen von Giftpflanzen gegeben. Doch der Schlimmste von allen lebt mit Eustacias Jugendliebe zusammen, Mary, die jetzt im Rollstuhl sitzt. Doch woher kennt Simone Marys Sohn und welche Rolle spielt der heruntergekommene Künstler?
Als ein Mord geschieht, bei dem Gift im Spiel ist, steht Professorin Rose unter Verdacht, denn schon einmal hatte sie mit der Polizei zu tun und damals hat sie dieses Vorkommnis ihren Job gekostet.

Jill Johnson hat mit “Nachtschattengewächse” einen Kriminalroman vorgelegt, der die Lesenden teilweise überfordert. Wer sich eine stringente Krimihandlung erwartet hat, wird enttäuscht sein. Zu viele und zu undurchsichtige Figuren, die schemenhaft bleiben, kommen in ihrem Buch vor. Professorin Rose selbst bleibt eine Gestalt mit vielen Eigenheiten, die es für sie schwer machen, Empathie zu empfinden. Doch Liebe kennt sie bis zur Obsession, früher zu ihrer ersten Liebe Mary, jetzt zu Psycho, die vielleicht eine ganz Andere ist. Lesende, die Interesse an Giftpflanzen haben und vielleicht wissen möchten, was bei ihnen auf dem Fensterbrett oder im Garten so wächst,- gerne Blauer Eisenhut, Engelstrompete oder Eibe- finden hier durchaus gelungene botanische Erläuterungen.

Der Roman hat ein offenes Ende, einerseits versöhnlich, andererseits wird ein begangener Mord nicht abschließend aufgeklärt. Dieses Buch ist geeignet für Lesende, die sich eine Hauptfigur mit vielen speziellen Eigenarten wünschen und wissen, dass Rache ein süßes Gift ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2025

Eine giftige Geschichte

0

Inhalt: Eustacia Rose ist Professorin der Botanik mit Spezialisierung auf Pflanzentoxikologie. Zurückgezogen und menschenscheu lebt sie in London, wo sie den Großteil ihrer Zeit ihrem Dachgarten voller ...

Inhalt: Eustacia Rose ist Professorin der Botanik mit Spezialisierung auf Pflanzentoxikologie. Zurückgezogen und menschenscheu lebt sie in London, wo sie den Großteil ihrer Zeit ihrem Dachgarten voller Giftpflanzen widmet. Doch nach und nach richtet sich ihre Aufmerksamkeit nicht mehr nur auf die Pflanzen, sondern auch auf ihre Nachbarschaft, insbesondere auf die junge und attraktive Simone. Als diese plötzlich entführt wird, begibt sich Eustacia auf die Suche nach ihr.

Mein Eindruck: Mit Eustacia Rose begegnen wir einer faszinierenden, schwer greifbaren Figur, die sich in keine Schublade stecken lässt. Sie ist in ihrem Fachgebiet hochkompetent und lebt fast ausschließlich für ihre Pflanzen. Mit Menschen hingegen tut sie sich schwer. Ihre Persönlichkeit zeigt autistische Züge, verbunden mit tiefsitzenden seelischen Traumata. Verstörend fand ich ihren ausgeprägten Voyeurismus, der für mich die Grenze zum Stalking überschritt. Diese Ambivalenz führte dazu, dass meine Haltung ihr gegenüber ständig zwischen Sympathie und Ablehnung schwankte.

Besonders gelungen fand ich aber das Thema rund um Giftpflanzen. Hier konnte ich viel Neues lernen und die originelle Thematik hebt das Buch definitiv von klassischen Krimis ab.

Der Schreibstil von Jill Johnson ist flüssig und bildhaft, was das Lesen angenehm macht. Dennoch war die Spannung nicht durchgehend gehalten. Das lag für mich vor allem daran, dass viele Andeutungen gestreut und Informationen lange zurückgehalten wurden. Da die Geschichte aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, die im Prinzip über das Wissen verfügt, wirkte dieses bewusste Verschweigen auf mich eher frustrierend als spannungssteigernd.

Enttäuscht war ich definitiv vom Ende. Ohne hoffentlich zu viel zu verraten: Es fühlte sich für mich ungerecht gegenüber einer bestimmten Figur an und ließ mich ratlos zurück, warum sowohl Eustacia als auch der ermittelnde Detective diese Wendung erstaunlich ungerührt hinnahmen.

Fazit: Ein Buch mit einer originellen Idee, das interessante Einblicke in die Welt der Giftpflanzen bietet. Allerdings konnten Spannung und Auflösung mich nicht gänzlich überzeugen. Ob ich zu einem möglichen Folgeband greifen würde, bleibt für mich fraglich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere