Cover-Bild Die Spuren meiner Mutter
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 09.10.2017
  • ISBN: 9783328101451
Jodi Picoult

Die Spuren meiner Mutter

Roman
Elfriede Peschel (Übersetzer)

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, die nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat der Polizei beim Aufspüren vermisster Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen finden sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil, der als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Das kuriose Trio macht sich auf eine spannende, erkenntnisreiche und bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2017

Wieder ein toller Picoult

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Klappentext:
Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im ...

Klappentext:
Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

Meine Bewertung:

Zum Cover: Das Cover ist wirklich wunderschön. Es ist kein Cover, das zu viel enthält. Im Gegenteil, es ist eher schlicht in meinen Augen. Die helle blaue, ja sogar schon türkise Farbe, die goldenen Elemente und die drei abgebildeten Elefanten wirken sehr friedlich. Dieses Cover hat eine sehr schöne Verbindung zur Geschichte im Roman, denn eine große Rolle in diesem Roman spielen Elefanten.

Zum Inhalt: Wer Jodi Picoult kennt, der weiß, dass sie eine Autorin für die schwierigen Themen ist. Auch in diesem Roman hat sich Picoult an eine Familientragödie herangewagt. Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter.
Die Elefanten zieren in dieser Geschichte nicht nur das Cover, sie spielen sogar eine große Rolle in diesem Buch.

Zum Schreibstil: Ich liebe Picoults Schreib- und Erzählstil.
Jodi Picoult lässt in ihrem Roman mehrere Erzählstränge parallel laufen. Die Kapitel sind aus verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben: Jenna, der Wahrsagerin Serenity, dem Privatdetektiv Virgil und Jennas Mutter Alice. Wie man es von Picoult gewöhnt ist, schafft sie es dabei starke Charaktere zu erschaffen.
Die Geschichte fügt sich mehr und mehr aus den unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen und gibt auch Hinweise auf ihren Ausgang.
Besonders gut haben mir die Kapitel über die Elefanten gefallen. Die Art und Weise wie Jodi Picoult diese Tiere dem Leser näherbringt und die Gefühle, und vor allem die Trauer der Elefanten auf uns Leser projiziert ist einfach bezaubernd. Manchmal hat man sogar das Gefühl, man würde in einem Lexikon über die Dickhäuter lesen. Es ist nie dieses Gefühl belehrt zu werden. Im Gegenteil, es schafft einen sehr interessanten Zusatzaspekt innerhalb des Romans. Hier hat Jodi Picoult ganze Arbeit geleistet und sehr gut recherchiert.


Mein Fazit:
"Die Spuren meiner Mutter" ist mein zweiter Roman von Jodi Picoult und ich muss sagen die Autorin begeistert mich schon wieder. Es ist ein außergewöhnlicher Roman mit Gänsehautfaktor, der mich in den letzten Tagen überhaupt nicht mehr losgelassen hat.
Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich diesen Roman völlig verschlungen und trotz der vielen Seiten wurde es nie langweilig.
Dieser Roman berührt einen, weil man Jennas Sehnsucht und die Liebe der Elefanten wahrhaft spüren kann.
Und genau sowas macht einen sehr guten Roman aus. Deshalb gebe ich diesem wunderbaren Roman 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Gewohnt Picoult-mäßig überzeugt worden

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Herrlich… einfach nur herrlich…
Ihr habt noch nie ein Buch von Jodi Picoult gelesen? Holt es nach!

Ihre Bücher strotzen nur so von Komplexität und einem großartigen Schreibstil mit aktuellen Verweisen ...

Herrlich… einfach nur herrlich…
Ihr habt noch nie ein Buch von Jodi Picoult gelesen? Holt es nach!

Ihre Bücher strotzen nur so von Komplexität und einem großartigen Schreibstil mit aktuellen Verweisen auf die Geschehnisse in der Realität. So werden ihre Geschichten schnell ins wahre Leben gezogen und wir erfahren als Leser tausend Seiten Geschichte und
nicht nur eine Seite der Medaille.


Inhalt:
Als Jenna drei Jahre alt war, verschwand ihre Mutter Alice nach einem tragischen Unfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos. Nun 10 Jahre später sucht die 13-Jährige immer noch verzweifelt nach einem Lebenszeichen ihrer Mutter.
Mit Hilfe der Wahrsagerin Serenity Jones und dem Ex-Detective Vergil Stanhope will das Mädchen endlich hinter das Geheimnis ihrer Mutter kommen, denn sie weiß eins. Alice hätte sie niemals ohne Grund verlassen!

Meine Meinung:
Auf dem Buchumschlag steht: „Die heimlichen Helden des Romans sind die Elefanten.“
Das möchte ich als allererstes unterschreiben. Ich war fasziniert davon, wie Jodi Picoult es schafft, Jenna immer wieder Vergleiche zwischen Mensch und Elefant in die Geschichte einzubauen. Es geht öfter um Elefanten, als um die eigentliche Geschichte und dennoch schafft es die Autorin hier ein komplexes Gesamtwerk zu erschaffen, das uns als Leser vollends in die Geschichte hineinzieht und am Ende werden wir völlig erschöpft, aber begeistert aus ihren Klauen entlassen.

Jenna ist ein außergewöhnliches Mädchen. Ihre Sicht auf die Welt und ihr blindes Vertrauen ihrer Mutter gegenüber waren teilweise sehr beeindruckend. Ich war emotional sofort an ihrer Seite und habe schnell selbst gehofft, Alice und einen plausiblen Grund für ihr Verschwinden zu finden.

Immer wieder lernen wir auch Alice näher kennen, da uns Aufzeichnungen aus ihren Tagebüchern und Arbeiten nähergebracht und vorgelegt werden.

Bei Jodi Picoult geht es niemals nur um ein Thema! Und so betrachten wir auch hier nicht nur die Suche einer Tochter nach ihrer verschollenen Mutter, sondern wir schauen auf die Aufklärung eines Falls… Wir schauen zu, wie sich Menschen wiederfinden, die selbst verloren schienen… Erfahren einiges über Detektivarbeit… und finden uns in den Gedanken der Spiritualität wieder. Und natürlich lernen wir einiges über Elefanten und wie ähnlich Tiere uns doch manchmal sind…

Veröffentlicht am 25.12.2016

Kann man nicht beschreiben – muss man gelesen haben!

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Ich weiß nicht so richtig wie ich anfangen soll, denn dieses Buch war so ganz anders als gedacht und hinterlässt bei mir einen langen Nachhall. Es geht um die 13jährige Jenna, die das (in letzter Zeit ...

Ich weiß nicht so richtig wie ich anfangen soll, denn dieses Buch war so ganz anders als gedacht und hinterlässt bei mir einen langen Nachhall. Es geht um die 13jährige Jenna, die das (in letzter Zeit glücklose) Medium Serenity aufsucht um ihre Mutter zu finden. Denn als Jenna ein kleines Kind war, verschwand ihre Mutter spurlos nach einem tragischen Unfall in einem Wildpark für misshandelte Elefanten.

Die Geschichte lebt einerseits von der Frage, ob es Übersinnliches geben kann – man fragt sich, ob Serenity wirklich paranormale Fähigkeiten hat oder eine gewiefte Scharlatanin ist. Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und wird – ohne zuviel verraten zu wollen – am Ende zum Höhepunkt des Romans.

Zum Anderen sind es die zum Teil tragischen, aber vor allem sehr berührenden Geschichten über Elefantenkühe und ihre Kälber, die diesen Roman so besonders machen. Die Frage, an der Jennas Mutter Alice (eine Wissenschaftlerin mit Fokus auf Elefanten) im Buch forscht, ist nämlich: können Elefanten trauern? Und nicht selten war ich emotional sehr mitgenommen von den Berichten über die Dickhäuter und ihre fast menschlich anmutende Art, mit dem Tod eines Herdenmitgliedes oder eines Kalbs umzugehen.

Letztlich ist das Buch aber ein äußerst geschickt aufgebauter Spannungsroman, denn hinter der Geschichte um das Verschwinden von Alice steckt ein regelrechter Krimi. Es gibt Fährten (richtige und falsche), es gibt einen abgehalfterten Polizisten, den der Fall nie losgelassen hat und es gibt am Ende eine Auflösung, die das ganze Buch in ein komplett neues Licht rückt. Mehr kann man nicht sagen, ohne zu viel zu verraten und so sage ich nur: man kann es nicht beschreiben, man muss es gelesen haben!

Veröffentlicht am 15.02.2024

Eine Geschichte über Elefanten und Mutterliebe

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„Die Hoffnung ist ein Luftballon, immer nur einen Atemzug davon entfernt zu platzen.“ S. 395
Mein zweites Buch der Autorin und wieder hat sie mich mitgenommen in eine andere Welt. Sie kann unheimlich bewegende ...

„Die Hoffnung ist ein Luftballon, immer nur einen Atemzug davon entfernt zu platzen.“ S. 395
Mein zweites Buch der Autorin und wieder hat sie mich mitgenommen in eine andere Welt. Sie kann unheimlich bewegende und spannende Geschichten erzählen, die dabei noch richtig gut recherchiert sind. Das mag ich sehr bei ihr.
Dieses Mal geht es um die dreizehnjährige Jenna, die versucht ihre Mutter wiederzufinden, die vor 10 Jahren, nach einem tragischen Vorfall spurlos verschwand. Hilfe holt sie sich dabei von Privatdetektiv Virgil, ein erfolgloser, gegen seine Dämonen und Alkohol kämpfender, Privatdetektiv und dem Medium Serenity. Diese hat vor Jahren ihre Fähigkeit verloren und lügt somit ihren Kund:innen seitdem etwas vor. Jenna selbst ist absolut stur und unerschrocken, gleichzeitig unheimlich liebenswert.
Die Geschichte selbst wird abwechselnd aus einer der drei Perspektiven erzählt, womit es mir leichtfiel, mich in die Charaktere hineinzuversetzen. Zusätzlich werden immer wieder die Tagebucheinträge von Jennas Mutter Alice eingestreut, womit wir Lesenden erfahren, was vor ihrem Verschwinden wirklich passiert ist. Die Handlung entwickelt sich mit jedem Perspektivwechsel weiter und es werden immer mehr Zusammenhänge klar. Dabei baute sich für mich ein unerwarteter Spannungsbogen auf, so dass ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Es gab immer wieder Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hatte und so war ich fleißig am Vermutungen anstellen und musste gegen Ende feststellen, dass ich mit diesem Ergebnis nicht gerechnet hätte.
Froh war ich, dass der Roman nicht zu übersinnlich wurde, da hatte ich zu Beginn etwas Sorge.
Ein besonderer Gewinn für mich waren die Tagebuch-Kapitel, da es hier vor allem auch um die Erkenntnisse der Elefantenforscherin Alice ging. Jodi Picoult bringt uns dabei diese faszinierenden Tiere auf eine so berührende Weise nahe, dass ich mich mit einem großen Gefühl der Demut gegenüber den Elefanten zurückließ.
Jodi Picoult ist hier ein packender Roman gelungen, der das Thema Mutterliebe gekonnt in die Handlung mit einflicht und mir tolle Lesestunden beschert hat.

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Veröffentlicht am 29.04.2019

Super

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Die dreizehnjährige Jenna ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die verschwand als Jenna 3 Jahre alt war. Die beiden lebten zusammen mit Jennas Vater und drei Tierpflegern in einem Elefantenreservat in ...

Die dreizehnjährige Jenna ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die verschwand als Jenna 3 Jahre alt war. Die beiden lebten zusammen mit Jennas Vater und drei Tierpflegern in einem Elefantenreservat in Neu-England, wo sie ehemaligen Zirkus- und Zooelefanten das Gnadenbrot boten. Als Jenna 3 Jahre alt ist, gibt es einen Todesfall in dem Reservat und Jennas Mutter Alice verschwindet.

10 Jahre später will Jenna sie unbedingt finden und findet ein Medium und einen Privatdetektiv, die ihr bei der Suche helfen.



Ganz so begeistert war ich anfangs nicht von dem Buch. Allerdings hat das Ende dann wieder einen Wow-Effekt, wie man es von Picoult kennt. Und dennoch ist das Buch diesmal anders. Sonst verfolgt die Autorin immer kontroverse Themen und baut diese aus, dieses Mal basiert ihr Roman auf dem Leben der Elefanten. Außerdem haben mich die übersinnlichen Effekte, die gerade am Anfang noch vermehrt vorkamen, sehr gestört. Entweder ich lese einen Roman, oder Sci-Fi. Beides zusammen passt nicht in mein rationell denkendes Gehirn.



In mehreren Handlungsebenen erzählt Picoult die Geschichte von Alice, Virgil, Jenna und Serenity. Besonders in dem Strang von Alice war es mir manchmal schon etwas zu viel Input über Elefanten für einen Roman. Dennoch fand ich das Buch wieder toll recherchiert und mit Fakten unterlegt und was man jetzt nicht über die Trauerarbeit von Elefanten weiß, gibt es nicht ;)





Wieder einmal gelingt es Picoult, den Leser zu fesseln. Förmlich fühlt man sich mit ihr in die Savanne genommen und mit den Elefanten umgehen. Auch ihre Charaktere sind liebenswert und sympathisch. Allen voran Jenna, die freche Göre, deren Schlagabtäusche mit Privatdetektiv Virgil ich geliebt habe. Unaufhörlich strebt die Handlung auf den Höhepunkt zu, nicht ohne von der Autorin so manches Mal wieder gedreht zu werden. Und am Ende wartet dann auch noch eine Überraschung auf den Leser, die ich nie vermutet hätte, auch wenn die Autorin im Laufe der Handlung ein paar Hinweise einwebt.